Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Die Alternative wäre eine völlige Umstellung der Abwehr gewesen. Wäre dies gescheitert, gäbe es hier vergleichbare Diskussionen, angereichert mit dem Vorwurf, Skripnik würde, entgegen des eingeschlagenen Weges, nicht der Jugend vertrauen. Oder nicht??


:tnx:

Natürlich gäbe es die. Die Besserwisser hier wissen es aber immer erst nach dem Spiel. Die haben es einfach, VS dagegen muß VOR dem Spiel seine Entscheidungen treffen.
 
Hi Dok! :wink:

Ohne auf jeden Punkt eingehen zu wollen, ging es in meinem vorigen Post um eine Umstellung der Taktik, nicht um die einzelner Abwehrspieler...

Ich erinnere an den Trainer der Ingolstädter, Ralph Hasenhüttl, der nach seinem Auswärtssieg im Weserstadion sinngemäß sagte, es sei machbar, in Bremen zu gewinnen, da deren Spielweise nicht schwer einzuschätzen ist.
(Du weißt, Hasenhüttl gilt als seriöser und respektvoller Trainer)

Spätestens nach diesem Statement hätte intern hinterfragt werden müssen, was Skripnik hier spielen lässt und ob mehr von ihm erwartet werden kann...
 
Es fehlt leider immer und immer wieder die richtige Einstellung von Beginn an, die ein konsequentes Verteidigen ermöglichen würde. Das wäre Skripniks Job...

Auf der anderen Seite hast du als Trainer bei dem aktuellen Kader natürlich auch das Problem, dass du dich anscheinend nur auf eine handvoll Spieler (meistens) verlassen kannst, während der Rest ein großer Haufen Wunder- und Knalltüten sind, die im munteren Wechsel vom Hoffnungsträger in diesem, zum Stolper-Heini im nächsten Spiel mutieren. Insofern ist zumindest die richtige Aufstellung bei uns auch immer ein wenig Glückssache...oder im schlechtesten Falle sogar alternativlos.

Aber, ein richtig guter Trainer, mit passenden taktischen Konzepten und dem richtigen Gespür, kann dich auch mit einem schwachen Kader weniger abhängig von diesem Glück machen. Dies scheint VS aber leider nicht mehr zu werden :(
 
Auch diese Fußballer im besten Alter spielen nach den taktischen Vorgaben ihres Trainers. Im Allgemeinen funktioniert kein Mannschaftsteil ohne die Abstimmung mit dem anderen.

Und für diese Abstimmung ist der Trainer verantwortlich. Es ist menschlich, dass einzelne Spieler nicht an ihre Leistungsgrenze kommen können - aber gesamte Mannschaftsteile oder gar das gesamte Team - eher nicht!

Da ist sicher was dran. Der Trainer ist aber nicht verantwortlich dafür, wenn z.B. Vestergaard gg Gladbach im 1:1 regelmäßig schlecht aussieht und extrem hüftsteif und langsam wirkt. Wenn er kaum einen Zweikampf gewinnt.

Der Trainer hat die Verantwortung dafür, dass die ganze Kette mehrfach rumrennt wie ein Hühnerhaufen. Und das Defensivverhalten vor der Abwehrkette schlecht funktioniert. Aber auch hier ist dann wieder die gute Leistung des einzelnen Spielers gefragt. Wenn die fehlt, kann VS machen was er will.

In der Summe bin ich auch der Meinung, dass die Hauptverantwortung für unsere aktuelle Situation beim Trainer liegt.

Aber es ging ja darum ob es richtig ist, auf Guwara rumzuhacken. Und das ist es nicht bzw umso weniger, je mehr die Stützen der Mannschaft auch versagen. Und bei diesem Punkt ist z.B. auch Juno ganz weit vorne zu nennen.
 
Der Trainer könnte bspw. Galvez für Vestergaard bringen.
Der Trainer hat entscheiden, dass 2 Neulinge auf derselben Seite spielen.
Der Trainer hat Piza aufgestellt der das 2:0 mit einem Ballverlust im Mittelfeld einleitet etc.

Ich denke es gibt genügend Punkte die dazu führen, auch die Position des Trainers zu hinterfragen.

Nebenbei: Was Schuster da in Darmstadt leistet...:unfassbar: Vielleicht sollten wir auch mal rosa T Shirts einführen:cool:
 
Keine Ahnung was sich der GF Sport hier leisten darf oder nicht. Aber warum ausgerechnet sein Job an der Personalie VS hängen sollte, ist mir dann doch so gar nicht begreiflich zu machen.

