Robin Dutt

Wie defensiv willst du denn stehen? Mit 11-Mann auf der eigenen Torlinie? Nochmal ich sehe nicht, dass wir zu offensiv spielen. Unsere ganze Grundausrichtung ist doch eher defensiv geprägt. Das war unter TS - wollte dazu nichts mehr sagen eigentlich - eben nicht der Fall. Nur weil wir seit Ende der Rückrunde angefangen haben mit der Mannschaft auch mal Torchancen zu kreieren, heißt das doch nicht, dass wir plötzlich eine offensivere Ausrichtung haben. Sicher ist sie offensiver als in den ersten Saisonspielen der vergangenen Saison.

Und wie gesagt diese Fehler und Nachlässigkeiten, die wir uns derzeit leisten, durch die unsere Gegentore fallen, passieren dir auch, wenn du noch defensiver stehts und fängst dir die Dinger trotzdem.
Daher noch mal die eher die Frage: Sollen wir bei eigenen Eckbällen jetzt mit vier oder fünf Mann am eigenen Sechzehner bleiben???
 
Sehe diese angeblich so offensive Ausrichtung nicht. Richtig ist, dass wir nicht mehr so tief stehen wie zu Beginn der abgelaufenen Saison. Allerdings setzen wir derzeit eher da an, wo wir letzte Saison aufgehört haben. In der ersten Hälfte hat das auch in Wolfsburg wieder ganz gut geklappt.

Unsere Gegentore fangen wir uns durch wirklich dumme, naive Fehler. Anders kann man es doch nicht ausdrücken. Wenn man alleine das 1:0 der Wölfe nimmt, dann hat das doch nichts mit einer zu offensiven Ausrichtung zu tun oder sollen bei eigenen Ecken nur Di Santo und Petersen im Strafraum stehen und der Rest steht weiter an der eigenen 16-Meter-Linie!? Auch beim zweiten der Tor der Wolfsburger stehen wir mitnichten zu hoch, sondern begehen dabei drei Fehler. Erst gehen drei Mann auf den Ballführenden Wolfsburger (die müssen den dann auch stoppen zur Not mit Foul), daher rückt dann die ganze Mannschaft zu weit nach links, weil ein Mann fehtlt, dann hat Busch zwei Leute im Rücken wovon er keinen wirklich deckt.


Die Angreifer/das Mittelfeld stehen teilweise sehr hoch. Die Abwehr nicht. Etwas, was unter TS ja schon oft zurecht kritisiert wurde. Bei Dutt haben wir da derzeit ganz ähnliche Probleme. Kompakt sind wir eben nicht.
 
Der Kader hat eine Qualität mit der so Platz 8 bis 18 möglich ist. Ist meine Meinung. Nicht mehr und nicht weniger. Ob es eher 8 oder eher 18 wird ist in erster Linie abhängig von...
Glück ?
individuellen Fehlern ?
individueller Form der Spieler ?
Wechselgedanken (Obraniak), privates Umfeld der Spieler ?

Schön wärs, bzw. das wär ja noch schöner. Nein, der Trainer gibt den Ausschlag. Wie er die Spieler taktisch und mental einstellt. Wie er ihnen Selbstvertrauen gibt, wie er sie auf individuelle Fehler einstellt. Fehler machen alle, hat viel mit Versagensangst zu tun.
Durchschnittliche Mannschaften mit überdurchschnittlichen Trainern spielen nicht durchschnittlich. Nein, sie bewegen sich an ihrem oberen Limit.
Dank des Trainers.
Ich finde, bei Werder wird - traditionell - der Trainer eher in Schutz genommen als die Spieler. Achja, ich bin deshalb übrigens noch lange nicht für einen sofortigen Trainerwechsel. Wie maddin schon sagte: Wechsel von Schaaf zu Dutt hat auch 0 gebracht, nur Geld gekostet. Und die Frage ist, ob die Verantwortlichen, die diesen Wechsel herbeigeführt haben, jetzt einen besseren Ersatz finden würden.
 
