Deutsche Nationalmannschaft Aktuell

Ich finde, das "Nicht-Mitsingen" bedeutet nicht gleich "Nichtidentifikation". Viele erleben die Hymne viel intensiver, wenn sie in sich kehren, und zuhören, statt mit zu singen. Als Beispiel.
Und ich glaube dass einige einfach für Deutschland spielen, weder aus finanziellen Gründen, noch aus Verbundenheit, sondern weil sie halt gut genug sind und nominiert werden. Weil so ein Turnier Spass macht und weil es zum Beruf gehört. Glaube, gerade für Fussballer, die mir nichts, dir nichts nach England, Frankreich, Spanien oder Italien wechseln würden im Vereinsbereich, geht es sehr wenig um deutsche Verbundenheit. Das ist, denke ich, wesentlich pragmatischer. In vielen Fällen, nicht allen. Hier hoch im Norden, wo ich lebe, sieht man wohl vieles pragmatisch... :D
 
EDIT: Beim Spiel gegen Österreich habe ich mich allerdings auch gefragt ob die Ösis genauso bei Alaba und ... (ich weiss nicht mehr wer die beiden anderen waren) auch so diskutieren... bzw ob es in Italien überhaupt einen Gedanken daran die Hymne nicht mit zu singen gibt...?!



Einer von den anderen war Arnautovic, aber der kann glaub ich den Text nicht. Naja die beiden Gehirnzellen braucht er ja um
1. Beim stehen nicht umzukippen und
2. Sich nicht in die Hose zumachen...:ugly:
 
Ich finde, das "Nicht-Mitsingen" bedeutet nicht gleich "Nichtidentifikation". Viele erleben die Hymne viel intensiver, wenn sie in sich kehren, und zuhören, statt mit zu singen. Als Beispiel.
Bin ich bei dir, aber ich glaube nicht, dass es bei den hier immer wieder diskutierten Spielern der Fall ist.

Und ich glaube dass einige einfach für Deutschland spielen, weder aus finanziellen Gründen, noch aus Verbundenheit, sondern weil sie halt gut genug sind und nominiert werden. Weil so ein Turnier Spass macht und weil es zum Beruf gehört. Glaube, gerade für Fussballer, die mir nichts, dir nichts nach England, Frankreich, Spanien oder Italien wechseln würden im Vereinsbereich, geht es sehr wenig um deutsche Verbundenheit. Das ist, denke ich, wesentlich pragmatischer. In vielen Fällen, nicht allen. Hier hoch im Norden, wo ich lebe, sieht man wohl vieles pragmatisch... :D
Ich glaube schon dass für den überwiegenden Teil der Spieler ein Unterschied zwischen NM und Vereinseben besteht
 
Hier werden mE zwei Dinge miteinander vermischt. An der dritten Strophe der Nationalhymne kann wohl keiner ernsthaft etwas Anstößiges finden, die ersten beiden Strophen waren ursprünglich von Herrn von Fallersleben auch komplett anders gemeint, wurden im Kaiserreich kaum gesungen (hier galt das "Heil dir im Siegeskranz" als offizielle Hymne) und wurden später von den Nationalsozialisten für ihre Zwecke missbraucht. Und doch, ich finde durchaus, dass "Einigkeit und Recht und Freiheit" sehr erstrebenswerte Ziele sind, die hierzulande relativ gut (zumindest im globalen Vergleich) umgesetzt werden.
Der zweite Teil der Diskussion dreht sich bei einigen hier darum, was "deutsch sein" ausmacht und da kann man in der Tat diskutieren bis zum St. Nimmerleinstag ohne je zu einem Ergebnis zu kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
deswegen das ö... oder auf der Seite liegend " :o"

Der zweite Teil der Diskussion dreht sich bei einigen hier darum, was "deutsch sein" ausmacht und da kann man in der Tat diskutieren bis zum St. Nimmerleinstag ohne je zu einem Ergebnis zu kommen.

