Andere Vereine sind in dieser Zeit hingegangen und haben angefangen aufgrund der GmbH KG aA sich strategische Partner zu suchen, die ihnen einen gewissen Geldfluss unabhängig vom sportlichen Erfolg garantieren. Damit wird die Finanzbasis breiter und man kann etwas risikoreicher oder auch risikoärmer, je nach Gusto, agieren.
Welcher Verein hat denn einen strategischen Investor, der regelmäßig Geld reinpumpt und sich nicht mit einer einmaligen Summe Anteile kauft?
Das ist auch das, was mich in der Diskussion um den Einstieg eines Investors bei Werder so zurückhaltend bleiben lässt: es würde Werder nur dann helfen, wenn jemand für eine gute Stange Geld Anteile an der KGaA kaufen würde, wenn dieses Geld so investiert würde, dass damit auf Sicht die Einnahmebasis stabilisiert wird und man nicht mehr ganz so abhängig vom sportlichen Erfolg ist. Würde man das Geld nehmen und alleine in neue Spieler investieren, dann wäre es ganz schnell wieder weg und man würde in einer ähnlichen Situation wie jetzt stehen - nur dass jetzt auch ein Teil des Tafelsibers weg ist.
Insofern ist die Frage, wie man vernünftigerweise auf Sicht die Einnahmebasis unabhängig(er) vom sportlichen Erfolg machen kann. Und da fällt mir - außer einem Ölscheich - für Werder nicht sonderlich viel ein. Ich fürchte, dass der bisherige Weg (oder zumindest das bisherige Ziel) - nämlich über sportlichen Erfolg und Transferüberschüsse Einahmen zu generieren - der einzige auf Dauer erfolgversprechende Weg für Werder sein wird. Wenn das dann nicht mehr reicht, weil die Red Bulls, Ingolstadts, VW-Burgs, Bayers und Hopps bei anderen Vereien Geld reinpumpen, dann wird man damit wohl leben müssen. Zur Zeit gibt es aber noch genügend Plätze für Vereine, denen der Hintern finanziell nicht gepudert wird.

:daumen:
