Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Stellen wir uns vor unser Trainer könnte zaubern und er versucht es mit einer Doppelsechs. Einer von Beiden offensiv, einer defensiv. Die Außenverteidiger nicht so hoch, damit die Innenverteidiger
bei gegnerischem Ballbesitz nicht die gesamte Breite des Spielfeldes verteidigen müssen. Die Mittelfeldspieler auf den Flügeln würden auch defensiv so viel leisten, wie sie es offensiv tun, um
die Außenverteidiger zu unterstützen. Ein Stürmer als hängende Spitze, um das Mittelfeld zu stärken.
Geht leider alles nicht. Ist kein 4-4-2 mit Raute. Schade.
 
Also das sich die Mannschaft nach dem 0:3 nicht mehr aufbäumen konnte, kann ich ihr jetzt nicht vorwerfen [...]

Natürlich nicht, aber zu dem Zeitpunkt war das Kind auch schon längst in den Brunnen gefallen. Das Aufbäumen hatte nach dem 0:1 kommen müssen, aber bei den lausigen Paß- und Zweikampfquoten hat die Truppe wohl scheinbar selbst nicht mehr an sich geglaubt.
 
Natürlich nicht, aber zu dem Zeitpunkt war das Kind auch schon längst in den Brunnen gefallen. Das Aufbäumen hatte nach dem 0:1 kommen müssen, aber bei den lausigen Paß- und Zweikampfquoten hat die Truppe wohl scheinbar selbst nicht mehr an sich geglaubt.

Das Aufbäumen nach dem 0:1 kam ja. Zusammengebrochen ist die Mannschaft erst in der Druckphase die dann zum Freistoß und 0:2 führte.

Sie ist vielmehr am eigenen Unvermögen gescheitert, weil die Lauf- und Passwege nicht stimmten und nicht konsequent in die Zweikämpfe gegangen sind bis auf Ausnahmen. Die Statistiken zum Spiel bestätigen das auch.
Es gab Missverständnisse in einer Tour, so überdreht und engagiert sie auch in der ersten Halbzeit agierten, es wollte alles nicht so wirklich ineinander passen. Pässe über 5 Meter gingen in die Beine des Gegenspielers. Bezeichnend auch ein Versuch von Juno Claudio zu schicken, welcher innen am Verteidiger vorbeilief und der Pass aussen vorbei, ergo verpufft.
Sinnbildlich für die zweite Halbzeit dann die Szene in der Santi von 3 Leverkusener El-Rondo-mäßig ausgespielt wurde bis dieser verzweifelt die Arme hochriss und sich umdrehte, weil ihn auch niemand unterstützte. Die hätten durchaus auch höher gewinnen können mit etwas mehr Glück im Abschluss. Und einen hat Santi noch von der Linie gekratzt. Das hätte auch 0:6 oder so ausgehen können.
 
Von der Heranführung der Jungendspieler ans Profiteam hat man sich einen leichteren Übergang, eine höhere Durchlässigkeit versprochen. Dieses Vorhaben scheint vorerst gescheitert zu sein, weil viele der Talente eine Nichtberücksichtigung in den 18er Profi-Kader eher als Strafe interpretiert haben denn eine Berücksichtigung als Belohnung/Chance. Auf diese Erkenntnis hat man reagiert und den Fokus der Talente wieder eher auf das Nachwuchsteam gelenkt. Die U23 hat seit dem 2 Remis und eine Niederlage zu verzeichnen. Sie zeigt sich aber längst nicht mehr so chancenlos wie z.B. im Spiel gegen Großaspach. Ich rechne damit, dass sich die Leistungen der U23 zeitnah weiter kontinuierlich verbessern werden und dann der ein oder andere immer mal wieder für den Profikader berücksichtigt wird.

