Hamburger SV - Die Wiederaufgestiegenen

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Moin,

ich möchte nun auch mal meinen "Senf" zum Thema Kühnes Einstieg beim HSV beitragen/zur Diskussion stellen.

Im Forum wird immer wieder (nicht gänzlich zu Unrecht) darauf verwiesen, dass man einen potentiellen Unruhestifter nun langfristig an sich gebunden hat. MMn muss man allerdings die Zeit vor der Umwandlung des Großteils des Darlehens in Anteile von der Zeit danach unterscheiden.

Vor der Umwandlung wusste Kühne relativ genau, dass er seinen Einfluss im Club sehr gut anbringen konnte,da der HSV dringend die rückzuzahlenden Darlehen in Anteile umwandeln musste, um liquide zu bleiben.

Jetzt ist es de facto so, dass Herr Kühne 7,5% (nicht mehr und nicht weniger) der Anteile erworben hat. Im Falle von unausräumbaren Meinungsverschiedenheiten hat er nun keinerlei Druckmittel gegenüber dem HSV das Geld zurückzuverlangen, sondern müsste sich einen neuen Anleger suchen, der ihm die Anteile abkauft.

Ich erwarte durchaus nicht, dass KMK zukünftig nicht überall seinen Senf dazugeben wird (was wünschenswert wäre), aber der durchaus vorhandene Druck seitens des HSV dem nachzugeben, um Herrn Kühne zu besänftigen ist mMn nicht mehr gegeben (bzw. zu einem geringeren Maße entsprechend seinem vergleichsweise kleinen Anteil von 7,5% oder einer Möglichen Nichtverlängerung des Stadionnamenvertrages).

Zudem teile ich die Meinung nicht, dass der HSV bei dem Deal über den Tisch gezogen wurde. Die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geschätzten Zahlen zur Wertermittlung des HSV wurden doch schon von vielen Stellen als zu hoch betitelt. Grade auch das hier bereits genannte Beispiel des Anteilsverkaufs von Atletico Madrid sollte das veranschaulichen.
 
Schön und gut, aber ähnliche Worte waren aus Hamburg schon im letzten Jahr zu hören, als die Ausgliederung des Profifußballs beschlossen wurde. Und davor (in nicht chronologischer Reihenfolge) als Slomka van Marwijk ablöste, Fink der Stuhl vor die Tür gesetzt wurde, Kreuzer auf Arnesen folgte, van der Vaart zum HSV zurückkam oder René Adler verpflichtet wurde, etc.; eine Aufzählung, die sich beliebig lang fortsetzen ließe. Mit anderen Worten: kleineste Hoffnungsschimmer reichen aus, um im Umfeld des HSV eine Euphorie zu entfesseln, die mindestens bis zum HSV als dauerhaften Bayern-Jäger #1 reichen. Zugegeben, der aktuelle Hoffnungschimmer könnte dieser Euphorie wohl eher gerecht werden, als die anderen in den 28 Jahren davor, aber dieser Nachweis muß auch erst einmal erbracht werden. Denn der Profi-Fußball ist ein schnellebiges Geschäft und auch das hat man beim HSV in den letzten 28 Jahren sehr oft erfahren müssen.

:tnx: Genau so! Sehe auch derzeit nicht, was Dukaten- Didi da bis jetzt groß gerissen haben soll, außer dass er Sinnlos transfers wie den von Schaumschläger Holtby getätigt hat. 25 Millionen ausgeben, um dann punktgleich mit Werder zu sein und ebenso gegen den Abstieg zu spielen? Dazu mit Zinnbauer einen Trainer installiert, der mir auch nicht den übelsten Respekt abnötigt und aller Wahrscheinlichkeit nach die RR nicht als solcher überlebt. Da sehe ich die Talsohle noch lange nicht als durchschritten an. Die können von Glück sagen, dass sich immer wieder genug Dumme finden, die dem Verein Geld pumpen oder schenken. Sonst wären da doch schon die Lichter aus.
 
@ Stiffler1887

Zunächst willkommen im Werder-Forum :beer:

Bez. Einmischung KMK: rein formell hat er sicherlich kein Druckmittel, aber dennoch liegt die Vermutung nahe, daß er sich trotzdem weiter einmischen wird. Denn es ist imho nur schwer vorstellbar, daß er die Füße bzw. vielmehr Stimmbänder, Zunge und Lippen stillhält, wenn er schon seinerzeit sich nicht davor gescheut hat, Kreuzer und Fink öffentlich die Erstligatauglichkeit abzusprechen (auch wenn er damit möglicherweise Recht hatte), auch wenn er damals noch das v.g. Druckmittel besaß.

