Übrige WM-Spiele

Die Franzosen haben irgendwie nie die richtige Einstellung zu diesem Spiel gefunden, mussten sie an so einem Tag aber auch nicht.

Die Szene von Lloris zum 2:4 fasst es eigentlich ganz gut zusammen: teilnahmslos, etwas arrogant und behäbig, aber letztendlich egal, weil vorne jeder Ball im Tor landete, oder vom Schiedsrichter hinein gelegt wurde.

Über das Turnier waren sie klar die beste Mannschaft, aber im Finale habe ich ihnen über weite Strecken im Gegensatz zu den Kroaten kaum Siegeswillen angesehen.

Recht passend, dass die Zeremonie im strömenden Regen dann auch reichlich unterkühlt daher kam.

Seis drum, sechs Tore und ein insgesamt verdienter Weltmeister...gab schon schlimmeres!
 
Die Franzosen haben irgendwie nie die richtige Einstellung zu diesem Spiel gefunden, mussten sie an so einem Tag aber auch nicht.

Die Szene von Lloris zum 2:4 fasst es eigentlich ganz gut zusammen: teilnahmslos, etwas arrogant und behäbig, aber letztendlich egal, weil vorne jeder Ball im Tor landete, oder vom Schiedsrichter hinein gelegt wurde.

Über das Turnier waren sie klar die beste Mannschaft, aber im Finale habe ich ihnen über weite Strecken im Gegensatz zu den Kroaten kaum Siegeswillen angesehen.

Recht passend, dass die Zeremonie im strömenden Regen dann auch reichlich unterkühlt daher kam.

Seis drum, sechs Tore und ein insgesamt verdienter Weltmeister...gab schon schlimmeres!
Perfekt zusammengefasst :top:
 
Den Elfmeter kann man im Gegensatz zum 1:0 wohl geben, trotzdem bitter für die Kroaten.

Das entscheidende Wort ist hierbei das "kann". Ja, man KANN ihn geben, es war aber kein "Musselfmeter". Und in einem WM-Finale sollte man wirklich nur MUSSelfmeter geben. Für mich die spielentscheidende Situation. Schade für Kroatien, die aber mit erhobenen Köpfen nach Hause fliegen können und Fußballgeschichte für ihr kleines Land geschrieben haben.

Letztendlich ist aber Frankreich ein verdienter Weltmeister. Übers gesamte Turnier gesehen waren sie die besten.
Festzuhalten bleibt, das Europa ganz klar dominierte und mittlerweile den meisten außereuropäischen Teams teilweise um Längen überlegen ist. Auf die kommende EM kann man sich jetzt schon freuen. Auch dann werden Frankreich, Belgien und England zu den Favoriten zählen und Italien ist dann wohl auch wieder dabei. Für die deutsche Entwicklung bin ich sehr skeptisch.

Für mich war das eine sehr schöne WM, eine der besten überhaupt. Ein Lob an den Ausrichter Russland, die das wirklich ganz toll gemacht haben. Es gab so gut wie keine Ausschreitungen und Fankrawalle, beeindruckend. Sollten sich andere Ausrichter mal zum Vorbild nehmen. Ich denke mal, das Russland im Vorfeld ganz klar zu verstehen gegeben hat, was diesen Idioten für den Fall droht. Anders als z.B. in Deutschland, wo festgenommene Hooligans oftmals paar Stunden später schon wieder auf freiem Fuß sind...:wall:
 
Diese WM hat das bestätigt, was sich schon spätestens seit der EM vor zwei Jahren nicht nur bei den Nationalmannschaften, sondern auch im Vereinsfussball abzeichnete: der Tiki-Taka-Ballbesitzfußball, der bei der EM vor 10 Jahren zum Maßstab im Fußball wurde, hat seinen Zenit überschritten. Nicht wenige Nationalmannschaften haben sich bei der WM darauf ein- und dem Tiki-Taka eine kluge und taktisch disziplinierte Raumaufteilung gegenübergestellt und aus dieser geordneten Defensive heraus ihre Angriffe generiert.