Das Ganze hat nur einen Haken: der Bundesligakader ist so dünn besetzt, dass (wie gestern) beim Ausfall von mehreren Spielen ganz automatisch mehrere Nachwuchsspieler nachrücken - ganz unabhängig davon, ob sie es sich durch Leistung verdient haben oder nicht. Insgesamt ist der Kader mMn zu dünn besetzt, um wirklich einen leistungsmäßigen Konkurrenzkampf aufbauen zu können.
 
Leute, warum die u23 Spieler zurückgestellt wurden, wurde doch schon mehrfach benannt.
A) weil sich manche für "zu gut für die dritte Liga" sahen und B) der zweiten mannschaft in der dritten Liga das selbe drohte wie der Profimannschaft, da man ihr die Leistungsträger wegnahm und diese wieder stabilisieren wollte.

(...)

Diese Begründungen sind doch Schwachsinn. Bzw. widersprechen dem eigentlich Konzept. Zumindest jenem, welches ich meine gehört zu haben.

Ich weiss nicht, was mit unserem Nachwuchs los ist. Ob sich da wirklich einige für hochgeboren halten. Aber auch die charakterliche Bewertung sollte durch die sportliche Leitung erfolgen und man sollte dann entscheiden, ob hier ein Spieler eine mögliche Zukunft hat oder nicht.
Und ob nun die Zwote sportlich wieder absteigt oder nicht ist völlig wumpe, wenn die Erste abschmiert, denn dann muss die Zweite automatisch runter.

Der Fokus muss also auf dem Bundesligateam liegen.

Und da kommen wir dann ganz schnell zu einem Problem, welches bei Werder über allem schwebt: Man hat kein klares Konzept!

Soll Werder nun ein reiner Ausbildungsverein sein, daber aber immer Gefahr läuft Leistungsträger nicht ersetzen zu können und damit in chronischer Abstiegsgefahr schwebt?

Soll Werder ein Mittelklasseteam sein, welches regelmäßig um die EL-Plätze mitspielt?

Soll Werder wieder soweit aufgebaut werden, dass man mittel- bis langfristig wieder in die Ligaspitze vordingt?

Beim ersten muss du das Konzept dann konsequent durchziehen. Heißt die Jugendspieler bekommen ihre Einsatzzeiten, auch in dem wissen, dass das eben durchaus nach hinten losgehen kann. Wobei das ja - an den Einsatzzeiten die Luki bekommt - dem Trainer ziemlich egal zu sein scheint, ob ein Spieler dicke Böcke produziert so lange er das zeigt was er kann. Auch wenn es noch so wenig ist.

Für die letzten beiden Konzepte braucht man Geld. Man muss sich da deutlich anders aufstellen als es heute der Fall ist. Und ich glaube wir kommen mit den derzeitigen infrastrukturellen Bedingungen und vom Umfeld her nicht dorthin.

Wir bewegen uns irgendwo zwischen allem, ohne zu wissen, wo wir eigentlich hin wollen. Mir erscheint das alles so konfus. Und da wundert es mich dann auch nicht, wenn das Team, jeder einzelne Spieler nicht weiss, was nun genau zählt. Die Bauern haben diese "Mia san mia"-Mentalität und jeder weiss bei den Bauern, dass nur die Titel zählen.
Werder braucht endlich wieder ein Kozept und muss dieses Konzept als Mentalität im Klub verankern. Dann wissen auch die Spieler genau was erwartet wird und wer diesen Erwartungen nicht gerecht wird, den kann man gnadenlos aussortieren.
Dieses Geblubber von wegen wir wollen auf die Jugend setzen, dann aber doch nicht, weil sie noch nicht weit genug sind, weil man ja mit dem Abstieg nichts zu tun haben will, vielleicht ja auch an der EL schnuppern möchte, aber vielleicht noch nicht, weil es ja zur früh käme, ist ein totales Durcheinander ohne jegliche Zielvorstellung.
Hinzu kommen dann die finanziellen Zwänge.

Im Grunde setzt sich das sportlich die Konzeptlosigkeit fort, die man auch bei dem (Rück-)Umbau des Weserstadions an den Tag gelegt hat. Das nicht Fisch und nicht Fleisch!