Darum gehts mir dabei defintiv nicht...
 
doch den gabs mal.. wurde aber wegen zu "heftiger" Diskussionen geschlossen... ö

Grundsätzlich jedem das seine.
[...]Das Mitsingen der Hymne ist dabei nur ein Teil des Verhaltens - für mich persönlich aber ein zentraler Punkt. Ich kann es eben nicht begreifen, welchen Grund es für einen Repräsentanten eines Landes, der sich zumindest nicht gezwungenermaßen für die ein oder andere Nation entschieden hat, geben kann die Hymne nicht mit zu singen.

und für andere, beispielsweise mich, ist das mitsingen der hymne ein vollkommen unwichtiger punkt. weil es rein gar nichts über die hier angesprochenenen werte aussagt. und auch das ist zu tollerieren, gerade wenn man sich mit den werten für die deutschland stehen will identifiziert.
früher wurde die nationalhymne von keinem spieler mitgesungen. hoeneß und co. schwiegen eisern. haben die sich damals alle nicht mit deutschland identifiziert? wenn das mitsingen der hymne ein zentraler punkt ist?

Sondern weil er sich eben sehr mit diesem Land, den Menschen [...] verbunden fühlt.

und bei mir ist das anders. mit den meisten menschen hier fühle ich mich nicht verbunden. geht mir aber in anderen ländern genauso. es gibt in meinem leben ein paar wichtige menschen zu denen ich mich verbunden fühle. das hat aber nichts mit der nationalität zu tun, sondern mit dem menschen an sich. ansonsten gibt es doch gottseidank auch in deutschland noch halbwegs genug diversität, was den charakter der leute angeht um nicht sagen zu können, dass man sich generell mit deutschen menschen verbunden fühlt.
das lustige: da es bei mir keinen migrationshintergrund gibt, gäbe es wohl keinen der darüber grübeln würde, ob ich mich zu 100% mit deutschland identifiziere. und es wäre den menschen wahrscheinlich nicht mal wichtig. ich würde dennoch gerne für deutschland spielen, nicht aufgrund 100%iger identifikation (die es meiner meinung nach eh nicht geben kann), sondern weil ich meine kindheit, meine jugend, mein leben dort verbracht habe, weil viele erinnerungen daran hängen und es mir hier im großen und ganzen gut ging. dadurch ist eine irrationale bindung zu orten entstanden, an denen ich soetwas wie heimat empfinde. und die liegen eben in deutschland. ist das kein ausreichender grund um für die nationalmannschaft zu spielen? braucht es den "stolz" auf dieses land oder ganz seltsam "den stolz deutscher zu sein"? pure identifikation, den gedanken "ich bin deutscher durch und durch"?


übrigens: einen text mit "jedem das seine" zu beginnen, der von der identifikation für deutschland handelt, ist zumindest leicht unglücklich. :D nichts für ungut.
 
und für andere, beispielsweise mich, ist das mitsingen der hymne ein vollkommen unwichtiger punkt. weil es rein gar nichts über die hier angesprochenenen werte aussagt. und auch das ist zu tollerieren, gerade wenn man sich mit den werten für die deutschland stehen will identifiziert.
früher wurde die nationalhymne von keinem spieler mitgesungen. hoeneß und co. schwiegen eisern. haben die sich damals alle nicht mit deutschland identifiziert? wenn das mitsingen der hymne ein zentraler punkt ist?

Lesen und verstehen... deswegen schrob ich "für mich". Nur weil ich es nicht verstehen kann, heisst es nicht dass ich es nicht toleriere.
Zu Hoeneß-Zeiten habe ich noch kein Fussball geguckt... würde es bei einem Mats Hummels oder Manuel Neuer aber genauso sehen.


und bei mir ist das anders. [...] braucht es den "stolz" auf dieses land oder ganz seltsam "den stolz deutscher zu sein"? pure identifikation, den gedanken "ich bin deutscher durch und durch"?
Das darf bei dir und jedem anderen Sein wie es will... ich sage nur, dass ich es nicht verstehe. Es ist für mich aber vollkommen ok... ich habe auch schon geschrieben, dass man keinen zwingen kann und soll.
Und noch mal, es geht für mich nicht darum "deutscher durch und durch" zu sein... Da Wort stolz wird in dem Zusammenhang zwar viel zu inflationär gebraucht, aber ja: ich kann aus meiner Sicht durchaus stolz auf das eigene Land sein, ohne direkt in Nationalismus zu verfallen... aber das ist für mich in diesem Fall (wie ich oben auch schon geschrieben habe) nicht das Thema.


