Diese Begründungen sind doch Schwachsinn. Bzw. widersprechen dem eigentlich Konzept. Zumindest jenem, welches ich meine gehört zu haben.
Die Rückversetzung hatte insbesondere pädagogosche und psychologische Gründe und waren deshalb auf keinen Fall Schwachsinn!
Ich weiss nicht, was mit unserem Nachwuchs los ist. Ob sich da wirklich einige für hochgeboren halten. Aber auch die charakterliche Bewertung sollte durch die sportliche Leitung erfolgen und man sollte dann entscheiden, ob hier ein Spieler eine mögliche Zukunft hat oder nicht.
Wir können alle davon ausgehen, dass genau das auch erfolgt ist und dass gerade Skripnik, der diese Spieler fast ausnahmslos kennt, ganz gut einschätzen kann. Man sollte sich nicht, nach wenigen Spieltagen, von einer Momentaufnahme derart einseitig beeinducken lassen, als gäbe es keinerlei HOffnung mehr für unseren Nachwuschs.
Und ob nun die Zwote sportlich wieder absteigt oder nicht ist völlig wumpe, wenn die Erste abschmiert, denn dann muss die Zweite automatisch runter. Der Fokus muss also auf dem Bundesligateam liegen.
Mirist auch keine andere Schwerpunktsetzung bekannt.
Und da kommen wir dann ganz schnell zu einem Problem, welches bei Werder über allem schwebt: Man hat kein klares Konzept!
Soll Werder nun ein reiner Ausbildungsverein sein, daber aber immer Gefahr läuft Leistungsträger nicht ersetzen zu können und damit in chronischer Abstiegsgefahr schwebt?
Soll Werder ein Mittelklasseteam sein, welches regelmäßig um die EL-Plätze mitspielt?
Soll Werder wieder soweit aufgebaut werden, dass man mittel- bis langfristig wieder in die Ligaspitze vordingt?
Kurzfristig eindeutig Ersteres, mittel- und langfristig Mittleres, ganz sporadisch und zufällig auch gern mal Letzteres!
Beim ersten muss du das Konzept dann konsequent durchziehen. Heißt die Jugendspieler bekommen ihre Einsatzzeiten, auch in dem wissen, dass das eben durchaus nach hinten losgehen kann. Wobei das ja - an den Einsatzzeiten die Luki bekommt - dem Trainer ziemlich egal zu sein scheint, ob ein Spieler dicke Böcke produziert so lange er das zeigt was er kann. Auch wenn es noch so wenig ist.
Ich habe, glaube ich, auch von Dir selbst schon ganz andere Einschätzungen über Luki gelesen. Dass er defensiv gut steht, Zweikämpfe gewinnt, lediglich Probleme im Aufbauspiel habe. Derzeit scheint er, selbst mit Patzern, noch vor einem Galvesz zu stehen. Man hat imho an Galvez auch gesehen, warum. Über eines dürften wir uns aber ziemlich sicher sein: Sio ganz viele Böcke wird sich Luki auch bei Skripnik nicht mehr leisten können.
Für die letzten beiden Konzepte braucht man Geld. Man muss sich da deutlich anders aufstellen als es heute der Fall ist. Und ich glaube wir kommen mit den derzeitigen infrastrukturellen Bedingungen und vom Umfeld her nicht dorthin.
Ins Mittelfeld, ja, in die Spitze ganz sicher nicht!
Wir bewegen uns irgendwo zwischen allem, ohne zu wissen, wo wir eigentlich hin wollen.
Das wurde von den Verantwortlichen aber häufig relativ eindeutig formuliert: Sportlich ins gesicherte Mittelfeld,finanziell in den Bereich schwarzer Zahlen (schwarzer Nullen).
Mir erscheint das alles so konfus.
Das muss allerdings dann nicht unbedingt am "Sender" liegen!
Und da wundert es mich dann auch nicht, wenn das Team, jeder einzelne Spieler nicht weiss, was nun genau zählt. Die Bauern haben diese "Mia san mia"-Mentalität und jeder weiss bei den Bauern, dass nur die Titel zählen. Werder braucht endlich wieder ein Kozept und muss dieses Konzept als Mentalität im Klub verankern. Dann wissen auch die Spieler genau was erwartet wird und wer diesen Erwartungen nicht gerecht wird, den kann man gnadenlos aussortieren.
Werder hat seit Jahrzehnten auch ein Identität-stiftendes Konzept. Dazu zählt eben genau, Stars nicht zu kaufen, sondern sie selbst zu formen"! Das, was derzeit viele Beobachter vermissen lassen, ist die nötige Geduld bei der Umsetzung des Konzepts. Dass wir "Mia san mia" kopieren, und den Anspruch haben, alles zu gewinnen, kann nicht Dein Anspruch sein, oder?
