Robin Dutt

Das wir im DM seit Jahren eine Baustelle haben, die nicht wirklich geschlossen wird, teile ich absolut. Bisher hat da nichts wirklich dauerhaft gezündet, was personell/taktisch probiert.
Auch stehen wir nicht immer kompakt genug. Gestehe ich auch zu. Aber wir müssen auch mal sehen, dass wir so viele Torchancen gar nicht zulassen, wenn man mal das Spiel gegen Leverkusen ausklammert. Wir verteidigen in meinen Augen eigentlich die meiste Zeit gut bis sehr gut. Lassen nicht wirklich viel zu, nur haben wir dann den ein oder anderen wirklich brutalen und damit folgenschweren Fehler. Nimmt man das zweite Tor der Wolfsburger von Sonnabend, dann darf sich der Flankengeber da nicht gegen drei Bremer durchsetzen. Nie und nimmer darf das passieren. Der darf aus der Situation gar nicht mehr rauskommen. Das bekommste du doch nicht mit taktischen Mitteln in den Griff, wenn es die gegenerischen Spieler uns in Situationen, in denen wir Überzahl haben, völlig dumm aussehen lassen.
Beide Gegentore von Wolfsburg dürfen so nie fallen. Egal wie du taktisch ausgerichtet bist, weil es beides Situationen waren, die eigentlich zu lösen gewesen wären, wenn man denn aufmerksam ist und/oder im Zweifel mal das taktische Foul zieht. Machen wir aber nicht.

Was uns ansonsten von den Gegner unterscheidet, hat man auch in Wolfsburg wieder gesehen. Vor dem 1:0 schrieb ich im Spieltagsthread sinngemäß, dass es ein durchschnittliches Spiel auf Augenhöhe war bei dem Wolfsburg die deutlich bessere fussballerische Qualität hat. Und so sehe ich das auch noch. Die haben eben Spieler, die den letzten Pass präzise auf den Mitspieler bringen können. Die haben Spieler, die einen Seitenwechsel sauber einleiten können, einen Spieler der den Ball dann aus der Luft nimmt, ihm dann nicht drei Meter vom Fuss springt und er den dann sauber weiterverabeiten kann. Das ist die Qualität, die man eben für das dort vorhandene Kleingeld einkaufen kann. Dafür ist das, was die Wolfsburger, aber die Tage zuvor auch schon die Schalker angeboten haben, eigentlich noch viel dürftiger als das, was wir mit unseren Jungs bieten. Leider ist die individuelle Qualität dann doch in solchen Spielen nicht selten ausschalgebend. Betrachtet man mal das Schalkespiel, dann sprechen die statistischen Werte für uns oder sind nahezu ausgeglichen. Unter dem Strich stand dann trotzdem ein 0:3.

Wir sollten in meinen Augen den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und eben endlich diese Nachlässigkeiten ausmerzen. Da ist der Trainer gefragt die Spieler noch besser einzunorden. Allerdings kommen dann auch Gegner bei denen das kickende Personal auf einem ähnlichen Niveau ist wie das unsrige. Und hier zählt es dann die Punkte zu holen.
Hier ist man in meinen Augen auch besonders kritisch, weil einem im Hinterkopf - so geht es mir auch - immer die Hoffnung mit schwingt, dass es mit dem ruhmreichen SVW, dem zweiten der ewigen Tabelle, doch wieder aufwärts gehen muss. Kann doch nicht sein, dass wir uns plötzlich mit Mannschaften wie Augsburg, Mainz oder Freiburg messen müssen, wo wir uns doch vor nicht langer Zeit mit den Bayern um die Meisterschaft duelliert haben und im UEFA-Cup-Finale standen. Das ist aber genau die Denkweise, die beispielsweise beim HSV seit Jahren vorherrscht und dazu führt, dass sie sich selbst in einem kontnuirlichen Aufbau behindern. Wir müssen uns mit den Realiutäten abfinden, dass wir derzeit einfach nicht die Mittel haben um es uns mit den großen der Liga zu messen. Wir gehören mittlerweile zu den mittleren bis kleineren Klubs der Liga. Sieht man leider auch an allen möglichen Zahlen.
 