übrigens: einen text mit "jedem das seine" zu beginnen, der von der identifikation für deutschland handelt, ist zumindest leicht unglücklich. :D nichts für ungut.

Unglücklich, wenn man es so bzw. falsch verstehen will...
 
und für andere, beispielsweise mich, ist das mitsingen der hymne ein vollkommen unwichtiger punkt. weil es rein gar nichts über die hier angesprochenenen werte aussagt. und auch das ist zu tollerieren, gerade wenn man sich mit den werten für die deutschland stehen will identifiziert.
:tnx:
Sehe ich auch so. Das Mitsingen der Hymne kann zwar ein Zeichen für die (besonders starke) Identifikation der Nation und ihren Werten darstellen, ist aber mit Sicherheit nicht der alleinige Idikator dafür.

In der DDR wurde übgrigens ab den frühen 1970er der Staatsraison entsprechend die Hymne "Auferstanden aus Ruinen" offiziell gar nicht mehr gesungen, weil die Textzeile "Deutschland einig Vaterland" nicht mehr dem politischen Zeitgeist des SED-Regiems entsprach.

früher wurde die nationalhymne von keinem spieler mitgesungen. hoeneß und co. schwiegen eisern. haben die sich damals alle nicht mit deutschland identifiziert? wenn das mitsingen der hymne ein zentraler punkt ist?
:tnx:
Zum Mitsingen der Hymne sind die Spieler der N11 1984 vom damaligen Teamchef Franz Beckenbauer verdonnert worden und in den letzten Jahren hört und liest man immer wieder, daß gerade Politiker dieses von den Spielen fordern. Haben diese sog. Volksvertreter nicht wichtigere Aufgaben zu erfüllen statt sich mit solchen Lapalien zu befassen? Ich glaube, es hackt! Die Fußball-Nationalmannschaft tritt immerhin noch zum Fußballspielen an und nicht zu einem Song Contest für Nationalhymnen.
 
Lesen und verstehen... deswegen schrob ich "für mich". Nur weil ich es nicht verstehen kann, heisst es nicht dass ich es nicht toleriere. [...] Das darf bei dir und jedem anderen Sein wie es will... ich sage nur, dass ich es nicht verstehe.

ich hab dich schon verstanden, keine sorge. aus deinem text ist schon auch für mich hervorgegangen, dass du keine allgemeingültigkeit für deine ansicht forderst. daher beginnt mein beitrag ja auch mit einem "für mich". also die gegenposition. dass du es so gar nicht verstehen kannst, finde ich hingegen wirklich schade.


Unglücklich, wenn man es so bzw. falsch verstehen will...

nein, unglücklich im allgemeinen, weil der spruch entsprechend belegt ist. ich weiß schon, dass du ihn nicht in dem kontext gesehen hast und habe dich, noch will ich dich da falsch verstehen. ich fands daher auch eher lustig als empörend. alles gut.
 
Wir sollten meiner Meinung nach nicht anfangen, Aussagen die meinetwegen historisch negativ belegt sind auseinanderzunehmen.
Ich lass mir doch von Nazis nicht meine Ausdrucksweise vorschreiben.

"Jedem das Seine" ist eine ganz normale Formulierung, die sich die Nazis damals zu eigen gemacht haben, soll man die jetzt deshalb aus dem Sprachgebrauch streichen?
 
@tsubasa: passt so für mich

zu der Aussage "Jedem das seine" oder generell zu solchen Formuliereungen:
Kann mich unter anderem an eine Diskussion hier im Forum zu dem Fangesang "Auswärtssieg" oder dem "trommeln " SIEG " trommeln " SIEG "... (ich hoffe ihr wisst welche "Lieder" ich meine)
Sehe das bis zu einem gewissen Punkt ähnlich wie Cyril: man sollte da nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und alles mit den Nazis in verbindung bringen. Da passt in vielen Fällen die Verhältnismäßigkeit mMn nicht.
 
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