Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

aber das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. konfuse zweikampfführung sollte natürlich immer vermieden werden. es geht doch aber darum, eben auch gegen so gegner wie nürnberg nicht auf die brechstange zu verfallen und damit alles, was man sich vorgenommen hat, über den haufen zu werfen, sondern dahin zu kommen, der gegnerischen spielweise mit spielerischen mitteln zu begegnen. nur so wird man eine mannschaft nachhaltig erfolgreich machen können. und wenn das wie in nürnberg nicht funktioniert, muss man eben schauen, wieso es nicht funktioniert hat, statt zu dem schluss zu kommen, dass man das nächste mal lieber wieder die brechstange auspackt und sich auf das gegnerische niveau runterziehen lässt.
Dann erkläre mir doch bitte, wenn man dann schon 1:0 führt, nicht die Ruhe bekommt, um spielerisch dieses (und diverse andere) Spiel(e) über die Zeit zu bekommen.

Niemand hier hat von der Brechstange geredet! In den Argumenten der "Nörgler" ist in der Regel immer von
ein "wenn nicht, dann...." die Rede, s. h. keine eindimensionale Ausrichtung der Mannschaft hinsichtlich der
Spielphilosophie
Fatal finde ich die Auffassung, als wäre die Entwicklung der Mannschaft ein Versuchsfeld und zwar in der Form,
dass ich der Mannschaft nur ein Handlungskonzept mit auf den Weg gebe. Ich denke das FK dies auch nicht
macht, nur haben wir uns einen sogenannten offensiven Markenkern unterworfen.
Bei Dortmund mag es ja stimmig sein, aber bei Werder kann es schnell nach hinten losgehen.
Wie Syker schon sagte, was kann denn passieren, wenn hier keine Entwicklung für Spieler wie ME, JE
stattfindet. Neben einen ablösefreien Abgang der Spieler, auch weniger Einnahmen für TV-Gelder bis hin
zu einer gewissen Neukonzipierung der Mannschaft.
Schlussendlich zerschießt du dir deine Ambitionen (damit meine ich nicht unbedingt Europa) eine Mannschaft
aufzubauen.
Außerdem spielen wir im Sinne von Entwicklung nicht im NLZ. Im Profibereich, mit erfahrenen Spielern, muss ich da auch schon ein wenig ergebnisorientiert
agieren,
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann erkläre mir doch bitte, wenn man dann schon 1:0 führt, nicht die Ruhe bekommt, um spielerisch dieses (und diverse andere) Spiel(e) über die Zeit zu bekommen.
sorry, ich weiß nicht, was du mir damit sagen willst bzw. was genau ich dir erklären soll?
Niemand hier hat von der Brechstange geredet!
doch, @Bremen hat von der brechstange geredet. bei dem beitrag hast du sogar "gefällt mir" geklickt. ;)
In den Argumenten der "Nörgler" ist in der Regel immer von
ein "wenn nicht, dann...." die Rede, s. h. keine eindimensionale Ausrichtung der Mannschaft hinsichtlich der
Spielphilosophie
Fatal finde ich die Auffassung, als wäre die Entwicklung der Mannschaft ein Versuchsfeld und zwar in der Form,
dass ich der Mannschaft nur ein Handlungskonzept mit auf den Weg gebe. Ich denke das FK dies auch nicht
macht, nur haben wir uns einen sogenannten offensiven Markenkern unterworfen.
Bei Dortmund mag es ja stimmig sein, aber bei Werder kann es schnell nach hinten losgehen.
Wie Syker schon sagte, was kann denn passieren, wenn hier keine Entwicklung für Spieler wie ME, JE
stattfindet. Neben einen ablösefreien Abgang der Spieler, auch weniger Einnahmen für TV-Gelder bis hin
zu einer gewissen Neukonzipierung der Mannschaft.
Schlussendlich zerschießt du dir deine Ambitionen (damit meine ich nicht unbedingt Europa) eine Mannschaft
aufzubauen.
Außerdem spielen wir im Sinne von Entwicklung nicht im NLZ. Im Profibereich, mit erfahrenen Spielern, muss ich da auch schon ein wenig ergebnisorientiert
agieren,
aber es findet doch ganz klar ersichtlich eine entwicklung statt, gerade auch für spieler wie jojo und maxi. wir sind vom abstiegskandidaten der letzten jahre ins gesicherte mittelfeld gekommen und der trainer gibt eine klare, attraktive spielausrichtung vor und setzt auf junge spieler. natürlich musst du ergebnisorientierter spielen als im nlz, aber das ziel sollte sein, nicht nur auf das kurzfristige ergebnis in der tabelle zu schauen, sondern langfristig eine nachhaltige entwicklung anzustreben. und da erkennt man imo gute ansätze bei uns und das werden auch junge spieler wie maxi und jojo erkennen. klar, wer darauf aus ist, zwingend nächstes jahr in europa zu spielen, der wird sich gedanken über einen abgang machen. aber ich könnte mir vorstellen, dass gerade die eggesteins eben nicht allein das als zielsetzung haben, sondern teil der hier stattfindenden entwicklung sein möchten.
 