Die Franzosen und Kroaten haben dies mit am besten umgestezt, so daß sie das Finale erreichten. Auffällig waren dabei die unterschiedlichen Interpretationen dieser Spielweise der beiden Mannschaften: denn während die Franzosen in einer defensiven Variante agierten, brachten die Kroaten
ihre spielerische Offensivstärken mit ein. Dafür zahlten sie allerdings den sehr hohen Preis, in allen drei K.O-Runden-Partien bis zum Finale Rückstände hinterlaufen und in die Verlängerung gehen zu müssen, so daß ihnen in der 2. Halbzeit des Endspiels sichtlich wertvolle Kräfte fehlten, um den Franzosen noch ernsthaft Paroli bieten zu können. Wie auch immer diese kluge und taktisch disziplinierte Raumaufteilung mit aus dieser geordneten Defensive heraus generierten Angriffe umgesetzt wird, dies wird zumindest in der nahen Zukunft das Maß aller Dinge im modernen Fußball bleiben.
 
Diese WM hat das bestätigt, was sich schon spätestens seit der EM vor zwei Jahren nicht nur bei den Nationalmannschaften, sondern auch im Vereinsfussball abzeichnete: der Tiki-Taka-Ballbesitzfußball, der bei der EM vor 10 Jahren zum Maßstab im Fußball wurde, hat seinen Zenit überschritten. Nicht wenige Nationalmannschaften haben sich bei der WM darauf ein- und dem Tiki-Taka eine kluge und taktisch disziplinierte Raumaufteilung gegenübergestellt und aus dieser geordneten Defensive heraus ihre Angriffe generiert.

Die Franzosen und Kroaten haben dies mit am besten umgestezt, so daß sie das Finale erreichten. Auffällig waren dabei die unterschiedlichen Interpretationen dieser Spielweise der beiden Mannschaften: denn während die Franzosen in einer defensiven Variante agierten, brachten die Kroaten
ihre spielerische Offensivstärken mit ein. Dafür zahlten sie allerdings den sehr hohen Preis, in allen drei K.O-Runden-Partien bis zum Finale Rückstände hinterlaufen und in die Verlängerung gehen zu müssen, so daß ihnen in der 2. Halbzeit des Endspiels sichtlich wertvolle Kräfte fehlten, um den Franzosen noch ernsthaft Paroli bieten zu können. Wie auch immer diese kluge und taktisch disziplinierte Raumaufteilung mit aus dieser geordneten Defensive heraus generierten Angriffe umgesetzt wird, dies wird zumindest in der nahen Zukunft das Maß aller Dinge im modernen Fußball bleiben.
Wobei ich denke das Frankreich auch durch ihre individuelle Klasse, die besseren Möglichkeiten hatte diesen Stil den du bestens beschrieben hast, mit annähernder Perfektion zu spielen.
Umtiti und Mbappe waren für mich so ne Art Eckpfeiler dieser Spielweise ...
Hinten sicher und stabil und vorne schnell und effektiv!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wobei ich denke das Frankreich auch durch ihre individuelle Klasse, die besseren Möglichkeiten hatte diesen Stil den du bestens beschrieben hast, mit annähernder Perfektion zu spielen.
Umtiti und Mbappe waren für mich so ne Art Eckpfeiler dieser Spielweise ...
Vollkommen richtig, die Franzosen verfügen über große individuelle Klasse und Deschamps hat es geschaft, diese zu einer funktionierenden Einheit zu formen. Daraufhin hat er aber auch seit seinem Amtsantritt 2012 gearbeitet und wer sich an das zähe WM-Viertelfinale Deutschland - Frankreich 2014 erinnert, erkennt in dieser Partie die Ballbesitzfußball störende Spielweise das wieder, die Frankreich in diesem Jahr zum Weltmeister machte.
 