Ich habe nicht den Eindruck das sich hier noch viele an Champions League-Zeiten klammern. Vielmehr sind die meisten Fans sogar sehr realistisch.

Gerade zu Saisonbeginn sollte man übrigens auch gegen vermeintlich stärkere Gegner etwas holen können, zumal man wohl kaum davon ausgehen kann alle Punkte gegen die direkte Konkurrenz zu holen.

Ferner sollte man sich fragen woher die individuellen Fehler kommen. Ich glaube ja, das wir diese selbst begünstigen durch mangelnde Kompaktheit. Da stehen die Spieler praktisch immer unter dem druckten keine Fehler in den direkten Duellen zu machen. Oft können wir das dann durch Einsatz kompensieren, aber es kommt eben zu Fehlern.

Wirklich gut stand unsere Abwehr mMn nach höchstens gegen Hoffenheim und gegen in Halbzeit 1 ganz schwache Schalker.

Schaffen wir es kompakter zu stehen, so werden wir auch die individuellen Fehler weniger. Da bin ich mir ziemlicher sicher. Aber noch wirkt das Pressing häufig unkontrolliert.
 
Also wenn ich die Aussagen von Dutt heute in der Presse wieder lese!:roll:

Ein Trainer, der das Team grundsätzlich kleinredet, kann einfach kein guter Trainer sein. Bitte finden Sie schnell den Türöffner und gehen Sie, Herr Dutt!
 
Ich habe da einen ganz anderen Eindruck, wenn ich lese, dass viele davon ausgehen, dass man gegen nominell einfach besser Mannschaften, zu gewinnen hat. Sorry. Du schreibst ja auch "gerade am Anfang der Saison sollte man". Wieso? Weil sie noch nicht eingespielt sind? Sind wird denn schon eingespielt am Anfang der Saison? Für mich gibt es da keinen objektiven Grund, weshalb wir diese Spiele zwingend gewinnen müssen.

Eigentlich sollten wir es positiv sehen, dass wir es schaffen gegen Mannschaften, die nominell besser besetzt sind, gut mitzuhalten und denen kein gutes Spiel zu ermöglichen. Negativ ist, dass wir uns dafür bisher nicht wirklich belohnt haben. Am ärgerlichsten ist das Kackspiel in Augsburg gewesen, weil wir dort bis zu den merkwüridgen Aktionen des Parteiischen sehr gut im Spiel waren und zu recht in Führung lagen. Aber wenn du dann jeden Zweikampf, ja sogar die Foulspiele der Augsburger, gegen dich gepfiffen bekommst, dann ist auch so ein Spiel im A***. Und das vierte Tor fällt dann halt irgendwann folgerichtig, weil wir wirklich alles nach Vorne geworfen haben. Haben wir in Wolfsburg nicht gemacht bei dem Rückstand, was dann ja auch wieder völlig daneben war, wie ich hier lesen konnte.

Wir spielen nicht annähernd einen perfekten Fussball. Kann man in meinen Augen von dieser Mannschaft auch nicht erwarten. Wir brauchen dringend mehr Erfolgserlebnisse in Form von Punkten. Und wir machen uns das Punkten mit den vielen Gegentoren sicher schwer. Aber ich sehe wirklich nicht wie du durch eine andere taktische Ausrichtung - wir spielen vom Grunde aus ja defensiv - diese individuellen Fehler abstellen willst. Wir haben zu viele Baustellen, die Unsicherheiten verursachen. Da kannste gepflegt mit unserem Torhüter anfangen, bei dem jede Flanke und jeder Eckball zu einer Gefahr wird, wiel er wie angewurzelt auf seiner Linie steht, und fast jede halbwegs gute Chance für den Gegner zu einem Treffer führt.
 