Kann man den Trainer dafür verantwortlich machen? Sicher nicht allein, aber es setzt sich eben auch bei ihm die Konzeptlosigkeit auf dem Platz fort. Was will er mit dieser Mannschaft erreichen. Welches Vision von Fussball hat er? Kann er diese mit dem vorhandenen Spielermaterial (schon) umsetzen oder müssen vielleicht mehrere Pläne her.
VS wirkte gestern ratlos und niedergeschlagen. Und genau das macht mir doch deutlich Angst. Vor allem wenn jetzt Darmstadt auch noch einen Punkt aus Dortmund mitnimmt, dann muss man sich wirklich fragen, wie wir genug Punkte holen sollen, um diese Teams am Ende hinter uns zu halten.


Edit:

Das Ganze hat nur einen Haken: der Bundesligakader ist so dünn besetzt, dass (wie gestern) beim Ausfall von mehreren Spielen ganz automatisch mehrere Nachwuchsspieler nachrücken - ganz unabhängig davon, ob sie es sich durch Leistung verdient haben oder nicht. Insgesamt ist der Kader mMn zu dünn besetzt, um wirklich einen leistungsmäßigen Konkurrenzkampf aufbauen zu können.

Aber daran hat doch der Trainer auch seinen Anteil. Er hat beispielsweise mit Caldi einen Spieler aussortiert, der in meinen Augen für uns hätte wichtig werden können, aussortiert. Gleichzeitig waren ihm eben die Nachwuchsleute sehr wichtig und sah sie eben nah am Team. Ihm fehlt es da selbst an Üblick und Konzept. Aber er steht da in meinen Augen eben nicht allein.
 
VS hat kein Konzept, warum spielen Kroos, Öztunali und Lukimja? Warum Raute? Für Lukimja bitte Galvez, für die anderen beiden gibt's genug Spieler die bessere Leistungen bringen. Aus den nächsten 4 Spielen wenn es gut läuft 2 Punkte. Dieser Abstiegskampf wird härter wie letzte Saison!
 
Aber daran hat doch der Trainer auch seinen Anteil. Er hat beispielsweise mit Caldi einen Spieler aussortiert, der in meinen Augen für uns hätte wichtig werden können, aussortiert.

Das Fettgedruckte habe ich bei seiner Verpflichtung auch gedacht, schließlich war er zu diesem Zeitpunkt Kapitän und Abwehrchef der italienischen U21, so daß er die Hoffnung auf etwas Stabilität in der Defensive nährte. Diese hat er in seinen knapp 50 Buli-Spielen leider nur zu selten geben können. Wurde Caldi von RD über- oder von VS unterschätzt?
 
Das Fettgedruckte habe ich bei seiner Verpflichtung auch gedacht, schließlich war er zu diesem Zeitpunkt Kapitän und Abwehrchef der italienischen U21, so daß er die Hoffnung auf etwas Stabilität in der Defensive nährte. Diese hat er in seinen knapp 50 Buli-Spielen leider nur zu selten geben können. Wurde Caldi von RD über- oder von VS unterschätzt?

nicht jeder abwehrspieler passt in jedes system
 
VS hat kein Konzept, warum spielen Kroos, Öztunali und Lukimja? Warum Raute? Für Lukimja bitte Galvez, für die anderen beiden gibt's genug Spieler die bessere Leistungen bringen. Aus den nächsten 4 Spielen wenn es gut läuft 2 Punkte. Dieser Abstiegskampf wird härter wie letzte Saison!

Kroos und Öztunali spielen, weil zwei gesetzte Spieler sich völlig sinnlos vom Platz stellen lassen.
 
Das Ganze hat nur einen Haken: der Bundesligakader ist so dünn besetzt, dass (wie gestern) beim Ausfall von mehreren Spielen ganz automatisch mehrere Nachwuchsspieler nachrücken - ganz unabhängig davon, ob sie es sich durch Leistung verdient haben oder nicht. Insgesamt ist der Kader mMn zu dünn besetzt, um wirklich einen leistungsmäßigen Konkurrenzkampf aufbauen zu können.

