Gesamtsituation der Mannschaft

Wir dürfen alle getrost davon ausgehen, dass ein Marco Bode sowohl betriebswirtschaftlich als auch sozial, sportpolitisch psychologisch hinsichtlich der Führung eines Fußballvereins, insbesondere Werder Bremens, sehr gut weiß, wovon er spricht. Der Mann ist nicht erst seit gestern im Verein und ist keinesfalls "auf den Kopf gefallen".

Na, wenn er dann dieses umfassende Wissen hat und dies gewollt ist, dann hoffen wir doch mal das er und die Leute drumherum die Konsequenzen ziehen, wenn die Sache den Bach runtergeht. Letztendlich war es ja auch mit seine Entscheidung TE einen
weitergehenden Vertrag unterschreiben zu lassen. Auch TE kann nur Trainer präsentieren die ins Budget passen.
Wenn er weiß wovon er spricht, dann können wir ja davon ausgehen das VS auch in der der nächsten Saison Werbung für Wrigleys
macht. Sozial kompetent ist er mit sicherlich, die sportpolitische Kompetenz erschließt sich für mich leider nicht, ebenfalls nicht die psychologische Kompetenz hinsichtlich der Führung eines Fußballvereins. "Heißt das jetzt, dass der gesamte Vereinbei ihm auf dem
Sofa liegt."
In der Politik macht man nach 100 Tagen ein showdown (siehe Bremens Bürgermeister und Koalition).
Bei MB kommt da auch nicht vielmehr raus. Ich schätze MB als Mensch sehr, allerdings was seine bisherigen sichtbaren
Leistungen in seiner Amtszeit anbelangt, fällt da wenig bei ab. Er kann die Rolle die wir uns von ihm erhofften wohl doch nicht
auskleiden. Ich könnte da eher stillhalten, wenn wir in diesem Jahr einmalig so dastehen würden.
 
Eben, wie einen Verein und genau das spiegelt sich auch in seinen Äußerungen wider. Bei Abteilung Profifußball handelt es sich jedoch um eine Kapitalgesellschaft, die ganz anders geführt werden muß als ein eingetragener Verein, weil die wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingen (Finanzierungsmöglichkeiten, Haftung etc.) völlig andere sind - und diese unterschiedlichen Rahmenbedingnungen waren schließlich auch die Hauptgründe, die Ausgliederung aus dem Gesamtverein vor 17 Jahren vorzunehmen.

Eben, vor bereits 17 Jahren. Lange genug, um sich mit Gesellschafts-, Haftungsrecht etc. vertraut zu machen, sofern man es nicht eh schon vor der Ausgliederung erledigt hat.

Bode ist lange genug im Verein, um dessen Bedürfnisse und Befindlichkeiten zu kennen. Er ist auch nicht erst seit gestern im Aufsichtsrat. Lange genug, um sich einzuarbeiten, kurz genug, um als Mitveruracher der Finanzsituation zu gelten.

Eines steht doch zweifelsfrei fest: Sollte Werder absteigen, muss sich ein Aufsichtsrat verantworten, ein Geschäftsführer Sport muss es erst recht. Der AR stellt den finanziellen Rahmen zur Verfügung, die Geschäftsführung entscheidet dann z.B. darüber, davon einen verletzten Stürmer einzukaufen.
 
Eines steht doch zweifelsfrei fest: Sollte Werder absteigen, muss sich ein Aufsichtsrat verantworten, ein Geschäftsführer Sport muss es erst recht. Der AR stellt den finanziellen Rahmen zur Verfügung, die Geschäftsführung entscheidet dann z.B. darüber, davon einen verletzten Stürmer einzukaufen.

Da haben wir aus meiner Sicht wieder den grössten Fehler unter VS.
Wir mussten aufgrund seines 2-Stürmersystems überproportional zuviel in den Sturm investieren (Ujah, Aron, Piza) anstatt Verteidigung und Mittelfelfd zu stärken.
Jahr für Jahr schlucken wir die meisten gegentore und dem trainer fällt nix besseres ein als ca. 10 Mios plus Gehalt für seine Sturmreihe auszugeben?
Da ist doch paradox
 
wir haben aber auch 14 millionen für die stürmer der letzten saison eingenommen.
 
piza kam erst im september, angeblich ja auch mit unterstützung von wiesenhof. hättest du also allein mit ujah in die saison gehen wollen?
 
man hat ja eigentlich mit Johannsson geplant in der Hoffnung seine Blessur in den Griff zu bekommen. nachher ist man immer schlauer. Menschen sind eben keine Roboter, da kann viel passieren.
von daher war die Verpflichtung von Piza absolut nötig!
man darf bei den Transfers jeweils nicht die Umstände vergessen unter denen sie zustande gekommen sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Völlig richtig, Rudi.