Sind wird denn schon eingespielt am Anfang der Saison? Für mich gibt es da keinen objektiven Grund, weshalb wir diese Spiele zwingend gewinnen müssen.

Von zwingend war gar nicht die Rede. Tatsache ist doch aber das wir gegen keinen der Gegner 3 Punkte einfahren konnten. Das ist dann eben schon relativ wenig.
Das heißt nicht das man in Panik verfallen muss. Alarmiert sollte man aber sein.

Aber ich sehe wirklich nicht wie du durch eine andere taktische Ausrichtung - wir spielen vom Grunde aus ja defensiv - diese individuellen Fehler abstellen willst.

Wir spielen teilweise ein sehr agressives Pressing. Das kann aber nur funktionieren wenn es die Mannschaft als Einheit verinnerlicht. Stattdessen verlieren wir dabei häufig unsere Kompaktheit. Dadurch ermöglichen wir den Gegner immer wieder viel zu gefährliche Situationen.
Es geht also nicht per se um eine defensivere Ausrichtung.
 
Von zwingend war gar nicht die Rede. Tatsache ist doch aber das wir gegen keinen der Gegner 3 Punkte einfahren konnten. Das ist dann eben schon relativ wenig.

Natürlich sind es (zu) wenig Punkte. Gerade bei den Leistungen, die wir zum Teil gezeigt haben. Nur war denn wirklich vor der Saison aus genau diesen Spielen mit einer deutlich besseren Ausbeute zu rechnen? Gibt es einen objektiven Grund dafür, dass ausgrechnet wir mit unserer vergleichsweise bescheidenen Kaderqualität gegen diese Gegner mehr holen müssten. Zieht man den Vergleich mit der letzten Saison, dann haben wir aus genau diesen Spielen (Berlin (A), Hoffenheim (H), Leverkusen (A), Augsburg (A), Schalke (H) und Wolfsburg (A)) einen Punkt mehr geholt, ein Tor weniger geschossen und - ich glaube - vier weniger kassierten.

Wir brauchen Punkte das streitet keiner ab. Aber gegen den Abstieg sind die Punkte aus der Partie gegen Freiburg zunächst einmal absolute Pflicht. Da gibt es dann auch kein vertun. Und dann kommen nach den Bayern die Spiele, wo wir das Punktepolster aublasen müssen. Belohnen wir uns dann auch gegen diese Gegner nicht oder spielen gar richtig schlechten Fussball, dann haben wir eine ganz andere Diskussionsgrundlage.
 
Das wir im DM seit Jahren eine Baustelle haben, die nicht wirklich geschlossen wird, teile ich absolut... Wir müssen uns mit den Realitäten abfinden, dass wir derzeit einfach nicht die Mittel haben um es uns mit den großen der Liga zu messen. Wir gehören mittlerweile zu den mittleren bis kleineren Klubs der Liga. Sieht man leider auch an allen möglichen Zahlen.

Ich kann den Post zu 100% so unterstützen. Das Gleiche hätte man in der Saison 12/13 auch schreiben können. Da war die Gesamtperformance anfangs auch gut, die Punkte fehlten am Ende der HR und der negative Trend hat sich verselbstständigt. Das droht jetzt auch.
Das def. MF ist die seit Jahren bestehende Hauptbaustelle und wird nicht geschlossen. Ein Ruiz ist ein off MF.
Und ich bleibe dabei, dass Werders Verantwortliche sich von der guten Vorbereitung haben blenden lassen. Denn kurz vor Saisonbeginn wurden die Ergebnisse auch deutlich schlechter, weil die anderen Mannschaften langsam auf Betriebstemperatur gekommen sind.
Das Vereine wie Augsburg uns schon wieder abhängen, ist einfach nur traurig. Auf Serien braucht man bei Werder nicht zu hoffen, weil es eine absolute Ausnahme darstellt, zwei Spiele in Folge zu gewinnen.
Die Aussagen von TERD muten mir immer an wie "Warten auf Godot", der niemals kam. Es ist beileibe nicht alles schlecht, aber den Abstiegsplatz werden die u.U. nicht mehr verlassen. Selbst Paderborn erscheint derzeit deutlich gefestigter als unsere Truppe. Das sagt Alles...
TERD produzieren hier nur ein Pfeifen im Walde!
 