Vollkommen richtig, die Franzosen verfügen über große individuelle Klasse und Deschamps hat es geschaft, diese zu einer funktionierenden Einheit zu formen. Daraufhin hat er aber auch seit seinem Amtsantritt 2012 gearbeitet und wer sich an das zähe WM-Viertelfinale Deutschland - Frankreich 2014 erinnert, erkennt in dieser Partie die Ballbesitzfußball störende Spielweise das wieder, die Frankreich in diesem Jahr zum Weltmeister machte.
Wobei gerade die Klasse der Einzelspieler dafür prädestiniert war mit Frankreich Ballbesitzfußball zu spielen, Dechamps hat aber die Zeichen der Zeit erkannt und hat den Spielern Aufgaben gegeben, die sie kompakt hat werden lassen auf und neben dem Platz ... Respekt !
 
Vollkommen richtig, die Franzosen verfügen über große individuelle Klasse und Deschamps hat es geschaft, diese zu einer funktionierenden Einheit zu formen. Daraufhin hat er aber auch seit seinem Amtsantritt 2012 gearbeitet und wer sich an das zähe WM-Viertelfinale Deutschland - Frankreich 2014 erinnert, erkennt in dieser Partie die Ballbesitzfußball störende Spielweise das wieder, die Frankreich in diesem Jahr zum Weltmeister machte.
Was Ballbesitz bei dieser WM gebracht hat , hat man ja bei Deutschland und Argentinien gesehen ! 70% Ballbesitz und nothing ...
 
Diese WM hat das bestätigt, was sich schon spätestens seit der EM vor zwei Jahren nicht nur bei den Nationalmannschaften, sondern auch im Vereinsfussball abzeichnete: der Tiki-Taka-Ballbesitzfußball, der bei der EM vor 10 Jahren zum Maßstab im Fußball wurde, hat seinen Zenit überschritten. Nicht wenige Nationalmannschaften haben sich bei der WM darauf ein- und dem Tiki-Taka eine kluge und taktisch disziplinierte Raumaufteilung gegenübergestellt und aus dieser geordneten Defensive heraus ihre Angriffe generiert.

Die Franzosen und Kroaten haben dies mit am besten umgestezt, so daß sie das Finale erreichten. Auffällig waren dabei die unterschiedlichen Interpretationen dieser Spielweise der beiden Mannschaften: denn während die Franzosen in einer defensiven Variante agierten, brachten die Kroaten
ihre spielerische Offensivstärken mit ein. Dafür zahlten sie allerdings den sehr hohen Preis, in allen drei K.O-Runden-Partien bis zum Finale Rückstände hinterlaufen und in die Verlängerung gehen zu müssen, so daß ihnen in der 2. Halbzeit des Endspiels sichtlich wertvolle Kräfte fehlten, um den Franzosen noch ernsthaft Paroli bieten zu können. Wie auch immer diese kluge und taktisch disziplinierte Raumaufteilung mit aus dieser geordneten Defensive heraus generierten Angriffe umgesetzt wird, dies wird zumindest in der nahen Zukunft das Maß aller Dinge im modernen Fußball bleiben.

:tnx::top:
 
Das entscheidende Wort ist hierbei das "kann". Ja, man KANN ihn geben, es war aber kein "Musselfmeter". Und in einem WM-Finale sollte man wirklich nur MUSSelfmeter geben. Für mich die spielentscheidende Situation. Schade für Kroatien, die aber mit erhobenen Köpfen nach Hause fliegen können und Fußballgeschichte für ihr kleines Land geschrieben haben.

Letztendlich ist aber Frankreich ein verdienter Weltmeister. Übers gesamte Turnier gesehen waren sie die besten.
Festzuhalten bleibt, das Europa ganz klar dominierte und mittlerweile den meisten außereuropäischen Teams teilweise um Längen überlegen ist. Auf die kommende EM kann man sich jetzt schon freuen. Auch dann werden Frankreich, Belgien und England zu den Favoriten zählen und Italien ist dann wohl auch wieder dabei. Für die deutsche Entwicklung bin ich sehr skeptisch.