Und da kommt eben wieder die völlig vergurkte Kombination der Transfers von Selke, di Santo, Johannsson und letztendlich Pizarro ins Spiel, die maßgeblich für die desolate Vorrunde verantwortlich ist.

Ein noch größeres Desaster wurde insbesondere dadurch verhindert, dass ein Ujah unter Skripnik sofort gut funktioniert hat.
 
Erst wollen alle die Jugendspieler fördern und dann knickt man ein, wenn man mit einem 1 Mann Sturm hinter Ujah "nur" Lorenzen oder LÖ hat, der durchaus als falsche 9 zu gebrauchen ist.
Also ja wäre ich. Piza wäre dann ja so oder so im September gekommen, bis dahin hat Ujah getroffen.

@Doc: Nun wird die desolate Hinrunde an Transfers festgemacht? Vor allem ist die Rückrunde nicht spürbar (!) besser da in der Kombination immer noch Platz 16 steht und direkter Abstieg.

Trainer gibt System vor. Trainer gibt Wunschsspieler vor. GF Sport schaut was machbar ist und/oder welche Alternativen auf dem Markt sind. Trainer nickt ab oder sagt das reicht mir.
 
Dass der dringend benötigte OM und ein guter 6er noch immer fehlem, ist ja aber ohnehin ein offenes Geheimnis.
 
Eben, vor bereits 17 Jahren. Lange genug, um sich mit Gesellschafts-, Haftungsrecht etc. vertraut zu machen, sofern man es nicht eh schon vor der Ausgliederung erledigt hat.
Auf welche Protagonisten bezieht sich diese Äußerung?


Bode ist lange genug im Verein, um dessen Bedürfnisse und Befindlichkeiten zu kennen. Er ist auch nicht erst seit gestern im Aufsichtsrat. Lange genug, um sich einzuarbeiten, kurz genug, um als Mitveruracher der Finanzsituation zu gelten.
Meines Wissen hat man hier MB auch nicht als Mitveruracher der Finanzsituation angeprangert (denn die Schuld an der Finanzkrise tragen bekanntermaßen Andere - von denen einige trotzdem bei Werder nach wie vor gewichtige Worte mitzureden haben), sondern die aktulle Kritik an MB richtet daran, daß er die Ansicht vertritt, eine Kapitalgesellschaft mit zweistelligen Millionenumsätzen wie einen eintragenen Verein führen zu können, obwohl die wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingen dieser Rechtsformen äußert konträr sind.


Eines steht doch zweifelsfrei fest: Sollte Werder absteigen, muss sich ein Aufsichtsrat verantworten, ein Geschäftsführer Sport muss es erst recht. Der AR stellt den finanziellen Rahmen zur Verfügung, die Geschäftsführung entscheidet dann z.B. darüber, davon einen verletzten Stürmer einzukaufen.
Es stehen ebenso zweifelsfrei fest, daß im Falle eines Abstiegs erst recht der Trainer hauptverantwortlich ist, weil er - um auch wieder auf das Thema dieses Threads zurückzukommen - für die Gesamtsituation einer Mannschaft durch seine tägliche Abeit die sportliche Hauptverantwortung für ein Team trägt, welches tabellarisch wesentlich schlechter dasteht als nominelle schwächere Ligakonkurrenten wie z.B. Darmstadt, Mainz oder Ingolstadt.
 
Erst wollen alle die Jugendspieler fördern und dann knickt man ein, wenn man mit einem 1 Mann Sturm hinter Ujah "nur" Lorenzen oder LÖ hat, der durchaus als falsche 9 zu gebrauchen ist.
Also ja wäre ich. Piza wäre dann ja so oder so im September gekommen, bis dahin hat Ujah getroffen.

@Doc: Nun wird die desolate Hinrunde an Transfers festgemacht? Vor allem ist die Rückrunde nicht spürbar (!) besser da in der Kombination immer noch Platz 16 steht und direkter Abstieg.

Trainer gibt System vor. Trainer gibt Wunschsspieler vor. GF Sport schaut was machbar ist und/oder welche Alternativen auf dem Markt sind. Trainer nickt ab oder sagt das reicht mir.

