Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Eine Handschrift nach nur einer Woche erkennen zu wollen, dass erscheint mir auch noch etwas zu früh, da muss man noch mehr Zeit geben. Vor allem nach der Winterpause wird es interessant sein, ob man eine spielerische Veränderung beobachten kann.

Ansonsten fand ich seine Wechsel sehr gut, waren auch super auf den Gegner abgestimmt und haben sich prima eingefügt.
 
Eine Handschrift nach nur einer Woche erkennen zu wollen, dass erscheint mir auch noch etwas zu früh, da muss man noch mehr Zeit geben. Vor allem nach der Winterpause wird es interessant sein, ob man eine spielerische Veränderung beobachten kann.

Ansonsten fand ich seine Wechsel sehr gut, waren auch super auf den Gegner abgestimmt und haben sich prima eingefügt.
Na das wäre doch schon etwas in Richtung neue (seine) Handschrift. Denn wie oft wurden hier die Wechsel von RD hinterfragt.
 
Ich denke auch, bis zur Winterpause den Effekt "neuer Besen" nutzen, dann in der Vorbereitung Automatismen einstudieren. 10 Punkte noch bis zur WP wären ok, mehr geht natürlich immer.... (Stuttgart, HSV, Frankfurt, Paderborn).
 
Na das wäre doch schon etwas in Richtung neue (seine) Handschrift. Denn wie oft wurden hier die Wechsel von RD hinterfragt.

Naja mit Handschrift, meine ich eher das Spielerische System als solches, dieses kann er nach einer Woche garnicht großartig umstellen. Anhand von einigen Wechseln jetzt eine Handschrift herauskristallisieren zu wollen, halte ich für verfrüht.

Außerdem würde ich die Wechsel nach diesem einem Spiel auch nicht gleich überbewerten. Sieh waren gut, außer Frage, aber aUch Dutt oder Schaaf haben schon gute Wechsel gemacht. Genauso, auch sehr fragwürdige. Das selbe wird auch noch bei Skripnik kommen, vorallem wenn die Ergebnisse mal ausbleiben.

Ich denke die Bewertung seiner Arbeit ist halt nach so kurzer Zeit noch nicht möglich, man sieht gewisse Tendenzen wo er evtl. hin möchte, aber es wird noch Zeit brauchen, sein Verständnis vom Spiel den Spielern näher zu bringen und eine Veränderung (seine Handschrift) zu erkennen.
 
Naja mit Handschrift, meine ich eher das Spielerische System
Ja, habe ich schon verstanden und meine Antwort war auch etwas überspitzt. Aber es ist zumindest ein Wink, dass er es versteht, die richtigen Wechsel vorzunehmen bzw. vornehmen zu können. Es ist vollkommen ok, wenn wir die Politik der kleinen Schritte gehen. Ich für mich bewerte beide Pflichtspiele nicht gleich als die Wende, sehe aber darin Schritte in die richtige Richtung.
Ein Spiel wie gestern, d.h., bei denen man denkt, in HZ 2 stehe eine völlig andere Mannschaft auf der Wiese, gab es auch unter RD.
 
Ich denke auch, bis zur Winterpause den Effekt "neuer Besen" nutzen, dann in der Vorbereitung Automatismen einstudieren. 10 Punkte noch bis zur WP wären ok, mehr geht natürlich immer.... (Stuttgart, HSV, Frankfurt, Paderborn).

Ich denke von Spiel zu Spiel,. Freiburg führt in Köln, wir sind wieder Letzter! Und mit der richtigen Einstellung können wir Stuttgart schlagen(einfach wird es nicht)
 
Ja, habe ich schon verstanden und meine Antwort war auch etwas überspitzt. Aber es ist zumindest ein Wink, dass er es versteht, die richtigen Wechsel vorzunehmen bzw. vornehmen zu können. Es ist vollkommen ok, wenn wir die Politik der kleinen Schritte gehen. Ich für mich bewerte beide Pflichtspiele nicht gleich als die Wende, sehe aber darin Schritte in die richtige Richtung.
Ein Spiel wie gestern, d.h., bei denen man denkt, in HZ 2 stehe eine völlig andere Mannschaft auf der Wiese, gab es auch unter RD.

