Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Es ist jetzt das extremste Beispiel für die Mär "Man braucht heutzutage Investoren".
http://www.spiegel.de/panorama/just...assen-mutmasslichen-bvb-bomber-a-1143998.html

Der Täter beim Attentat auf den BVB-Bus war ein Investor bzw. potenzieller Investor (Optionsscheine).
Es ist nichts modernes daran, sich fremde Geldgeber zu holen. Man weiß nicht immer, was man bekommt, gibt für immer die Zügel aus der Hand und öffnet die Tür für die reine Gier.
Der einzige Vorteil ist, dass man auf Kosten kommender Generationen des Klubs sich einmalig Geld reinscheffelt.
 
Leute, ich bitte euch, diese Art von "Investoren" hat doch nichts mit potenziellen Investoren für z.B. Fußballclubs zu tun.

Übrigens, ich bin auch so ein kleiner privater Investor und investiere in Aktien (früher auch in Optionsscheine). Nur sprenge ich zur Erreichung meiner Ziele dafür keine Busse oder Konkurrenzfirmen in die Luft...
 
Auf die Erklärung bin ich jetzt mal gespannt... :kaffee:

Wenn du den Sachverhalt mitbekommen hast, müsstest du wissen, was ich meine. Der Täter hatte Optionsscheine auf Dortmund-Aktien.
Wäre der BVB keine Kapitalgesellschaft plus Börsengang, hätte das ganze nicht passieren können.

Werder ist 100 % in der Hand der Mitglieder. Hier hätte das ganze also nicht passieren können.

Überall, wo man sich unkontrolliert dem Profit öffnet, kann man sich solche Kriminellen ins Haus holen. Da könnte ich aus dem Stand zehn Beispiele nennen.

Es ist skurril, dass Dortmund sich ständig beschwert, dass Profit vor Menschlichkeit gehen würde. Ja, in der Ostkurve kann man so etwas sagen, weil es bei Werder noch gelebt wird. Aber die Dortmunder verprügeln RBL-Fans, weil deren Klub vermeintlich so viel kommerzieller sei als der BVB. Dann beschwert man sich über die ach so kommerzielle Ansetzung des CL-Spiels am nächsten Tag. Ja, das ist kommerziell. Aber der BVB ist nicht der Klub, der sich über so etwas beschweren sollte.

Und an neuegrünewelle, der du ein kleiner Investor bist: Man muss differenzieren. Es gibt z.B. Existenzgründer, die auf Investoren angewiesen sind, weil sie Startkapital brauchen. Das finde ich dann grundsätzlich positiv. Aber die Ausgangslage bei Fußballklubs ist eine andere. Dort holt man sich - zu Lasten künftiger Generationen des gleichen Klubs - einmalig Geld rein, nur um die Konkurrenz finanziell auszustechen. Je mehr es machen, desto mehr werden unter Druck gesetzt, nachzuziehen. Ehrenwerte Gründe gibt es dafür nicht.
 
Danke für deine ausführliche Erklärung :top:

Allerdings sehe ich in dieser kranken Person definitiv keinen Investor. ER will sich über Optionsscheine die Taschen füllen, "investiert" aber doch nicht in den Verein, sondern nur in sich selbst. Schließlich stellen Investoren den Unternehmen Geld zur Verfügung, mit welchem dann gearbeitet und Gewinn erzielt werden kann. Dies ist beim Kauf von Optionsscheinen ja nicht der Fall. Daher sehe ich dein Argument etwas anders.

Und wo Geld ist, besteht immer eine Angriffsfläche. Sei es durch Erpressung und der Drohung mit einem Anschlag uvm.
Da spielt es definitiv keine Rolle, ob wir Aktien rausgeben oder nicht...

Ich bin weiterhin der Meinung, dass wir über kurz oder lang ohne Investoren nicht mehr konkurrenzfähig sein werden. Dies bedeutet nicht, dass ich dies gut finde. Aber solange der Verein seine Stimmenmehrheit behält und die letzte Entscheidung selbst tragen kann, wären Investoren für mich kein absolutes no-go!

Damit sollte diese Diskussion auch beendet werden, da bereits tausend Mal durchgekaut. Schließlich soll keiner wg. mir hier gelangweilt oder genervt sein. Denn so geht es dem einen oder anderen bereits in weiteren Threads :lol::beer:
 
Das war jetzt ja zu einem ganz aktuellen Thema, deswegen kann uns keiner vorwerfen, wir hätten das schon tausendmal durchgekaut... Dass der Typ nicht ganz knusper war, ist ja auch klar. Zum Abschluss möchte ich aber noch eines zu bedenken geben, nämlich dass wir evtl. schon den "Sturm" überstanden haben. Ganz England ist in der Hand von Investoren, Dortmund hat den Börsengang hinter sich und viele andere haben Anteile verkauft. Die können das ja nur einmal im Leben machen. Dortmund zum Beispiel. Wir sind aber immer noch da, mit unverkennbar positiver Tendenz. Es kommt die Zeit, da haben diese Vereine den Hype dieser einmaligen Geldspritze verbraucht und wir sind immer noch 100 % Werder.
 
