Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Ein Investor, der 20% Anteile hält, will aber vermutlich auch 20% am Gewinn beteiligt werden.
Das bedeutet auf Dauer würden euch immer 20% fehlen, es sei denn er steigt irgendwann aus, da es sich nicht mehr lohnt. Dies würde aber bedeuten es wäre weiterhin ein Verlustgeschäft oder wirft einfach keinen Ertrag ab.

Wenn ihr selbst schon sagt, der Kostenfaktor ist zu hoch weshalb meint ihr braucht man da unbedingt einen Investor, um diese zu reduzieren? Vor allem wenn die Erkenntnis bereits da ist.

Was euer Personal angeht, da halte ich die 150 nicht für völlig übertrieben.
Da wäre die gesamte geschäftliche Leitung, der Profikader und Trainerstab mit Ärzten und Therapeuten, eure U23 hat wahrscheinlich auch Arbeitsverträge mit Werder, die Leute in der Geschäftsstelle zur Abwicklung des Ticketing und Merchandise, die Greenkeeper, als Bundesligist brauchst du ein Nachwuchszentrum, da gehören auch Trainer, Betreuer und anderes Personal (Küche,Hausmeister,etc.) dazu. ebenso benötigt ihr bestimmt auch 1-2 Busfahrer. Keine Ahnung rechnet mal durch und denkt nach, wo sonst noch Mitarbeiter sein könnten.
Beim BVB sind es meines Wissens 200-250.

Zu dem geschätzten Wert Werders, möchte ich kurz räuspernd anmerken, der BVB wurde vor kurzem mit einem Marktwert von 250 Mio. oder so tariert, entweder wurde der viel zu niedrig angesetzt oder Werder wird niemals diese Höhen erreichen und somit auch weniger Geld für Anteile generieren. Man könnte natürlich auch mehr Geld erlangen, indem man mehr Anteile veräußert, statt 20% eben 40 oder so.

Also ich würde raten einmal ein genaues Auge auf Mainz, Augsburg, Frankfurt oder Köln zu werfen. Dort wird mit ähnlichen Voraussetzungen weitaus besser gewirtschaftet und dort sitzt auch kein Dukatendaddy im Rücken.

Wo sich bei Werder meiner Meinung nach zuerst etwas ändern müsste, wäre im Vorstand und auch im AR, da dieser ja jahrelang das bisherige Wirtschaften gedeckt und abgesegnet hat.
 
Ein Investor, der 20% Anteile hält, will aber vermutlich auch 20% am Gewinn beteiligt werden.
Das bedeutet auf Dauer würden euch immer 20% fehlen, es sei denn er steigt irgendwann aus, da es sich nicht mehr lohnt. Dies würde aber bedeuten es wäre weiterhin ein Verlustgeschäft oder wirft einfach keinen Ertrag ab.

Wenn ihr selbst schon sagt, der Kostenfaktor ist zu hoch weshalb meint ihr braucht man da unbedingt einen Investor, um diese zu reduzieren? Vor allem wenn die Erkenntnis bereits da ist.

Was euer Personal angeht, da halte ich die 150 nicht für völlig übertrieben.
Da wäre die gesamte geschäftliche Leitung, der Profikader und Trainerstab mit Ärzten und Therapeuten, eure U23 hat wahrscheinlich auch Arbeitsverträge mit Werder, die Leute in der Geschäftsstelle zur Abwicklung des Ticketing und Merchandise, die Greenkeeper, als Bundesligist brauchst du ein Nachwuchszentrum, da gehören auch Trainer, Betreuer und anderes Personal (Küche,Hausmeister,etc.) dazu. ebenso benötigt ihr bestimmt auch 1-2 Busfahrer. Keine Ahnung rechnet mal durch und denkt nach, wo sonst noch Mitarbeiter sein könnten.
Beim BVB sind es meines Wissens 200-250.

Zu dem geschätzten Wert Werders, möchte ich kurz räuspernd anmerken, der BVB wurde vor kurzem mit einem Marktwert von 250 Mio. oder so tariert, entweder wurde der viel zu niedrig angesetzt oder Werder wird niemals diese Höhen erreichen und somit auch weniger Geld für Anteile generieren. Man könnte natürlich auch mehr Geld erlangen, indem man mehr Anteile veräußert, statt 20% eben 40 oder so.

Also ich würde raten einmal ein genaues Auge auf Mainz, Augsburg, Frankfurt oder Köln zu werfen. Dort wird mit ähnlichen Voraussetzungen weitaus besser gewirtschaftet und dort sitzt auch kein Dukatendaddy im Rücken.

Wo sich bei Werder meiner Meinung nach zuerst etwas ändern müsste, wäre im Vorstand und auch im AR, da dieser ja jahrelang das bisherige Wirtschaften gedeckt und abgesegnet hat.

(...) Ihr wärt längst tot wenn Bayern euch keine 2 mio. Geliehen hätte.

