Zitat von neuegrünewelle;3186516:PS: Mit 28 habe ich mir darüber auch keinen Kopf gemacht. :bier:
Obwohl deutlich älter als 28 mache ich mir über die staatliche Rente auch keinen Kopf, weil ich glaube, dass das jetzige System auf Dauer nicht finanziert werden kann - ganz unabhängig von den aus meiner Sicht zwingend erforderlichen Korrekturen, die vorgenommen worden sind (Rente mit 67, Abschlagsregelungen etc.). Es gibt zwar aktuell wenig Arbeitslose, aber zugleich viele Beschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen oder mit Mindestlohn, die entsprechend wenig einzahlen, und ich glaube, dass sich ihre Anzahl noch steigern wird. Somit fehlt mir die Phantasie, wie langfristig soviel in die Rentenkassen eingezahlt werden kann wie gebraucht wird, um das jetzige System beizubehalten.
Ich gehe somit davon aus, dass es, wenn ich ins Rentenalter komme (ob das dann mit 63, 67 oder was auch immer sein wird) nur noch eine staatliche Grundsicherung gibt. Wer es sich leisten kann, privat vorzusorgen, hat Glück gehabt, alle anderen werden im Alter (erhebliche) finanzielle Schwierigkeiten bekommen. Die jährlichen Bescheide über meine zu erwartende Rente hefte ich daher ungelesen ab....
EDIT: Die Gefahr eines Rechtsrucks in der Gesellschaft, die neuegrünewelle beschrieben hat, sehe ich auch. Die rechten Parteien nutzen die Ängste, die viele Menschen - um es ganz klar zu sagen, ich nicht! - haben in Sachen Überfremdung, "Flüchtlinge etc. nehmen uns etwas weg" usw. für ihre Zwecke aus und werden damit aus meiner Sicht Erfolg haben, wenn nicht sehr bald in der Realität deutlich wird, dass solche Ängste unberechtigt sind. Und um deutlich zu machen, dass die Regierung die Lage im Griff hat, reicht es eben nicht aus, zu sagen "Wir schaffen das schon", sondern es muss sichtbar werden, WIE es geschafft werden soll. Und genau das WIE erkenne ich noch nicht.
lebenslang in ein sicheres Berufsverhältnis gebettet.