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Natürlich trauert man auch um den Verstorbenen. Er war ein junger Mensch, der ein selbst eingegangenes Risiko mit dem Leben bezahlen musste. Er hatte das Leben noch vor sich. Junge Menschen müssen, stärker noch als ältere auch, Fehler machen dürfen. Man würde ja auch um Personen trauern, die mit einem Flugzeug abstürzen, mit einem Motorrrad verunglücken, die aus einer "Achterbahn" stürzen, die nach jahrelangem Zigarettenkonsum an einer Lungenkrankheit sterben usw.. Wer will da entscheiden, ab wann es absolut leichtsinnig war und bis wohin es ein tragisches Schicksal war?
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Jemand, der in ein Flugzeug steigt vertraut dem Piloten und der Fluggesellschaft. Jemand, der in eine Achterbahn steigt, vertraut dem Hersteller bzw. dem Betreiber und dem TÜV, das alles seine Ordnung hat.
Wenn da was passiert, ja, dann war es allerdings tragisches Schicksal, da man selbst keinen Einfluss auf Unglücke hat, außer man öffnet den Sicherheitsgurt oder das Fenster.
Jemand, der mit dem Motorrad fährt und sich an alle Vorschriften hält und trotzdem aufgrund anderer unachtsamer Verkehrsteilnehmer verstirbt, tragisches Schicksal.
Wenn aber jemand mit ca. 200km/h bei Sturm und Starkregen über die Autobahn rast und das wohl nicht zum ersten Mal, wie ja gerade herauskommt, dann ist das kein tragisches Schicksal mehr sondern schlicht eigene Dummheit die man schon nicht mehr in Worte fassen kann, da man nicht nur sein eigenes Leben sondern vielmehr das von vielen anderen Menschen riskiert.
Und wenn man im Auto nicht angeschnallt auf der Rückbank schläft.
Wäre er angeschnallt gewesen, wäre auch er noch am Leben wie die anderen auch.
Und da fehlt mir persönlich auch die Trauer um ihn.
Mir tun alle drei Insassen des Fahrzeugs leid, der Verstorbene und auch die Überlebenden, die vermutlich zeitlebens Schuldgefühle mit sich herumtragen werden
Mir tut ehrlich gesagt keiner der 3 leid.
Wer so verantwortungslos durch die Gegend rast und fahrlässig das Leben von sich selbst und anderen Verkehrsteilnehmern aufs Spiel setzt nur um mit der Geschwindigkeit anzugeben, der gehört bestraft. Und zwar so, das sie merken etwas falsch gemacht zu haben.
Kenne persönlich auch jemanden, der bei einem Unfall aus puren Leichtsinn gute Bekannte verloren hat.
Mitleid? Mit den Angehörigen, ja. Mit ihm? Nein, nicht wirklich. Weil er es fahrlässig zu verantworten hat, das mit seinem Auto jemand gefahren ist, der das gar nicht hätte fahren dürfen noch dazu viel zu schnell gefahren ist. Damit muss er leben, er alleine, das er mehrere Menschen auf dem Gewissen hat, durch seinen Leichtsinn.
Heute sagt er selbst, das es ein riesen großer Fehler von ihm war und er ist mehr als froh, das es keine anderen getroffen hat, als die, die sich dem Leichtsinn hingegeben haben.