Natürlich sind es (zu) wenig Punkte. Gerade bei den Leistungen, die wir zum Teil gezeigt haben. Nur war denn wirklich vor der Saison aus genau diesen Spielen mit einer deutlich besseren Ausbeute zu rechnen? Gibt es einen objektiven Grund dafür, dass ausgrechnet wir mit unserer vergleichsweise bescheidenen Kaderqualität gegen diese Gegner mehr holen müssten. Zieht man den Vergleich mit der letzten Saison, dann haben wir aus genau diesen Spielen (Berlin (A), Hoffenheim (H), Leverkusen (A), Augsburg (A), Schalke (H) und Wolfsburg (A)) einen Punkt mehr geholt, ein Tor weniger geschossen und - ich glaube - vier weniger kassierten.

Wir brauchen Punkte das streitet keiner ab. Aber gegen den Abstieg sind die Punkte aus der Partie gegen Freiburg zunächst einmal absolute Pflicht. Da gibt es dann auch kein vertun. Und dann kommen nach den Bayern die Spiele, wo wir das Punktepolster aublasen müssen. Belohnen wir uns dann auch gegen diese Gegner nicht oder spielen gar richtig schlechten Fussball, dann haben wir eine ganz andere Diskussionsgrundlage.


Ich halte das ehrlich gesagt für eine absolute Milchmädchenrechnung. Weder holt man im Laufe einer Saison nur Punkte gegen die "Kleinen", noch holte man nie welche gegen die "Großen".

Von daher sind das für mich Punkte die uns jetzt erst mal fehlen. Es waren keine leichte Gegner, aber eben auch durchweg Chancen das Punktekonto aufzustocken.

Das haben wir verpasst. Zufrieden kann und darf man damit nicht sein.

Gründe für Panik sehe ich auch nicht, aber ich halte den Start für absolut gefährlich.
 

:tnx::tnx:

Die fehlende Kompaktheit rührt, so denke ich, aus unserer etwas offensiveren Spielweise, und natürlich der fehlenden Balance. Pressing schön und gut, aber entweder steht unser DM zu weit vorne, oder unsere Abwehr zu weit hinten. Wie auch schon mehrmals hier erkannt wurde, gibt es in jedem Spiel in der Schnittstelle zwischen Abwehr und Mittelfeld oftmals riesige Lücken, die der Gegner natürlich ohne Probleme bespielen kann. Das war jetzt gegen Wolfsburg nicht das Problem, dennoch kommt unsere Abwehr dadurch sehr oft in Bedrändnis, da der Gegner ungehindert auf Prödl und Co. zulaufen kann.

Vielleicht sollte Dutt vom Pressen in der gegnerischen Hälfte abrücken, und es dabei mehr auf die eigene verlagern. Mannschaften wie z.B. Chelsea machen das genau so. Bis zur Mittellinie darf der Gegner frei kombinieren, aber ab da gehen sie mit zwei-drei Mann auf den ballführenden Spieler drauf. Vorteil ist, dass man wesentlich kompakter steht, und trotzdem den Gegenspieler bedrängen kann, ohne den tödlichen Pass in die Schnittstelle gleich befürchten zu müssen. Der Gegner muss dementsprechend auch viel höher stehen, was wiederrum mehr Raum zum Kontern bringt.
Ich fand unsere Kontersituationen in dieser Saison bisher insgesamt recht gut zu Ende gespielt. Letzte Saison lahmte es die meiste Zeit zu sehr, diesmal geht es aber wesentlich schneller und zielgerichteter. Darauf könnte Dutt gerne aufbauen. Zumindest wird er bald unsere Spielweise anpassen müssen, wenn wir weiterhin so viele Gegentore fangen - auch wenn es meist dämliche individuelle Fehler waren. Aber als Trainer muss man im Zweifel da gegensteuern.
 
