Was ich nicht verstehe, ist die permanente Orientierung an den sogenannten Vorbildern im Spielsystem (meiner Vermutung nach werden Mannschaften wie Dortmund oder Gladbach in ihrer Spielweise als nachstrebenswerte Ideale angesehen) oder in der Geschäftsführung (wo Augsburg, Gladbach, Freiburg und Mainz als vorbildhafte Beispiele herangeführt werden). Wer so agiert, ist immer nur reaktionär und somit nie - aufgrund des Vorsprungs der Vorbilder und "unserer" fehlender Finanzmittel - an der angestrebten Spitze dabei.
Meiner Meinung nach kann man nur etwas erreichen, wenn man sich ständig "am Markt" neu orientiert ... also etwas "Neues" kreiert. Neu bedeutet dabei aber nicht die Verwerfung des Rad´s, sondern die Konsequenz aus bestehenden Spielsystemen.
Für mich ist es logisch, dass nach der Etablierung des katalanischen rotierenden - ohne Mittelstürmer - Sturms... bzw. des Ein-Mann-Sturms mit zwei offensiven Außen jede Abwehr gegen zwei aktive und auch spielstarke Mittelstürmer in Probleme kommt. Die Antwort auf die Gewöhnung an Spielsysteme ( z.B. dem z.Z. vorherrschenden 3er Sturms) bzw. die Aufbrechung von Automatismen ist dabei - meiner Meinung nach - ein möglicher Schlüssel zum Erfolg.
Deshalb ist gerade die Involvierung eines "echten" Zehners ... und zweier reiner Stürmer ... zielführend ............ wenn das restliche Mittelfeld den Ausfall des Zehners kompensieren kann ( z.B. durch Junuzovic, Bartels oder Ötztunali oder ...) und die Außenverteidiger offensive Nadelstiche setzen können, ohne zu permanent zu offensiv zu sein, wie es mit Garcia und Gebre-Selassie möglich ist.
Ich bleibe dabei, ... "setzt" alles an die Verpflichtung eines sehr kreativen "Zehners" (wie z.B. Gourcuff) und der Erfolg wird nach der derzeitigen nationalen Spielsystementwicklung zurückkommen. Ein "Zehner" mit allen Freiheiten kann von unserer Spielanlage problemlos aufgefangen werden, da wir in jedem Spiel mindestens einen Ausfall im Mittelfeld vorweisen können...und ein reiner "Zehner" den Druck von den anderen nimmt.
Alle anderen Positionen im MF empfinde ich als nicht so wichtig und einen defensiven MF-Spieler, der den Druck der Gegenspieler in seiner "brenzligen Position" aushält, das Spiel machen kann und defensiv gut steht (wie z.B. Xavi, Schweinsteiger oder Lahm) können wir uns nicht leisten bzw. sind diese noch seltener als gute offensive Mittelfeldspieler.
Deswegen ... für eine Petition "zur Verpflichtung Gourcuffs"

.. und viele Gebete an den Fußballgott für eien verletzungsfreie Saison (dieser Wunsch ist noch nicht einmal absurd, da es immer wieder Phasen im Sportlerleben gibt, die aufgrund "falschen Trainings" oder "falschen Ehrgeizes" Verletzungen provozieren. Wäre Gourcuff so - karrieregefährdend - verletzungsanfällig, wäre er längst nicht mehr Profisportler. = neuer Verein...neue Bedingungen...neues Glück