Zur Selbstreflektion scheint er schon in der Lage zu sein, sonst hätte er in der HR der Vorsaison nicht mit einem Rücktritt kokkettiert. Letzlich hat er dann doch weitergemacht, weil er vermutlich von höherer Instanz dazu ermuntert (oder auch: beaquatscht) wurde, die Flinte nicht ins Korn zu werfen. Das ist sicherlich einerseits sehr lobenswert, daß ein Coach zum Verbleib animiert wird, doch es wirft auch einge Fragen auf: 1. Macht es Sinn an einem Coach festzuhalten, der nicht mehr zu 100% an sich glaubt? 2. Ist ein demotivierter Trainer überhaupt in noch in der Lage, seine Mannschaft ausreichend zu motivieren? 3. Ist dieses Fürsprechen der Vorgesetzten von VS sowie der Altvorderen vielleicht auch darin begründet, daß man bei Werder wegen der personellen Philosophie des Werder-Wegs, Schlüsselposition mit internen Käften zu besetzen, "krampfhaft" an VS festhält, weil man weiß, daß bei einem Trainerwechsel die möglichen Alternativen mit Werder-Vergangenheit rar gesät sind?