Wir sollten in meinen Augen den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und eben endlich diese Nachlässigkeiten ausmerzen. Da ist der Trainer gefragt die Spieler noch besser einzunorden.

Richtig, aber es stellt sich die Frage nach dem "Wie". Denn wie in v.g. Beiträgen schon geschildert, sind diese Nachlässigkeiten scheinabar ein kader- und trainerübergreifendes Problem bei Werder. Daher muß erst einmal Ursachenforschung betrieben werden, damit man weiß, wo man die Hebel überhaupt ansetzen muß.


Hier ist man in meinen Augen auch besonders kritisch, weil einem im Hinterkopf - so geht es mir auch - immer die Hoffnung mit schwingt, dass es mit dem ruhmreichen SVW, dem zweiten der ewigen Tabelle, doch wieder aufwärts gehen muss. Kann doch nicht sein, dass wir uns plötzlich mit Mannschaften wie Augsburg, Mainz oder Freiburg messen müssen, wo wir uns doch vor nicht langer Zeit mit den Bayern um die Meisterschaft duelliert haben und im UEFA-Cup-Finale standen. Das ist aber genau die Denkweise, die beispielsweise beim HSV seit Jahren vorherrscht und dazu führt, dass sie sich selbst in einem kontnuirlichen Aufbau behindern. Wir müssen uns mit den Realiutäten abfinden, dass wir derzeit einfach nicht die Mittel haben um es uns mit den großen der Liga zu messen. Wir gehören mittlerweile zu den mittleren bis kleineren Klubs der Liga. Sieht man leider auch an allen möglichen Zahlen.

1899% Zustimmung :tnx:

Ganz so weit wie beim HSV ist man dahingehend hier bei Werder zum Glück noch nicht aber erste Ansätze einer Kombination von Selbstgefälligkeit und "es kann nicht sein, was nicht sein darf" sind schon siet längerem erkennbar. Z.B. wurde in der Saison 10/11 auch in diesem Forum der Absturz von der CL bis fast in die 2 Liga lapidar als Betriebsunfall abgetan, der in der Folgesaison wieder behoben werden sollte. Der Rest der Geschichte ist bekannt, denn dieser Betriebsunfall wurde weder in 11/12 noch in einer der bisherigen Folgespielzeiten behoben, so daß Werder Bremen mttlerweile sportlich wie wirtschaftlich eine so graue Maus wie zuletzt in den 1970er Jahren ist, so daß Clubs wie Mainz und Augsburg mit einst werdertypischen Tugenden an uns vorbeigezogen sind.
 
Also wenn ich die Aussagen von Dutt heute in der Presse wieder lese!:roll:

Ein Trainer, der das Team grundsätzlich kleinredet, kann einfach kein guter Trainer sein. Bitte finden Sie schnell den Türöffner und gehen Sie, Herr Dutt!

Die in der heutigen Presse zu lesenden Aussagen sind schlimm.

1. "Die Tabelle wird in 3-4 Wochen nicht besser aussehen!"
WTF?? Dabei sind zwei Heimspiele gegen Freiburg und Köln. Wo sollen dann die Punkte herkommen? Außerdem muss man die Punkte gegen Bayern nicht schon vorher verschicken. Gibt auch diese Saison genug Beispiele, dass man auch als Außenseiter was holen kann - Stuttgart beim BVB, HSV gg. Bayern. Aber mit solchen Einstellungen sicher nicht.

2. "Normalität ist, gegen einen Champions-League-Klub zu verlieren." Siehe 1. Mit der Einstellung wäre Werder nie und nimmer zu irgendwelchen Titeln gekommen. Und so wird man auch im Abstiegskampf nicht punkten.

3. "Während wir trainieren, um uns zu entwickeln, kaufen die, um sich zu entwickeln." Despektierlich gegen andere Trainer. Hecking trainiert wohl nicht? Was hat früher Schaaf gemacht, als noch CL-Kohle da war? Wieviele Spieler haben TERD bis jetzt schon geholt? Billige Vereinfachungen.