:tnx:

Das ist das Hauptproblem. Und das kann man Skripnik imho nicht in die Schuhe schieben.

Die Stammelf ist nicht so schlecht besetzt, dahinter kommt leider nicht viel Vergleichbares. Wir können nur hoffen, dass sich niemand langfristig verletzt.
 
Das Fettgedruckte habe ich bei seiner Verpflichtung auch gedacht, schließlich war er zu diesem Zeitpunkt Kapitän und Abwehrchef der italienischen U21, so daß er die Hoffnung auf etwas Stabilität in der Defensive nährte. Diese hat er in seinen knapp 50 Buli-Spielen leider nur zu selten geben können. Wurde Caldi von RD über- oder von VS unterschätzt?

Seine erste Saison war vor dem Hintergrund seines Alters, der Liga (Serie B) aus der er kam und er eben aus einem anderen Land kam, recht gut.
Dann kam die Verletzung und er fand nicht richtig zurück. Letztendlich bekam er unter VS überhaupt keine Chance mehr. Vor dem Hintergrund, dass Luki einen Bock nach dem anderen schießt, gänzlich unverständlich.
 
@ Felissilvestris

Sicherlich richtig, aber Luki hat, wie das Gros der Mannschaft auch, eine gute Vorbereitung gespielt, so daß er anfangs zurecht in der Startelf stand. Um so unverständlicher ist der Rückfall des Teams und somit auch von Luki in trübste Phasen der Ären TS und RD.
 
@ Felissilvestris

Sicherlich richtig, aber Luki hat, wie das Gros der Mannschaft auch, eine gute Vorbereitung gespielt, so daß er anfangs zurecht in der Startelf stand. Um so unverständlicher ist der Rückfall des Teams und somit auch von Luki in trübste Phasen der Ären TS und RD.

Sehe bei Luki keinen Rückfall. Er spielt genau das was er schon immer gespielt hat. Er ist, wenn er in den Zweikampf kommt, eine Wand und im Kopfball is er auch wuchtig. Passspiel und damit Spielaubau haben ihm nie gelegen. Seine Böcke hat er auch immer drin gehabt.
Also alles ganz normal.

Eggestein hat auch eine gute Vorbereitung gespielt und ist schnell aus dem Kader geflogen.
 
:tnx:

Das ist das Hauptproblem. Und das kann man Skripnik imho nicht in die Schuhe schieben.

Die Stammelf ist nicht so schlecht besetzt, dahinter kommt leider nicht viel Vergleichbares. Wir können nur hoffen, dass sich niemand langfristig verletzt.

Wieso? Erklärtes Ziel war doch den Nachwuchs in die Bundesliga zu bringen. Angeblich - so zumindest die sportliche Leitung - ist das genug Talent, um ausreichend Qualität herauszuholen.

Der Kader ist von der Quantität breit genug. Wenn überhaupt hat sich die gesamte sportliche Leitung in der Qualität getäuscht. Vielleicht bekommt man sie auch nicht raus.
 
Der kader ist einfach zu schwach. Die Talente auch nicht gerade Überflieger. Was man Eichin ankreiden muss, ist das er das Mittelfeld nicht verstärkt hat. Gestern war ich im Stadion und man hat gesehen, dass

1. es zu wenig kreativspieler gibt.

2. Die mannschaft taktisch zwei Klassen schlechter war als Leverkusen. Das Spiel ohne Ball war mangelhaft. Da muss Skripnik ansetzen.

Wenn er das nicht schafft, sollte ein neuer Trainer kommen. Wie wäre es mit Jens Keller?
 
Das ist das Hauptproblem. Und das kann man Skripnik imho nicht in die Schuhe schieben.

