Wenn die Mods tatsächlich mal betont haben, " nicht unfehlbar zu sein", dann in der Regel nur, nachdem sie vorher quasi "überführt" worden waren und gar nicht anders mehr konnten. Die reine Aussage reicht aber nicht aus, wenn man daraus keine Konsequenzen zieht.
Wobei wurden die Moderatoren "überführt"? Bzw. woraus schließt Du, daß sie "gar nicht mehr anders konnten"? Wir könnten es uns auch einfach machen und uns ganz nach dem Motto "Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter" uns bei aufkommender Kritik in unsere Wagenburg (= Mod-Forum) zurückziehen, bis der Sturm vorbeigezogen ist, doch wir stellen uns ohne jeglichen Druck der Diskussion. Denn im Mod-Team sitzt weder eine Teflon-Merkel, bei der alles abprallt, noch 4 alles aussitzende Helmut Kohls. Denn wir haben nicht den Kontakt zur Basis verloren, weil wir selber ein Teil der Basis sind, sprich in erster Linie normale User, die sich nach Zeit und Interessen mehr oder weniger an den Diskussionen hier beteiligen, wobei die Moderation eigentlich nur nebensächlich sein sollte. Und vor allem: wenn wir uns angeblich nur der Diskussion stellen, wenn wir gar nicht mehr anders können, dann wirst Du der geneigten Mitleserschaft hier sicherlich eine plausible Erklärung dafür liefern können, warum dieser Thread mit dem Titel "Kritik und Lob für die Arbeit der Moderatoren" schon seit dem 24. Juni 2008, also seit 10 Jahren existiert, oder?
Du, der von jedem, der Fehler macht, egal ob bei Werder oder bei Usern, massive Konsequenzen einfordert, welche Konsequenzen möchtest du aus deinen begangenen Fehlern ziehen?
Die Begründung, dass du dich an Diskussionen über deine Arbeit beteiligst, ist kein Beweis für Fehlbarkeit, das ist eine Selbstverständlichkeit, die aber wirkungslos verpufft, wenn es keine Konsequenzen hat.
Wie oft finden diese "selbstkritischen Reflexionen" statt und zu welchen Erkenntnissen ist das Mod-Team bisher gekommen?
Ich bin von einer knapp zweijährigen Pause abgesehen seit 2001 im Werder-Forum aktiv und sicherlich nicht nur ich kann Dir bestätigen, daß in früheren Jahren wesentlich kleinlicher moderiert = schneller verwarnt wurde; so schrieb
@mezzo19742 neulich, daß er u.a. eine Verwarnung dafür erhielt, weil er Tim Wiese als Fliegenfänger titulierte. Und auch zu Beginn meiner Moderatorenzeit (Aug.2013) gehörte eine kleinliche Handhabung noch zur Tagesordnung, auch weil es eine Hoch-Zeit der Kleinkriege gewesen ist. Nachdem mehrere User diese kleinliche Handhabung bemängeln ging das Mod-Team in medias res und seitdem wird großzügiger moderiert.
Dies ist nur ein Beispiel für selbstkritischen Reflexionen, für die es keine festen Termine gibt, sondern die ergeben sich automatisch aufgrund der Vorkommnisse im Forum, die uns gemeldet werden bzw. wir selber beobachten. Zwei weitere Beispiele, bei denen wir die Kritik angenommen und entsprechend gegengesteuert haben, sind diese hier:
Wie groß muss eigentlich diese Mehrheit sein? Reichen da 2:1 Stimmen? Das wäre absurd. Wie stellt ihr sicher, dass das eingehalten wird, auch wenn andere Mods langerfristig nicht anwesend sind?
Oberstes Gebot der Neutralität ist, dass man als "Richter" nicht in einem Fall richten kann, in dem man selbst aktiv involviert ist. Ist das so? Warum wurden bisher alle Vorschläge, das abzustellen, ignoriert?
In der Vergangenheit war es so, daß ein Mod die Entscheidung z.B. bei einer Verwarnung auch dann alleine fällen konnte. Nach dahingehender Kritik stimmen wir uns seit einiger Zeit bei solchen Maßnahmen ab, d.h. erst wenn 3 Moderatoren einer Meinung sind, gilt eine Sache als beschlossen und wird entsprechend umgesetzt. Dank der Kommunikationsmittel unserer Zeit lässt sich auch bei längerer Abwesenheit ein Blick ins Forum werfen, so daß man bei etwaigen Patt-Situation auch unterwegs als Zünglein an der Waage agieren kann. Die Beschlussfähigkeit ist also gewährleistet. Ebenso haben wir auf dahingehende Kritik reagiert, daß seit einiger Zeit ein Mod, der in einer Diskussion mit einem zu sanktionierenden User verstickt ist, das Ausführen einer Sanktion jemand anderen aus dem Mod-Team überlässt - egal in welchem Thread die zu sanktionierende Äußerung gefällt wurde, um gar nicht erst den Verdacht von Willkür aufkommen zu lassen.
Unterschreibst du, dass sich Mods an gleiche Regeln zu halten haben wie andere User auch?
Selbstverständlich. Dieser Grundsatz sollte für jeden Menschen gelten, der sich in einer Gemeinschaft/Gesellschaft bewegt, egal ob es ein Fußball-Forum oder das reale Leben draußen ist.
Glaubst du, du bist hier mit gutem Beispiel vorangegangenen?
Als Atheist habe ich es weniger mit dem Glauben... Ich denke schon, daß ich mich schon an die Regeln hier halte, auch wenn ich sicherlich nicht perfekt darin bin. Wir sind alle Menschen und machen Fehler, nur sollte man auch über so viel Rückgrat verfügen, diese auch zuzugeben. Apropos:
wie sieht es dahingehend Dir aus? seit Deiner Rückkehr habe ich von Dir noch keinen Ansatz von einer selbstkritischen Reflektion Deines Verhaltens gelesen.
Wie gehst du eigentlich als langjähriger erfahrener Mod mit wiederholten Vorwürfen der Willkür um?
Glaubst du, dass gerade du, der gegenüber anderen ständig den moralischen Zeigefinger hebt, glaubt, dass das tatsächlich nur an der Wahrnehmung der Betroffenen liegt?
Meine Erfahrung als Mod hat mir gezeigt, daß der Stein des Vorwurfs von Willkür in den meisten Fällen von den wenigen Mitforisten ins Rollen gebracht wurde, die in ihrem Forumsverhalten besonders häufig negativ aufgefallen sind. Warum? Weil ihnen offensichtlich das ausreichende Maß an Fähigkeit zur Selbstkritik fehlt bzw. es nicht zeigten, so daß sie die Schuld stets bei Anderen sahen, z.B. in den von ihnen angezettelten bzw. mitgeführten Kleinkriegen waren stets die jeweiligen Rivalen oder die eingreifenden Mods die Übeltäter, jedoch selten bis nie die betroffenen User selbst. Selbst noch so viele gut gemeinte Hinweise in den Threads oder als PN konnten ein Umdenken bei diesen Usern ebenso wenig bewirken wie als nächste Konsequenz folgende Verwarnungen bzw. ab einer gewissen Anzahl daraus resultierende Sperren. Zwischenmenschliche Differenzen lassen sich nur dann lösen, wenn beide Seiten aufeinander zugehen, aber wenn eine Seite sich gänzlich argumentenresistent zeigt, lässt sich, auch wenn die andere Seite dahingehend nicht frei von Fehlern ist, ein solcher gordischer Knoten wohl kaum lösen. Wenn Du einen konstruktiven Lösungsvorschlag dafür liefern kannst, nehmen wir uns diesem gerne an,