4. "Für mich wird es nicht eng!" Wie jetzt? Wir werden zwar erstmal nicht punkten, aber ich mache alles richtig?
 
(...)
Das Vereine wie Augsburg uns schon wieder abhängen, ist einfach nur traurig. Auf Serien braucht man bei Werder nicht zu hoffen, weil es eine absolute Ausnahme darstellt, zwei Spiele in Folge zu gewinnen.
Die Aussagen von TERD muten mir immer an wie "Warten auf Godot", der niemals kam. Es ist beileibe nicht alles schlecht, aber den Abstiegsplatz werden die u.U. nicht mehr verlassen. Selbst Paderborn erscheint derzeit deutlich gefestigter als unsere Truppe. Das sagt Alles...
TERD produzieren hier nur ein Pfeifen im Walde!

Schön, dass du Paderborn ansprichts. Paderborn ist Aufsteiger. Kommt mit einer unglaublichen Euphorie in die Saison und hat dann das Glück bei dem "großen" HSV anzutreten, deren Spieler trotz des mehr als glücklichen Klassenerhaltes aufgrund der internen Reformen und der Kühne-Millionen vor Arroganz kaum noch stehen können, denen im eignen Stadion eine saftige Packung zu verpassen.
Es wird spannend sein wie sich die Saison weiterentwickelt, wenn die ersten Rückschläge kommen. Schaffen sie es wie die Hertha dann doch die Klasse zu halten oder stürzen sie wie Düsseldorf nach einer starken Hinserie gänzlich ab. Früher hat man immer gesagt das zweite Jahr sei immer das schwierigste in einer neuen Liga. Mittlerweile zeigt sich dieser psychologische Effekt bereits häufig in den Rückserien der Aufsteiger.

Und da sind wir eben bei dem nächsten Punkt, den ich oben schon angesprochen habe und den @Bremen hier auch noch mal richtig benennt.

Ganz so weit wie beim HSV ist man dahingehend hier bei Werder zum Glück noch nicht aber erste Ansätze einer Kombination von Selbstgefälligkeit und "es kann nicht sein, was nicht sein darf" sind schon siet längerem erkennbar. Z.B. wurde in der Saison 10/11 auch in diesem Forum der Absturz von der CL bis fast in die 2 Liga lapidar als Betriebsunfall abgetan, der in der Folgesaison wieder behoben werden sollte. Der Rest der Geschichte ist bekannt, denn dieser Betriebsunfall wurde weder in 11/12 noch in einer der bisherigen Folgespielzeiten behoben, so daß Werder Bremen mttlerweile sportlich wie wirtschaftlich eine so graue Maus wie zuletzt in den 1970er Jahren ist, so daß Clubs wie Mainz und Augsburg mit einst werdertypischen Tugenden an uns vorbeigezogen sind.

Wenn wir gegen Mainz 05 spielen, dann spielt da - und das ist auch in den Köpfen eine große Rolle - eben irgendwie immernoch der große ruhmreiche SV Werder Bremen gegen die kleine Karnevalsaußenseitertruppe aus Mainz. Dabei gibt Mainz für seinen Kader gerade mal eine Millionen weniger aus wie wir und ich wette deren Gehaltsgefüge ist wesentlich ausgeglichener als der unsrige. Will sagen da treffen finanziell gesehen zwei Mannschaften aufeinander, die absolut auf Augenhöhe agieren. Da ist nichts mehr mit dem großen SVW. Das Problem daran ist, dass das nicht nur in den Köppen der Fans und Medien so drin ist sondern auch der Spieler weswegen man sich gerne überschätzt. Das ist für viele Traditionsvereine, die aus finanziellen Gründen abaspecken mussten, schon zum Verhängnis geworden.
Wir müssen erkennen, dass andere Klubs mittlerweile an uns vorbeigezogen sind oder sich Klubs mit uns auf Augenhöhe bewegen, die wir vor einigen Jahren wohl nur müde belächelt haben. Auch müssen wir denen zugestehen, dass sie vielleicht in der ein oder anderen Hinsicht besser gearbeitet haben. Wir doch keiner bestreiten wollen. Nur sollten wir hier nicht immer alles schlecht reden, was unsere Mannschaft leistet.

