Gesamtsituation der Mannschaft

Wer ist eigentlich Motivator in München? Oder in Dortmund oder Gladbach? Haben die auch einen eigenen Motivator, Psychologen, Arschtreter etc.?? Oder ist weniger manchmal doch mehr?!
Die haben Toptrainer und ein Umfeld und eine Philosophie, die unmotivierte Spieler nahezu ausschließt. Und wenn doch einer dabei ist, weg mit dem und für einige Melonen nen neuen gekauft. ;) Mal davon abgesehen, dass das bei deren individueller Klasse gar nicht so zum Tragen kommt wie bei uns.

Und vor allem gibt es dort Führungsspieler. Wir haben sowas nicht. Pizarro kommt dem am nächsten, aber wenn der ausfällt, ist das Team führungslos, wenn Fritz nicht gerade nen guten Tag hat.
 
Aber auch das Fehlen von Fürhungsspielern bzw. einer gesunden Hirachie - ich kann das doch nicht alles auf Piza aufbauen, bei dem aufgrund des Alters nie so genau weiss wie viele Einsätze er am Ende noch machen kann - muss doch das Trainerteam erkennen und handeln.

Es ist doch nicht so, dass VS und sein Team zu dieser Saison neu anfangen. Die haben schon drei volle Halbserien als Chefs unserer Profimannschaft hinter sich.
 
Aber auch das Fehlen von Fürhungsspielern bzw. einer gesunden Hirachie - ich kann das doch nicht alles auf Piza aufbauen, bei dem aufgrund des Alters nie so genau weiss wie viele Einsätze er am Ende noch machen kann - muss doch das Trainerteam erkennen und handeln.

Es ist doch nicht so, dass VS und sein Team zu dieser Saison neu anfangen. Die haben schon drei volle Halbserien als Chefs unserer Profimannschaft hinter sich.
Ich sage auch nicht, dass das Trainerteam unschuldig ist, sondern nur, dass bei uns grundsätzlich Dinge falsch laufen, die nichts mit dem Trainer direkt zu tun haben und die erstmal behoben werden sollten, bevor dauernd neue Trainer geholt werden.
 
Naja, was heißt dauernd neue Trainer? Werder hält am längsten in der BL an seinen Trainern fest. Nur passiert auf anderen Ebenen ja auch nichts. Man plant eben mit Pizarro und Fritz, obwohl man weiß, dass beides ein Risiko ist. Transferreaktionen werden nicht mehr kommen, der Werder-Zug fährt in Richtung Platz 18 – bleibt doch nur ein Ansatz am Trainerposten. Ein neuer Sportchef und neue Spieler sind ja schon da. Thy z.B. als Stürmer der Zukunft, oder einen Caldirola für die Bank. Da hat die Entscheidungsebene mal wieder brillant gewerkelt.
Darmstadt hätte eigentlich die schlechtesten Bedingungen für den Klassenerhalt. Es steht zu befürchten, dass Bremen das Kunststück schafft, aus dem eigenen Portfolio so wenig herauszuholen, dass Darmstadt schnell deutlich vor Werder steht.
 
Wenn's ein Bänderriss ist, sind zwei Monate eher knapp bemessen. Im Worum wird von einem Riss geredet.....warten wir die Diagnose ab. Wird schon schlimm genug sein.
 
Zum Thema "Gesamtsituation der Mannschaft" nach meiner jetzigen Einschätzung:

Felix Wiedwald: Gut im Spiel 1 : 1 und auf der Linie, Abschläge oft schwach.
Jaroslav Drobny: Jederzeit einsatzfähig.
Raphael Wolf: Chancenlos.
Eric Oelschlägel: Nachwuchstalent
Michael Zetterer: Nachwuchstalent

Theodor Gebre Selassie: Spät eingestiegen, noch keine gute Form.
Lamine Sané: Spät eingestiegen, noch fehlende Spielpraxis.
Luca Caldirola: Solider IV oder linker AV
Niklas Moisander: Spät eingestiegen, noch fehlende Spielpraxis.
Fallou Diagne: In den Testspielen nicht überzeugend.
Santiago García: Bereits länger verletzt, wird noch dauern bis er fit und in Form ist.
Janek Sternberg: Als LV in der Rückwärtsbewegung und im Stellungsspiel zu schwach.
Lukas Fröde: Zur Zt. kein Stammspieler. Noch nicht endgültig zu beurteilen.
Leon Guwara: Gute Ansätze in den Vorbereitungsspielen, noch kein Stammspielerformat.
Clemens Fritz: Noch nicht in der Form der letzten Saison.
Florian Grillitsch: Lange ausgefallen. Braucht sicher noch einige Zeit bis zur Bestform.
Philipp Bargfrede: Fraglich, wann nach langer Verletztung überhaupt wieder einsatzbereit.
Thanos Petsos: Hat in der Vorbereitung enttäuscht.
Sambou Yatabaré: Als offensiver Außenspieler bislang schwach.
Ulisses García: Ausleihkandidat.
Milos Veljkovic: Ausleihkandidat.
Justin Eilers: Noch nicht zu beurteilen.
Izet Hajrovic: In Meppen offensiv gut, kann Tempo ins Spiel bringen. Noch nicht endgültig zu beurteilen.
Fin Bartels: Noch nicht in der Verfassung der letzten Rückserie.
Max Kruse: Fällt längere Zeit aus.
Maximilian Eggestein: Ein Talent mit Spielverständnis. Muss kräftemäßig noch zulegen.
Florian Kainz: Technisch gute Ansätze. Hat noch Steigerungspotential.
Zlatko Junuzovic: 6er-Position nicht ideal für ihn. Spielt oft überhastet.