1899% Zustimmung :tnx:
 
Natürlich ist schon eine kleine Handschrift von VS erkennbar. Er gibt dem Team die Anweisung, auf lange und hohe Bälle zu verzichten, und möglichst alles spielerisch zu lösen. Bei RD war es eine gängige Taktik, lang zu spielen und auf die zweiten Bälle zu lauern. Zumindest, ab einem gewissen Zeitpunkt bzw. Spielstand. Und natürlich je nach Spielsituation; gab es keine Anspielstation, wurde einfach wieder nach vorne gedroschen. Bei VS wird der Ball notfalls auch mal etwas länger gehalten. Und die Spieler haben bessere Möglichkeiten zum Abspielen, da unsere Mannschaft viel enger steht und die Passwege damit kürzer sind. Dadurch wird auch häufiger kombiniert.

Dass unsere Passquote immer noch unterirdisch ist, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Bis wir uns da spürbar verbessern, wird es auch noch einige Zeit brauchen. Das neue System von VS muss nun einfach über einen längeren Zeitraum trainiert werden. Rechne daher eher zur Rückrunde mit einer deutlichen Verbesserung.
 
Die Woche hätte auch viel schlechter aus Werdersicht laufen können...
Toll, daß die Pokalhürde genommen, und die schwarze Serie in der Liga beendet werden konnte.
So ist Ruhe! Und die brauchen Mannschaft und das neue Trainerteam.
Sofort mit Siegen zu starten ersticken jedwigen Diskussionen im Keim. Speziell in der Presse hätte ich mit Feuer gerechnet. So aber hoffe ich, ist der schlimmste Sturm überstanden.
Klar , können die Schwächen nicht innerhalb von 7 Tagen behoben sein.
Das Selbstvertrauen sollte gestiegen sein, und das läßt die nächsten schweren Aufgaben ebenfalls wesentlich entspannter angehen.
 
Natürlich ist schon eine kleine Handschrift von VS erkennbar. Er gibt dem Team die Anweisung, auf lange und hohe Bälle zu verzichten, und möglichst alles spielerisch zu lösen. Bei RD war es eine gängige Taktik, lang zu spielen und auf die zweiten Bälle zu lauern. Zumindest, ab einem gewissen Zeitpunkt bzw. Spielstand. Und natürlich je nach Spielsituation; gab es keine Anspielstation, wurde einfach wieder nach vorne gedroschen. Bei VS wird der Ball notfalls auch mal etwas länger gehalten. Und die Spieler haben bessere Möglichkeiten zum Abspielen, da unsere Mannschaft viel enger steht und die Passwege damit kürzer sind. Dadurch wird auch häufiger kombiniert.

Dass unsere Passquote immer noch unterirdisch ist, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Bis wir uns da spürbar verbessern, wird es auch noch einige Zeit brauchen. Das neue System von VS muss nun einfach über einen längeren Zeitraum trainiert werden. Rechne daher eher zur Rückrunde mit einer deutlichen Verbesserung.

:tnx:
Manche fussballerischen Fertigkeiten verkümmern, wenn man sie nicht immer immer immer wieder anwendet.
Deshalb werden wir jetzt von Woche zu Woche sichereres Pass-Spiel sehen. Und der Erfolg wird dann schon kommen ... ach nein: bleiben. Mehr als 2 Siege in 2 Spielen ging ja auch nicht.
:schal:
 
Das entscheidende ist ersteinmal die verbesserte Stimmung nach den drei vollkommen trostlosen Auftritten gegen Freiburg, Bayern und Köln. In zwei der drei spiele haben wir zudem lebenswichtige Punkte liegengelassen, die ersteinmal wieder aufgeholt sein wollen. Werder steht nach wie vor enorm unter druck und keiner darf sich einbilden, dass uns gegen Stuttgart ein leichtes Spiel bevorstünde.

