Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Die ersten 30 min. waren das beste was er von seiner Mannschaft gesehen habe, die kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ja Werder hatte Nürnberg unter Kontrolle, dass war es aber auch. Für mich ist Fußball immer noch ein Ergebnissport. Und Chancen wurden in den ersten 30 min. auch kaum herausgespielt.

Und ich kann nicht nachvollziehen wie man zu so einer Aussage kommt wenn man das Spiel gesehen hat. Allein Kruse hat drei gute bis sehr gute Chancen auf dem Fuß. Harnik hat ebenfalls eine dicke Chance. Und das ohne das Werder groß ins Risiko gegangen wäre. Ich sehe das so wie Kohfeldt, die erste Halbzeit war das beste was ich seit langer Zeit von Werder gesehen habe. Leider hat man die letzten 10 Minuten nicht das 2:0 gesucht, man hat sich zu sehr auf das eigene Spiel verlassen. Vielleicht war das ein guter Schuss vor den Bug nicht zu selbstgefällig zu sein.
 
Was dann in der zweiten Halbzeit passiert ist, hat mEn. nichts mit unterschiedlichen Gesichtern zu tun sondern in diesem Fall mit Arroganz. Vielleicht dachte man, man sei schon weiter
Oh doch, denn das zweite Gesicht in der 2. Halbzeit ist Folge der Ursache der Arroganz ;)


. Man hat Nürnberg so dermaßen unter Kontrolle gehabt das man dazu übergegangen ist, ohne jede Not, das Ergebnis zu verwalten. Und wenn Nürnberg dann irgendwann aufmachen muss kontern wir sie schon aus. Nur sind wir nicht Bayern München. Wenn man so spielt, dann darf der Gegner nicht mehr gefährlich vor das Tor kommen. Und dann der letzte Wechsel von Kohfeldt, das hat sichtbar als Motivator für die Nürnberger gewirkt.
Genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Wir ziehen uns bei einer eigenen 1-Tore-Führung zur Pause zu Beginn der 2. HZ zu sehr zurück bzw. lassen uns nach hinten drängen, obwohl unsere Defensive bekanntermaßen kein unüberwindbares Bollwerk darstellt Das letzte Mal, daß wir bei einem 1-Tore-Vorsprung zur Pause nicht den (zwischenzeitlichen) Ausgleich kassierten, war beim 1:0-Heimsieg gegen Stuttgart am 14. Spieltag der Vorsaison, seitdem bedeutete eine 1-Tore-Pausenführung in Buli-Spielen mit gestern 6x in Folge den (zwischenzeitlichen) Ausgleich. Warum verfallen trotz dieser Negativerfahrungen immer wieder in diesen unsäglichen Verwaltungsmodus?
 
Oh doch, denn das zweite Gesicht in der 2. Halbzeit ist Folge der Ursache der Arroganz ;)



Genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Wir ziehen uns bei einer eigenen 1-Tore-Führung zur Pause zu Beginn der 2. HZ zu sehr zurück bzw. lassen uns nach hinten drängen, obwohl unsere Defensive bekanntermaßen kein unüberwindbares Bollwerk darstellt Das letzte Mal, daß wir bei einem 1-Tore-Vorsprung zur Pause nicht den (zwischenzeitlichen) Ausgleich kassierten, war beim 1:0-Heimsieg gegen Stuttgart am 14. Spieltag der Vorsaison, seitdem bedeutete eine 1-Tore-Pausenführung in Buli-Spielen mit gestern 6x in Folge den (zwischenzeitlichen) Ausgleich. Warum verfallen trotz dieser Negativerfahrungen immer wieder in diesen unsäglichen Verwaltungsmodus?
Die Einwechslung von Friedl war vom Gedanken her mMn gar nicht so verkehrt , mit Bargfrede , dem ich ein gutes Spiel im Rahmen seiner Möglichkeiten attestieren möchte , ging der Abfangjäger und Stabilisator , Egge hat für mich offensiv am meisten stattgefunden, der musste aber auf die 6 für Bargi , dementsprechend konnte Nuri keine Sicherheit ausstrahlen da er kaum Anspielmöglichkeiten hatte , da mit Maxi derjenige im Offensivspiel fehlte , der Wege gegangen ist und Anspielstationen generierte .
Alles in allem von Kohfeldt ein schwacher Eindruck , obwohl die Spieler die auf dem Platz standen , keine gute Aktion in der gegnerischen Hälfte zustande gebracht haben .
MMn das falsche Signal von der Bank ...
 