Für TE war VS doch eigentlich gar nicht die primäre Option als Nachfolger für RD (nach offizieller Sprachregelung: Er ist gar "nicht auf die Idee gekommen").

Aber ist auch wurscht. Sein Job ist bei einem Abstieg weitaus mehr gefährdet als durch eine Entlassung von VS.

Schon etwas eigenartig, daß die berufliche Zukunft eines GF Sport beim Scheitern eines Trainers in Frage gestellt werden soll, der nicht sein eigener Top-Faviorit war. Wie auch immer, er hat die Entscheidung mitgetragen, ergo steht er auch mit in der Verantwortung. Apropos Mitverantwortung: weil bei Werder bekanntermaßen maßgebende Personalentscheidungen gemeinsam getroffen werden, steht bei einer vorzeitigen Trennungen von VS auch in der Aufsichtsrat in Frage, denn der AR hätte dann 3 vorzeitige Trainerentlassungen in 3 Jahren auch einen erheblichen Anteil - inkl.der Vertragsverlängerung mit dem GF Sport einige Monate zuvor.
 
Hi Dok! :wink:

Ohne auf jeden Punkt eingehen zu wollen, ging es in meinem vorigen Post um eine Umstellung der Taktik, nicht um die einzelner Abwehrspieler...

Ich erinnere an den Trainer der Ingolstädter, Ralph Hasenhüttl, der nach seinem Auswärtssieg im Weserstadion sinngemäß sagte, es sei machbar, in Bremen zu gewinnen, da deren Spielweise nicht schwer einzuschätzen ist.
(Du weißt, Hasenhüttl gilt als seriöser und respektvoller Trainer)

Spätestens nach diesem Statement hätte intern hinterfragt werden müssen, was Skripnik hier spielen lässt und ob mehr von ihm erwartet werden kann...

Hi Minko! :wink:

Das habe ich schon verstanden.
Ich habe versucht, Dir meine Vermutung zur grundsätzlichen Maxime aufzuzeigen.

Vielleicht hätte ich es ein wenig stärker differenzieren sollen? Wobei mir die Gedankengänge eines Viktor Skripnik vor dem Spiel in Gladbach natürlich nicht bekannt sind.

Ich kann mir vorstellen, dass die Taktik beim erfolgreichen Pokalspiel an gleicher Stelle eine Rolle gespielt haben mag. Ich kann mir vorstellen, dass die meistens mehr als stümperhaften Vorstelungen unter Vorgänger Dutt bei der grundsätzlichen Ausrichtung der Mannschaft immer eine Rolle spielen. Defensiv hieß damals meistens destruktiv.

Ich könnte mir vorstellen, dass die kürzlich gemachten Guten Erfahrungen mit einer Doppelspitze Ujah, Pizarro dafür verantwortlich sind, dass eine 1-Sturmer-Taktik derzeit nicht zur Diskussion steht. Das heißt nicht, dass sie ein für alle Mal gestorben ist. Schließlich hat Skripnik schon mehrfach in dieser Saison umgestellt.

Auf die Aussagen Hasenhüttls würde ich deshalb nichts geben, weil z.B. Gleiches auch auf Bayern München und Guardiola zutrifft. Die von Dir abgeleitete Konsequenz ist also alles andere als allgemeingulltig.

Wo Du selbst das Thema Variabilität ansprichst, darf ich daran erinnern, dass genau die das Ziel Skripniks zu Beginn der Saison, also noch vor Verkauf von Di Santo, war, wie Du Dich vielleicht erinnern kannst??

Dass dieses Einstudieren mehrerer Systeme bisher relativ erfolglos war, ist in der Tat bedauerlich. Wenn man sich die Situation um den damaligen Kader und die Erfahrung des Trainers anschaut, aber auch verständlich. Du meinst, es allein Skripnik anlasten zu können, bzw. gar zu müssen??
 
Vestergaard gehörte in den meisten Spielen, und zwar auch in den schlechten, zu den besten Werder-Spielern auf dem Platz. Er ist nicht nur von den Defensiven der beste und konstanteste den wir haben, nein er ist sogar insgesamt der mit Abstand notenbeste Feldspieler im Kader (mit Ausnahme vom 3-Spiele-Neuling Papy).

Man kann VS sicherlich einiges vorwerfen, aber bitte nicht, unseren besten Mann aufzustellen, nur weil der sich alle 10 Spiele auch mal einen Patzer erlaubt ;)
 
[...]Du meinst, es allein Skripnik anlasten zu können, bzw. gar zu müssen??