Und die langen Bälle und das zu hektische Spiel, das war in den Phasen, in denen Mainz konsequent gestört hat, nach wie vor voll da. Es wird dauern, das rauszukriegen und da etwas mehr Ruhe und Ballsicherheit reinzukriegen. Das wichtigste ist ersteinmal, dass wir jetzt wieder etwas Selbstvertrauen getankt haben.
 
Das entscheidende ist ersteinmal die verbesserte Stimmung nach den drei vollkommen trostlosen Auftritten gegen Freiburg, Bayern und Köln. In zwei der drei spiele haben wir zudem lebenswichtige Punkte liegengelassen, die ersteinmal wieder aufgeholt sein wollen. Werder steht nach wie vor enorm unter druck und keiner darf sich einbilden, dass uns gegen Stuttgart ein leichtes Spiel bevorstünde.

Und die langen Bälle und das zu hektische Spiel, das war in den Phasen, in denen Mainz konsequent gestört hat, nach wie vor voll da. Es wird dauern, das rauszukriegen und da etwas mehr Ruhe und Ballsicherheit reinzukriegen. Das wichtigste ist ersteinmal, dass wir jetzt wieder etwas Selbstvertrauen getankt haben.

niemand hat behauptet das wir die langen Bälle KOMPLETT "verlernen" bzw. weg lassen sollten! Im Gegenteil! Keine Mannschaft der Welt kann sich in "perfekten Situationen im hohen Pressing" der langen Bälle erwehren! Auch Bayern München nicht! Natürlich passiert es Mannschaften wie Bayern München selten das sie unkontrolliert lange Bälle spielen.
Ziel sollte es natürlich sein den Ball so lange wie möglich in den eigenen Reihen zu halten und durch präzises Flachpassspiel in Kombination mit Stellungsspiel und kluger Laufarbeit das Spiel zu bestimmen und sich Möglichkeiten zu erspielen. Da kann dann, wenn der Zeitpunkt stimmt, auch gerne mal ein hoher Ball dabei sein. Bei uns hingegen war es ja nur noch ein blindes "hoch und weit bringt Sicherheit" geholze ... :roll:
 
Und die langen Bälle und das zu hektische Spiel, das war in den Phasen, in denen Mainz konsequent gestört hat, nach wie vor voll da. Es wird dauern, das rauszukriegen und da etwas mehr Ruhe und Ballsicherheit reinzukriegen. Das wichtigste ist ersteinmal, dass wir jetzt wieder etwas Selbstvertrauen getankt haben.

Ich stimme da Tantekaethe zu. Die langen Bälle gegen Mainz waren andere lange Bälle als gegen Köln, Freiburg und Co. Das der Ball in höchster Not und/oder in Bedrängnis auch mal lang nach vorne gehauen wird, lässt sich überhaupt nicht vermeiden. Aber zum Spielaufbau habe ich sie in den letzten 2 Spielen weitgehend nicht mehr gesehen.
 
Ich stimme da Tantekaethe zu. Die langen Bälle gegen Mainz waren andere lange Bälle als gegen Köln, Freiburg und Co. Das der Ball in höchster Not und/oder in Bedrängnis auch mal lang nach vorne gehauen wird, lässt sich überhaupt nicht vermeiden. Aber zum Spielaufbau habe ich sie in den letzten 2 Spielen weitgehend nicht mehr gesehen.

Das bringt es ganz gut auf den Punkt finde ich! :daumen::tnx: besonders wenn der Gegner gerade am Zug war und offensiv gut steht bzw. presst, dann ist ein hoher, langer Ball der lange in der Luft ist ein gutes Mittel um den Spielaufbau des Gegners kaputt zu machen und sich seinerseits neu zu stellen. Wenn man selber im Aufbau ist sollte man mMn diese extrem langen Bälle jedoch vermeiden um a.) das Eisen am glühen zu halten und keine entscheiden zuvor gewonnenen Sekunden zu verschenken und b.) dem Gegner dadurch die Möglichkeit zu geben sich neu zu stellen. In Fällen in denen der Gegner hinten gut verschiebt und dicht macht ist so ein hoher Ball in Form eines Flankenwechsels durchaus mal sinnvoll um das Spiel zu verlagern und zum verschieben zu zwingen.
 