Man weiß zwar nicht, was intern wie diskutiert wurde, aber nach dem, was man von außen beurteilen kann, hat VS nicht gefordert, dass noch mehr Spieler geholt werden, sondern sich zusammen mit dem Rest der sportlichen Führung darauf verlassen, dass die Nachwuchsspieler von Anfang an eine bessere Rolle spielen, als sie das bisher getan haben.
 
Diese Begründungen sind doch Schwachsinn. Bzw. widersprechen dem eigentlich Konzept. Zumindest jenem, welches ich meine gehört zu haben.


Die Rückversetzung hatte insbesondere pädagogosche und psychologische Gründe und waren deshalb auf keinen Fall Schwachsinn! ;)

Ich weiss nicht, was mit unserem Nachwuchs los ist. Ob sich da wirklich einige für hochgeboren halten. Aber auch die charakterliche Bewertung sollte durch die sportliche Leitung erfolgen und man sollte dann entscheiden, ob hier ein Spieler eine mögliche Zukunft hat oder nicht.

Wir können alle davon ausgehen, dass genau das auch erfolgt ist und dass gerade Skripnik, der diese Spieler fast ausnahmslos kennt, ganz gut einschätzen kann. Man sollte sich nicht, nach wenigen Spieltagen, von einer Momentaufnahme derart einseitig beeinducken lassen, als gäbe es keinerlei HOffnung mehr für unseren Nachwuschs.

Und ob nun die Zwote sportlich wieder absteigt oder nicht ist völlig wumpe, wenn die Erste abschmiert, denn dann muss die Zweite automatisch runter. Der Fokus muss also auf dem Bundesligateam liegen.

Mirist auch keine andere Schwerpunktsetzung bekannt.

Und da kommen wir dann ganz schnell zu einem Problem, welches bei Werder über allem schwebt: Man hat kein klares Konzept!

Soll Werder nun ein reiner Ausbildungsverein sein, daber aber immer Gefahr läuft Leistungsträger nicht ersetzen zu können und damit in chronischer Abstiegsgefahr schwebt?

Soll Werder ein Mittelklasseteam sein, welches regelmäßig um die EL-Plätze mitspielt?

Soll Werder wieder soweit aufgebaut werden, dass man mittel- bis langfristig wieder in die Ligaspitze vordingt?

Kurzfristig eindeutig Ersteres, mittel- und langfristig Mittleres, ganz sporadisch und zufällig auch gern mal Letzteres!

Beim ersten muss du das Konzept dann konsequent durchziehen. Heißt die Jugendspieler bekommen ihre Einsatzzeiten, auch in dem wissen, dass das eben durchaus nach hinten losgehen kann. Wobei das ja - an den Einsatzzeiten die Luki bekommt - dem Trainer ziemlich egal zu sein scheint, ob ein Spieler dicke Böcke produziert so lange er das zeigt was er kann. Auch wenn es noch so wenig ist.

Ich habe, glaube ich, auch von Dir selbst schon ganz andere Einschätzungen über Luki gelesen. Dass er defensiv gut steht, Zweikämpfe gewinnt, lediglich Probleme im Aufbauspiel habe. Derzeit scheint er, selbst mit Patzern, noch vor einem Galvesz zu stehen. Man hat imho an Galvez auch gesehen, warum. Über eines dürften wir uns aber ziemlich sicher sein: Sio ganz viele Böcke wird sich Luki auch bei Skripnik nicht mehr leisten können.

Für die letzten beiden Konzepte braucht man Geld. Man muss sich da deutlich anders aufstellen als es heute der Fall ist. Und ich glaube wir kommen mit den derzeitigen infrastrukturellen Bedingungen und vom Umfeld her nicht dorthin.

Ins Mittelfeld, ja, in die Spitze ganz sicher nicht!

Wir bewegen uns irgendwo zwischen allem, ohne zu wissen, wo wir eigentlich hin wollen.

Das wurde von den Verantwortlichen aber häufig relativ eindeutig formuliert: Sportlich ins gesicherte Mittelfeld,finanziell in den Bereich schwarzer Zahlen (schwarzer Nullen).