Claudio Pizarro: Seit Wochen verletzt.
Lennart Thy: Kein 1. BL-Stammspieler.
Aron Jóhannsson: Nach langer Verletzungspause benötigt er noch Zeit.
Johannes Eggestein: Großes Talent, Durchsetzungsfähigkeit in der BL fehlt noch.
Melvyn Lorenzen: Spielt derzeit in der in der U23 ohne sich hervorzutun.

Fazit: Derzeit ist die Mannschaft/der Kader aus verschiedenen Gründen kaum bundesligareif. Es besteht nur die Hoffnung, dass sich dies in einigen Wochen durch die Rückkehr von verletzten Spielern und durch Formverbesserungen/besseres Einspielen ändert.
Was bietet sich denn im ersten Punktspiel in München an?
--------------------------------------------------------Wiedwald---------------------------------------------------------
Gebre Selassie------------------Sané--------------------------- Caldirola------------------------------Guwara ?
---------------------------------Fritz--------------------------------------Grillitsch (schon fit genug?)
Kainz--------------------------------------------Junuzovic--------------------------------------------------Sternberg?
--------------------------------------------------------Bartels ?(Hajrovic?)------------------------------------------------
Evtl. doch Moisander und Caldirola dann AV? Alternative für Grillitsch: Petsos/Fröde?. Yatabaré doch rechts für Kainz und dann mehr defensiv eingestellt? Kainz dann links für Sternberg?

Für mich gibt es viele Fragezeichen und für das Spiel in München nur die Hoffnung, dass die Niederlage nicht zu hoch ausfällt.
 
Wiedwald ist ein solider Torwart, aber ich würde Drobny spielen lassen. Für mich ist wiedwald im Tor zu ruhig. Er muss als Torwart die Innenverteidigung mehr dirigieren. Er sieht es mit am besten. Bei vielen Torhütern sieht man, dass sie oft die Abwehr stellen bzw. helfen. Das vermisse ich bei Wiedwald. Gruß Franky
 
Das ist aber schwer vergleichbar. Der HSV hat ganz andere Probleme als wir. Ob der schöne Bruno hier dasselbe geschafft hätte, ist fraglich.
Absolut. Trainer (und Spieler) können hier erfolgreich sein und dort scheitern. Schaaf hat mit Frankfurt eine komplette Saison gespielt und war am Ende knapp hinter den EL-Rängen (bei allem Gezeter hier: Diese Mannschaft ist ein Jahr später fast abgestiegen. Schaaf WAR in Frankfurt erfolgreich!). Ein Jahr später hat er Hannover zu Grabe getragen, u.a. weil er nur eine Halbserie Zeit hat. Zwei komplett andere Situationen. Ich stimme dir voll zu, wollte auch nicht Skripnik und Labbadia vergleichen. Aber trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, das Skripnik mehr schaffen sollte...
Richtig, aber wenn die Einstellung nicht da ist, dann bringt das beste Training nix und du wirst im Spiel auch keine Taktik oder dergleichen erkennen können. Durchaus möglich, dass Skripnik alles super trainiert, die Spieler aber mit einer solchen Sau-Einstellung in die Spiele gehen, dass sie das einfach nicht umsetzen können. Ist aber schwer zu beurteilen, da dafür erstmal die Einstellung da sein muss. Wenn die Spieler wieder rennen, dann kann man auch Skripnik viel besser bewerten.
Dutt hatte den Vorteil, dass er eben gut motivieren konnte. Da konnte man seine Handschrift dann auch schnell sehen und auch bemerken, dass er als Trainer nicht so das Gelbe vom Ei war.
Aber wie du ja schon richtig anmerkst, ist die Einstellung auch eine Aufgabe des Trainers. Eine entscheidende Aufgabe sogar. Wenn er einige Spieler nicht motivieren kann, muss er die aufstellen, die er erreicht. Wenn er niemanden erreicht, dann muss der GF das merken und handeln.
Der Psychologe ist doch fest engagiert, kommt aber nur auf Abruf. Und das wird nur in bestimmten Situationen der Fall sein, aber sicher nicht in der Vorbereitung. Das ist ja der Haken daran. Und Psychologen können auch nicht motivieren. Es kann maximal ein Nebeneffekt sein, dass die Spieler sich selbst motivieren oder eben die Fans.
Warum sollte das in der Vorbereitung kein Mittel sein? Das erste Pokalspiel, ein Match gegen einen Drittligisten, ist für die Spieler doch eine Ausnahmesituation. Warum dann nicht Hilfe von außen heranholen, speziell, wenn der Trainer Probleme auf diesem Gebiet hat und jedem bekannt ist, wie wichtig ein guter Saisonstart ist?

Ist Viktor Skripnik überhaupt zu Selbstreflektion in der Lage? Oder macht ihn das Lob von FB so selbstsicher, dass er einfach so weitermacht wie zuvor?
 
Absolut. Trainer (und Spieler) können hier erfolgreich sein und dort scheitern. Schaaf hat mit Frankfurt eine komplette Saison gespielt und war am Ende knapp hinter den EL-Rängen (bei allem Gezeter hier: Diese Mannschaft ist ein Jahr später fast abgestiegen. Schaaf WAR in Frankfurt erfolgreich!). Ein Jahr später hat er Hannover zu Grabe getragen, u.a. weil er nur eine Halbserie Zeit hat. Zwei komplett andere Situationen. Ich stimme dir voll zu, wollte auch nicht Skripnik und Labbadia vergleichen. Aber trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, das Skripnik mehr schaffen sollte...
Aber wie du ja schon richtig anmerkst, ist die Einstellung auch eine Aufgabe des Trainers. Eine entscheidende Aufgabe sogar. Wenn er einige Spieler nicht motivieren kann, muss er die aufstellen, die er erreicht. Wenn er niemanden erreicht, dann muss der GF das merken und handeln.
Warum sollte das in der Vorbereitung kein Mittel sein? Das erste Pokalspiel, ein Match gegen einen Drittligisten, ist für die Spieler doch eine Ausnahmesituation. Warum dann nicht Hilfe von außen heranholen, speziell, wenn der Trainer Probleme auf diesem Gebiet hat und jedem bekannt ist, wie wichtig ein guter Saisonstart ist?

Ist Viktor Skripnik überhaupt zu Selbstreflektion in der Lage? Oder macht ihn das Lob von FB so selbstsicher, dass er einfach so weitermacht wie zuvor?

Letzteres absolut zutreffend!
 
11FREUNDE-Prognose: So leid uns das tut und so sehr wir das nicht wollen, aber für Bremen wird es in dieser Saison sehr, sehr schwer. Vielleicht kann der alternde Claudio Pizarro oder ein auskurierter Max Kruse das Ruder rumreißen, aber wirklich optimistisch stimmt einen nichts in Bremen. Und so muss Werder am Ende der Saison den Stuttgartschen Weg einschlagen und das erste Mal seit Dekaden den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

Egal wie man selbst die Situation bewertet, es tut schon weh solche Prognosen zu lesen, vor allem von Werder-Freundlichen Medien :(
 
Ist Viktor Skripnik überhaupt zu Selbstreflektion in der Lage? Oder macht ihn das Lob von FB so selbstsicher, dass er einfach so weitermacht wie zuvor?

Zur Selbstreflektion scheint er schon in der Lage zu sein, sonst hätte er in der HR der Vorsaison nicht mit einem Rücktritt kokkettiert. Letzlich hat er dann doch weitergemacht, weil er vermutlich von höherer Instanz dazu ermuntert (oder auch: beaquatscht) wurde, die Flinte nicht ins Korn zu werfen. Das ist sicherlich einerseits sehr lobenswert, daß ein Coach zum Verbleib animiert wird, doch es wirft auch einge Fragen auf: 1. Macht es Sinn an einem Coach festzuhalten, der nicht mehr zu 100% an sich glaubt? 2. Ist ein demotivierter Trainer überhaupt in noch in der Lage, seine Mannschaft ausreichend zu motivieren? 3. Ist dieses Fürsprechen der Vorgesetzten von VS sowie der Altvorderen vielleicht auch darin begründet, daß man bei Werder wegen der personellen Philosophie des Werder-Wegs, Schlüsselposition mit internen Käften zu besetzen, "krampfhaft" an VS festhält, weil man weiß, daß bei einem Trainerwechsel die möglichen Alternativen mit Werder-Vergangenheit rar gesät sind?
 
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