So schwätze de Spätzle

Man verzichtet im Norden auch gerne mal auf Adjektive. Ich kann sagen: "Dassis ne Wohnung!" oder "Dassis ne Wohnung!" je nachdem, wie ich die Wohnung finde. Analoge Kommunikation eben
 
So kam es auch, dass ich den Schäferhund meines Nachbarn hochhob, weil ich ihn mal kurz "heben" sollte. Dieses Ding mit heben/halten ist im Schwabenland glaube ich auch so.
:D Klassiker!
In diesem Sinne: Hoffentlich "hebt" die Abwehr der Stuttgarter am Samstag nicht!
Ja genau, letzeres ist schwäbisch und auch badisch (wo ich bin) 100% korrekt.
Crass finde ich z. B. auch, wie die gesamte untere Extremität "Fuß" genannt wird...
 
Echt jetzt? Das, was ich so von Freunden und Bekannten aus Berlin vernehme und was zuweilen in der Presse zu lesen ist, spricht eher für Gefühle der Berliner den Schwaben gegenüber, die sich zwischen profunder Abneigung und blankem Hass bewegen.

Ich hoffe natürlich, dass Dir freundlich (Berliner? Freundlich? eher nicht) begenet wird und dass Du Dich dort wohlfühlst.

Danke der Nachfrage, fühle mich sehr wohl hier. Seit 11 Jahren schon...:D:D
Du hast recht! Teilweise liegt das aber auch an den großkotzigen Auftreten mancher Landsleute von mir, die auftreten wie Eroberer und mit Geld um sich werfen, und in manchen Bezirken den Mitspiegel ziemlich "versaut" haben. Denen Leuten gehört es nicht anders!
Wie man in den Wald hineinschreit, so... :eek:
Da ist was dran! Ich kann nicht mit Geld um mich werfen (hab keins ... :lol: ), und Arroganz und Großkotzigigkeit wurde mir bislang auch noch nie unterstellt. Mein Dialekt (den man nach 11 Jahren nicht mehr so deutlich heraushört) wurde mir noch nie zum Nachteil.... viele Berliner fanden ihn drollig oder gar süß (hahaha)
 
Wir im Norden sind zudem auch die freundlichsten.
Jeder, der einem übern weg läuft, wird erstmal mit "moin" gegrüßt, egal ob man den kennt oder nicht und egal zu welcher Uhrzeit.
In anderen Gegenden wird man dafür schief angeguckt. Würd gern mal die Gedanken von denen lesen... Besonders im Winter, wenn es draußen früh dunkel ist... glaub einige bekommen da Panik, zumindest wenn man bei einigen den Gesichtsausdruck sieht... :D

Manchmal würd ich denen aber auch gern mal nen blöden Satz an den Kopf werfen, wenn mir jemand nach meinem "moin" erklären will, dass es ja schon Abend ist.
 
Wir im Norden sind zudem auch die freundlichsten.
Jeder, der einem übern weg läuft, wird erstmal mit "moin" gegrüßt, egal ob man den kennt oder nicht und egal zu welcher Uhrzeit.
Ich bin in Bremen geboren und aufgewachsen, war dann lange in Rheinland-Pfalz und lebe jetzt seit 7 Jahren im Ammerland.

Vielleicht trügt mich meine Erinnerung, aber ich meine, dass Moin in Bremen selbst gar nicht so verbreitet ist und wenn dann tatsächlich nur morgens gesagt wird (ja, ich weiß, dass moin nichts mit morgen zu tun hat). Begrüßt einen die Supermarktkassiererin in Bremen mit Moin? Und das auch noch nachmittags?

Hier im Ammerland sagt tatsächlich jeder zu jeder Tageszeit moin. Außerdem wird hier wesentlich mehr geduzt. Das ist auch unter Erwachsenen, die sich erstmals begegnen, durchaus üblich.
 
Vielleicht trügt mich meine Erinnerung, aber ich meine, dass Moin in Bremen selbst gar nicht so verbreitet ist und wenn dann tatsächlich nur morgens gesagt wird (ja, ich weiß, dass moin nichts mit morgen zu tun hat). Begrüßt einen die Supermarktkassiererin in Bremen mit Moin? Und das auch noch nachmittags?

Hier im Ammerland sagt tatsächlich jeder zu jeder Tageszeit moin. Außerdem wird hier wesentlich mehr geduzt. Das ist auch unter Erwachsenen, die sich erstmals begegnen, durchaus üblich.

Ist mir auch schon so aufgefallen. In Bremen ist es eher im Bekanntenkreis üblich. In Geschäften quasi garnicht verwendet.
 
Wir im Norden sind zudem auch die freundlichsten.
Jeder, der einem übern weg läuft, wird erstmal mit "moin" gegrüßt, egal ob man den kennt oder nicht und egal zu welcher Uhrzeit.
In anderen Gegenden wird man dafür schief angeguckt. Würd gern mal die Gedanken von denen lesen... Besonders im Winter, wenn es draußen früh dunkel ist... glaub einige bekommen da Panik, zumindest wenn man bei einigen den Gesichtsausdruck sieht... :D

Manchmal würd ich denen aber auch gern mal nen blöden Satz an den Kopf werfen, wenn mir jemand nach meinem "moin" erklären will, dass es ja schon Abend ist.