Das muss allerdings dann nicht unbedingt am "Sender" liegen!

Und da wundert es mich dann auch nicht, wenn das Team, jeder einzelne Spieler nicht weiss, was nun genau zählt. Die Bauern haben diese "Mia san mia"-Mentalität und jeder weiss bei den Bauern, dass nur die Titel zählen. Werder braucht endlich wieder ein Kozept und muss dieses Konzept als Mentalität im Klub verankern. Dann wissen auch die Spieler genau was erwartet wird und wer diesen Erwartungen nicht gerecht wird, den kann man gnadenlos aussortieren.

Werder hat seit Jahrzehnten auch ein Identität-stiftendes Konzept. Dazu zählt eben genau, Stars nicht zu kaufen, sondern sie selbst zu formen"! Das, was derzeit viele Beobachter vermissen lassen, ist die nötige Geduld bei der Umsetzung des Konzepts. Dass wir "Mia san mia" kopieren, und den Anspruch haben, alles zu gewinnen, kann nicht Dein Anspruch sein, oder?

Im Übrigen wundere ich mich bei der Lektüre gerade dieses Deines Beitrages schon sehr über die Stoßrichtung, warst Du dch seit Jahren einer derjenigen, der das Werder-Konzept, den "Werder-Weg", die Werder-Familie" mit am härtesten kritisiert hast. Der, und das möchte ich hier nur ganz nebenbei, aber doch ausdrücklich, erwähnen, einen Eichin hier überschwänglich lobt, obwohl gerade er als Geschäftsführer Sport für die Entwicklung, Implementierung und auch Umsetzung eines solchen von Dir vermissten Konzepts verantwortlich wäre. Was denn nun ????

Dieses Geblubber von wegen wir wollen auf die Jugend setzen, dann aber doch nicht, weil sie noch nicht weit genug sind, weil man ja mit dem Abstieg nichts zu tun haben will, vielleicht ja auch an der EL schnuppern möchte, aber vielleicht noch nicht, weil es ja zur früh käme, ist ein totales Durcheinander ohne jegliche Zielvorstellung.
Hinzu kommen dann die finanziellen Zwänge.

Dss Du die Aussagen "Geblubber" nennst, disqualifiziert Dich imho eigentlich für jede weitere Diskussion zum Thema. Es ist natürlich kein Geblubber, sondern, "Achtung", das Konzept! Und Du wirst es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erleben, dass der eine oder andere Jungspieler ins kalte Wasser geworfen wird. Eben, weil man ihm vertraut. Weiter unten sprichst Du es im Fall Caldirola selbst an. Irgendwie widersprüchlich, oder??

Im Grunde setzt sich das sportlich die Konzeptlosigkeit fort, die man auch bei dem (Rück-)Umbau des Weserstadions an den Tag gelegt hat. Das nicht Fisch und nicht Fleisch!

Zum Stadionausbau: Volle Zustimmung. :tnx: Zur sportlichen Planung muss man bei Dir offensichtlich ettwas mehr Weitblick und Geduld einfordern.

Kann man den Trainer dafür verantwortlich machen? Sicher nicht allein, aber es setzt sich eben auch bei ihm die Konzeptlosigkeit auf dem Platz fort. Was will er mit dieser Mannschaft erreichen. Welches Vision von Fussball hat er? Kann er diese mit dem vorhandenen Spielermaterial (schon) umsetzen oder müssen vielleicht mehrere Pläne her.

Letztendlich ist das Arbeiten mit jungen, unerfahrenen Spielern immer eine Lotterie, ein Vabanque-Spiel. Keiner kann vorher abschätzen, ob die Jungs die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen können. Skripnik traut es ihnen zu und setzt damit oben angesprochenes klare Konzept des Vereins um!!!!!