Ich glaube das wir "kontrollieren" können, haben wir jeweils in der ersten HZ in Frankfurt und gegen Nürnberg gezeigt. Umso offensichtlicher scheint jeweils der schlechte Start wieder in HZ 2. Ich glaube da muß man ansetzen im Finetuning. Im Moment schafft die Mannschaft es "noch" nicht 90 Min. den Matchplan straff durchzuziehen. Wir haben größere Wackelphasen. Im Frankfurt war das wohl auch der Eigendynamik des Spiels geschult, aber gestern, das sollte einem schon zu denken geben. Vielleicht müssen sich alle mal nen verbalen Traubenzucker mehr reinschmeissen in der Pause .....

Systemisch wurden in Frankfurt in HZ 1 durch zwei halbe 9ner (Osako + Kruse) irgendwie ne ganze 9. Gegen Hannover hat das nicht ganz so gut geklappt. Wir haben genug Mittelfeld Power durch die Mitte, aber keinen dem man den Ball final durchstecken könnte (da ist Kruse der Falsche). Ich würde wohl einen Flügel opfern und ne echte 9 vor Kruse bringen. Aber das schrieb ich bereits. Muß Floko entscheiden!
 
Ich glaube das wir "kontrollieren" können, haben wir jeweils in der ersten HZ in Frankfurt und gegen Nürnberg gezeigt. Umso offensichtlicher scheint jeweils der schlechte Start wieder in HZ 2. Ich glaube da muß man ansetzen im Finetuning. Im Moment schafft die Mannschaft es "noch" nicht 90 Min. den Matchplan straff durchzuziehen. Wir haben größere Wackelphasen. Im Frankfurt war das wohl auch der Eigendynamik des Spiels geschult, aber gestern, das sollte einem schon zu denken geben. Vielleicht müssen sich alle mal nen verbalen Traubenzucker mehr reinschmeissen in der Pause .....

Systemisch wurden in Frankfurt in HZ 1 durch zwei halbe 9ner (Osako + Kruse) irgendwie ne ganze 9. Gegen Hannover hat das nicht ganz so gut geklappt. Wir haben genug Mittelfeld Power durch die Mitte, aber keinen dem man den Ball final durchstecken könnte (da ist Kruse der Falsche). Ich würde wohl einen Flügel opfern und ne echte 9 vor Kruse bringen. Aber das schrieb ich bereits. Muß Floko entscheiden!
Aber ich finde wir fangen an zu kontrollieren, wo das nachlegen von Toren und der Hunger auf Ergebnisssicherheit wesentlich sinnvoller wäre ...?!
 
Aber ich finde wir fangen an zu kontrollieren, wo das nachlegen von Toren und der Hunger auf Ergebnisssicherheit wesentlich sinnvoller wäre ...?!

Ich glaube wir meinen dasselbe. Ich differenziere nur zwischen dem offensiven kontrollieren oder auch die oft zitierte Spieldominanz in HZ 1, was ehr gut lief. UND das kontrollieren in HZ 2, was für mich eher ein ungeordnetes Verwalten, ohne Spieldominanz war! Da hätte man in der Tat nachlegen müssen. Eigentlich ist es egal, ob man ein Ergebnis verwalten kann oder nicht. Können eh wahrscheinlich nur die Bayern. Wenn man nur 1:0 führt besteht halt immer die Gefahr das man noch einen kriegt.

Aber Kruse sagt ja woran es liegt und das habe ich auch so wahrgenommen:
http://www.kicker.de/news/fussball/...0/artikel_kruse-erklaert-das-kopfproblem.html

.... es sah ängstlich aus. Ich glaube allerdings nicht das man dem Team nun eine Angststöhrung andichten muß. Vielmehr muß man an der Siegermentalität weiter arbeiten. Im Großen und Ganzen philosophier ich aber lieber nach Spieltag 3 und Platz 7 über unsere Fehler, als mit dem Rücken zur Wand wie in den letzten Jahren. Das Niveau und der Anspruch steigt und das ist auch gut so!
 
Spielen schon erkennbare Sand im Getriebe


Genau auf dem Punkt gebracht.

Leider hat man die letzten 10 Minuten nicht das 2:0 gesucht, man hat sich zu sehr auf das eigene Spiel verlassen. Vielleicht war das ein guter Schuss vor den Bug nicht zu selbstgefällig zu sein.

Genau das ist es, man hat sich zu sehr auf eigne Stärke verlassen. Ich habe den letzten wechsel auch nur so verstanden: 1:0 absichern und fertig.
Das ging nach hinten los.

Warum verfallen trotz dieser Negativerfahrungen immer wieder in diesen unsäglichen Verwaltungsmodus?


Um es zu trainieren, ob es irgendwann von Erfolg gekrönt sein wird, weiß ich nicht. Aber es wird auch mal nötig sein ein Spiel zu verwalten.
Gestern hat es in der 2. Halbzeit nicht funktioniert. In der ersten Hälfte hat es aber funktioniert.