Ja, wir haben zu wenig Punkte. Und ich gebe Blacki insofern recht, dass im Fussball Ergebnisse nicht durch den objektiven Vergleich der Mannschaften auf dem Papier vergeben werden. Aber anstatt es ausschließlich negativ zu sehen, was wir gegen - ich nenne jetzt nur die drei - Leverkusen, Schalke und Wolfsburg, die nun mal über deutlich mehr Geld und Qualität verfügen, auf dem Platz geleistet haben, kann man doch auch mal positiv sehen, dass wir in Leverkusen auf Augenhöhe agiert haben, gegen Schalke eigentlich die bessere Mannschaft waren, nur nicht abgewi*** genug waren, und letztendlich gegen Wolfsburg auch über weite Strecken auf Augenhöhe agiert haben.
Das ist mit den uns gegeben Mitteln nicht so schlecht. Die Punkteausbeute aus den Spielen ist sch***.

Wir machen halt auch vieles falsch. Daher kann...

:tnx::tnx:

Die fehlende Kompaktheit rührt, so denke ich, aus unserer etwas offensiveren Spielweise, und natürlich der fehlenden Balance. Pressing schön und gut, aber entweder steht unser DM zu weit vorne, oder unsere Abwehr zu weit hinten. Wie auch schon mehrmals hier erkannt wurde, gibt es in jedem Spiel in der Schnittstelle zwischen Abwehr und Mittelfeld oftmals riesige Lücken, die der Gegner natürlich ohne Probleme bespielen kann. Das war jetzt gegen Wolfsburg nicht das Problem, dennoch kommt unsere Abwehr dadurch sehr oft in Bedrändnis, da der Gegner ungehindert auf Prödl und Co. zulaufen kann.

Vielleicht sollte Dutt vom Pressen in der gegnerischen Hälfte abrücken, und es dabei mehr auf die eigene verlagern. Mannschaften wie z.B. Chelsea machen das genau so. Bis zur Mittellinie darf der Gegner frei kombinieren, aber ab da gehen sie mit zwei-drei Mann auf den ballführenden Spieler drauf. Vorteil ist, dass man wesentlich kompakter steht, und trotzdem den Gegenspieler bedrängen kann, ohne den tödlichen Pass in die Schnittstelle gleich befürchten zu müssen. Der Gegner muss dementsprechend auch viel höher stehen, was wiederrum mehr Raum zum Kontern bringt.
Ich fand unsere Kontersituationen in dieser Saison bisher insgesamt recht gut zu Ende gespielt. Letzte Saison lahmte es die meiste Zeit zu sehr, diesmal geht es aber wesentlich schneller und zielgerichteter. Darauf könnte Dutt gerne aufbauen. Zumindest wird er bald unsere Spielweise anpassen müssen, wenn wir weiterhin so viele Gegentore fangen - auch wenn es meist dämliche individuelle Fehler waren. Aber als Trainer muss man im Zweifel da gegensteuern.

hier sogar vielem zustimmen. Mann kann natürlich noch etwas verändern. Aber wir brauchen kein Beton anrührern oder sagen, dass wir bisher alles gänzlich falsch gemacht hätten und unser Coach die letzte Pflaume ist. Sehe ich nämlich irgendwie gar nicht so. RD wird sich aber eben auch an den Ergebnissen irgendwann messen lassen müssen. Dazu sollte man aber eben sehen wie die Spiele gegen die direkte Konkurrenz gegen den Abstieg verlaufen. Diese haben wir in der letzten Saison fast alle für uns entschieden. Und genau diese Duelle werden imho auch diese Saison den Ausschlag für den Klassenerhalt geben.
 