VS wirkte gestern ratlos und niedergeschlagen. Und genau das macht mir doch deutlich Angst. Vor allem wenn jetzt Darmstadt auch noch einen Punkt aus Dortmund mitnimmt, dann muss man sich wirklich fragen, wie wir genug Punkte holen sollen, um diese Teams am Ende hinter uns zu halten.

Wenn wir und Darmstadt mittelfristig so spielen wie zuletzt, ist das zu befürchten. Da wir aber alle wissen, dass Fußball schnellebig und dynamisch ist, kann es in 4 Wochen schon wieder ganz anders aussehen, in Bremen wie in Südhessen.

Edit:

Aber daran hat doch der Trainer auch seinen Anteil. Er hat beispielsweise mit Caldi einen Spieler aussortiert, der in meinen Augen für uns hätte wichtig werden können, aussortiert. Gleichzeitig waren ihm eben die Nachwuchsleute sehr wichtig und sah sie eben nah am Team. Ihm fehlt es da selbst an Üblick und Konzept. Aber er steht da in meinen Augen eben nicht allein.

Gerade in der Innenverteidigung sind wir allerdings nominell ganz gut besetzt. Vor der Saison kann man ja nur von der "nominellen" Situation ausgehen. Die Verleihe Caldirolas hatte henau den Zweck, dem sie derzeit folgt: Der Spieler sollte Spielpraxis auf möglichst hohem Niveau sammeln, sich selbst verbesssern, um später gestärkt zurückzukehren. Dieser Maßnahme steht eigentlich nichts entegen, solange sich die eigenen Akteure ähnlich gut entwickeln oder halten. Das ist bei Luki leider nicht der Fall, bei Galvez auch nicht.

Summa summarum: Das Konzept ging in den vergangenen 3 Spielen nicht auf. Es ist aber viel zu früh, es schon jetzt für gescheitert zu erklären.
 
Der kader ist einfach zu schwach. Die Talente auch nicht gerade Überflieger. Was man Eichin ankreiden muss, ist das er das Mittelfeld nicht verstärkt hat. Gestern war ich im Stadion und man hat gesehen, dass

1. es zu wenig kreativspieler gibt.

2. Die mannschaft taktisch zwei Klassen schlechter war als Leverkusen. Das Spiel ohne Ball war mangelhaft. Da muss Skripnik ansetzen.

Wenn er das nicht schafft, sollte ein neuer Trainer kommen. Wie wäre es mit Jens Keller?

wie soll er das mf verstärken? man hatte ja schon bei johannsson geknausert, die sparpolitik liegt sicher net an eichin
 
Man weiß zwar nicht, was intern wie diskutiert wurde, aber nach dem, was man von außen beurteilen kann, hat VS nicht gefordert, dass noch mehr Spieler geholt werden, sondern sich zusammen mit dem Rest der sportlichen Führung darauf verlassen, dass die Nachwuchsspieler von Anfang an eine bessere Rolle spielen, als sie das bisher getan haben.

:tnx:

Wir können angesichts seiner absolut loyalen Haltung, angesichts seiner unmittelbaren Vergangenheit als Nachwuchs-Coach und seiner menschlichen Attribute wie Bescheidenheit in der Tat davon ausgehen, dass er sich mit den Vorgaben der Geschäftsführung, den Kader anzunehmen, mit einer zumindest durschschnittlich besetzten Stammelf zufrieden zu sein, den ihm wohlbekannten Nachwuchs sukzessive einzubauen, arrangiert hat.

Erste Zweifel daran, dass dieser Kader auch seinen Wünschen entsprach, konnten Außenstehende entwickeln, als es hieß, dass Pizarro insbesondere auf Skripniks Wunsch hin geholt wurde. Auf seinen angeblichen Wunsch hin, den Kader nicht nur sportlich zu stärken, sondern eben gerade auch durch Erfahrung, Esprit und positive Grundeinstellung.

Wie sähe der Kader, die Zielsetzung, die Moral in Team und Verein aus, wenn Skripnik diesen Wunsch nicht durchgesetzt hätte?
 
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