Aber ich finde wir fangen an zu kontrollieren, wo das nachlegen von Toren und der Hunger auf Ergebnisssicherheit wesentlich sinnvoller wäre ...?!

"Kontrollierte Offensive" wäre das Stichwort gewesen. Aber ja der Hunger nach Toren fehlt bei uns noch. Ich hoffe der kommt bald.
 
Genau auf dem Punkt gebracht.



Genau das ist es, man hat sich zu sehr auf eigne Stärke verlassen. Ich habe den letzten wechsel auch nur so verstanden: 1:0 absichern und fertig.
Das ging nach hinten los.
Ballbesitz ist dann gut , wenn es die Mannschaft schafft sich daraus Vorteile zu verschaffen , querspielen und die Verantwortung auf einen kreativen Pass weiter zu geben zähle ich mehr zur Hilfslosigkeit in Sachen Angriffspiel , Bewegung in den Räumen findet nur selten statt , obwohl ich Osako diesbezüglich ein gutes Zeugniss ausstellen muss ! Würde gerne die Option Möhwald im 10er Bereich testen ...




Um es zu trainieren, ob es irgendwann von Erfolg gekrönt sein wird, weiß ich nicht. Aber es wird auch mal nötig sein ein Spiel zu verwalten.
Gestern hat es in der 2. Halbzeit nicht funktioniert. In der ersten Hälfte hat es aber funktioniert.



"Kontrollierte Offensive" wäre das Stichwort gewesen. Aber ja der Hunger nach Toren fehlt bei uns noch. Ich hoffe der kommt bald.
 
kontrollieren hat gestern ziemlich gut gegen nürnberg funktioniert. hohes tempo eher weniger. daher wäre mir der kontrollierte ansatz deutlich lieber gewesen und hätte meiner meinung nach auch viel eher zu einem souveränen sieg geführt.

Warum verfallen trotz dieser Negativerfahrungen immer wieder in diesen unsäglichen Verwaltungsmodus?

das problem war ja eher, dass nicht verwaltet wurde, denn das ging gegen nürnberg eigentlich ganz gut. stattdessen hat man einen immer vertikaleren ansatz angestrebt, der nicht zum verhalten des gegners gepasst hat.
 
kontrollieren hat gestern ziemlich gut gegen nürnberg funktioniert. hohes tempo eher weniger. daher wäre mir der kontrollierte ansatz deutlich lieber gewesen und hätte meiner meinung nach auch viel eher zu einem souveränen sieg geführt.



das problem war ja eher, dass nicht verwaltet wurde, denn das ging gegen nürnberg eigentlich ganz gut. stattdessen hat man einen immer vertikaleren ansatz angestrebt, der nicht zum verhalten des gegners gepasst hat.
:tnx::tnx::tnx:
 
Kontrolliert , mit Spitzen im kreieren von Chancen , man hätte den Sack durch motivierte und zielstrebige Spielweise versuchen müssen viiiiel früher zu zumachen ...
Aber von nix kommt halt oftmals nix ...
 
5 Punkte aus 3 Spielen ist doch ok.

Hätte natürlich mehr sein dürfen und auch müssen, aber deshalb Ernüchterung?

Ich sehe trotz der Verstärkungen im Offensivbereich hier noch jede Menge Handlungsbedarf.

Ich find uns da vorne viel zu harmlos.
5 Punkte hören sich auf den ersten Blick nicht schlecht an. Aber auf das wie und das gegen wenn, dann ist dich für mich wirklich ernüchternd. Natürlich wird niemand erwarten dass Werder den Gegner an die Wand spielt. Aber zwei Heimspiele, davon eines gegen einen Aufsteiger. Da sind zwei Punkte einfach zu wenig. Gegen Frankfurt lange Zeit in Überzahl, war auch in Halbzeit 2 gelinde gesagt, nicht berauschend. Und warum, weil nach vorn zuwenig Tempo, über aussen könnte was gehen. Aber da beraubt sich Werder selbst, weil kaum einer in der Box ist. Und hinten ist Werder leider immer für einen Bock gut. Gegen H96 Abseits verschlafen, gegen Frankfurt unnötiger Elfer und jetzt gegen Nürnberg war auch niemand beim Torschützen. So wird dies nichts mit den hohen Zielen, wobei ich persönlich schon mit einem gesicherten Mittelfeldplatz, ohne Abstiegsangst zufrieden wäre.
 
das problem war ja eher, dass nicht verwaltet wurde, denn das ging gegen nürnberg eigentlich ganz gut. stattdessen hat man einen immer vertikaleren ansatz angestrebt, der nicht zum verhalten des gegners gepasst hat.