Ich denke Werder ist gerade nicht so sehr auf Investoren angewiesen. Es hat sich in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, wie unser Verein auch trozu geringer finanzieller Ressourcen glänzen konnte. Ganz anderes sah es ja bei einem anderen Nordverein aus :D
 
Investoren machen den Fussball nicht besser und keiner mag Invesoren Clubs... Beliebtheit ist auch Geld wert, was man aufs Spiel setzt wenn man über sowass nachdenkt....
 
http://www.kicker.de/news/fussball/...lke-20-millionen-euro-ein.html#omfeaturednews

Unglaublich! 5 Mios pro Jahr für die neue Ärmelvermarktung (bisher zentral mit rund 250.000 EUR pro Bundesligist vermarktet) hat S04 herausgeholt.

Bin mal gespannt, wen Filbry dafür gewinnt und was unser Vermarktungspartner dann dafür bezahlt (wahrscheinlich ein Bruchteil des Schalker Erlöses)...

Wie funktioniert das eigentlich, wird man als Schalker Fan jetzt über den Chip minutiös getrackt? Hut ab jedenfalls bezüglich der Summe, obwohl ich mich ja schon frage wie ein Faktor 20 mal eben so entstehen kann....
 
ist doch wie mit allem, verwehrt man sich diesem Thema (Investor) steht man irgendwann im Abseits oder ganz weit unten.
Falsch. Siehe Werder.
Die Pest in Form von Investoren sollte man sich nur holen, wenn man sonst nicht existieren kann. Können wir aber, sogar sehr gut. Die Pest-Klubs (BVB und Co) haben ihr Geld irgendwann verbraucht, man kann sich nur einmal prostituieren.
 
http://www.kicker.de/news/fussball/...lke-20-millionen-euro-ein.html#omfeaturednews

Unglaublich! 5 Mios pro Jahr für die neue Ärmelvermarktung (bisher zentral mit rund 250.000 EUR pro Bundesligist vermarktet) hat S04 herausgeholt.

Bin mal gespannt, wen Filbry dafür gewinnt und was unser Vermarktungspartner dann dafür bezahlt (wahrscheinlich ein Bruchteil des Schalker Erlöses)...
ich habe eh offt das gefühl(gerade wenn man die transfers anguckt) das wir immer verdammt wenig geld erziehlen. wenn man mal den selke transfer weglässt(denn der wurde meiner meinung nach völlig überteuert verkauft) so habe ich doch immer in den letzten jahren das gefühl gehabt das andere vereine für vergleichbare spieler deutlich mehr bekommen. kann auch an mir liegen aber werde das gefühl irgendwie nicht los.
 
Falsch. Siehe Werder.
Die Pest in Form von Investoren sollte man sich nur holen, wenn man sonst nicht existieren kann. Können wir aber, sogar sehr gut. Die Pest-Klubs (BVB und Co) haben ihr Geld irgendwann verbraucht, man kann sich nur einmal prostituieren.

Kommt drauf an von welcher Position man schaut. Wo standen wir vor 10 Jahren und welche Mannschaften sehen vor uns (Stichwort RB) . Solche Aussagen mit "falsch" abzukanzeln ist aus meiner Sicht der grösste Fehler.
 
Die Pest in Form von Investoren sollte man sich nur holen, wenn man sonst nicht existieren kann. Können wir aber, sogar sehr gut. Die Pest-Klubs (BVB und Co) haben ihr Geld irgendwann verbraucht, man kann sich nur einmal prostituieren.

Dazu hat gerade Watzke erst vor wenigen Tagen interessante Aussagen getätigt:


Darin:

Investoren sind die größte Gefahr für den Fußball. Die Menschen verwechseln häufig Sponsoren und Investoren: Als Sponsor lasse ich dem Verein Geld zukommen, als Investor hingegen möchte ich den gesamten Klub besitzen und irgendwann auch mein Geld zurückhaben. Dadurch steigen dann, wie in England, auch die Ticketpreise. Ich bin daher ein großer Anhänger der 50+1-Regelung, damit der Verein die strategische Mehrheit behält und die Mitbestimmung der Mitglieder und der Fußball als Kulturgut erhalten bleiben.
 
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