doch, @Bremen hat von der brechstange geredet. bei dem beitrag hast du sogar "gefällt mir" geklickt. ;)
Das habe ich in der Tat, allerdings bezog sich das als situatives Werkzeug für die Phase eines Spiels, in der die spielerischen Mittel nicht mehr ausreichen. Fußball ist nicht nur Spielerisch bzw. nicht nur Kampf/Einsatz/Laufbereitschaft, sondern kann nur funktionieren, wenn alle Komponenten auf das jeweilige Spiel aufeinander abgestimmt sind.


klar, wer darauf aus ist, zwingend nächstes jahr in europa zu spielen, der wird sich gedanken über einen abgang machen. aber ich könnte mir vorstellen, dass gerade die eggesteins eben nicht allein das als zielsetzung haben, sondern teil der hier stattfindenden entwicklung sein möchten.
Durchaus vorstellbar. Nur muß einem auch bewusst sein, daß mit einem Verpassen der EL es deutlich schwieriger wird, die Eggestein-Brüder einer VVL zu bewegen, weil verständlicherweise kein junger Spieler eigene Entwicklung längerfristig der Entwicklung in seinem Club unterordnen kann. Du selbst hast am Sonntag im Gesamtsituations-Thread geschrieben, daß wir insgesamt durch die große Distanz zu den Abstiegsplätzen Planungssicherheit für die kommende Saison hätten; das ist auch wichtig und erfreulich, jedoch besteht diese in den Personalien Maxi und Jojo noch lange nicht. Denn je häufiger wir Punkte wie zuletzt gegen Frankfurt oder Nürnberg verschenken, desto später haben wir haben wir Planungssicherheit bei den Eggestein-Brüdern bzw. steigt die Wahrscheinlichkeit, daß den beiden lukartive Angebote von anderen Vereinen vorliegen, die hinsichtlich einer Europapokalteilnahme - die auch für die spielerische Weiterentwicklung von Maxi und Jojo wichtig ist - bereits über Planunssicherheit verfügen. Dies ist auch ein Aspekt, der beim Beschwichtigen von vermeidbaren Punktverlusten berücksichtigt werden sollte.
 
Das habe ich in der Tat, allerdings bezog sich das als situatives Werkzeug für die Phase eines Spiels, in der die spielerischen Mittel nicht mehr ausreichen.



Durchaus vorstellbar. Nur muß einem auch bewusst sein, daß mit einem Verpassen der EL es deutlich schwieriger wird, die Eggestein-Brüder einer VVL zu bewegen, weil verständlicherweise kein junger Spieler eigene Entwicklung längerfristig der Entwicklung in seinem Club unterordnen kann. Du selbst hast am Sonntag im Gesamtsituations-Thread geschrieben, daß wir insgesamt durch die große Distanz zu den Abstiegsplätzen Planungssicherheit für die kommende Saison hätten; das ist auch wichtig und erfreulich, jedoch besteht diese in den Personalien Maxi und Jojo noch lange nicht. Denn je häufiger wir Punkte wie zuletzt gegen Frankfurt oder Nürnberg verschenken, desto später haben wir haben wir Planungssicherheit bei den Eggestein-Brüdern bzw. steigt die Wahrscheinlichkeit, daß den beiden lukartive Angebote von anderen Vereinen vorliegen, die hinsichtlich einer Europapokalteilnahme - die auch für die spielerische Weiterentwicklung von Maxi und Jojo wichtig ist - bereits über Planunssicherheit verfügen. Dies ist auch ein Aspekt, der beim Beschwichtigen von vermeidbaren Punktverlusten berücksichtigt werden sollte.

