Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Dafür macht er aber aus meiner Sicht dämliche Taktikfehler:

In Wolfsburg hatte Skripnik in der ersten Halbzeit ein 4:1:4:1 und nach der Pause dann ein etwas offensiveres 4:4:2 gewählt.
 
dann hätten wir auch Dutt behalten können, denn besser wurde es auch nicht. Wenn man mal den kurzfristigen Trainerwechseleffekt weglässt.
Faktisch nichts geändert,

das sehe ich nach wie vor anders und die statistik auch. da kommen wir aber wohl nicht auf einen nenner.
was aber eben wirklich fakt ist: skripnik stand mit der mannschaft noch nie so schlecht da wie dutt bei seiner entlassung (letzter bei 4 punkten aus 9 spielen). deshalb wurde skripnik nicht entlassen, dutt aber schon. as simple as that. auch nach 4 punkten nach 8 spielen war dutt nicht entlassen und hätte lediglich einen sieg oder einen punkt gegen köln gebraucht um weiter arbeiten zu dürfen. skripnik schafft es hingegen in dieser saison stets den für ihn rettenden sieg zu "liefern". wenn er ebenfalls auf 0,44 punkte pro spiel diese saison abrutscht und letzter ist, gehen auch für ihn die lichter aus. jede wette.

die taktische umstellung zur halbzeit gegen wolfsburg war übrigens wirklich der größte humbug den skripnik je fabriziert hat. ab da war das debakel vorprogrammiert. keine ahnung was der gedankengang war.
 
...und Hamburg spielte zuletzt auch ohne Hunt deutlich stabiler, als letzte Saison. Mal schaun.

Bald ist er aber wieder fit. Dann wird's wieder schlechter. :D
Zu Skripnik: Ihn mit den genannten in eine Reihe zu stellen, ist IMO schwierig. Werders Kader ist außergewöhnlich schwach besetzt. Da die Jugendarbeit allenfalls Mittelmaß ist, kann ein Trainer da nicht mehr viel anstellen. Wenn dann noch Verletzungen dazukommen, ist die Substanz angezählt. Glaubt denn hier jemand, wenn er keine Fehler machen würde, hätte man z.B. gg. Wolfsburg gewonnen?! Die Fehler werden auf dem Platz gemacht. Das System ist bei Werder ein zweitrangiges Problem.
 
wie im worum jemand geschrieben hat, ist der kader eben vorallem auf die schwarze 0 ausgelegt. damit muss skripnik arbeiten. deshalb wurden (zu) gut verdienende spieler wie hajrovic, elia, petersen, obraniak, makiadi abgegeben. der kader ist dünn und jeder ausfall wiegt schwer.
 
Mir ist wirklich vollkommen schnuppe, was bei Werder "alternativlos" ist, was "konsolidiert" werden soll, wer die ominöse "schwarze Null" sein soll (gg Wolfsburg habe ich nur Nullen gesehen) und ob Skrippo n Guter ist oder nicht.

Das was ich gg den HSV (bei unserem Spiel des Jahres) sehen will, ist 110%er Einsatz von jedem der auf dem Feld steht. Alles andere ist unwichtig. Und ich erwarte von Skrippo, das er die Spieler so dermaßen heiß macht, das der Rasen brennt. Mir wiederum egal wie er das schafft Hauptsache man erkennt es.

Und ich lege mich mal direkt fest, wenn diese minimale Erwartungshaltung nicht erfüllt wird gg den HSV, dann ist er nicht der Richtige!
 
wie im worum jemand geschrieben hat, ist der kader eben vorallem auf die schwarze 0 ausgelegt. damit muss skripnik arbeiten. deshalb wurden (zu) gut verdienende spieler wie hajrovic, elia, petersen, obraniak, makiadi abgegeben. der kader ist dünn und jeder ausfall wiegt schwer.

Exakt. Genau hier liegt das Problem. Der Kader ist nicht gut. Zudem unterliegen einige Spieler extremen Leistungsschwankungen, Juno zB.
Ein weiteres Problem ist, dass man letzte Saison an der EL zumindest geschnuppert und in der Vorbereitung nahezu alles geschlagen hat.
Das hat hier die Erwartungen geschürt, die in keiner Weise erfüllt werden können.
Klassenerhalt und mehr nicht ist mit dem Kader möglich. Dazu sollte es eigentlich reichen. Aber eng wird es trotzdem.
Werder will diesen eigenen Stallgeruch und daher ist ein VS erst einmal in Sicherheit.
 
...Werder will diesen eigenen Stallgeruch und daher ist ein VS erst einmal in Sicherheit.

Stallgeruch sicher nicht zum Selbstzweck, sondern weil es gute Erfahrungen damit gibt, in der gesamten Bundesliga.

Ein Trainer mit Stallgeruch (oft werden Co-Trainer zu neue Chefcoachs befördert) kennt die Bedingungen im Verein, passt häufig genau zu Philosophie und erzeugt häufig deutlich weniger Reibungsverluste als ein neuer Trainer von außen.Zusätzliche Reibungsverluste können sich oft gerade die Vereine, die während der Saison in höchster Not reagieren, überhaupt nicht leisten.

Die oben aufgeworfene Frage nach dem aktuellen Erfolg bei Hertha BSC unter Dardai hat imho genau mit diesem Phänomen zu tun.

Das alles genießt selbstverständlich keine Allgemeingültigkeit. Auch "fremde" Trainer können erfolgreich sein, brauchen aber entweder einen längeren Vorlauf oder sind mit ihren "Retter-qualitaten" und Erfahrungen wie bei einem Stevens rar gesät.

Ich denke, dass Skripnik derzeit bei uns zu Recht das Vertrauen genießt. Sollte es tatsächlich so kommen, wie von tsubasa weiter oben skizziert, würde auch er, wie sein Vorgänger, bei Werder nicht mehr zu halten sein. Trotz "Stallgeruchs".
 
wie im worum jemand geschrieben hat, ist der kader eben vorallem auf die schwarze 0 ausgelegt. damit muss skripnik arbeiten. deshalb wurden (zu) gut verdienende spieler wie hajrovic, elia, petersen, obraniak, makiadi abgegeben. der kader ist dünn und jeder ausfall wiegt schwer.

Gerade Hajrovic, Elia, Petersen, Obraniak und Makiadi sind ja nun Spieler, die nicht mal die Hälfte ihres Gehalts mit Leistung untermauert haben. Selbst wenn die umsonst spielen würden, hätten sie Werder nicht geholfen.

Aber richtig ist natürlich, dass der Kader zu schwach besetzt ist. Das liegt aber nicht an den genannten Abgängen. Die haben den Kader eher gestärkt und finanziell entlastet. Das Problem ist nur, dass nur in die eigene Jugend geschaut wurde, als es um die Besetzung der Positionen ging (di Santo / Selke-Ersatz mal ausgenommen).
 
Ich habe nicht die genannten Trainer als Alternativen für Werder genannt. Ich habe nur gefragt bzw. in den Raum gestellt, wieso Skripnik die ausreichende Qualität für die Bundesliga hat, wenn die genannten es - zumindest derzeit - nicht haben.

Dein Gedankenfehler ist der, dass du annimmst, dass diese Trainer entlassen wurden, weil sie nicht die ausreichende Qualität für die BL haben. Das ist mMn falsch. Vielmehr wurden sie entlassen, weil es zum jetzigen Zeitpunkt mit der jeweiligen Mannschaft im jeweiligen Verein nicht (mehr) passte. Es gibt ja nun genügend Beispiele für Trainer, die bei einem oder mehreren Bundesligisten entlassen wurden und danach mit einem anderen Verein große Erfolge feierten. Denen fehlte bei ihrer Entlassung ganz bestimmt nicht die Qualität für die Bundesliga.

Insofern ist dein Ansatz, Skripnik mit den anderen Trainern direkt zu vergleichen mMn ganz einfach unzureichend, weil die sehr wichtigen Komponenten Umfeld und Mannschaft dabei gar nicht betrachtet werden.
 
Dein Gedankenfehler ist der, dass du annimmst, dass diese Trainer entlassen wurden, weil sie nicht die ausreichende Qualität für die BL haben. Das ist mMn falsch. Vielmehr wurden sie entlassen, weil es zum jetzigen Zeitpunkt mit der jeweiligen Mannschaft im jeweiligen Verein nicht (mehr) passte. Es gibt ja nun genügend Beispiele für Trainer, die bei einem oder mehreren Bundesligisten entlassen wurden und danach mit einem anderen Verein große Erfolge feierten. Denen fehlte bei ihrer Entlassung ganz bestimmt nicht die Qualität für die Bundesliga.

Insofern ist dein Ansatz, Skripnik mit den anderen Trainern direkt zu vergleichen mMn ganz einfach unzureichend, weil die sehr wichtigen Komponenten Umfeld und Mannschaft dabei gar nicht betrachtet werden.

na das ist doch mal wieder einer der besseren Beiträge hier! :bier:
entscheidend ist doch: passt der Trainer samt seiner Eigenarten zur Mannschaft oder nicht... passen die "meist zusammenspielenden" Schnittstellen in der Mannschaft zueinander oder nicht!? stimmen Timing, Laufwege/Laufzeitpunkte und Anspielpunkte?
 
Dein Gedankenfehler ist der, dass du annimmst, dass diese Trainer entlassen wurden, weil sie nicht die ausreichende Qualität für die BL haben. Das ist mMn falsch. Vielmehr wurden sie entlassen, weil es zum jetzigen Zeitpunkt mit der jeweiligen Mannschaft im jeweiligen Verein nicht (mehr) passte. Es gibt ja nun genügend Beispiele für Trainer, die bei einem oder mehreren Bundesligisten entlassen wurden und danach mit einem anderen Verein große Erfolge feierten. Denen fehlte bei ihrer Entlassung ganz bestimmt nicht die Qualität für die Bundesliga.

Ja und Nein. Es ist korrekt, daß man irgendwann an einem Punkt angelangt ist, daß es zwischen Club und Coach nicht (mehr) paßt, ohne daß dies den Automatismus beinhaltet, daß dieser Trainer bundesligauntauglich ist. Otto Rehhagel ist dafür ein besonders gutes Beispiel, denn vor seinem 2. Engagement bei Werder galt er in der Bundesliga zwar als guter Feuerwehrmann, aber keiner, der langfristig bei einem Club arbeiten könte (Werder usgenommen, weil die Werder-Führung nach der Rettung 1976 gerne mit ihm weiter gearbeitet hätte, doch man hatte bereits ab der Saison 76/77 einen Vertrag mit dem ehemaligen N111-Keeper Hans Tilkowski unterschrieben). Manchmal muß ein Trainer auch das (wenn man es so nennen kann) das Glück haben, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein bzw. wie im Falle von Rehhagel + Werder , wo eine Club-Führung die (verborgenen) Qualitäten eines Coaches erkannte.

Andererseits gab und gibt es eine Reihe von Buli-Trainern, die ihren Ruf als Feuerwehrmann in ihrer (bisherigen) Vita nicht losgeworden sind, weil aus welchen Gründen immer noch dem Zwischenhoch irgendwann wieder ein Absacken in die Tabellenregionen folgte, in denen sie einst den Verein übernommen haben. Dies nur oder überwiegend an der nicht (mehr) vorhandenen Kompatibilität zwischen Coach und Club festzumachen, erscheint unter diesem Aspekt zu pauschal, denn wie jeder andere Beruftätige auch hat ein Trainer seine Stärken und Schwächen, so daß so mancher Coach sein Stärken wohl eher in einer kurzfristigen Rettung als in einer langfristigen, nachhaltigen Arbeit hat.


Insofern ist dein Ansatz, Skripnik mit den anderen Trainern direkt zu vergleichen mMn ganz einfach unzureichend, weil die sehr wichtigen Komponenten Umfeld und Mannschaft dabei gar nicht betrachtet werden.
:tnx:
 
Stallgeruch sicher nicht zum Selbstzweck, sondern weil es gute Erfahrungen damit gibt, in der gesamten Bundesliga.

Ein Trainer mit Stallgeruch (oft werden Co-Trainer zu neue Chefcoachs befördert) kennt die Bedingungen im Verein, passt häufig genau zu Philosophie und erzeugt häufig deutlich weniger Reibungsverluste als ein neuer Trainer von außen.Zusätzliche Reibungsverluste können sich oft gerade die Vereine, die während der Saison in höchster Not reagieren, überhaupt nicht leisten.

Die oben aufgeworfene Frage nach dem aktuellen Erfolg bei Hertha BSC unter Dardai hat imho genau mit diesem Phänomen zu tun.

Das alles genießt selbstverständlich keine Allgemeingültigkeit. Auch "fremde" Trainer können erfolgreich sein, brauchen aber entweder einen längeren Vorlauf oder sind mit ihren "Retter-qualitaten" und Erfahrungen wie bei einem Stevens rar gesät.

Kurzfristig betrachtet richtig, denn aus v.g. Gründen kann Stallgeruch ein immenser Vorteil, wenn nicht sogar das entscheidende Zünglein ander der Waage sein.

Mittel- bis langfristig relativiert sich dieser Vorteil jedoch mit der Zeit: der externe Coach und der Club haben sich mittlerweile miteinander gewöhnt, der interne Coach steht vor immer mehr Herausforderungen, die sich mit dem Stallgeruch nicht leichter/besser lösen lassen. So ist es auch nicht verwunderlich, daß der Stallgeruch auch nicht die Fehler verhindern bzw. Gegebenheiten verbessern konnte, die - um mal nur in diesem Jahrzehnt zu bleiben - die vorzeitigen Trennungen z. B. von Keller und Schneider (beide Stuttgart), Frontzeck (Mönchengladbach), Slomka (Hannover), Hyypiä (Leverkusen), Stevens (Schalke) oder Zinnbauer (HSV) zur Folge hatten.
 
das sehe ich nach wie vor anders und die statistik auch. da kommen wir aber wohl nicht auf einen nenner.
was aber eben wirklich fakt ist: skripnik stand mit der mannschaft noch nie so schlecht da wie dutt bei seiner entlassung (letzter bei 4 punkten aus 9 spielen). deshalb wurde skripnik nicht entlassen, dutt aber schon. as simple as that. auch nach 4 punkten nach 8 spielen war dutt nicht entlassen und hätte lediglich einen sieg oder einen punkt gegen köln gebraucht um weiter arbeiten zu dürfen. skripnik schafft es hingegen in dieser saison stets den für ihn rettenden sieg zu "liefern". wenn er ebenfalls auf 0,44 punkte pro spiel diese saison abrutscht und letzter ist, gehen auch für ihn die lichter aus. jede wette.

die taktische umstellung zur halbzeit gegen wolfsburg war übrigens wirklich der größte humbug den skripnik je fabriziert hat. ab da war das debakel vorprogrammiert. keine ahnung was der gedankengang war.

Kommt drauf an welche Statistik... bei Chancen zu zugelassenen Chancen ist Skripnik leider bereits schlechter als Dutt während der berühmten 9 Spiele. Dutt mit 4 Punkten aus 9 Spielen hat ca ~ -1,7 Chancen pro Spiel. Skripnik diese Saison hat ~ -1,9
 
Kurzfristig betrachtet richtig, denn aus v.g. Gründen kann Stallgeruch ein immenser Vorteil, wenn nicht sogar das entscheidende Zünglein ander der Waage sein.

Mittel- bis langfristig relativiert sich dieser Vorteil jedoch mit der Zeit: der externe Coach und der Club haben sich mittlerweile miteinander gewöhnt, der interne Coach steht vor immer mehr Herausforderungen, die sich mit dem Stallgeruch nicht leichter/besser lösen lassen. So ist es auch nicht verwunderlich, daß der Stallgeruch auch nicht die Fehler verhindern bzw. Gegebenheiten verbessern konnte, die - um mal nur in diesem Jahrzehnt zu bleiben - die vorzeitigen Trennungen z. B. von Keller und Schneider (beide Stuttgart), Frontzeck (Mönchengladbach), Slomka (Hannover), Hyypiä (Leverkusen), Stevens (Schalke) oder Zinnbauer (HSV) zur Folge hatten.

Bei mittel- bis langfristigem Verbleib beim gleichen Verein erwirbt irgendwann quasi jeder Trainer diesen "Stallgeruch"!
 
oder auch kulant ausgedrückt : Ins 2. Glied rücken.
Er wird das Derby verlieren, In Stuttgardt auch und sollte er dann noch
da sein wenn DFB-Pokal ist in Gladbach dann geht er spätestens danach.
Wetten?
Ändert aber nix an der Qualität der Spieler.
Werder Bremen sollte als verantwortungsbewußter Verein die Abteilung
Profifußball "outsourcen".
Besser ist das..................:unfassbar::unfassbar::unfassbar:
 
Kommt drauf an welche Statistik... bei Chancen zu zugelassenen Chancen ist Skripnik leider bereits schlechter als Dutt während der berühmten 9 Spiele. Dutt mit 4 Punkten aus 9 Spielen hat ca ~ -1,7 Chancen pro Spiel. Skripnik diese Saison hat ~ -1,9

das hatten wir doch schon. der kicker behauptet eben was ganz anderes. nämlich, dass unter skripnik sowohl weniger chancen zugelassen, als auch mehr erspielt werden. und der kicker ist ziemlich akkurat beim chancenverhältnis. aber lassen wir das diesmal.
 
Halten wir nach 14 Spieltagen mal fest:

1. Werder hat 13 geschossene Tore, nur 2 Mannschaften haben weniger!
Angesichts dieser Statistik muss man sich andere Parameter suchen wie bspw. Anzahl der Chancen oder sowas.

2. Werder hat 25 Gegentore, nur 1 Mannschaft hat mehr! Somit auch die zweitschlechteste Tordifferenz

3. Der Kader wurde in 2 Transferperioden auf das Trainerteam ausgerichtet. VS und Co. hatten 1 Wintervorbereitung und eine Sommervorbereitung Zeit.

Fortschritt: Fehlanzeige
System tendiert wieder hin zu dem wie es auch Dutt praktiziert hat. Defensiv stabil stehen und dann über n Konter oder so mal ein paar Punkte holen. Nur mit dem Unterschied, dass Dutt nicht so n Dampfplauderer wie Testosteron-Männer Skripnik.

Quelle: Kicker
Alle anderen die mehr sehen möchten dies glaub ich mehr als das es der Realität entspricht.
 
Back
Top