Mal wieder zum Thema Skripnik...
...was ich heute im Kicker lesen musste, bestätigt eigentlich haargenau meine Befürchtungen, die ich hier vor ein paar Seiten angemerkt hatte bzw. übertrifft sie sogar.^^
Ein paar wörtliche Zitate/Auszüge aus dem gestrigen Kicker:
"Seine Pläne und sein Wirken der Öffentlichkeit bis ins Detail zu vermitteln, bereitet Skripnik weiterhin Mühe"
"Thomas Eichin als damals verantwortlicher Geschäftsführer Sport wollte den Werder-Coach trotz des erfolgreichen Saisonendes entlassen, ehe er selbst abberufen wurde. Diese Information ist verbürgt, lief an Skripnik aber offenbar vorbei. Der schwört bis heute beim "Leben meiner Kinder", von Eichin nie einen solchen Hinweis bekommen zu haben."
"Die Auffassung, am Ende hätten eher die Spieler ihre unmittelbaren Vorgesetzten zum Klassenerhalt geführt, als umgekehrt, wurde und wird passend dazu aus der Mannschaft kolportiert.
Auch jetzt basiert es offenbar auf dem Wunsch der (routinierten) Akteure in kurzen Hosen, dass verstärkt im taktischen Bereich gearbeitet wird inklusive Videoschulungen bereits am frühen Morgen.
So erklärt Linksverteidiger Santiago Garcia ganz unverblümt, man habe "mit dem Trainer besprochen, mehr Taktik zu trainieren. Wir brauchen das, das hat uns in der letzten Zeit gefehlt." Denn:"Wenn du weißt, was dein Partner macht, dann wird es besser laufen,"
Eine simple Notwendigkeit, die inzwischen auch Skripnik eingesehen hat, obschon er Videositzungen weiterhin als "langweilig" bezeichnet.
Taktisch geschickt ist so eine Äußerung zwar nicht,..."
"Dass Skripnik keine Führungsfigur mehr wird, die mit innovativen fußballfachlichen Ideen und/oder einnehmender Rhetorik mitreißt, dürfte allen klar sein.
Dafür, und das schätzen seine Bosse wohl am meisten, ist er ein Muster an Identifikation und Loyalität.
Für diese Werte sowie das Werder-Ideal vom "hausgemachten" Cheftrainer nehmen Baumann und der Aufsichtsrat um Marko Bode die geschilderten Mängel sehenden Auges in Kauf."
Quelle: Sportmagazin Kicker Nr.62, 01.08.2016, Verfasser: Thiemo Müller
Wenn man die Zeilen so liest, ist dieser Artikel für einen Cheftrainer der 1. Bundesliga ein glattes Desaster.
Im Prinzip genau das, was man so bisher bereits unschwer vermuten musste, allein schon aus dem, was in der letzten Saison an die Öffentlichkeit drang.
Von meinen eigenen Beobachtungen und meinem Bauchgefühl mal ganz zu schweigen...
Für mich scheint dieser Trainer meinem Ermessen nach mit der Aufgabe absolut überfordert zu sein.
Und wenn ich da lesen muss, dass er notwendige Videositzungen als "langweilig" bezeichnet, dann ist das ein Fingerzeig , dass er aus seinen Fehlern nicht sonderlich zu lernen scheint oder er kapiert das mit der ganzen Taktik, den verschiedenen Systemen etc. schon gar nicht hinreichend.
Garcia hatte hier ja bereits eine elementare Binsenweisheit eingefordert.
Ich fass es ja nicht!
Ich empfinde es zudem als richtig krass bedenklich, dass er von anderen (den Spielern, Baumann...) immer wieder zur Tränke hingeführt werden muss und er das nicht selbst zu schnallen scheint, wo in einer prekären Lage die Hebel anzusetzen sind.
Und genau das meinte ich auch hinsichtlich der ansich heutzutage notwendigen Intelligenz eines Trainers.
Ich habe da allergrößte Zweifel, dass er dessen gewachsen ist.
Ein Zitat wie: "
Dass Skripnik keine Führungsfigur mehr wird, die mit innovativen fußballfachlichen Ideen und/oder einnehmender Rhetorik mitreißt, dürfte allen klar sein." zeugt von allem anderen, aber nicht gerade von einer notwendigen geistigen Flexibilität, sich den verschiedenen Situationen und Konstellationen erfolgreich zu stellen - sprich der notwendigen Intelligenz für so eine komplexe Aufgabe.
Für mich erfüllt er für unseren Verein an der Stelle beileibe nicht die Anforderungen, unsere 1. Mannschaft zu führen.
Meine Meinung.
Und ich bleibe nach wie vor dabei: Mit Skripnik gehen wir bereits mit einem negativen Vorzeichen in die neue Saison, mit einem Malus.
Und bereits damit haben wir schon Startnachteile zu anderen Vereinen mit einem gefestigten Trainer und einer klaren Philosophie, die mit Sicherheit größtenteils in den Vorbereitungen der Vereine bereits erprobt und gelebt wird.