Es war und ist für mich nachwievor völlig unverständlich, wie man in der damaligen Situation einen funktionierenden Trainer durch einen absoluten "Versuchsballon" ersetzen wollte/konnte.
Ich denke, dass genau hier der Knackpunkt liegt: es wird kaum jemanden geben, der der Meinung ist, dass TS im Frühjahr 2013 noch ein "funktionierender" Trainer für Werder war. So lange man sich in dieser Wahrnehmung uneins ist, braucht man über den Rest eigentlich kaum weiter zu diskutieren.
Letztendlich hat man sich für dieses "unkalkulierbare Risiko" entschieden. Dieses Vorgehen passte zum damaligen generellen "Auftreten" Eichins, der entschlossen, zuweilen rücksichtslos "alle Steine umdrehen" und "frischen Wind von außen" reinbringen wollte. Dabei hat er imho den Wert/die Bedeutung der "Werder-Familie", des Zusammenhalts der Vereins völlig verkannt.
Ich glaube, dass dieses - gerade zu Beginn - eher rabiat wirkende Vorgehen Eichins nötig war, um überhaupt eine Bewegung in den doch relativ fest im eigenen Sud hängenden Wagen "Werder" zu bekommen. Man weiß doch, wie stark die Beharrungskräfte in einer Organisation sind, die schon lange auf ein und die gleiche Art besteht. Da muss man manchmal zu Beginn auch das Kind mit dem Bad ausschütten, um einen Forstschritt zu erleben.
Außerdem würde ich die Hypothese aufstellen, dass es die Zeit mit Dutt brauchte, um das Feld für Skripnik zu bereiten. Denn selbst wenn Skripnik schon 2013 erfolgreich mit der U23 gearbeitet hätte, so glaube ich nicht, dass er als direkter Nachfolger von Schaaf genau den gleichen Erfolg gehabt hätte, wie jetzt nach der Ära Dutt. Das ist für mich ein wenig vergleichbar mit der Zeit nach Rehhagel: auch da brauchte es mMn erst einen "Antitrainer" wie Magath, um einem TS das Feld zu bereiten, auf dem er seine Art des Fußballs umsetzen konnte.
Da brauchst du gar nicht zu "raten". Ich hatte das geschrieben. War aber vielleicht zu kompliziert zu verstehen für schwarz-weiß Experten mit Beißreflexen ...
Im wesentlichen führe ich das (auch) auf Leute wie dich zurück, die diese schwarz-weiß Bilder malen, völlig unabhängig davon, was man hier - etwas differenzierter - schreibt.
Nein, da machst du es dir viel zu einfach. Klar ist Campino einer, der immer wieder provoziert und auch polarisiert, aber den Eindruck, den man von dir bekommen hat, den hast ganz alleine du dir zuzuschreiben. Schieb das bitte nicht auf Campino ab.