Die Angreifer/das Mittelfeld stehen teilweise sehr hoch. Die Abwehr nicht. Etwas, was unter TS ja schon oft zurecht kritisiert wurde. Bei Dutt haben wir da derzeit ganz ähnliche Probleme. Kompakt sind wir eben nicht.

Exakt.
Dutt hat mit Bartels und Galvez zwei Neulinge eingebaut. Hajrovic spielt nur sporadisch und das defensiv unterirdisch. Dazu zwei Stürmer, von denen sowohl Petersen als auch Selke kaum Land sehen. Der eine kann es nicht und der der andere ist noch zu grün.
Werders größte Bausetlle ist das defensive MF. Bartels ist defensiv sehr überschaubar, Galvez noch nicht reif genug und spielt noch auf D6, was er selber nicht will.
Die Fehlerketten beginnen bei Werder immer im def MF und enden bei mangelhaftem Stellungsspiel in der IV oder bei unserem schwachem Goalie.
Dutt hat die defensive Statik der Mannschaft zugunsten einer besseren Offensive verändert. Werder ist auf einem Abstiegsplatz, also ist der Plan nicht aufgegangen.
Natürlich hat Werder ein extrem schweres Anfangsprogramm, aber in Augsburg und gegen S04 war weitaus mehr drin.
In der jetzigen Verfassung wandeln sie auf den Spuren von Tasmania Berlin.
 
egsplatz, also ist der Plan nicht aufgegangen.
Natürlich hat Werder ein extrem schweres Anfangsprogramm, aber in Augsburg und gegen S04 war weitaus mehr drin.
In der jetzigen Verfassung wandeln sie auf den Spuren von Tasmania Berlin.

Halte ich für übertrieben. So, wie die Spiele und deren Psychologie gelaufen ist, war sogar in Leverkusen mehr drin (wenn nämlich Selke den Riesen netzt) und gegen Hoffenheim ebenso. Die Punktausbeute ist für das derzeit Gebotene zu wenig. Man muss sich jetzt einfach mal für ordentliche Spiele auch mal belohnen.
 
Die Aussagen von Dutt, dass Niederlagen gegen WOB oder Schalke normal seinen, dies halte ich für sehr bedenklich. Wenn diese Mannschaften in Bestform und mit bester Mannschaft antreten können, dann stimme ich ihm zu. Aber in beiden Spielen war dies nicht der Fall. Mit diesen Aussagen gibt er der Mannschaft doch ein hervorragendes Alibi. Am besten wir treten gegen die oberen 5 oder 6 Mannschaften nicht an, sparen uns Reisekosten und auch die Auflaufprämie und nehmen die 3 Gegentore am grünen Tisch. Und wenn ich heute lese, Dutt hat sich mit dem Mannschaftsrat beraten und alle stimmen überein die offensive Richtung beizubehalten. Wer ist eigentlich der sportlich Verantwortliche dieser Truppe, der Trainer oder die Spieler? Alles in allem habe ich den Eindruck Dutt ist so langsam am Ende mit seinem Latein.
 
Alles richtig, was Du schreibst. Nur! Das ist kein neues Phänomen in Bremen, dass wir extrem hohe individuelle Fehlleistungen haben. Das zieht sich hier schon seit Jahren durch die jeweilige Saison. Es ist nicht damit getan, den Spielern ihre Fehler aufzuzeigen und zu hoffen, dass diese dann weniger oder gar nicht mehr vorkommen. Das wäre ideal aber nicht in Bremen durchsetzbar.

:tnx:

Und das ist das Bedenkliche. In den letzten 4 Jahren wurde der größte Teil des Kader und der Trainer ausgetauscht und trotzdem ist losgelöst von den jeweils verwendeten Spielsystemen die Quote an individuellen Fehlern exorbitant hoch. Da fragt man sich schon, wie so etwas trotz der hohen Fluktuation möglich ist.
 
:tnx:

Und das ist das Bedenkliche. In den letzten 4 Jahren wurde der größte Teil des Kader und der Trainer ausgetauscht und trotzdem ist losgelöst von den jeweils verwendeten Spielsystemen die Quote an individuellen Fehlern exorbitant hoch. Da fragt man sich schon, wie so etwas trotz der hohen Fluktuation möglich ist.