Im übrigen wurde Werder ähnlich wie der HSV oder Stuttgart und Hertha auf 250 mio. tariert. Werder ist größer als Augsburg oder Mainz.
 
Werder muss nicht nur die Kostensenken, sondern gleichzeitig die Gewinne steigern.
Werder könnte statt Gehälter/Prämien zu zahlen auch eine Gewinnbeteiligung den Spieler/Personal geben. Bei den bekannten Verlusten würde das bedeuten, dass jeder noch Geld mitbringen müsste. Da dieses steuerlich Absetzbar wäre würde noch nicht mal bei den Spielern ein minus entstehen (lach).
Die Kostenschraube muss wohl gesenkt werden aber dies mit Vorsicht, denn sonst besteht die Gefahr das man die Schraube auch abdreht.
Gewinne:
Für mich hat Werder sich nur im klassischen Einnahmefeld sich aufgestellt. (Und das auch Amateurhaft). Hier herrscht für mich zu sehr das klassische Denkmodell vor (Vereinsdenken) und es wurde für mich versäumt nach kreativen, alternative anderswertige Lösungen zu suchen (außer Sponsor und Werbetafel). Für mich kommt Werder im immer schneller werdenden globalen Zeitraffer immer 5 Jahre zu spät. Die Gewinnoptimierung bei gleichzeitiger Kostensteigerung ist für mich nicht erkennbar und nicht richtig aufgestellt.
 
(...) Ihr wärt längst tot wenn Bayern euch keine 2 mio. Geliehen hätte.

Im übrigen wurde Werder ähnlich wie der HSV oder Stuttgart und Hertha auf 250 mio. tariert. Werder ist größer als Augsburg oder Mainz.



Ich habe lediglich meine Einschätzung geäußert. Wenn du sachlich bzw. inhaltlich damit nicht einverstanden bist, dann äußere dich dazu und blaff mich bitte nicht von der Seite an. Sollte dir das nicht liegen, dann würde ich dir im Gegenzug einen Forenwechsel ans Herz legen. Danke.

Wenn Werder größer als Mainz oder Augsburg ist, dann hat man bestimmt auch mehr Einnahmequellen als diese und nimmt tatsächlich mehr ein. Korrekt?
Ich allerdings sehe da ein gleiches Level, welches die finanziellen Möglichkeiten und das wirtschaftliche Umfeld betrifft.
Gerade wenn Werder die besseren Voraussetzungen hätte und mehr Möglichkeiten als die beiden als Beispiel genannten Vereine, wäre es erst recht sinnvoll zu schauen, was diese Vereine anders oder besser machen.
 
Es geht hier nicht um einen Investor. Wenn morgen die 50+1 Regel fallen würde, wäre Werder trotzdem nicht besonders für einen Scheich zb aus dem Orient interessant.
Die Investorenmodelle sind fragil, weil man immer vom Wohl und Wehe desjenigen abhängig ist. Das ist keine gute Lösung!
Es geht um strategische Partnerschaften mit Großunternehmen, wie es Bayern vorgemacht hat. Das hat man versäumt. Zuletzt wird es wohl 2009 mit dem EL-Finale und dem Pokalsieg möglich gewesen sein, Interessenten anzuwerben?! Man profitiert nicht nur von deren Geld sondern auch von deren Wissen im ASR bei wirtschaftlichen Fragen.
Die Pokale verstauben in den Vitrinen und das Eigenkapital ist aufgebraucht. Jetzt gebe ich denen keine reelle Chance, Firmen zu bekommen.
Die Gretchenfrage ist: was bedeutet ein Abstieg für Bremen und das Umland? Das ist nicht bezifferbar, weil man den Wert eines Erstligisten für die betreffende Region nicht kalkulieren kann. Sind es am Ende Kolleteralverluste wie Zulieferer, Minijobber etc in Höhe von 5 oder 10 Mio€??? Die Einbußen bei Werder sind klar kalkulierbar, weil sie sich aus den Statuten der DFL ergeben.
Was heißt keinen Erstligafußball in Bremen für die Region? Das herauszuarbeiten, wäre die Aufgabe von HGW und Filbry als Außenminister des Vereins. Vielleicht ergeben sich dann doch überraschende Lösungen mit Mehreinnahmen für den Verein?
Darauf zu hoffen, dass das Land Bremen 100% der Anteile und der daraus resultierenden Verpflichtungen der Stadion-GmbH übernimmt, halte ich in Anbetracht der Diskussion Risikospiele für illusorisch. In RP unter Kurt Beck mag das gehen, aber in Bremen...
Wenn die Region Bremen plus Umland mit all seine Firmen für sich entscheidet, dass Werder einen echten Mehrwert darstellt, kann es Lösungen geben. Wenn sie es für sich allerdings negativ bescheiden, dann wird die Fußball-Marke SVW vom Markt dauerhaft mittelfristig verschwinden.
 