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Vielleicht sollte Dutt vom Pressen in der gegnerischen Hälfte abrücken, und es dabei mehr auf die eigene verlagern. ...

:tnx:
Fussball kann so einfach sein.
Der Trainer muss mehr in die Pflicht genommen werden. Er muss die richtigen Vorgaben machen, und zwar solche die der Kader auch umsetzen kann. Hohes Pressing erfordert hohe Kaderqualität. Ansonsten bitte hinten kompakt stehen, d.h. nicht, dass man die Kirsche dann von hinten immer nur hoch rausbolzen muss. Auch gegen Freiburg muss Dutt den Mut haben, hinten kompakt zu stehen und sich nicht rauslocken zu lassen. Streich ist nicht doof, der wird versuchen Werder ins offene Messer laufen zu lassen. Aber wehe ich muss mir danach von Dutt anhören: "Wieso, der Mannschaftsrat hat doch für Offensiv votiert"
 
dann frage ich mich, was macht Werder für mich so besonders? Ich wohne im Niedersächsischen Umland Bremens und könnte auch genau so gut zu 96 halten? Eben nicht, denn die kontinuierliche Personalpolitik Werders (klar, der Magath war damals ein echter Ausrutscher!) macht Werder so besonders und so reizvoll. Es ist super, so fähige Leute wie Fin Bartels in den Verein zu holen, die eben nicht ihren Arbeitgeber wechseln wie ihr Auswärtstrikot... Ich hätte auch an Thomas Schaaf noch festgehalten, doch jetzt ist halt Robin Dutt auf seinem Posten und so einen schlechten Job macht er ja nun auch nicht. Eichin ist gegenüber Allofs eine absolute Aufwertung! Ich bin durchaus bereit, mit Werder in die 2. oder auch 3. Liga abzusteigen, sofern der besondere Charakter eben dieses besonderen Vereins bestehen bleibt! Für mich hat Werder eine Ausstrahlung, die es anderswo so einfach nicht gibt. Bitte keinen Trainerwechsel...!
 
Da ich die Zeit damals nicht so intensiv verfolgt habe, Werder hatte ja schon einmal nach einem Langzeittrainer (Rehhagel) erstmal eine sehr ruppelige Zeit (de Mos, Dörner etc.), bis es wieder mit TS in ruhigere Fahrwasser ging. Oder ist es jetzt ganz anders?
 
Blödes Beispiel HSV:

Wahrscheinlich ist Mirko Slomka der beste Trainer, den man sich nur wünschen kann! Doch was machen diese hamburger Schwachmaten? Da fehlt mir jegliches Verständnis....
 
Da ich die Zeit damals nicht so intensiv verfolgt habe, Werder hatte ja schon einmal nach einem Langzeittrainer (Rehhagel) erstmal eine sehr ruppelige Zeit (de Mos, Dörner etc.), bis es wieder mit TS in ruhigere Fahrwasser ging. Oder ist es jetzt ganz anders?

Der Unterschied ist, dass Werder damals - im Vergleich zum Rest der Liga - finanziell viel besser dastand und sich trotz der Fluktuation auf der Trainerposition immer wieder für den europäischen Wettbewerb qualifizieren konnte. Bis auf 1999 war das Jammern auf weitaus höherem Niveau.
 
Dann erklär doch bitte mal warum die Auftaktsiege gegen Braunschweig und Augsburg kein Glück waren. Gerade Augsburg hatte eine Vielzahl an klaren Torchancen. Werder hatte an dem Tag gefühlt einen einzigen Torschuss (ein Fernschuss von Ekici, den 95 Prozent aller Bundesligatorhüter gehalten hätten). Wenn das kein Glück war, sondern eine taktische Meisterleistung, dann bin ich sehr auf die Begründung gespannt.

Weil Werder in diesem Spiel u.a. 2 Abseitstore (davon wurde eins zu Unrecht aberkannt) erzielte, während Mielitz im Laufe dieses Spiels kaum mehr als 2x eingreifen musste.
 
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