Hohe Fluktuation ist kein Erfolgsgarant. Vielleicht wurde ja mit den falschen Leuten ausgetauscht.
 
Nein, waren sie nicht, auch wenn einige hier das noch so oft wiederholen.

Dann erklär doch bitte mal warum die Auftaktsiege gegen Braunschweig und Augsburg kein Glück waren. Gerade Augsburg hatte eine Vielzahl an klaren Torchancen. Werder hatte an dem Tag gefühlt einen einzigen Torschuss (ein Fernschuss von Ekici, den 95 Prozent aller Bundesligatorhüter gehalten hätten). Wenn das kein Glück war, sondern eine taktische Meisterleistung, dann bin ich sehr auf die Begründung gespannt.
 
Die vielen individuellen Fehler sind doch nichts Mystisches. Wenn sich eine Mannschaft von CL im Sturzflug befindet, dann kommt häufen sich überall die Fehler. Das war KATS Ära. Das ist Geschichte.
Wir haben einen fast komplett neuen Kader, plus TERD. Die sind ganz allein für die aktuellen Fehler verantwortlich. Nicht KATS, nicht die Stadt Bremen oder sonst eine geheimnisvolle Seuche.
 
:tnx:

Und das ist das Bedenkliche. In den letzten 4 Jahren wurde der größte Teil des Kader und der Trainer ausgetauscht und trotzdem ist losgelöst von den jeweils verwendeten Spielsystemen die Quote an individuellen Fehlern exorbitant hoch. Da fragt man sich schon, wie so etwas trotz der hohen Fluktuation möglich ist.

na ja, zu wenig Geld für Spieler ergibt in der Regel zu wenig Qualität, manche Systeme fordern gewisse Fähigkeiten von Spielern welche diese nicht haben und aus der Überforderung dann Fehler machen - oder Unterforderung kann auch noch sein, da glaub ich aber eher nicht dran.
 
na ja, zu wenig Geld für Spieler ergibt in der Regel zu wenig Qualität...

Das stimmt sicherlich, aber was ist denn die aktuelle Qualität des Kaders ?
Wenn es eh 2Liga Niveau wäre, dann könnte man kaum was machen, aber sooo oschlecht ist der Kader doch nicht. Der Trainer muss das beste aus dem machen was er hat.

Ausserdem hat Dutt ja gesagt, er würde nicht zu einem Verein gehen, der ihm 100 Mio für neue Spieler gibt, weil er doch Bremen so toll findet. Also scheint er ja Gefallen an dieser Herausforderung zu haben
 
mein Post war auf die Frage bezogen wo diese Fehler herkommen könnten.....

ich meine auch der Kader ist nicht soo schlecht, evtl. spielt er ja nur das unpassende System
 
Dieser "Virus" nimmt mir wieder den Trainer zu sehr aus der Verantwortung.

Keine Frage, der Trainer ist dafür verantwortlich, diese Fehler zu beseitigen. Keine Frage.
Trotzdem ist es schon auffällig, dass bei Werder immer wieder die gleichen Fehler seit Jahren auftreten, obwohl mittlerweile fast der komplette Kader und der Trainer ausgetauscht wurden. Da fragt man sich schon manchmal, was bei Werder anders ist, als bei anderen Clubs.
 
Dieser "Virus" nimmt mir wieder den Trainer zu sehr aus der Verantwortung.

Nein. Man kann diesen "Virus" von mir aus auch "Fuchs du hast die Gans gestohlen" nennen, aber es ändert nichts an der Tatsache, daß es die Aufgabe eines jeden Trainers ist, zusammen mit den Spielern die Fehlerquote zu reduzieren. Egal ob es sich um eine CL-reife Truppe (bei der die Behebung dieses Defizits aufgrund der nominellen Qualität sowie der Erfahrung eigentlich leichter bzw. schneller möglich sein sollte) oder um einen sowohl qualitativ als auch in Erfahrung bestenfalls durchschnittlichen Bundesligakader handelt.

Das Bedenktliche ist, daß weder ein Trainerwechsel noch die Fluktuation im Kader eine spürbare Besserung in dieser Causa gebracht haben.
 
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