Es ist beachtlich wie sehr hier im Forum die Leute nicht merken, wie ehemalige Spieler in eine Struktur ausgebildet werden, damit eben auch solche internen Lösungen möglich sind. Werder hat eben auch mit Hinblick auf einen möglichen Weggang von Allofs und Schaaf frühzeitig damit angefangen, Leute intern auszubilden. Das hier jetzt die paar "Foristen" das nicht wahrhaben wollen, dass ein Verein neben Spieler auch Funktionäre ausbilden kann verwundert etwas. Aber nun gut. Im Übrigen das machen auch sehr viele Unternehmen, also interne Lösungen suchen. Einen Manager von außen holen ist eher etwas für Großunternehmen und Aktiengesellschaften.
Fussballspieler müssen sich auch immer um Ihre Karriere danach kümmern. Bei Baumann war das schon absehbar, dass er irgendwann eine Stelle als Manager irgendwo wahrnimmt. Es überrascht keineswegs, dass er diese Funktion bei Werder übernimmt.
Gleiches gilt auch für Trainer. Es ging auch das Gerücht um, dass Eichin als Alternative uns einen Frontzeck angetan hätte, weil der ein guter Kumpel von Eichin ist. Das hätte ich aber mal so richtig zum Kotzen gefunden. Von daher, bin ich ehrlich gesagt froh, dass die auf Führungsebene an einem Strang ziehen.
Es wird sich zeigen welche Kompetenzen ein Eichin liegengelassen hat, und welche ein Baumann mitbringen wird. Geduld war schon immer ein guter Ratgeber.
Wie es Fussball-Bundesligisten in der heutigen Zeit nun einmal sind... Wer dies nicht wahrhaben möchte, lebt in der Vergangenheit, tief in der Vergangenheit. Man kann natürlich die Augen davor verschließen in welchem Umfeld Werder heute arbeitet, welche Voraussetzungen dies mit sich bringt und welche Anforderungen dies an den Verein stellt. Man kann unkritisch und in blindem Gehorsam jede noch so schwachsinnige Entscheidung schlucken, solange sie die Werder-Familie betrifft. Kann man machen - muss man aber nicht. Ergo sollte man sich auch nicht wundern, wenn das Grand der Foristen dies anders sieht und die Anforderungen der heutigen Zeit anzuerkennen weiß.
Wenn man aber schon in diesen blinden, unkritischen Gehorsam verfällt, sollte man diesen Weg wenigstens mit aller Konsequenz gehen und sich, wenn es dann irgendwann soweit ist, eben nicht darüber wundern, dass man so in der heutigen Zeit nicht bestehen kann und Stück für Stück in der sportlichen Bedeutungslosigkeit verschwindet. Ich bin mal gespannt, wie lange jene, die diesen Schritt nun unterstützen, die Konsequenzen einer solchen Politik mitzutragen bereit sind. Und ich bin auch gespannt, ob Werder dies gnadenlos durchzieht oder ob irgendwann, wenn der sportliche Abstieg Fakt ist, andere Kräfte die Oberhand gewinnen. An dieser Stelle fände ich es persönlich jedenfalls mehr als nur schade, wenn dies notwendige Bedingung für ein Umdenken wäre - denn es ist mAn mehr als fraglich, ob dieses Umdenken alleine dazu ausreichend ist, sportlich wieder konkurrenzfähig zu sein. Vielmehr muss ein Verein mit den Rahmenbedingungen Werders eigentlich heute schon ganz besonders kritisch mit sich umgehen und an seiner Zukunft arbeiten. Hier geschieht allerdings leider gerade genau das Gegenteil...
Ich für meinen Teil möchte jedenfalls ein Werder, dass sich Einflüssen von Außen nicht per se verweigert, wenn sie dienlich sind. Ich möchte ein Werder, dass den harten Konkurrenzkampf in der Bundesliga wirklich annimmt und sich nicht alleine aufgrund persönlicher Befindlichkeiten abschottet und mit "Lösungen" daherkommt, wo sofort augenscheinlich ist, dass selbige nicht im Interesse der sportlichen Zukunft, sondern alleine im Interesse des Wohlbefindens einiger Entscheidungsträger (die per defintionem eigentlich gar keine sind!) gefällt worden sind. Und zu guter letzt wäre es mein bescheidener Wunsch, dass ein Aufsichtsrat seinen Aufgaben nachkommt und sich nicht in der Form in das operative Geschäft einmischt. Dies alleine (und das hat die PK ja nun wirklich bestätigt) ist Grund genug zu massiver Kritik und sollte Konsequenen nach sich ziehen. Denn dies bedeutet letztlich genau das, was hier einige Foristen hier zu recht aufgeworfen haben: Baumann ist nicht der neue verantwortliche Mann für den Bereich Sport, sondern nur das ausführende Organ des ARs. Denn wieso sollte man Baumann nun eigenverantwortlich arbeiten lassen, während man dies bei Eichin zuletzt offenbar nicht zugelassen hat?
Ein Verein, der sich in der heutigen Zeit so etwas leistet, ist eine absolute Lachnummer. Und letztlich - so traurig mich dies persönlich macht - hat ein solcher Verein den Erfolg dann auch nicht verdient.