:tnx: danke, dann brauche ich nicht mehr zu antworten

Ich habe mir erlaubt deinen Beitrag zu liken;)
 
wo werden denn vermeidbare punktverluste beschwichtigt? es wird nur wiederholt darauf hingewiesen, dass wir uns in einer entwicklung befinden und in einer solchen eine rein ergebnisorientierte betrachtung nicht förderlich ist. schaut man sich beispielsweise die spiele gegen hoffenheim, leipzig und frankfurt an, dann ist das postive herausstellen unserer teils dominanten spielweise und der vielen herausgespielten chancen keine beschwichtigung, sondern allein der hinweis auf die positive entwicklung, die die mannschaft genommen hat. und, um den bogen zu maxi und jojo zu schlagen, eben diese entwicklung bekommen auch die jungen spieler mit und beziehen es in ihre entscheidungen mit ein. hier in bremen kann man unter einem jungen trainer teil einer mannschaft sein, die gerade dabei ist, sich von einem abstiegskandidaten der letzten jahre zu einer mannschaft zu entwickeln, die sich oben etablieren kann. und in so einem zusammenhang ist es eben wichtig, herauszustellen, dass unser derzeitiger tabellenplatz und unser abstand zu den abstiegsplätzen nicht durch einemehr oder weniger zufällig entstandene serie besonderer effizienz wie unter nouri entstanden ist, sondern durch eine klare, attraktive spielidee und eine dementsprechend erfolgte schrittweise und nachhaltigkeit vesprechende entwicklung nach vorne unter einbeziehung junger spieler.
 
:tnx: danke, dann brauche ich nicht mehr zu antworten

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mal abgesehen davon, dass du damit auf den rest meiner antwort offenbar auch nicht antworten möchtest, ändert es doch nichts daran, dass die brechstange auch als situatives werkzeug ein schritt zurück ist. wenn die eine idee nichts nützt, muss ich eine andere im kopf haben, anstatt die brechstange auszupacken, die immer eine gewisse unkontrolliertheit impliziert.
 
Sehe ich nicht so. Die Brechstange sollte man durchaus im Repertoire haben, wenn spielerische Mittel nicht funzen. Denke, dass @Bremen und @Eisenfuss das auch so sagen wollten. Unsere spielerische Überlegenheit hat in Nürnberg zu keinem Chancenplus geführt. Dann sollte man es durchaus versuchen, Standards wie Ecken und Freistöße zu errumpeln (für mich der Inbegriff der Brechstange) und diese dann auch deutlich effektiver treten als wir das tun.
 
Also grundsätzlich zeigt doch unsere Tendenz klar nach oben. Es macht wieder Spaß Werder Fußball zu schauen. Wir haben tolle Typen und Spieler. Wir lassen im Moment zwar hier und da was liegen, aber unsere Entwicklung ist überaus erfreulich und positiv. Vom selbstbewußten Vereinsklima, über die Einkaufspolitik bis hin zum Spielstil. Alles geht bergauf.
Wir lassen ein bißchen Federn (Punkte) bei unserem Entwicklungsprozess, das sehe ich auch so, aber das erscheint mir eher normal nach jahrelangem Niedergang und einem, zwar erfolgversprechendem, aber auch noch sehr jungen Trainer!
1.) Haben uns fehlende Cleverness ein paar Punkte gekostet 2.) haben uns Trainerentscheidungen taktisch, aber auch nach Auswechselungen schon einige Punkte gekostet und wir hatten 3.) wieder unsere obligatorische Langzeitkrise, die aber diesmal wenigstens nicht zu einer Trainerentlassung geführt hat. Es ist alles noch im Rahmen und trotz der kleineren Fehler oder für die Optimisten, trotz unserer Lerneffekte, sind wir noch voll im Rennen um Europa. Wenn dieser junge Kader zusammen bleibt und man sich dazu auf den entscheindenden Positionen noch qualitativ verstärkt, sehe ich der Zukunft sehr sehr positiv entgegen. Ich würde gerne mal eine Sommertranse erleben, in der uns kein Leistungsträger verläßt und wir uns mal was aufbauen können!
 
mal abgesehen davon, dass du damit auf den rest meiner antwort offenbar auch nicht antworten möchtest, ändert es doch nichts daran, dass die brechstange auch als situatives werkzeug ein schritt zurück ist. wenn die eine idee nichts nützt, muss ich eine andere im kopf haben, anstatt die brechstange auszupacken, die immer eine gewisse unkontrolliertheit impliziert.