Durch die kämpferisch dringend erforderliche Leistungssteigerung und daß Piza sehr oft traf, sind schon gewisse Veränderungen erkannbar, die sich auch in dem derzeitgen Platz 8 der Rückrundentabelle widerspiegeln. Dennoch darf man sich von diesen Dingen nicht blenden lassen, denn das Defensivverhalten ist nach wie vor nicht bundesligatauglich und auch in der Rückrunde gab es zu viele Spiele ohne Sieg, so daß der rettende 15. Platz einen Punkt weiter weg ist als zur Winterpause.
 
Eben, vor bereits 17 Jahren. Lange genug, um sich mit Gesellschafts-, Haftungsrecht etc. vertraut zu machen, sofern man es nicht eh schon vor der Ausgliederung erledigt hat.

Bode ist lange genug im Verein, um dessen Bedürfnisse und Befindlichkeiten zu kennen. Er ist auch nicht erst seit gestern im Aufsichtsrat. Lange genug, um sich einzuarbeiten, kurz genug, um als Mitverursacher der Finanzsituation zu gelten.
Meine Kritik an MB fußt nicht auf der Tatsache, dass er und andere des ASR das soziale Wertesystem tradieren. Das ist sogar für die Identität des Vereins wichtig. Das ist aber nur eine Seite der Medaille. Bei Werder ordnet man aber seit Jahrzehnten diesem Wertesystem die Maxime des Handelns unter. In einem extrem kompetitiven Markt wie die Bundesliga muss man ständig sein Handeln und Entwicklung des Ganzen auf Nachhaltigkeit überprüfen, was man in Bremen mit Hinweis auf die steigenden Fernsehgelder tunlichst vermieden hat. Vereine wie Mainz oder Gladbach aus der 2.Liga kommend haben es geschafft sich strukturell und wirtschaftlich klar vor Werder zu positionieren und dabei auch noch einen Stadionneubau zu bewerkstelligen. Werder dagegen scheitert schon an einer realistischen Finanzierung des Umbaus.
Werder und auch Stuttgart waren Vorzeigemodelle von 2004-2009. Diesen Status haben sie immer noch, wobei sie jetzt Modelle sind, wie es man es auf gar keinen Fall machen sollte. Was nützt es dem SVW einer der Ersten bei einer GmbH & Co KG aA zu sein, wenn ich die Möglichkeiten zB von strategischen Partnerschaften überhaupt nicht ausnutze? Oder anders ausgedrückt, fühlen sie sich weiterhin als eine reine Personengesellschaft eV und führen diese auch genauso. Es wird sehr wohl von Seiten des ASR Einfluss auf Entscheidungsprozesse des Vereins genommen, auch wenn es formal den Statuten nicht entspricht.
Eines steht doch zweifelsfrei fest: Sollte Werder absteigen, muss sich ein Aufsichtsrat verantworten, ein Geschäftsführer Sport muss es erst recht. Der AR stellt den finanziellen Rahmen zur Verfügung, die Geschäftsführung entscheidet dann z.B. darüber, davon einen verletzten Stürmer einzukaufen.
Als Beispiel für das Versagen des ASR mag hier auch die Verpflichtung eines TE sehr wohl herhalten. Man suchte eine billige Lösung und fand sie in TE. Hier bin ich absolut bei @DR AKR, weil in den nunmehr drei Jahren (!!!)sehe ich bei einem permanenten Abstiegskampf und so manche Fehlbesetzung (Dutt, Obraniak, Makiadi und AJ) keine profunde Weiterentwicklung. Außer dass TE sich besser medial verkaufen kann, sind er und Dutt bilanztechnisch für ihren jeweiligen Verein nicht weit auseinander. Als GF Sport ist TE für die sportliche Gesamtentwicklung des Vereins verantwortlich. Wenn ich dann noch die Causa VS betrachte, muss ich mehr von dem "Macher" TE erwarten. Ich bin aber auch bei den meisten Foristen, die in TE einen sehen, der Veränderungen einleitet. Das ist aber kein Zeichen seiner Kompetenz sondern den mangelnden Alternativen dieses Vereins geschuldet. Und das ist für die Gesamtsituation des SVW erschütternd.
 
Dass der dringend benötigte OM und ein guter 6er noch immer fehlem, ist ja aber ohnehin ein offenes Geheimnis.
Und das genau ist der Punkt. In der RR spielen wir nur besser, weil Grillitsch und Fritz im DM und Bartels im OM deutlich besser funktionieren. Hier hätte schon vor langer Zeit angesetzt werden müssen, unsere Sturmreihe und -so komisch das klingt bei der Gegentorflut der letzten Jahre- auch die Viererkette sind so schlecht nicht besetzt.
 
