Wäre denn der sportliche Niedergang so groß geworden, wenn man nicht auf den raschen Umbau bei horrenden Stahlpreisen bestanden hätte?
Klar, es konnte niemand 2008 ahnen, dass eine derart große Banken und Währungskrise auf uns zu rollt. Aber sollte man nicht eher bei solchen Umständen wie hohe Weltmarktpreise zusehen, dass man die Finger von einem Umbau lässt, der letztendlich eher mehr Geld kostet, als Mehreinnahmen bringt?
Schließlich hat die Belastung in den Folgejahren auch mit dazu geführt, dass man die Handlungsfähigkeit im sportlichen Niedergang verliert.
Sicherlich sind auch von der sportlichen Seite sehr viele Begangen worden, die dazu beigetragen haben. Alles in allem war es eine Kette schlechter Entscheidungen. Sowohl sportlich als auch in der Geschäftsführung.
Ich finde unser Weserstadion nach wie vor sehr gelungen. Es hat ein gewisses Flair, was andere Stadien nicht haben. Aber einen klugen Um und Ausbau hätte ich trotzdem gerne gehabt. Ob jetzt Flutlichtmasten noch stehen oder nicht. Das ist mir persönlich egal.
Schließlich dient es zum Fußballspielen.
Ich denke mit den jetzigen Kurven und einem dritten Rang auf den Geraden hätte man auch trotz Flickschusterei 50.000 Plätze bekommen können und man hätte ein authentisches Stadion gehabt.
Oder auch ein Neubau des zweiten Ranges auf den Geraden mit anschließenden Lückenschluss in den Ecken hätte dem Stadion gut zu Gesicht gestanden.
Dabei hätte auf jeden Fall der Gästeblock nach unten gemusst.
Aber so wie es jetzt ist müssen wir damit leben. Ob es jemals tatsächlich noch zu einer Aufstockung kommt wage ich zu bezweifeln. Die Kassen sind für die kommenden Jahre noch zu sehr belastet.
Dazu kommt noch der Hochwasserschutz, der erstmal das wichtigste ist.
Und vielleicht gibt es ja endlich irgendwann mal eine Lösung für die Tennisplätze vor der West. Denn dort verlangt die Polizei schon seit Jahren mehr Platz. Und diese Sicherheit sollte man herstellen.