
Bzgl Skripnik war das ganz großer kollektiver Mist.
Wobei ich der Meinung bin, dass Skripnik hier eh mehr ein Baueropfer war, und TE nicht wegen der Trainerfrage entlassen wurde, sondern man das nur als vorgeschobenen Grund nutzte um Eichin "loszuwerden", weil es zwischen Bode und Eichin mehr und mehr krachte, sowohl wg dessen Verlängerung und der zukünftigen Ausrichtung.
Aber das ist Vergangenheit.
Es spielten sicherlich mehrere Faktoren eine Rolle, die zu der Trennung von TE führten. Wie auch immer, wir wollen uns auf das Thema dieses Threads beschränken, so daß wenn bei der Entscheidung für AN als Nachfolger für VS die gleichen oder zumindest ähnliche Kriterien eine Rolle gespielt haben wie bei VS selbst, dann gilt es, dieses Auswahlverfahren zu durchleuchten.
Dazu gehört auch, daß man bei Werder nach den Erfahrungen in den letzten 4 Jahren zumindest eine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, bei der Besetzung des Trainerpostens etwas tiefer in die Tasche zu greifen.. VS und AN waren als in der U23 erfolgreiche, aber ohne Erfahrungen als Profi-Coach wirtschaftlich "billige" Lösungen und auch en RD war trotz Erfahrungen in Freiburg und Leverkusen nicht gerade ein heißer Anwärter auf die Nachfolge von TS (ganz abgesehen davon, daß egal wo der direkte Nachfolger eines langjährigen Coaches ziemlich große Fußstapfen vorfindet, die er nur schwer ausfüllen kann).
Unter der Berücksichtigung, daß Werder auf die Nachwuchsförderung angewiesen ist, benötigen wir einen Coach, der gut mit jungen Leuten umgehen kann, das haben VS und AN auch in Werders U23 bewiesen. Doch für einen Profitrainer von Werder Bremen reicht das alleine nicht, denn dieser muß auch über Erfahrungen verfügen, Talente in eine Profimannschaft einzubauen, denn so wie es für einen Spieler ein riesengroßer Unterschied ist, in der 3. oder in der 1. Liga zu spielen, so ist der Wechsel von der 3. in die 1. Liga auch für einen Coach ein Quantensprung, weil auch er sich erst an die Gegebenheiten des Oberhauses im deutschen Fußball gewöhnen muß. Zu Anfang wird ein solcher Jungcoach und die Mannschaft oft von dem Neuen-Besen-Effekt getragen, doch spätestens im 2. Jahr trifft der Alltag ein und die Spreu trennt sich vom Weizen, weil dann Qualitäten und Erfahrungen eines Trainers stärker gefragt sind als in der Zeit davor. Für den Erfolg einer Mannschaft ist eine gesunde Mischung aus Routine und Jugend eine elementare Säule, und wenn gerade eine Mannschaft mit vergleichsweise vielen jungen Spielern spielt, ist es um so wichtiger, daß ein Coach - immer unter der Voraussetzung, daß es über eine entsprechende Qualifikation verfügt und diese auch zielführend umzusetzen weiß - die nötige Erfahrung mitbringt, sowohl im didaktischen Bereich als auch in der Menschenführung.