Darauf zu hoffen, dass das Land Bremen 100% der Anteile und der daraus resultierenden Verpflichtungen der Stadion-GmbH übernimmt, halte ich in Anbetracht der Diskussion Risikospiele für illusorisch. In RP unter Kurt Beck mag das gehen, aber in Bremen...

Das ist so nicht ganz richtig, denn Bremen hat Werder schon öfters unter die Arme gegriffen. Besonders mit einer Landesbürgschaft, ohne die hier schon 1977 wegen Lizenzentzug die Bundesliga-Lichter ausgegangen wären.
 
Darauf zu hoffen, dass das Land Bremen 100% der Anteile und der daraus resultierenden Verpflichtungen der Stadion-GmbH übernimmt, halte ich in Anbetracht der Diskussion Risikospiele für illusorisch. In RP unter Kurt Beck mag das gehen, aber in Bremen...

NIEMALS! Das Land Bremen ist sowas von pleite, das wäre a) nie möglich und b) niemals vermittelbar. Und das zu Recht! Sollen die Bürger jetzt auch noch Werders Mißwirtschaft mitbezahlen?
 
Nie möglich? So weit würde ich nicht gehen. Losgelöst vom Imageträgers für eine Stadt - was Werder schon im 6. Jahr kaum noch ist - wird die Politik man nicht nur in Bremen eine Kosten-/Nutzenrechnung aufstellen. Denn Erstligafußball spült im Vergleich zur 2. Liga wesentlich mehr Steuereinnahmen in die Kassen, und es hängen auch direkt und indirekt Arbeitsplätze dran, die zwar nicht so zahlreich sind wie z.B. wenn bei einem größeren Unternehmen eine Pfortenschließung droht, aber durch die Popularität des Fußballs im Fokus stehen. Hinzu kommt, daß Werders AR-Mitglied Willi Lemke über viele Jahre im Bremer Politik, u.a. als Landesgeschäftsführer der Bremer SPD sowie acht Jahre als Senator aktiv gewesen ist.
 
Nie möglich? So weit würde ich nicht gehen. Losgelöst vom Imageträgers für eine Stadt - was Werder schon im 6. Jahr kaum noch ist - wird die Politik man nicht nur in Bremen eine Kosten-/Nutzenrechnung aufstellen. Denn Erstligafußball spült im Vergleich zur 2. Liga wesentlich mehr Steuereinnahmen in die Kassen, und es hängen auch direkt und indirekt Arbeitsplätze dran, die zwar nicht so zahlreich sind wie z.B. wenn bei einem größeren Unternehmen eine Pfortenschließung droht, aber durch die Popularität des Fußballs im Fokus stehen. Hinzu kommt, daß Werders AR-Mitglied Willi Lemke über viele Jahre im Bremer Politik, u.a. als Landesgeschäftsführer der Bremer SPD sowie acht Jahre als Senator aktiv gewesen ist.


Mag ja alles sein, ändert aber nichts daran, dass das Land Bremen nahezu bankrott ist. WOMIT wollen die Werder IN GRÖßEREM MAßE helfen?
Vielleicht gibt es im Worst-Case-Fall ein paar kleinere Hilfen wie vorübergehende Kürzung/Stundung von Stadionmiete etc., aber mehr ist nicht drin.

Eine Übernahme von 100 % der Stadion-GmbH-Anteile ist absurd und völlig unrealistisch!
 
Zitat von neuegrünewelle;3219615:
Mag ja alles sein, ändert aber nichts daran, dass das Land Bremen nahezu bankrott ist. WOMIT wollen die Werder IN GRÖßEREM MAßE helfen?
Vielleicht gibt es im Worst-Case-Fall ein paar kleinere Hilfen wie vorübergehende Kürzung/Stundung von Stadionmiete etc., aber mehr ist nicht drin.

Eine Übernahme von 100 % der Stadion-GmbH-Anteile ist absurd und völlig unrealistisch!

Durch den Filz in der Bremer SPD würde ich eine größere Hilfe gänzlich nicht ausschließen, auch wenn es wirtschaftlich fragwürdig (Investition in ein Faß ohne Boden) und politisch anrüchig wäre. Es muß ja nicht die Übernahme der Stadionanteile sein.
 
Zitat von neuegrünewelle;3225163:
http://www.weser-kurier.de/werder/w...uro-Geldstrafe-fuer-Werder-_arid,1296419.html

Wenn die Fans das öfter machen, müssen wir bald Insolvenz anmelden...:D

Selbst solche Summen sind fast nicht mehr tragbar für uns. Da pokert Eichin tagelang um jeden Euro beim Kleinheisler-Transfer, während die Fans das Geld in Bierbechern wegschmeißen...:lol:

Wenn es nicht so wahr wäre, müsste man wirklich drüber lachen.
Aber, es ist wirklich bitter und für Werder schon wichtig, 35.000 € haben oder nicht mehr zu haben!
 
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