Werder-DNA =
1987 bis 1995: Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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Saisondaten 1987 bis 1995
Nachdem sich Werder in den Jahren zuvor in der Spitzengruppe der Bundesliga etablieren, allerdings keine Titel gewinnen konnte, wurden die nächsten, von Rehhagels „kontrollierter Offensive“
[33] geprägten Jahre zu den titelreichsten der Vereinsgeschichte. Zwischen 1988 und 1995 war Werder Bremen die neben Bayern München erfolgreichste Mannschaft des deutschen Fußballs: In der
Saison 1987/88 wurde mit 22 Gegentoren, den bis zur Saison 2007/08 wenigsten der Bundesligageschichte, zum zweiten Mal die deutsche Meisterschaft errungen. Garant hierfür war neben Torwart
Oliver Reck die meist aus
Rune Bratseth,
Uli Borowka,
Gunnar Sauer, Jonny Otten und
Thomas Schaaf zusammengesetzte Abwehr sowie der Stürmer
Karl-Heinz Riedle, der in der Rückrunde 14 Treffer in 17 Spielen erzielt hatte (→
Kader des Meisterjahres 1987/88). 27 Mal führte Werder die Tabelle an und stand bereits nach dem 31. Spieltag als Meister fest.
Im folgenden Jahr qualifizierte sich die Mannschaft als Tabellendritter für den
UEFA-Pokal. In der dritten Runde traf Werder Bremen auf den Titelverteidiger
SSC Neapel, der seinerzeit zu den besten Vereinen Europas gehörte und mit Nationalspielern wie
Gianfranco Zola (Italien),
Careca,
Alemão und
Diego Maradona hochkarätig besetzt war. Das Auswärtsspiel, das mit 3:2 gewonnen wurde und das anschließende Heimspiel, das Werder 5:1 gewann, gehören zu den besten Spielen Werders überhaupt. 1989, 1990 und 1991 wurde das Finale des
DFB-Pokals erreicht, das nur 1991 im Elfmeterschießen gegen den
1. FC Köln gewonnen werden konnte (→
Spieldaten der DFB-Pokal-Endspiele 1989, 1990 und 1991).
Ein Jahr später wurde der 9. Platz in der erstmals durch ostdeutsche Vereine aufgestockten Bundesliga durch den Gewinn des
Europapokals der Pokalsieger in
Lissabon und damit dem bedeutendsten internationalen Erfolg positiv überlagert. Dabei konnten unter anderem mit
Galatasaray Istanbul (2:1, 0:0), dem
FC Brügge (0:1, 2:0) und schließlich im Finale dem
AS Monaco (2:0) mehrere renommierte Mannschaften besiegt werden.
Klaus Allofs, Werders späterer Geschäftsführer des Bereichs Fußball, schoss dabei kurz vor der Pause das 1:0 (→
Spieldaten des Endspiels um den Europapokal der Pokalsieger 1992).
In der
Saison 1992/93 übernahm Werder erst am 33. Spieltag durch ein 5:0 gegen den HSV die Tabellenführung und konnte mit einem Punkt Vorsprung vor dem FC Bayern die Meisterschaft gewinnen. Vor allem
Wynton Rufer im Sturm sowie der neu erworbene Spielmacher und spätere österreichische Rekordnationalspieler
Andreas Herzog stachen positiv hervor (→
Kader des Meisterjahres 1992/93). Für die folgende Saison qualifizierte sich Werder als erster deutscher Verein für die Gruppenphase der Champions League und schied dort hinter dem
FC Porto und dem späteren Sieger
AC Mailand aus.
Ein erneuter Gewinn des DFB-Pokals gelang 1994 mit einem ungefährdeten 3:1-Finalsieg über den Zweitligisten
Rot-Weiss Essen, wobei in diesem Jahr drei der vier Viertelfinalspiele durch Elfmeterschießen beendet und viele Bundesligisten von niederklassigen Mannschaften aus dem Wettbewerb geworfen worden waren (→
Spieldaten des DFB-Pokal-Endspiels 1994).
Im
letzten Jahr unter der Regie Rehhagels wurde die Meisterschaft durch ein 2:4 beim FC Schalke 04 am 32. und ein 1:3 beim FC Bayern München am letzten Spieltag verpasst.
Geprägt war diese Zeit neben den bereits erwähnten Spielern durch
Dieter Eilts,
Thomas Wolter,
Miroslav Votava,
Günter Hermann,
Frank Neubarth,
Bernd Hobsch und
Marco Bode.