Um auf den Punkt zu kommen: In erster Linie, ja. Er lässt spielen, was er für richtig hält, nicht das, was das Team spielen kann.

Nach all den Niederlagen hätte bei VS ein Umdenken stattfinden müssen. Da er dieses Umdenken offensichtlich nicht leisten kann, wird ihn die Rolle als Cheftrainer weiterhin überfordern.
 
Um auf den Punkt zu kommen: In erster Linie, ja. Er lässt spielen, was er für richtig hält, nicht das, was das Team spielen kann.

Nach all den Niederlagen hätte bei VS ein Umdenken stattfinden müssen. Da er dieses Umdenken offensichtlich nicht leisten kann, wird ihn die Rolle als Cheftrainer weiterhin überfordern.

Einspruch:

Nachdem es Skripnik gerade zum Schluss der Hinrunde oft, leider zu häufig ebenfalls erfolglos, mit einem 4-1-4-1 probiert hat, hat er, mit einem nun fitten Pizarro, in der Winterpause auf ein System mit 2 Stürmern umgestellt, was schon beim Pokalspiel in Gladbach zeitweise hervorragend geklappt hat.

Das neue Credo seit Belek lautete, zuhause mit 2 Stürmern und Raute anzugreifen, auswärts mit einer Doppel-6 und Pizarro als hängender Spitze.

Das Credo kann, nach den Neuzugängen im Winter, schon bald wieder anders lauten, z
B. wenn Yatabare tatsächlich die erhoffte Verstärkung wird, oder wenn sich irgendein Spieler, insbesondere einer der Stürmer verletzen oder anderweitig ausfallen sollte.

Diese, imho viel zu häufigen Änderungen erfolgen eben genau deshalb, weil sich Skripnik ständig auf das Machbare beschränken muss(te).
 

Ist okay, ich wünsche mir auch, das Werder immer erstklassig bleibt.

Für unseren Verein geht es aber nicht um einzelne Personen oder um das Retten einer einzelnen Saison - aufgrund sehr vieler Fehler im Management geht es um den existentiellen Verbleib in der BL.

Ich halte es für außerordentlich ambitioniert, an einem Trainer festzuhalten, der die schlechteste Hinrunde seit über vier Jahrzehnten maßgeblich mitzuverantworten hat. Aufgrund nachhaltiger taktischer Mängel im Laufe der Hinrunde leuchtet mir nicht ein, weshalb sich in dieser Hinsicht etwas Entscheidendes zu unseren Gunsten geändert haben sollte.

Ich befürchte, dass VS (wie auch TS) in Krisenzeiten eine Starrheit und Sturköpfigkeit besitzt, die ihn selbst einschränkt und ihm den Mut nimmt, flexibler zu agieren.
 
Leider halten wir viel zu lange an Versagern wie VS fest, ist schliesslich kein Geld da und ausserdem hat er ja Werder-Stallgeruch. :lol:
Da stoert es nicht das wir zusammen mit Hanoi fuer gewoehnlich den schlechtesten, unansehnlichsten und gleichzeitig erfolglosesten Fussball in der Liga bieten. Wenn ich bedenke in was fuer einer Traumwelt manche leben, dann wuerde uns ein Abstieg vielleicht ganz gut tun. Vielleicht finden wir dann wieder zu einer Strategie in der Leistung und Weiterentwicklung den Ton angeben und der Verein nicht zur Anlaufstelle fuer unfaehige Trainerexistenzen, wie VS verkommt.
 
Schon etwas eigenartig, daß die berufliche Zukunft eines GF Sport beim Scheitern eines Trainers in Frage gestellt werden soll, der nicht sein eigener Top-Faviorit war. Wie auch immer, er hat die Entscheidung mitgetragen, ergo steht er auch mit in der Verantwortung. Apropos Mitverantwortung: weil bei Werder bekanntermaßen maßgebende Personalentscheidungen gemeinsam getroffen werden, steht bei einer vorzeitigen Trennungen von VS auch in der Aufsichtsrat in Frage, denn der AR hätte dann 3 vorzeitige Trainerentlassungen in 3 Jahren auch einen erheblichen Anteil - inkl.der Vertragsverlängerung mit dem GF Sport einige Monate zuvor.

Natürlich steht der GF-Sport da absolut in der Verantwortung. Nur ist ein Trainerwechsel in diesem Buisness das normalste der Welt. Zwischen Otto und TS haben wir auch mehrere Trainer verschlissen bis es wieder passte. Und wenn ich mich recht entsinne, dann standen wir zwar einige mal sehr schlecht da, aber so unterirdisch wie in den letzten Jahren war es nicht.