Jetzt kann man sich über den Begriff Brechstange im Zusammenhang mit Fußball, über das zeitliche Wirken, streiten.
Du scheinst nur "kick and rush" darunter zu verstehen. Es gibt halt Spiele, die stehen auf des Messers Spitze und komisch,
vielleicht habe ich nur das Gefühl, aber irgendwie sehen wir immer schlecht aus , wenn wir unter Druck stehend hinten
heraus zu spielen.
Meine Herangehensweise ist eben in Lösungen zu denken und zu handeln und dazu gehört eben auch das Mittel einer zeitliche
begrenzten, situativen "Brechstange".
Ergo nach meinen Erfahrungen: ..lieber lang raus zu schlagen, als Mitspieler mit meiner genialen spielerischen Lösung in
Schwierigkeiten zu bringen.(z. B. NM im letzten Spiel)
Übrigens birgt auch das ausschließlich in spielerischen Lösungen zu denken und zu handeln eine gewisse Gefahr und
kann auch unkontrollierbar sein. Nämlich wenn man nur bedingt diese spielerischen Mittel auf allen Positionen zur Verfügung
hat, wenn man zu langsame Spieler hat die dann vereinzelt schlecht antizipieren und es auch an Handlungsschnelligkeit missen lassen.
Merkst du was? Der Weg liegt in der Mitte und man sollte von allen etwas im Köcher haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehe ich nicht so. Die Brechstange sollte man durchaus im Repertoire haben, wenn spielerische Mittel nicht funzen. Denke, dass @Bremen und @Eisenfuss das auch so sagen wollten. Unsere spielerische Überlegenheit hat in Nürnberg zu keinem Chancenplus geführt. Dann sollte man es durchaus versuchen, Standards wie Ecken und Freistöße zu errumpeln (für mich der Inbegriff der Brechstange) und diese dann auch deutlich effektiver treten als wir das tun.
:tnx:
Genau so war es gemeint. Wenn die spielerischen Mittel nicht so funktionieren wie gewünscht, ist es fatal, dies trotzdem monokausal als einzigen Lösungsweg weiter zu verwenden. Und auch auf Wiederholungsgefahr hin, hat doch schon die WM 2014 gezeigt, wie wichtig funktionierende Standards für den Torerfolg geworden sind.
 
aber die brechstange bringt doch nicht automatisch mehr standards als kontrolliertes, auf spielerische dominanz ausgerichtetes spiel. :denk:
also ich zumindest verstehe unter der brechstange den vor allem auf zufall basierten versuch, durch hohe bälle in den strafraum, schüsse aus weiter entfernung etc. irgendwie ein tor zu erzielen. also eigentlich genau das gegenteil von dem, was nachhaltige entwicklung einer mannschaft ausmacht. abgesehen vielleicht von der letzten minute des spiels bei rückstand, sollte auf so etwas verzichtet werden. und wenn der ausgangsplan in einem spiel nicht aufgeht, dann sollte man einen ersatzplan im kopf haben und dementsprehend umstellen, anstatt zu sagen, na gut, dann setzen wir halt auf den zufall.
gerade gegen kampfstarke und spielschwache gegner macht es doch keinen sinn, sich auf deren niveau ziehen zu lassen und das spielen selber auch einzustellen. damit beraubt man sich doch seiner eigenen stärke.

wir sind in einer entwicklung hin zu einer spielerisch dominanten mannschaft. und dazu gehört eben auch, zumindest für mich, dass man in schwieigen situationen nicht dazu verfällt, die kontrolle über das spiel abzugeben, sondern im gegenteil, zu versuchen, die kontrolle über das spiel zu behalten und weiter versucht, seine stärken auszuspielen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Dann sollte man es durchaus versuchen, Standards wie Ecken und Freistöße zu errumpeln (für mich der Inbegriff der Brechstange) und diese dann auch deutlich effektiver treten als wir das tun.

Wie soll das denn funktionieren? Um effektive Freistöße zu bekommen, muss man sich zumindest in der Nähe des Strafraums befinden. Das heißt also, wir stellen da ein paar Spieler hin und hoffen, daß sie gefoult werden. Angenommen der Gegner tut uns den Gefallen, dann werden unsere Standards wie durch Geisterhand plötzlich gut und effektiv? Ist das nicht ein wenig so wie in dem Kinderlied mit der Welt wie sie einem gefällt?
 
aber die brechstange bringt doch nicht automatisch mehr standards als kontrolliertes, auf spielerische dominanz ausgerichtetes spiel. :denk:

