Der Abwaertstrend war schon im Laufe der vergangenen Rueckrunde zu beobachten. Nach der Niederlage gegen Wolfsburg war die Punkteausbeute nur mangelhaft und spiegelte bereits fruehzeitig VS wahres Koennen wieder. Man haette also schon fruehzeitig erkennen koennen das VS nicht die Faehigkeiten und die noetige Fussballintelligenz besitzt um eine Mannschaft weiterzuentwickeln bzw. zu verbessern. Das habe ich bereits vor einem Jahr geschrieben daher macht es keinen Sinn es wieder und wieder durchzukauen. Manchmal faehrt man halt sehenden Auges gegen die Wand. Das ist jetzt leider nicht mehr zu aendern, irgendwie muessen wir diese Spielzeit halt mit dem Versager zu Ende bringen und hoffen das wir trotzdem die Liga halten.
Es gab einige User - mich eingeschlossen - die eben genau wegen dieses Abwärtstrends in der Rückrunde, in der man erkennen konnte, wenn man denn wollte, dass die so wichtige Entwicklung in taktischer und spielerisch Hinsicht auch unter Skripnik ausblieb, gefordert haben mit einem anderen Trainer in die laufende Saison zu gehen. Wir überlebten in der Bundesliga einerseits, weil wir durch den Trainerwechseleffekt eine gute Serie hinlegten und ein gewisser Juno einen Freistoß nach dem anderen versenkte, wodurch wir zu Toren kamen, die nicht heraugespielt werden mussten.
Man wurde da aber nur milde belächelt.
Spätestens in der Hinrunde hätte es dann auch dem letzten auffallen müssen, dass es unter Skrippo keinerlei positive Entwicklung im Team gibt. Vielmehr wurde er durch die Mannschaft gerettet, die immer im richtigen Augenblick ein gutes Spiel hinlegte. Für Werder wäre es villeicht besser gewesen, wenn uns Gladbach mit einer fetten Packung aus dem Pokal geballert hätte. Vielleicht hätten wir in der Pokalsaison ein paar Millionen verloren, aber wir würden jetzt im gesicherten Mittelfeld stehen, weil wir mit einem Trainer in die Rückrunde gegangen wären, der das Geschäft Bundesliga versteht.
Aber das Bremer Publikum ist wie bereits gesagt viel zu unkritisch. Es setzt sich da fort, was im Verein vorgelebt wird. Man müsste sich eigentlich jeden Tag kritisch hinterfragen. Aber das passiert bei Werder in Monaten nicht.
Symbolisch können da das Tor der Augsburger zum 2:0, das Tor der Radkappen zum 2:3 und das 2:0 der Stellinger gestern stehen. Diese Tore waren alle drei nahezu identisch. Wir werden über Außen überlaufen, es kommt eine Flanke ungefähr in Höhe des Fünfmeterraumes, es kommt zum Kopfball und eben zum Gegentor. Sie sind wirklich so identisch, dass man meinen könnte man hätte Wiederholungen gesehen. Eigentlich hätte das 2:0 der Augsburger so aufgearbeitet werden müssen, dass ein Tor solcher Art nicht wieder so schnell fällt. Aber du hast weiterhin einen Keeper der Stur auf der Linie klebt, Verteidiger, die den Gegenspieler lieber ziehen lassen als im Zweifel Außen das Foul zu ziehen oder die in der Box meilenweit vom Gegenspieler wegstehen.
Das passiert alles nicht. Nein, man redet von Ergebniskrise, von guten Spielen. Man muss natürlich Positives ansprechen, aber man darf darüber das Negative nicht vergessen. Aber bei Werder hat man das Gefühl, dass die Welt immer schön ist. Man könnte denken, dass die Bürgerschaft eine Studie in Auftrag gegeben hat, die die Auswirkung der Legalisierung von bestimmten Drogen untersucht, und Werder sich als Studienobjekt angeboten hat.