Netzfundstücke

Es trug sich zu am Osterdeich
An einem Sonntagmorgen
Auf einer Wiese farbenreich
Da stand ein Schaaf mit Sorgen

Das Schaaf war fürchterlich geplagt
Es war doch immer dasselbe
Denn man hatte ihm gesagt
Vom Ei ist’s nicht das Gelbe

So traf es die Entscheidung flink
Es wollte weg von diesem Ort
Gelangweilt von grün und gelb und pink
Lief das Schaaf am Morgen fort

So machte es sich auf die Reise
In die große weite Welt
Im Morgennebel ganz, ganz leise
An einen Ort, der ihm gefällt

Dann stieg es auf den Rosenberg
Der war schon fast bei Schweden
Da traf es auf den Diegozwerg
Der wollt nicht mit ihm reden

Es kletterte weiter den Hang hinauf
Durch Zweige und Dornen ganz dicht
Die Reise nahm so ihren Lauf
Der Gipfel war schon in Sicht

Und auf dem Gipfel, ach herrje
Da saß ein großer, böser Hunt
Mit einer Tasse English „T“
Denn g’rade schlug die fünfte Stund

Der Hunt der fühlte sich gestört
Und biss das Schaaf ganz ohne „d“
Ja, hat man so was schon gehört?
Das tat dem Schaaf dann richtig weh

Nun weinte das Schaaf so Doll wie nie
Das schlug dem Hunt auf den Magen
Nu Böh nisch rum du dummes Vieh
Das kann ja niemand ertragen


Da ist es ganz schnell losgerannt
Der Hunt fing an zu jaulen
Und kam von hinten durch den Sand
Er wollte das Schaaf vergraulen


Die andere Seite vom Rosenberg
War voll von steilen Klippen
Das Schaaf schlug sich bemerkenswert
Und brach sich nur ein paar Rippen

So prödlte es über den Hang
Und blieb dabei ganz wacker
Ganz unten legte es sich lang
Direkt auf Mertes Acker

Da lag das Schaaf im tiefen Dreck
Und plunkerte über das Feld
Das hier war ein kurioser Fleck
Und einer der größten van der Welt

„Ey“ hört das Schaaf da einen Rufen
Bauer Fritz kam angerannt
„Nu schwing schon deine Hufen“
Und hat das Schaaf vom Acker verbannt

Nun rannte das Schaaf durch ein großes Mohr
Und wäre fast im Grundt versunken
Ein Bischoff hob das Tier empor
Sonst wäre es wohl ertrunken

Nach diesem Schreck da kam das Schaaf
Nicht richtig in die Gänge
Wen das Tier heut alles traf
Das war schon eine Menge

Und nach der ganzen schnellen Sause
Als das Schaaf sich so besann
Da machte es eine Pause
Und lehnte sich an einen Baum an

Um ein Haar nickte es ein
So müde war’s vom Laufen
Doch wie sollt es anders sein
Viel Zeit blieb nicht zum verschnaufen!

Da kam Förster Kevin, der passte auf
Nun war er reichlich angepisst
Und schrieb das Schaaf auf nen Zettel drauf
So landete es auf Schindler’s List

Nun hatte die Angst das Schaaf gepackt
Die Reise war eine ganz miese
Da war ihm das Herz in die Hose gesackt
Und es lief zurück zur Wiese.
 
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