Zu "über den Tisch ziehen": Sicher die Bewertung von 330 Mio € sind hoch gegriffen, wahrscheinlich so hoch, daß wie von mir vor ein paar Tagen hier geschrieben bei KMK vor Schreck eine Schnappatmung eingesetzt haben müßte. Aber dennoch läßt sich imho der Eindruck des "über den Tisch ziehen" nicht entkräften, denn warum sollte er sonst wenige Tage vorher noch gegenteiliges, sprich die Rückzahlung seines Geldes gefordert haben? Mit dieser Drohung verschaffte sich KMK eine erstklassige Verhandlungsposition, weil dem HSV bei einer Rückzahlung das Wasser bis zur Oberkante Unterlippe gestanden hätte. Wenn ich "meinem" Verein ausschließlich aus Überzeugung aus der finanziellen Klemme helfen möchte, dann spreche ich vorher keine Drohung aus, deren Umsetzung dem Club ggf. die Erstligalizenz kosten könnte.
 
@Bremen

Danke für die Begrüßung. :beer:

So wird es kommen, er wird sich auch weiterhin zu Wort melden (bzw. die Medien lassen ihn zu Wort kommen). Prinzipiell hat das dann aber niemanden viel mehr zu interessieren, als wenn bspw. unser bisher einziger Weltfussballer sich zu Wort meldet. Für mich ist das ein Riesenunterschied zu der Situation vorher.

Generell war es ja allen relativ klar, dass das damalige Abstandnehmen nach der Veröffentlichung des geschätzen Wertes des HSV nur die Positionierung für einen besseren Deal gewesen ist. Kühne ist und bleibt nun mal in erster Linie Kaufmann und wird sich seinerseits, selbst wenn ich ihm wirklich abnehme großer Fan zu sein, sicherlich nicht über den Tisch ziehen lassen. Ich denke, der Deal war für alle Seiten eine faire Geschichte mit leichten Vorteilen, der besseren Verhandlungssituation geschuldet, auf Kühnes Seite.

Dass er sich zudem die Namensrechte gesichert hat, halte ich für seinen größten Coup. Viele Hamburger rechnen ihm diese Geste hoch an. Doch wissen ja im Hinterkopf doch alle, dass es Kühne ist, der den Namen quasi subventioniert. Für mich ein perfekter Schachzug von ihm. Ich frage mich fast, warum noch kein Sponsor aus der Wirtschaft das so gemacht hat. Einem Verein den althergebrachten Stadionnamen schenken und trotzdem weiß jeder, dass der Sponsor dahintersteckt. Nun gut, der Effekt dürfte bei wiederholter Anwendung etwas anflachen, finde die Idee trotzdem gut.
 
Oh ha, die Wolfsburger Nachrichten vermelden, dass der HSV an einer Rückholung von Olic interessiert ist. Immerhin ist der Gute ja auch schon 35!

Geht um den Klassenerhalt und da ist so ein Transfer nicht unbedingt falsch, kennt den Verein, die Liga und ist top fit. Ist fast sicher eine sofortige Verstärkung

Wie gesagt der Neuaufbau beginnt da in der Sommerpause, da gefühlt 10 -15 Verträge auslaufen. Wobei Arslan und Naifu inzwischen schon weg sind
 
Hi Stiffler1887,
so ganz neu ist die Idee aber auch wieder nicht:

Die Namesrechte des (Achtung!) Weserstadions sind meines Wissens nach Teil der Partnerschaft mit EWE...

Gruß :bier:
 
Vor Köln-Knaller: Cléber und Dennis Diekmeier fallen aus
Frust auch bei Diekmeier. Wegen einer Kniereizung und Knochenhautentzündung hatte er das komplette Trainingslager in Dubai verpasst. Dennoch sah es zuletzt nach einer Punktlandung aus. Doch daraus wird nichts. Beim MRT am Dienstag wurde ein Riss sowie eine Einblutung im Hoffa (Fettkörper im Gelenk hinter der Kniescheibe) festgestellt. „Das ist sehr bitter“, so Diekmeier.

Jetzt fällt auch Diekmeier aus. Da kann sich der HSV ja mächtig auf die englische Woche freuen. :ugly:
 
Auch der wichtige Behrami fällt nach seiner OP länger aus als befürchtet, vermutet wird Ende Februar bis Mitte März.

Ich freue mich grundsätzlich nicht über Verletzungen, auch nicht beim Erzfeind... aber sportlich kann es für uns nicht schlecht sein, wenn die direkte Konkurrenz um den Abstieg geschwächt ist.
 
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