Meine Mutter ist gebürtig in Niedersachsen; mein Vater ist Schwabe. Habe also von Kindesbeinen an Nord-und Süddeutschland kennengelernt. Dazu jetzt seit 11Jahren Berlin! Habe schon bei einer Versicherung gearbeitet und (zumindest telefonisch) Kontakt zu Menschen in ganz Deutschland gehabt!
Freundliche und Unfreundliche findest du überall! Schwer zu sagen, ob es jetzt im Norden übermäßig freundliche Menschen gibt!
Ich bin so erzogen worden, jedem Menschen vorurteilsfrei und freundlich zu begegnen. Die Resonanz darauf ist (überall) positiv. Grantler und unfreundliche Menschen findest du überall!
 
Also hier schlägt mir überall ein Moin entgegen auch in Geschäften. Keine Ahnung wo ihr euch so in Bremen rumgetrieben habt.
Vielleicht hat sich der Trend zum Moin ja auch in letzter Zeit verstärkt. Ich habe von 1961 bis 1983 in Bremen gelebt und war noch bis Anfang der 90er regelmäßig in den Semesterferien da (Taxifahren). Moin hat man da meiner Erinnerung nach wirklich nur morgens gehört und in Geschäften gar nicht. Höchstens in den noch vorhandenen Tante Emma-Läden.

Von meinen Fahrgästen haben vielleicht 5% Prozent moin gesagt (höchstens). Da wurde Hallo, Tach, Guten Tag, Guten Abend oder Mahlzeit gesagt.

Deswegen ist mir das dann hier im Ammerland so extrem aufgefallen, dass wirklich jeder und zu jeder Tageszeit Moin sagt.
 
Ich bin in Bremen geboren und aufgewachsen, war dann lange in Rheinland-Pfalz und lebe jetzt seit 7 Jahren im Ammerland.

Vielleicht trügt mich meine Erinnerung, aber ich meine, dass Moin in Bremen selbst gar nicht so verbreitet ist und wenn dann tatsächlich nur morgens gesagt wird (ja, ich weiß, dass moin nichts mit morgen zu tun hat). Begrüßt einen die Supermarktkassiererin in Bremen mit Moin? Und das auch noch nachmittags?

Hier im Ammerland sagt tatsächlich jeder zu jeder Tageszeit moin. Außerdem wird hier wesentlich mehr geduzt. Das ist auch unter Erwachsenen, die sich erstmals begegnen, durchaus üblich.

Bremen ist ja son büschen hüftsteif zudem denken da viele (und nicht nur Zugereiste) tatsächlich, das "Moin" hieße "guten Morgen" (was falsch ist, es heißt nämlich "Guten Tach!"). von daher kriegt man ab 12:01 auch n scheelen Blick, wenn man in bremen zu jemanden einfach so mal "Moin" sagt.

In Flensburg muß man aber Moin, Moin sagen und zwar zur Begrüßung zu jeder Tag und Nachtzeit.
 
Bremen ist ja son büschen hüftsteif zudem denken da viele (und nicht nur Zugereiste) tatsächlich, das "Moin" hieße "guten Morgen" (was falsch ist, es heißt nämlich "Guten Tach!"). von daher kriegt man ab 12:01 auch n scheelen Blick, wenn man in bremen zu jemanden einfach so mal "Moin" sagt.

In Flensburg muß man aber Moin, Moin sagen und zwar zur Begrüßung zu jeder Tag und Nachtzeit.
Sach ich doch!
 
In Flensburg muß man aber Moin, Moin sagen und zwar zur Begrüßung zu jeder Tag und Nachtzeit.

Echt? 50 Kilometer südlich reicht ein simples "Moin"! Bloß kein Wort zuviel :D!

Zum Moin und zu Plattdeutsch im Allgemeinen: In meiner Kindheit im Hadler Land galt Plattdeutsch zu Beginn/Mitte der 80er immer noch als Sprache von alternden Hinterwäldlern, mit denen man auf keinen Fall als Kind/Jugendlicher etwas gemein haben wollte. Eher hätte man sich die Zunge abgehackt, als in der Öffentlichkeit " Moin" zu sagen. Leider. Min Vadder harr mit sien Frünnen jümmers Platt snackt!, daher kann ich es verstehen, aber leider nicht korrekt sprechen. Die ganze Einstellung bezüglich Platt und Moin andere sich erst, als Platt langsam ausstarb und auf die Liste der bedrohten Sprachen geriet. Da wurde es wieder hip, Platt zu können und "Moin" zu sagen in der Cuxhavener Gegend. Völlig anders hier in Schleswig- Holstein. Da ging "Moin" schon immer und überall, was mich anfangs sehr verwunderte. Ich wage zu behaupten, dass "Moin" das erste Wort ist, das Flüchtlinge aus Afrika, Syrien, dem Irak oder Tschetschenien hier lernen. Bei Kindern und Jugendlichen zumindest ist es so.
 
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