Durch die kämpferisch dringend erforderliche Leistungssteigerung und daß Piza sehr oft traf, sind schon gewisse Veränderungen erkannbar, die sich auch in dem derzeitgen Platz 8 der Rückrundentabelle widerspiegeln. Dennoch darf man sich von diesen Dingen nicht blenden lassen, denn das Defensivverhalten ist nach wie vor nicht bundesligatauglich und auch in der Rückrunde gab es zu viele Spiele ohne Sieg, so daß der rettende 15. Platz einen Punkt weiter weg ist als zur Winterpause.

Wenn von Verbesserungen in der Rückrunde gesprochen wird, sollten diese in den Kontext der gesamten Saison gesetzt werden. Die bessere Punkteausbeute hat einzig die Wirkung, dass wir vor dem letzten Spieltag im sportlichen Sinne noch am Leben sind.

Wenn ich mir das Leistungsvermögen unserer Einzelspieler ansehe, halte ich sogar die Kader von Berlin oder Mainz nicht für besser. Aus bundesligatauglichen Einzelspielern eine bundesligataugliche Mannschaft zu formen, ist Aufgabe des Trainerteams - hauptverantwortlich die des Cheftrainers.

Was u.a. Pal Dardai und Martin Schmitt in dieser Saison geleistet haben, ist enorm. Wir haben insbesondere auf dieser Position einen erheblichen Verbesserungsbedarf.
 
Auf welche Protagonisten bezieht sich diese Äußerung?



Meines Wissen hat man hier MB auch nicht als Mitveruracher der Finanzsituation angeprangert (denn die Schuld an der Finanzkrise tragen bekanntermaßen Andere - von denen einige trotzdem bei Werder nach wie vor gewichtige Worte mitzureden haben), sondern die aktulle Kritik an MB richtet daran, daß er die Ansicht vertritt, eine Kapitalgesellschaft mit zweistelligen Millionenumsätzen??? wie einen eintragenen Verein führen zu können, obwohl die wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingen dieser Rechtsformen äußert konträr sind.

Sorry Bremen, nur in diesem einen Punkt möchte ich widersprechen -dreistelliger Millionenumsatz- mWn 130 Mio!!
Ansonsten ist alles gesagt!!!!!


Es stehen ebenso zweifelsfrei fest, daß im Falle eines Abstiegs erst recht der Trainer hauptverantwortlich ist, weil er - um auch wieder auf das Thema dieses Threads zurückzukommen - für die Gesamtsituation einer Mannschaft durch seine tägliche Abeit die sportliche Hauptverantwortung für ein Team trägt, welches tabellarisch wesentlich schlechter dasteht als nominelle schwächere Ligakonkurrenten wie z.B. Darmstadt, Mainz oder Ingolstadt.
 
piza kam erst im september, angeblich ja auch mit unterstützung von wiesenhof. hättest du also allein mit ujah in die saison gehen wollen?

Nur mit Ujah in die Saison zu gehen wäre Irrsinn gewesen und man hätte Eichin, völlig zu recht, mit brennenden Fackeln und Mistgabeln aus der Stadt getrieben. Wir absolvieren die komplette Vorbereitung mit zwei Stürmern und dann soll man nur mit Ujah, einem notorisch verletzten Lorenzen und ein paar 18-Jährigen in die Saison gehen? Wie kann man nur auf so eine Idee kommen? Daß nun Johannsson nicht gerade der beste Transfer war ist bedauerlich, aber ein Ersatz für di Banco musste zwingend geholt werden. Und wenn Pizarro so klar gewesen wäre, dann wäre er wohl schon deutlich früher zu Werder gekommen und nicht erst während die Saison läuft.
 
Und das genau ist der Punkt. In der RR spielen wir nur besser, weil Grillitsch und Fritz im DM und Bartels im OM deutlich besser funktionieren. Hier hätte schon vor langer Zeit angesetzt werden müssen, unsere Sturmreihe und -so komisch das klingt bei der Gegentorflut der letzten Jahre- auch die Viererkette sind so schlecht nicht besetzt.

Juno nicht vergessen, der hat in der Hinrunde auch gruselig gespielt. Fritz hat schon in der Hinrunde, als einer der wenigen, alles aus sich rausgeholt. Für mich ist tatsächlich Grillitsch ein großer Faktor, auch wegen ihm kommen die anderen Spieler im Mittelfeld deutlich besser zurecht und wie zerbrechlich das bei Werder immer noch alles ist, sieht man nicht zuletzt daran wenn Grillitsch, völlig normal in seinem Alter, wie gegen Köln stark abbaut und dann in der zweiten Halbzeit die einfachen Bälle nicht mehr kommen die erst ermöglichen, daß die Offensive organisiert ausschwärmt.
 
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