Für mich war das eine sehr schöne WM, eine der besten überhaupt. Ein Lob an den Ausrichter Russland, die das wirklich ganz toll gemacht haben. Es gab so gut wie keine Ausschreitungen und Fankrawalle, beeindruckend. Sollten sich andere Ausrichter mal zum Vorbild nehmen. Ich denke mal, das Russland im Vorfeld ganz klar zu verstehen gegeben hat, was diesen Idioten für den Fall droht. Anders als z.B. in Deutschland, wo festgenommene Hooligans oftmals paar Stunden später schon wieder auf freiem Fuß sind...:wall:

Ich finde, der Schiedsrichter war bei der Elfmetersituation schlicht die ärmste Sau. Das wäre auch im umgekehrten Fall, also bei Nichtahndung heiß diskutiert worden. Schlimmer ist eher, dass der VAR beim Freistoß nicht einschritt. Schade, das so auch beim wohl besten Schiri der WM am Ende was haften blieb.

Zum ganzen Drumherum: war wohl die perfekte WM, Hut ab an Gastgeber Russland. Zum Sportlichen: Glücklicherweise steigerte sich das grausige Niveau nach der Vorrunde. Die KO - Spiele konnte man sich überwiegend anschauen, ohne Gähnanfälle zu bekommen. Verdienter Weltmeister, die Franzosen, ernsthafte Gegnerschaft im Kampf um den Titel konnte ich zum Schluss hin aber auch nicht erkennen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Die Franzosen haben irgendwie nie die richtige Einstellung zu diesem Spiel gefunden, mussten sie an so einem Tag aber auch nicht.

Die Szene von Lloris zum 2:4 fasst es eigentlich ganz gut zusammen: teilnahmslos, etwas arrogant und behäbig, aber letztendlich egal, weil vorne jeder Ball im Tor landete, oder vom Schiedsrichter hinein gelegt wurde.

Über das Turnier waren sie klar die beste Mannschaft, aber im Finale habe ich ihnen über weite Strecken im Gegensatz zu den Kroaten kaum Siegeswillen angesehen.

Recht passend, dass die Zeremonie im strömenden Regen dann auch reichlich unterkühlt daher kam.

Seis drum, sechs Tore und ein insgesamt verdienter Weltmeister...gab schon schlimmeres!

Daß die Franzosen nie die richtige Einstellung zu diesem Spiel gefunden haben, möchte ich so nicht unterschreiben. Sie haben letztlich so agiert, wie es zu erwarten war: sich auf die eigene Defensivstärke verlassen, die spielfreudigen Kroaten kommen lassen und darauf hoffen, daß dem Gegner nach 3 Verlängerungen in Folge die Beine müde werden, so daß beide Teams sich bis zur Führung der Franzosen neutralisierten. Erst danach erhöhte Kroatien den Druck und kam besser ins Spiel, wobei ich es nicht (nur) darauf schieben möchte, daß die Franzosen die Zügel schleifen ließen, denn schon gegen Belgien war beim Stande von 0:0 zu sehen, daß der sonst kompakte Defensivverbund der Franzosen kontinuierlich hohem Druck nicht dauerhaft standhalten kann. Nach dem 4:1 war die Messe jedoch gelesen, so daß die Franzosen 1-2 Gänge (s. Lloris) zurückschalteten.
 
Wobei gerade die Klasse der Einzelspieler dafür prädestiniert war mit Frankreich Ballbesitzfußball zu spielen, Dechamps hat aber die Zeichen der Zeit erkannt und hat den Spielern Aufgaben gegeben, die sie kompakt hat werden lassen auf und neben dem Platz ... Respekt !
:tnx:

Korrekt, er hat die Zeichen der Zeit erkannt und auch seine Offensivstars zur Defensivarbeit verdonnert, wobei er die selbstverliebten Primadonnen zuhause ließ, und formte die Spieler auch mental zu einer Einheit.
 
WM201800.jpg
 
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