Im Übrigen wundere ich mich bei der Lektüre gerade dieses Deines Beitrages schon sehr über die Stoßrichtung, warst Du dch seit Jahren einer derjenigen, der das Werder-Konzept, den "Werder-Weg", die Werder-Familie" mit am härtesten kritisiert hast. Der, und das möchte ich hier nur ganz nebenbei, aber doch ausdrücklich, erwähnen, einen Eichin hier überschwänglich lobt, obwohl gerade er als Geschäftsführer Sport für die Entwicklung, Implementierung und auch Umsetzung eines solchen von Dir vermissten Konzepts verantwortlich wäre. Was denn nun ????
Dieses Geblubber von wegen wir wollen auf die Jugend setzen, dann aber doch nicht, weil sie noch nicht weit genug sind, weil man ja mit dem Abstieg nichts zu tun haben will, vielleicht ja auch an der EL schnuppern möchte, aber vielleicht noch nicht, weil es ja zur früh käme, ist ein totales Durcheinander ohne jegliche Zielvorstellung.
Hinzu kommen dann die finanziellen Zwänge.
Dss Du die Aussagen "Geblubber" nennst, disqualifiziert Dich imho eigentlich für jede weitere Diskussion zum Thema. Es ist natürlich kein Geblubber, sondern, "Achtung",
das Konzept! Und Du wirst es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erleben, dass der eine oder andere Jungspieler ins kalte Wasser geworfen wird. Eben, weil man ihm vertraut. Weiter unten sprichst Du es im Fall Caldirola selbst an. Irgendwie widersprüchlich, oder??
Im Grunde setzt sich das sportlich die Konzeptlosigkeit fort, die man auch bei dem (Rück-)Umbau des Weserstadions an den Tag gelegt hat. Das nicht Fisch und nicht Fleisch!
Zum Stadionausbau: Volle Zustimmung.

Zur sportlichen Planung muss man bei Dir offensichtlich ettwas mehr Weitblick und Geduld einfordern.
Kann man den Trainer dafür verantwortlich machen? Sicher nicht allein, aber es setzt sich eben auch bei ihm die Konzeptlosigkeit auf dem Platz fort. Was will er mit dieser Mannschaft erreichen. Welches Vision von Fussball hat er? Kann er diese mit dem vorhandenen Spielermaterial (schon) umsetzen oder müssen vielleicht mehrere Pläne her.
Letztendlich ist das Arbeiten mit jungen, unerfahrenen Spielern immer eine Lotterie, ein Vabanque-Spiel. Keiner kann vorher abschätzen, ob die Jungs die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen können. Skripnik traut es ihnen zu und setzt damit oben angesprochenes klare Konzept des Vereins um!!!!!
VS wirkte gestern ratlos und niedergeschlagen. Und genau das macht mir doch deutlich Angst. Vor allem wenn jetzt Darmstadt auch noch einen Punkt aus Dortmund mitnimmt, dann muss man sich wirklich fragen, wie wir genug Punkte holen sollen, um diese Teams am Ende hinter uns zu halten.
Wenn wir und Darmstadt mittelfristig so spielen wie zuletzt, ist das zu befürchten. Da wir aber alle wissen, dass Fußball schnellebig und dynamisch ist, kann es in 4 Wochen schon wieder ganz anders aussehen, in Bremen wie in Südhessen.
Edit:
Aber daran hat doch der Trainer auch seinen Anteil. Er hat beispielsweise mit Caldi einen Spieler aussortiert, der in meinen Augen für uns hätte wichtig werden können, aussortiert. Gleichzeitig waren ihm eben die Nachwuchsleute sehr wichtig und sah sie eben nah am Team. Ihm fehlt es da selbst an Üblick und Konzept. Aber er steht da in meinen Augen eben nicht allein.
Gerade in der Innenverteidigung sind wir allerdings nominell ganz gut besetzt. Vor der Saison kann man ja nur von der "nominellen" Situation ausgehen. Die Verleihe Caldirolas hatte henau den Zweck, dem sie derzeit folgt: Der Spieler sollte Spielpraxis auf möglichst hohem Niveau sammeln, sich selbst verbesssern, um später gestärkt zurückzukehren. Dieser Maßnahme steht eigentlich nichts entegen, solange sich die eigenen Akteure ähnlich gut entwickeln oder halten. Das ist bei Luki leider nicht der Fall, bei Galvez auch nicht.
Summa summarum: Das Konzept ging in den vergangenen 3 Spielen nicht auf. Es ist aber viel zu früh, es schon jetzt für gescheitert zu erklären.