Da widerspricht dir ja auch keiner, ich zumindest nicht. Für mich gehört dann aber zur so genannten "Brechstange", dass man diese Standards auch nutzen kann bzw. die hohen Bälle, die dann in den Strafraum segeln. Davon sind wir aber meilenweit entfernt, wir versuchen, den Ball ins Tor zu tragen und ich habe den Eindruck, dass Standards und hier vor allem Eckbälle, kaum trainiert werden. Wenn jemand regelmäßig beim Training ist und Gegenteiliges behaupten kann, gerne her mit der Info. Auf dem Platz sieht man davon jedenfalls nichts, eher noch Gefahr fürs eigene Tor, weil nach einer Ecke der schnelle Konter folgt.
Kein Mensch will doch, dass wir spielen wie weiland Energie Cottbus unter Ede Geyer, aber wenn aus den schönsten Ballstafetten und Ballbesitz kein Ertrag in Toren folgt, dann muss es halt mal ein Standard richten. Bestes Beispiel dafür ist doch die Nationalelf 2014 und darauf bezog sich wohl auch @Bremen. Unsere spielerische Dominanz brachte nichts ein, daher musste es Hummels' Kopfballbrechstangentor richten. Und das war zuvor trainiert worden- gegen Löws Willen zwar, aber immerhin.
 
Wie soll das denn funktionieren? Um effektive Freistöße zu bekommen, muss man sich zumindest in der Nähe des Strafraums befinden. Das heißt also, wir stellen da ein paar Spieler hin und hoffen, daß sie gefoult werden. Angenommen der Gegner tut uns den Gefallen, dann werden unsere Standards wie durch Geisterhand plötzlich gut und effektiv? Ist das nicht ein wenig so wie in dem Kinderlied mit der Welt wie sie einem gefällt?
Nein, gar nicht. Siehe oben, Trainieren von Standards. War vielleicht missverständlich formuliert mit den "Standards errumpeln". "Erzwingen" trifft es eher.
 
wir sind in einer entwicklung hin zu einer spielerisch dominanten mannschaft. und dazu gehört eben auch, zumindest für mich, dass man in schwieigen situationen nicht dazu verfällt, die kontrolle über das spiel abzugeben, sondern im gegenteil, zu versuchen, die kontrolle über das spiel zu behalten und weiter versucht, seine stärken auszuspielen.
Alles schön und gut. Das ist das, was uns der liebe Herr Kohfeldt seit Wochen so verkauft. Wir sind ein einem Lernprozess usw.. In den letzten 11 Spielen haben wir genau 2x gewonnen. Daraus nun die große Weiterentwicklung zu konstruieren, mag in Bremen angehen. Anderswo funktioniert das nicht.
Nichtsdestotrotz vermag ich eine Verbesserung der Mannschaft zu erkennen, aber das bewegt sich in einem überschaubaren Bereich und lässt die vereinsseitigen Träume von Europa nicht unbedingt hochfliegen. In Anbetracht der heutigen Herkulesaufgabe wird die Bilanz auf 2 von 12 sich verändern.
Für mich sieht das schon seit Wochen eher nach einem "Wexit" aus, den ich persönlich nicht als schlimm empfinde. Die entscheidende Frage ist, wie die Mannschaft und einzelne Spieler mit dieser Enttäuschung umgehen werden?
 
1. Eine Brechstange ist auch der direkte Freistoß aus 35 Meter, wenn man einen Naldo hat.

2. Wenn ich bei minus 45° hinter die Kneipe kotze, lasse ich auch eine Brechstange raus.

Ich vermisse oft die "Brechstange", wenn nur noch wenig Zeit ist, ein wichtiges Tor zu schießen: könnte jedes Mal in die Luft gehen, weil irgendeiner mit Ball in der Hand nicht einwirft, da man lieber 10 Sekunden wartet, bis der etatmäßige "Einwerfer" antanzt - also Theo oder Ludwisch.

Wenn das Spiel mit allen taktischen Voreinstellungen nicht so aufgeht, wie trainiert und erwartet, bleibt nur die Brechstange oder Aufgabe.
 
Tja, in Ergebnissen spiegelt sich die spielerische Entwicklung jedenfalls nicht wider. Ungefährdet haben wir in dieser Saison eigentlich nur gegen Hertha und Schalke gewonnen, an den letzten Sieg mit mindestens 3 Toren Differenz können sich nur noch die Älteren erinnern (außer Pokalspiele). Dann muss man doch zumindest die auf dem Papier deutlich schwächeren Teams klarer in Schach halten können.
 
