Mesut Özil

Die Fehlerkette von Grindel in der Causa MÖ - und nicht nur dort - ist deutlich länger. Erst äußert er, daß sich ein Nationalspieler nicht sich mit einem Präsidenten ablichten lassen kann, der Pressefreiheit und Menschenrechte nicht beachtet, anschließend verharmlost Grindel die Angelegenheit bis er nach dem WM-Aus aus der Ecke gekrochen kommt und von MÖ eine Erklärung fordert...
 
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts hat die Sprache und Wortwahl einiger Politiker in der Asyldebatte scharf kritisiert. Er nannte keine Namen aber die Adressaten sind wohl klar und sitzen in der CSU.

Für Voßkuhle ist zum Beispiel der Begriff "Herrschaft des Unrechts" inakzeptabel. Diesen Begriff hat Seehofer verwendet. Diese Rhetorik "möchte Assoziationen zum NS-Unrechtsstaat wecken, die völlig abwegig sind", sagt Voßkuhle.

Das kann man m.E. übertragen auf die Özil-Debatte. Hier gibt es sicher Anlass zur Kritik am Verhalten von Özil. Auch mir geht da einiges gegen den Strich.
Sowohl bei Özil aus auch der Asyldebatte kann man unterschiedlicher Meinung sein. Aber in beiden Fällen erkennt man sehr oft an der Wahl der Sprache und der Worte, ob es Menschen um eine sachliche Debatte geht oder ob sie das alles zum Anlass nehmen um ihr braunes Süppchen zu kochen.
 
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts hat die Sprache und Wortwahl einiger Politiker in der Asyldebatte scharf kritisiert. Er nannte keine Namen aber die Adressaten sind wohl klar und sitzen in der CSU.

Für Voßkuhle ist zum Beispiel der Begriff "Herrschaft des Unrechts" inakzeptabel. Diesen Begriff hat Seehofer verwendet. Diese Rhetorik "möchte Assoziationen zum NS-Unrechtsstaat wecken, die völlig abwegig sind", sagt Voßkuhle.

Oder "Asyltourismus", mit dem Kruzifx-Söder besonders gerne um sich wirft (und wofür Marietta Slomka ihm verbal einen verpulte) - für mich schon jetzt das Unwort des Jahres 2018. Überhaupt ist das Verhalten der bajuwarischen Regierungspartei an Zynismus kaum zu überbieten: Sich im Namen "Christlich Sozial" nennen, aber gegenüber Flüchtlingen weder christlich noch sozial hetzen. Die Verantwortlichen in CSU sollten sich vielleicht einmal daran erinnern, daß nicht nur die ca. 7 Mio. urbayrischen Menschen nach dem 2. Weltkrieg aus dem Agrarland Bayern zum wohlhabendsten Bundesland machten, sondern ebenso die ca. 1,9 Mio. Flüchtlinge und deren Nachkommen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten inkl. des Territoriums der späteren DDR.

Wer auf einem Auge blind sein will, der sieht eben nur das, was er (sie) sehen möchte, weil es ja so schön ins eigene Weltbild passt. Dahingehend unterscheidet sich die bayrische Staatsregierung im Grundsatz nicht von MÖ, der in dem seinerseits zurecht angeprangerten Rassismus scheinbar auch nur den Teil sehen will, den er sehen möchte - aber nicht eben jenen Teil, auf den Deniz Naki auch in angemessener Deutlichkeit hinwies.
 
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