Ist okay, ich wünsche mir auch, das Werder immer erstklassig bleibt.

Für unseren Verein geht es aber nicht um einzelne Personen oder um das Retten einer einzelnen Saison - aufgrund sehr vieler Fehler im Management geht es um den existentiellen Verbleib in der BL.

Ich halte es für außerordentlich ambitioniert, an einem Trainer festzuhalten, der die schlechteste Hinrunde seit über vier Jahrzehnten maßgeblich mitzuverantworten hat. Aufgrund nachhaltiger taktischer Mängel im Laufe der Hinrunde leuchtet mir nicht ein, weshalb sich in dieser Hinsicht etwas Entscheidendes zu unseren Gunsten geändert haben sollte.

Ich befürchte, dass VS (wie auch TS) in Krisenzeiten eine Starrheit und Sturköpfigkeit besitzt, die ihn selbst einschränkt und ihm den Mut nimmt, flexibler zu agieren.

:tnx:
 
Ist okay, ich wünsche mir auch, das Werder immer erstklassig bleibt.

Für unseren Verein geht es aber nicht um einzelne Personen oder um das Retten einer einzelnen Saison - aufgrund sehr vieler Fehler im Management geht es um den existentiellen Verbleib in der BL.

Ich halte es für außerordentlich ambitioniert, an einem Trainer festzuhalten, der die schlechteste Hinrunde seit über vier Jahrzehnten maßgeblich mitzuverantworten hat. Aufgrund nachhaltiger taktischer Mängel im Laufe der Hinrunde leuchtet mir nicht ein, weshalb sich in dieser Hinsicht etwas Entscheidendes zu unseren Gunsten geändert haben sollte.

Ich befürchte, dass VS (wie auch TS) in Krisenzeiten eine Starrheit und Sturköpfigkeit besitzt, die ihn selbst einschränkt und ihm den Mut nimmt, flexibler zu agieren.

Ich halte es dagegen für außerordentlich fahrlässig, mit einem Geschäftsführer Sport zu verbesserten Bezügen verlängert zu haben, der einerseits auf für den Verein absolut neuralgischen Gebieten wie der Trainerfrage von Beginn an experimentiert, andererseits lange Zeit den Eindruck vermittelt hat, mehr um das eigene Profil bemüht zu sein als um das des Vereins. Das Problem um einen Trainer-lehrling Skripnik ist hausgemacht.

Der Verein muss immer im Mittelpunkt stehen, alles andere ist absolut zweitrangig. Ein "Manager" mit Profilisierungssucht ist das Letzte, was Werder braucht. Ist hier aber OT.
 
Ich halte es dagegen für außerordentlich fahrlässig, mit einem Geschäftsführer Sport zu verbesserten Bezügen verlängert zu haben, der einerseits auf für den Verein absolut neuralgischen Gebieten wie der Trainerfrage von Beginn an experimentiert, andererseits lange Zeit den Eindruck vermittelt hat, mehr um das eigene Profil bemüht zu sein als um das des Vereins. Das Problem um einen Trainer-lehrling Skripnik ist hausgemacht.

Der Verein muss immer im Mittelpunkt stehen, alles andere ist absolut zweitrangig. Ein "Manager" mit Profilisierungssucht ist das Letzte, was Werder braucht. Ist hier aber OT.
So langsam zweifel ich ebenfalls an TE. Er haette VS bereits vor geraumer Zeit entlassen muessen.
 
Nur ist ein Trainerwechsel in diesem Buisness das normalste der Welt. Zwischen Otto und TS haben wir auch mehrere Trainer verschlissen bis es wieder passte. Und wenn ich mich recht entsinne, dann standen wir zwar einige mal sehr schlecht da, aber so unterirdisch wie in den letzten Jahren war es nicht.

Jepp, es sprangen immerhin noch drei einstellige Tabellenplätze heraus - in den letzten 5 Jahren waren wir stets zweistellig - mit zahlreichen Negativrekorden.
 
Das einzige Trainerexperiment sehe ich darin weiter an VS festzuhalten. Ansonsten war die Entlassung von TS schon Jahre überfällig. Es war absolut notwendig diese Entscheidung zu treffen.
RD war ein Fehlgriff, aber durchaus eine denkbare Lösung zu diesem Zeitpunkt. Seine Vita war weitestgehend in Ordnung. Bis auf Leverkusen waren seine vorherigen Stationen eher von Erfolg als von Miserfolg begleitet.
 
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