Alles schön und gut. Das ist das, was uns der liebe Herr Kohfeldt seit Wochen so verkauft. Wir sind ein einem Lernprozess usw.. In den letzten 11 Spielen haben wir genau 2x gewonnen. Daraus nun die große Weiterentwicklung zu konstruieren, mag in Bremen angehen. Anderswo funktioniert das nicht.
Nichtsdestotrotz vermag ich eine Verbesserung der Mannschaft zu erkennen, aber das bewegt sich in einem überschaubaren Bereich und lässt die vereinsseitigen Träume von Europa nicht unbedingt hochfliegen. In Anbetracht der heutigen Herkulesaufgabe wird die Bilanz auf 2 von 12 sich verändern.
Für mich sieht das schon seit Wochen eher nach einem "Wexit" aus, den ich persönlich nicht als schlimm empfinde. Die entscheidende Frage ist, wie die Mannschaft und einzelne Spieler mit dieser Enttäuschung umgehen werden?

Zumal wir, trotz "Verbesserung", nicht besser dastehen als in den Endresultaten der letzten Spielzeiten. Klar kann sich das bis Saisonende noch ändern, ich würde trotzdem vermuten das wir am Ende irgendwo zwischen 8 - 12 einlaufen.

Insgesamt würde sich die Saison dann besser "anfühlen" weil wir nie in Bedrängnis waren, von der Tabellensituation aber würden wir weiterhin stagnieren - einzig, dass wir in der Winterpause nicht nochmal nachlegen und Geld ausgeben mussten, würde ich dann als "Gewinn" bezeichnen, was aber ein Pyrrhus-Sieg wäre, wenn uns wichtige Spieler auf Grund mangelnder Perspektive verlassen.
 
zum einen sieht man die entwicklung sehr wohl auch in den ergebnissen, denn wir stehen ungefährdet im mittelfeld der tabelle mit anschluss nach oben und nicht wie sonst zu diesem zeitpunkt mit bangem blick nach unten. zum anderen sollte man zur betrachtung der spielerischen entwicklung ja auch wegkommen von dem rein ergebnisorientierten denken. 2 siege aus 11 spielen hört sich mies an, schaut man sich allerdings die spiele an sieht man unter anderem den guten bis sehr guten auftritt in leipzig, und die zeitweise sehr dominanten spiele gegen hoffenheim und frankfurt. und man sieht den besten fußball, den werder seit jahren gespielt hat. eine positive entwicklung ist unverkennbar und nur weil ein spiel jetzt mal wieder scheiße war, muss man nicht gleich alles über den haufen werfen und schlecht reden.

die träume von europa waren eben vielmehr die zielsetzung, um europa mitzuspielen. und das machen wir, obwohl die entwicklung ja auch noch lange nicht abgeschlossen ist. es sind ja noch klare defizite zu erkennen, die dann in den nächsten phasen angegangen werden müssen.
 
wir sind in einer entwicklung hin zu einer spielerisch dominanten mannschaft. und dazu gehört eben auch, zumindest für mich, dass man in schwieigen situationen nicht dazu verfällt, die kontrolle über das spiel abzugeben, sondern im gegenteil, zu versuchen, die kontrolle über das spiel zu behalten und weiter versucht, seine stärken auszuspielen.
Ist ja alles schön und gut, von wegen Entwicklung hin zur spielerisch dominanten Mannschaft. Aber leider verfällt die Mannschaft zu oft in schwierigen Situationen dazu, die Kontrolle abzugeben. Sie spielt in diesen Situationen eben oft nicht ihre Stärken aus, sondern lässt dann vieles vermissen um ein Spiel erfolgreich zu beenden. Das letzte Spiel war wieder mal ein sehr gutes Beispiel. Viele schreiben hier auch, Werder befindet sich in einer Entwicklung, man sollte dies nicht an den Ergebnissen festmachen. Ich selbst kann damit nicht allzu viel anfangen. Wenn du nämlich schön spielst und trotzdem keinen Erfolg hast, dann kann es passieren das du in der nächsten Saison fast wieder von vorn anfängst. Weil die besten dann eben gehen. Und eines sollten wir auch nicht vergessen, den finanziellen Aspekt. Je erfolgreicher die Mannschaft spielt, um so größer ist der finanzielle Rahmen vorhanden um die Mannschaft zu verstärken. Werder hat nun mal keinen Geldgeber in der Hinterhand, sie müssen sich das erarbeiten. Und da tut jeder schlechtere Tabellenplatz eben weh.
 
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