Das mit angstrebten Ansatz erklärt jedoch nicht zu große Passivität. Wir haben uns entweder zu weit zurückgezogen oder zurückdrängen lassen, wie auch immer, wir standen hinten jedenfalls zu tief drin; ebenso fehlte es ausreichend Druck um Balleroberungen erfolgreich zu gestalten. Unter diesen Voraussetzungen kann sich ein noch so gut gemeinter und richtiger Ansatz nur schwer entfalten. Es waren unterem Strich zu viele nicht stimmige Komponenten, die zu einem insgesamt mäßigen Auftritt mit einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis sorgten.
 
Wer ist denn in der Mannschaft jetzt Führungsspieler ? Wechselt das im Spiel , gibt es eine klare Hackordnung ?
Bezeichnend das der "Azubi" Maxi Eggestein den Part des gefährlichsten und meiner Ansicht nach motiviertesten Spieler einnehmen musste.
Und sich die Etablierten vornehmlich in Sachen vorweggehen , zurück genommen haben , obwohl überwiegend Kompetenz auf dem Platz stand.
Clever diesen Spieler dann auch noch nach hinten zu stellen , mit Defensivaufgaben ...:ugly:
 
Das mit angstrebten Ansatz erklärt jedoch nicht zu große Passivität. Wir haben uns entweder zu weit zurückgezogen oder zurückdrängen lassen, wie auch immer, wir standen hinten jedenfalls zu tief drin; ebenso fehlte es ausreichend Druck um Balleroberungen erfolgreich zu gestalten. Unter diesen Voraussetzungen kann sich ein noch so gut gemeinter und richtiger Ansatz nur schwer entfalten. Es waren unterem Strich zu viele nicht stimmige Komponenten, die zu einem insgesamt mäßigen Auftritt mit einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis sorgten.

ja, das war aber ein anderes problem als das angesprochene. es gab ja in der zweiten halbzeit probleme mit und ohne ball.
 
Wer ist denn in der Mannschaft jetzt Führungsspieler ? Wechselt das im Spiel , gibt es eine klare Hackordnung ?
Bezeichnend das der "Azubi" Maxi Eggestein den Part des gefährlichsten und meiner Ansicht nach motiviertesten Spieler einnehmen musste.
Und sich die Etablierten vornehmlich in Sachen vorweggehen , zurück genommen haben
, obwohl überwiegend Kompetenz auf dem Platz stand.
Clever diesen Spieler dann auch noch nach hinten zu stellen , mit Defensivaufgaben ...:ugly:

... oder dezent gesagt: "... und sich die etablierten vornehmlich dezent WEG GEDUCKT haben!" Allen voran ein Max Kruse der sich mMn seit Beginn der Serie dezent weg duckt, anstatt voran zu gehen und Kante zu zeigen! Das ist mir persönlich eindeutig zu wenig, erst RECHT für einen KAPITÄN! Sorry, aber das musste ich mal sagen. Wenn der Kapitän sich schon in den Schützengraben schmeisst, dann springen die restlichen in der Regel hinterher. Is ja bequemer weil man ja n "gutes Vorbild" hat ... wenn dann der Käpitän zu allem Überfluss noch BEFEHLE aus dem Graben brüllt und selber nix auf die Kette bekommt ... tjaaa dann ... diesen Satz kann jeder der mag selber vervollständigen
 
Allen voran ein Max Kruse der sich mMn seit Beginn der Serie dezent weg duckt, anstatt voran zu gehen und Kante zu zeigen! Das ist mir persönlich eindeutig zu wenig, erst RECHT für einen KAPITÄN!

Ich sehe es genau anders herum (und entnehme dies auch seinen heutigen Worten): Er versucht nicht zu wenig sondern zu viel. Und fehlt dann häufig dort wo er gebraucht wird, nämlich im Zentrum. Und wenn er dann schon mal dort ist versemmelt er zur Zeit auch noch jeden Versuch. Das Ding was Maxi reingenagelt hat wäre bei ihm zur Zeit wohl auf der Tribüne gelandet.
 
Ich sehe es genau anders herum (und entnehme dies auch seinen heutigen Worten): Er versucht nicht zu wenig sondern zu viel. Und fehlt dann häufig dort wo er gebraucht wird, nämlich im Zentrum. Und wenn er dann schon mal dort ist versemmelt er zur Zeit auch noch jeden Versuch. Das Ding was Maxi reingenagelt hat wäre bei ihm zur Zeit wohl auf der Tribüne gelandet.
Kann man sehen wie man möchte ...
Stehen bleibt ein Kruse der wie er es seit geraumer Zeit macht, der Mannschaft nicht helfen kann , ohne ihm den Willen dazu abzusprechen!
 
Back
Top