Zitat von Bremervörde;3206994:Gut zusammen gefasst!
Geht mir auch so, das war aber mit Ansage.
Dieser Verein hat genug dafür getan, dass sich die Fans Jahr für Jahr innerlich etwas mehr distanziert haben. Fing an mit der Schmierenaffäre Born, die so gar nicht Werderlike war, dann ging es weiter über Transferflops, die uns Spieler gebracht haben, mit denen sich keiner identifizieren will. Weil man nicht wusste wohin mit dem Geld hat man es kurzerhand mit Beluga versenkt und in Schildbürger-Manier ein Stadion umgebaut. Um auch den letzten Funken Identifikation noch auszulöschen, holt man einen Sponsor wie Wiesenhof und der GF verlässt in brenzlicher Lage das sinkende Schiff Richtung Geldburg.
Natürlich ist Werder in erster Linie ein Fußballverein, aber wie sehr man mit einem Verein leidet hängt davon ab, wie sehr man sich mit ihm identifiziert. Und da ist leider momentan nichts mehr, mit dem ich mich identifizieren kann.
1999, als Werder am Abgrund stand, waren noch gestandene Spieler dabei, die für Werder standen!
Was standen da beim 1:0 über Schalke für Ikonen auf dem Platz! Rost, Herzog, Eilts, Wiedener, Bode, Herzog, Frings... Die haben Werder gelebt und ich bin mir sicher, einige von ihnen hätten geheult beim Abstieg. Wir hatten nicht Millionen versenkt und die Stadt stand hinter dem Verein.
Heute haben wir Chaos an allen Ecken, einen mürrischer Trainer mit einem Papiertiger als Co-Trainer und eine Mannschaft, die wahlweise mangelnde Qualität oder mangelnden Einsatz an den Tag legt. Die Derby-Niederlage war mir schon in der Straßenbahn zum Hbf egal. Du sprichst mir daher aus der Seele.
:tnx::tnx::tnx: Nicht zu vergessen auch ein Super Mario und Rufer... Sehe das absolut genauso wie du. Mittlerweile schaue ich fast emotionslos die Spiele, was früher komplett anders war. Sehr traurige Entwicklung, was aus diesem Verein geworden ist... Schade, dass die Verantwortlichen in der Vergangenheit nicht hier mitgelesen haben - vielleicht wäre es nicht dermaßen bergab gegangen, wenn man sich mal die berechtigte Kritik in vielen Bereichen zu Herzen genommen hätte, anstatt jahrelang fast alles zu ignorieren.
: