Gesamtsituation der Mannschaft

@ syker1983

Sehe ich sehr ähnlich. Hinzu kommt, daß zur gezielten Förderungen von Talente zwei Dinge unbedingt erforderlich sind: 1. eine sportlich einigermaßen gut funktionierende Mannschaft und 2. Leitwölfe, die den jungen Talenten moralischen Halt bieten. Beides ist bei Werder seit Jahren leider nur unzureichend vorhanden, denn sportlich (spielerisch) läuft es hier bestenfalls mäßig und funktionierende Leitwölfe sucht man auch vergebens - denn die Routiniers, die wir haben, durchleben eine Formkrise (Juno), hatten Trainingsrückstand (Piza) und schwächen durch Frustaktionen bedingten Sperren (Bargi gegen Ingolstadt, Fritz bei den Radkappen) eine ohnehin schwache Mannschaft zusätzlich.
 
Die Kreiszeitung bringt es auf den Punkt:

Was war der Hauptgrund für die hohe Niederlage?
Eindeutig die mangelnde Einstellung. „Die Art und Weise der Niederlage war extrem enttäuschend. Ich hatte schon nach fünf Minuten das Gefühl, dass hier nichts geht“, gestand Sportchef Thomas Eichin gestern. Das sagt schon einiges. „Es hat überhaupt nichts funktioniert“, klagte Trainer Viktor Skripnik. Werder leistete – vor allem in der zweiten Halbzeit – nicht den Hauch von Gegenwehr und ließ die Wolfsburger nach Herzenslust aufspielen. „Wir waren ab der ersten Sekunde viel zu lasch – und die Wolfsburger waren dann richtig im Flow“, meinte Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic.
Wie alarmierend ist die Wolfsburg-Klatsche?
Ziemlich. Die Zeiten, in denen die Bremer geradezu auseinanderfielen, schienen eigentlich vorbei zu sein. Früher, unter den Trainern Thomas Schaaf und dann Robin Dutt, gab es einige Spiele, wo man das Unheil nach einem Rückstand schon kommen sah – und es dann deftige Pleiten setzte. Nun hat es auch Viktor Skripnik in dieser krassen Form erlebt. Das Besorgniserregende: Die Spieler können (oder wollen?) keine plausiblen Erklärungen für den Rückfall in alte Zeiten liefern. Sie flüchten sich in Phrasen und hoffen nur, dass es „ein einmaliges Erlebnis war“, wie Junuzovic sagte.
Traurig aber wahr. :mad:


Wie reagiert der Trainer?
Mit Verweisen auf seiner Meinung nach noch schwächere Auftritte („Gegen Leverkusen war es schlimmer“) – und mit merkwürdigen Worten.
[..] „Wir haben eine richtige Klatsche gekriegt. Sonst haben wir zu diesem Zeitpunkt schon fünf gekriegt. Deshalb bin ich stolz auf meine Jungs“, sagte Viktor Skripnik. Damit wollte er wohl vor allem sein Team in Schutz nehmen. Nach einem 0:6 [...]klingen solche Sätze jedoch seltsam [...]
Welchen Kurs fährt der Sportchef?
[...] Eichins öffentliche Marschroute: Hochziehen statt runterputzen. „Es hilft nichts, jetzt in Selbstzweifel zu verfallen. Die Mannschaft hat oft genug bewiesen, dass sie eine Reaktion zeigen kann. Und wir haben auch kein Qualitätsproblem.“
Die Außendarstellung läßt ebenfalls viele Wünsche/Erwartungen offen. Es ist wenig konstruktiv, wenn Trainer und Sportdirektor eine junge Mannschaft öffentlich "runterputzen", aber solche Äußerungen können auch zu der Interpretation, daß die sportliche Leitung in ihrer Kommuikation mit der Mannschaft das nötige Maß an Leistungsforderung vermissen läßt (auch wenn es in den interen Gesprächen - hoffentlich - anders aussieht), denn es geht um nicht weniger als die sportliche und wirtschaftliche Existenz von Werder Bremen. Denn wenn eine Mannschaft mit erheblichen spielerischen Defiziten, wo immer dieses auch herkommen und so erklärbar sie auch sein mögen, nicht in der Lage oder gar willens ist, dieses Defizit mit voller Konzentration, Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft einigermaßen zu kompensieren, dann hat Werder Bremen sehr wohl ein Qualitätsproblem.
 
Die Außendarstellung läßt ebenfalls viele Wünsche/Erwartungen offen. Es ist wenig konstruktiv, wenn Trainer und Sportdirektor eine junge Mannschaft öffentlich "runterputzen", aber solche Äußerungen können auch zu der Interpretation, daß die sportliche Leitung in ihrer Kommuikation mit der Mannschaft das nötige Maß an Leistungsforderung vermissen läßt (auch wenn es in den interen Gesprächen - hoffentlich - anders aussieht), denn es geht um nicht weniger als die sportliche und wirtschaftliche Existenz von Werder Bremen. Denn wenn eine Mannschaft mit erheblichen spielerischen Defiziten, wo immer dieses auch herkommen und so erklärbar sie auch sein mögen, nicht in der Lage oder gar willens ist, dieses Defizit mit voller Konzentration, Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft einigermaßen zu kompensieren, dann hat Werder Bremen sehr wohl ein Qualitätsproblem.

Natürlich hat Werder ein Qualitätsproblem, gerade in direkten Vergleichen mit Topteams.

Den Grund für diese und andere Aussagen sowie für die getroffenen Maßnahmen lieferte Eichin aber ebenfalls mit:

"Ich habe hier auch eine Schutzfunktion."
 
Werder wird am Wochenende gegen den HSV gewinnen! Fertig. Davon bin ich zu 100% überzeugt. Hamburg hat schon immer gegen Dortmund gut ausgesehen und Werder will und wird sich gegen den HSV rehabilitieren. Dir grundsätzlichen Probleme bleiben zwar, aber wenn wir wie gegen Gladbach kämpfen sieht der HSV kein Land. Bis zur Winterpause holen wir noch mindestens 5 Punkte.
 
Ich bin überzeugt davon, dass diese Mannschaft, wenn nicht über das Spielerische, dann doch über den Kampf (zum Spielerischen) einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen kann. Was mich aber so unglaublich an dieser Mannschaft ärgert (was hier schon zur Genüge erwähnt wurde, aber ich will es auch noch mal sagen), ist, dass der Wille dazu fehlt. Gerade heute wurde mir wieder gesagt, wenn man etwas unbedingt will, dann kann man es auch schaffen. Nun gilt das in Deutschland vielleicht nicht für den Meistertitel oder die Champions League und wenn man wirklich ALLES gibt und dann verliert, bin ich stolz auf die Mannschaft, aber nicht, so wie Skrippo, wenn am 13. Spieltag die erste Klatsche kommt. Ja, bravo, Werder. Bis zum 21. November habt ihr euch Zeit mit der ersten richtigen Klatsche gelassen, die Saison begann schon am 15. August! Das ist doch ein Erfolg!
So was regt mich maßlos auf. Und ich finde, die netten, lieben, ruhigen Zeiten, wenn man von Trainer und Sportdirektor verhätschelt wird und die Fans extra 30 Minuten länger im Stadion bleiben und für die Mannschaft singen, sind für die Werder-Profis jetzt endgültig vorbei. Jetzt MUSS endgültig guter Wille und gute Leistung her! Wenn bis zur Winterpause nicht mindestens sechs Punkte geholt werden, sieht es gar nicht gut aus, überhaupt nicht gut. Ich will unbedingt, dass wir möglichst viele Punkte holen. Dann muss die Mannschaft das auch wollen können.
 
Und wenn nicht?

Und selbst wenn: ein etwaiger Sieg gegen den HSV (auch wenn er Balsam auf die geschundene Werder-Fan-Seele wäre) allein reicht nicht, schon gar nicht, wenn man am darauffolgenden Spieltag beim ABsteigskonkurrenten Stuttgart mal wieder verliert.
Wie sagte Hitzfeld seinerzeit schon: Fußball ist Mathematik! :D

Wir haben gegen Augsburg 2:0 gewonnen - Augsburg hat die Cannstatter 1:0 abgelascht - folglich werden wir den Schwaben lupenreines Deutsch beibringen und zwar exakt mit 3:0 ! :D :bier:
 
:ugly:

Sorry...nicht mein Tag heute... :(

Ähm echt???
Dachte, hätte 1:0 gelesen.
Öh *hust* war am Weekend im Ausland :D

Boah, das war ja dann der Jackpot für die Schaben :lol::lol::lol:

Mmmmh ich sollte dann übernächste Woche vielleicht doch einmal wieder im Daimlerle Stadionle vorbeischaunle... :grinsen:
 
Ich erwarte von Skripnik und Frings, dass sie nach diesem Spiel mal das Zuckerbrot beiseite legen und die Peitsche auspacken. Von einigen Spielern war das gestern echt Unterirdisch. Ich will der Mannschaft jetzt kein Kollektivversagen vorwerfen, eine Kette ist halt auch nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Es würde mich aber nicht wundern, wenn ein oder zwei Stammspieler nächste Woche erstmal auf der Bank sitzen.

Sorry, dass ich jetzt erst antworte (hab am WE besseres zu tun;))

Aber ich glaub nicht dran.
Hat VS nicht gesagt, dass das 0:6 gar nicht so schlimm ist?

Edit: Es ist immer noch zu einfach gg. Werder Tore zu schießen. Wieso hat Wolfsburg gefühlt jeden Kopfball im Werder-Strafraum gewonnen?
 
Edit: Es ist immer noch zu einfach gg. Werder Tore zu schießen. Wieso hat Wolfsburg gefühlt jeden Kopfball im Werder-Strafraum gewonnen?

Galvez und Vestergaard sind einfach zu klein :ugly:

Scherz beiseite: VS hat doch gar keine Alternative zu den Leuten, die gegen Wolfsburg auf dem Platz standen.

Er muss denen nur deutlich machen, dass die gefälligst etwas gut zu machen haben. Und zwar richtig!
Dazu kommt, dass es gegen den HSV geht. Da zählt eh nur ein Sieg.

Wenn die Vorstellung gegen einen ähnlich starken Gegner so blutleer wie gegen Wolfsburg wird, dann muss man leider die Einstellung der Fußballer hinterfragen. Kann ja nicht sein, dass ein Trainer einen Profi daran erinnern muss, dass er bitte kämpfen soll.

Und da hoffe ich im Moment das es gegen Wolfsburg nur ein krasser Ausrutscher war.
 
Sorry, dass ich jetzt erst antworte (hab am WE besseres zu tun;))

Aber ich glaub nicht dran.
Hat VS nicht gesagt, dass das 0:6 gar nicht so schlimm ist?

Edit: Es ist immer noch zu einfach gg. Werder Tore zu schießen. Wieso hat Wolfsburg gefühlt jeden Kopfball im Werder-Strafraum gewonnen?

Wieso wurde den Gegenspielern auf den Außen immer nur Geleitschutz gegeben, statt einfach mal dazwischen zu gehen? Da kamen immer wieder auf's Neue gefährliche Flanken...
 
erstmal abwarten wen dutt nun aus dem hut zaubert. doll wäre zu haben. jahrgangsbeste stehen bei ihm doch hoch im kurs.
 
Er übernimmt selbst! So ein Schreibtischjob ist nichts für ihn. Sein Platz ist einfach am Spielfeldrand.:wink:
 
Solange Dutt in Stuttgart mitzureden hat, muss man sich zumindest nur darum sorgen, welche Mannschaften zudem noch schlechter sind als Werder....:D
 
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