Natürlich ist schon eine kleine Handschrift von VS erkennbar. Er gibt dem Team die Anweisung, auf lange und hohe Bälle zu verzichten, und möglichst alles spielerisch zu lösen. Bei RD war es eine gängige Taktik, lang zu spielen und auf die zweiten Bälle zu lauern. Zumindest, ab einem gewissen Zeitpunkt bzw. Spielstand. Und natürlich je nach Spielsituation; gab es keine Anspielstation, wurde einfach wieder nach vorne gedroschen. Bei VS wird der Ball notfalls auch mal etwas länger gehalten. Und die Spieler haben bessere Möglichkeiten zum Abspielen, da unsere Mannschaft viel enger steht und die Passwege damit kürzer sind. Dadurch wird auch häufiger kombiniert.

Dass unsere Passquote immer noch unterirdisch ist, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Bis wir uns da spürbar verbessern, wird es auch noch einige Zeit brauchen. Das neue System von VS muss nun einfach über einen längeren Zeitraum trainiert werden. Rechne daher eher zur Rückrunde mit einer deutlichen Verbesserung.

:tnx:
 
... Wenn man selber im Aufbau ist sollte man mMn diese extrem langen Bälle jedoch vermeiden um a.) das Eisen am glühen zu halten und keine entscheiden zuvor gewonnenen Sekunden zu verschenken und b.) dem Gegner dadurch die Möglichkeit zu geben sich neu zu stellen. In Fällen in denen der Gegner hinten gut verschiebt und dicht macht ist so ein hoher Ball in Form eines Flankenwechsels durchaus mal sinnvoll um das Spiel zu verlagern und zum verschieben zu zwingen.

:tnx:
Solche Bälle bei eigenem Aufbau sind wie "Spielstop". Der Ball ist eine Ewigkeit in der Luft, jeder kann sich in der Zeit in Ruhe positionieren. Ideal für die verteidigende Mannschaft. Sowas kann in der Not auch im Aufbau mal passieren, aber bei Dutt wurde es ja regelrecht gefördert.
 
Ein sehr sympathisches Interview in der Kreiszeitung. Unglaublich, wie offen Skripnik ist. Ich hoffe sehr, dass er sich das in der Bundesliga bewahren kann und er nicht irgendwann auch zu dem inhaltsleeren Wischiwaschi übergehen muss, dass in der Bundesliga vorherrscht, weil alle genau darauf achten, dass sie bloß nichts falsches sagen.
 
Und noch ein Interview im WK

Jeder muss wissen, was er zu tun hat. Wie wir uns alle bei Ballverlust zu verhalten haben. Dass es da nicht heißt: Aha, der Abwehrspieler muss gegen den Ball arbeiten, das Mittelfeld muss hin und her rennen, der Stürmer steht da und drückt die Daumen. Oder bei Ballbesitz: Dass wir nicht von hinten den Ball nach vorne bolzen, Di Santo kriegt ihn vielleicht und hinten drücken wir alle die Daumen. Alle müssen aktiver sein. Wir haben die Qualität im Kader – aber wir müssen das in eine Ordnung bringen.

:tnx:
 
Skripnik spricht die richtige Sprache. Alles was er äußert, erscheint mir sehr durchdacht und er kann sich offenbar hervorragend in die Spieler hineinfühlen. Anfangs war ich skeptisch, da ich der Meinung war, dass uns nur einer wie Tuchel helfen kann, der in der Bundesliga nachgewiesen hat, dass er über die Fähigkeit verfügt eine Mannschaft richtig zu justieren und ihr ein klares Konzept vermitteln kann, aber Skripnik nehme ich ohne mit der Wimper zu zucken sofort ab, dass er der richtige Mann am richtigen Platz ist.

Er macht nicht nur den Spielern Mut, sondern auch mir als Fan und er wirkt absolut authentisch. Mit diesem Mann haben wir jemanden, der Werder im Falle des relativen Erfolgs noch mehr Sympathiepunkte einbringen wird. :daumen:
 
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