Auf die Erklärung bin ich jetzt mal gespannt...
Wenn du den Sachverhalt mitbekommen hast, müsstest du wissen, was ich meine. Der Täter hatte Optionsscheine auf Dortmund-Aktien.
Wäre der BVB keine Kapitalgesellschaft plus Börsengang, hätte das ganze nicht passieren können.
Werder ist 100 % in der Hand der Mitglieder. Hier hätte das ganze also nicht passieren können.
Überall, wo man sich unkontrolliert dem Profit öffnet, kann man sich solche Kriminellen ins Haus holen. Da könnte ich aus dem Stand zehn Beispiele nennen.
Es ist skurril, dass Dortmund sich ständig beschwert, dass Profit vor Menschlichkeit gehen würde. Ja, in der Ostkurve kann man so etwas sagen, weil es bei Werder noch gelebt wird. Aber die Dortmunder verprügeln RBL-Fans, weil deren Klub vermeintlich so viel kommerzieller sei als der BVB. Dann beschwert man sich über die ach so kommerzielle Ansetzung des CL-Spiels am nächsten Tag. Ja, das ist kommerziell. Aber der BVB ist nicht der Klub, der sich über so etwas beschweren sollte.
Und an neuegrünewelle, der du ein kleiner Investor bist: Man muss differenzieren. Es gibt z.B. Existenzgründer, die auf Investoren angewiesen sind, weil sie Startkapital brauchen. Das finde ich dann grundsätzlich positiv. Aber die Ausgangslage bei Fußballklubs ist eine andere. Dort holt man sich - zu Lasten künftiger Generationen des gleichen Klubs - einmalig Geld rein, nur um die Konkurrenz finanziell auszustechen. Je mehr es machen, desto mehr werden unter Druck gesetzt, nachzuziehen. Ehrenwerte Gründe gibt es dafür nicht.