Wir haben genau eine Sache in Halbzeit 2 richtig gemacht:
Im Strafraum bringt ständig noch jemand seine Birne oder sein Bein dazwischen um schlimmeres zu verhindern. Das Abwehrverhalten vor dem 16er hingegen ist eine einzige Zumutung. Diese Vielzahl an einfachen Ballverlusten erschwert uns selber, vernünftig das Spiel aufzubauen und bringt Leverkusen ins Spiel. Dass Leverkusen ständig Raum zu kombinieren hat liegt zu großen Teilen an unseremn Verhalten bei eigenem Ballbesitz. So weiterspielen, und die zweite Halbzeit läuft ganz böse.
Die drei Alutreffer sind natürlich Glück gewesen.
Dutts Taktik sehe ich zwiespältig. Einerseits ist der Versuch, entweder lange und/oder direkte Pässe zu spielen gegen die früh pressenden Leverkusener sehr sinnvoll, weil dadurch die Bälle genau dann in die Schnittstellen der Leverkusener Abwehr kommen, wenn sie grade gegen den Ball arbeiten. Dadurch tun sich auch Lücken auf dem Flügel der Leverkusener auf. Der verstärkte Einsatz von di Santo und Selke auf dem Flügel erscheint dahingehend zwar sinnvoll, geht aber nicht auf, weil die Bälle dort nicht gehalten werden und die Mitte ungefährlich ist, so dass die Leverkusener sich getrost und mühelos auf dem Flügel gegenseitig unterstützen können um uns zu stören.
Für uns gilt es in HZ II, vor dem 16er aktiver zu stören. Einerseits müssen wir die Zweikämpfe deutlich aggressiver führen (beispiel Galvez gegen Castro), andererseits sollte die gesamte Mannschaft, besonders Elia und Bartels, die Räume zwischen AV-Positionen und Mittelfeld besser zu schließen. Das sind wesentliche Schnittstellen, durch die sich die Leverkusener durchkombinieren.
Bei uns gefällt mir Garcia, weil er unser Umschaltspiel sehr beschleunigt. Wolf hat einige wichtige Bälle gehalten, wenngleich er einmal das 2:0 beinahe mitverschuldet hätte, weil er vor Kießlings Großchance nach vorne statt zur seite abgefaustet hat.