Robin Dutt

@maddin

Glaubst du in keinster Weise, dass das mit dem Kopf zu tun hat, diese drei Ausscheiden im Kopf, die Presse die schon nach dem vierten giert. Und es besser wird, wenn man den Kopf halbwegs frei hat zum ersten Buli-Spiel.
 
"Besser" wurde es auch letztes Jahr: Von einem ganz miesen Kick in Saarbrücken zu einem miesen kick in Braunschweig.

Natürlich sind wir in der Liga nicht so nervös und werden besser verteidigen. Schlechter geht ja auch kaum. Aber Fußballspielen werden wir dort immer noch nicht können.
 
Das sind sehr unrealistische Erwartungen.

Für mich nicht. Ich erwarte, dass der positive Trend der letzten Spiele der vergangenen Saison fortgesetzt wird. Das mache ich nicht an einem Spiel oder einzelnen Rückschlägen fest, die es sicherlich geben wird, sondern am Gesamteindruck.

Aber natürlich muss man jetzt auch noch mal abwarten, wie der Kader endgültig aussieht am 31.08.
 
Man kann diesen Hack- und Krück-Auftritt gegen Illertissen im Ergebnis auch als bestandene Bewährungsprobe beurteilen. Der Druck im Vorfeld der ersten DFB-Pokalrunde war sicherlich enorm, zumal man dreimal gegen Drittligisten ausgeschieden war. Da mag zwar keiner drüber reden, der Druck war trotzdem da, zumal ja in der Presse im Vorfeld ausgiebig über ein Ausscheiden gegen einen Viertligisten spekuliert wurde. DAS Thema ist zumindest erst mal vom Tisch. Möglicherweise war es ja ein Brustlöser. Diese Mannschaft ist derzeit so ungefestigt und instabil: Sie braucht Zuspruch und Zuneigung, dann wird sie auch bei Rückschlägen stabiler....Eine andere Möglichkeit haben wir bei dem limitierten Kader doch gar nicht, als Hege und Pflege und Geduld! Draufschlagen zerstört das fragile Gebilde mit Sicherheit ganz.......
 
Man kann diesen Hack- und Krück-Auftritt gegen Illertissen im Ergebnis auch als bestandene Bewährungsprobe beurteilen. Der Druck im Vorfeld der ersten DFB-Pokalrunde war sicherlich enorm, zumal man dreimal gegen Drittligisten ausgeschieden war. Da mag zwar keiner drüber reden, der Druck war trotzdem da, zumal ja in der Presse im Vorfeld ausgiebig über ein Ausscheiden gegen einen Viertligisten spekuliert wurde. DAS Thema ist zumindest erst mal vom Tisch. Möglicherweise war es ja ein Brustlöser. Diese Mannschaft ist derzeit so ungefestigt und instabil: Sie braucht Zuspruch und Zuneigung, dann wird sie auch bei Rückschlägen stabiler....Eine andere Möglichkeit haben wir bei dem limitierten Kader doch gar nicht, als Hege und Pflege und Geduld! Draufschlagen zerstört das fragile Gebilde mit Sicherheit ganz.......

So fragil seh ich das Gebilde gar nicht. Der Mannschaft scheint schon bewusst zu sein, wie es geht, wenn man 34 Spieltage Zeit hat, um etwas zu erreichen. Kreativ aus Eigenantrieb ist sie eher wenig, dazu hat man eine beispiellose Ausnahmesituation von 3 Erstrundenpleiten in Folge gegen unterklassige Teams und diesen Makel in einem einzigen Spiel auszuwetzen hat dann a) zu einer psychischen Blockade oder b) trotz eben dieser Situation zu ner überheblichen Herangehensweise in eben diesem einen entscheidenden Spiel geführt. Die Meinungen gehen dahingehend auseinander, ich tendiere jedoch zu Variante a). Wenn du dann in einem solchen Spiel deine hochkarätigen Dinger nicht machst, geht das Muffensausen eben los. Zum Glück gings gut aus, in Zukunft dürfen solche Aufgaben aber gern souveräner gelöst werden. Dazu bedarf es mMn aber auch einer anderen Aufstellung.
 
Ich erwarte, dass der positive Trend der letzten Spiele der vergangenen Saison fortgesetzt wird. Das mache ich nicht an einem Spiel oder einzelnen Rückschlägen fest, die es sicherlich geben wird, sondern am Gesamteindruck.

Aber natürlich muss man jetzt auch noch mal abwarten, wie der Kader endgültig aussieht am 31.08.

Dutt hat eigentlich nirgendwo im ersten Jahr wirklich was gerissen, sondern in seinen sonstigen 4-Jahres- Stationen in der Regel ab dem zweiten.

"Das verflixt gute zweite Jahr, Robin Dutt – Von der Bezirksliga in die Champions League"

Der Artikel, der während seiner Hinrunde in Leverkusen verfasst wurde, könnte zumindest ansatzweise die Muster erklären, die Dutt in der vergangenen Saison bei Werder charakterisierten.

Für mich scheint sein gesamtes, bisheriges Tun bei Werder vor allem aber eine Folge davon zu sein, dass Leverkusen ihn ziemlich verunsichert haben muss. Er scheint seitdem nicht vor Selbstvertrauen zu strotzen. Hat er früher immer größere Ziele ausgegeben, die kaum realisierbar waren, tut er heute stetig das Gegenteil. Ist er früher seinen Weg klar gegangen, mit der entsprechenden Spielidee, verbiegt er sich wohl mittlerweile zu seinen ungunsten. Sein Zickzackkurs in der vergangenen Werder- Hinrunde steht für mich irgendwie auch sinnbildlich hierfür.

Das war schon in Leverkusen sein großes Problem als nach und nach das ein oder andere schieflief, und bei gleichzeitig zunehmender öffentlicher Kritik war es dann seine erste Station, bei der er aufgrund der Gegebenheiten zwischenzeitlich auf reinen Pragmatismus umschaltete, was ihm letztlich den Job kostete.

Ich glaube fast, Dutt muss vor allem zuerst zu alter Selbstsicherheit wiederfinden. Genau das könnte vielleicht entscheidend dafür sein, ob er auf dem Leverkusen- Weg bleibt oder im zweiten Werder- Jahr zum Freiburg- Weg findet. Vielleicht.
 
Werder ist sicher keine Wohlfahrts-Institution, die sich genügend Zeit nehmen könnte, einen zweifelnden Bundesligatrainer moralisch wieder aufzubauen. Sprich: Entweder er packt es in dieser Saison, oder er wird es auf Bundesliga-Niveau zukünftig ganz schwer haben.
 
Auch das ist sicherlich - wenn auch mMn etwas oberflächlich betrachtet - richtig, DR AKR.

Wie auch der Vorwurf taktischer Phantasielosigkeit, hier mehrfach geäußert, gewiss nicht ganz falsch ist. Aber möglicherweise in diesem Zusammenhang erklärbar. Möglicherweise wird zuviel im Zuge der Beurteilung der Qualität des Kaders gewichtet, statt eine gewisse Idee zu verfolgen. Ob das dauerhaft erfolgreich sein kann, weiss ich nicht (der Fussball ist ja auch schnelllebig), für`s Erste ist mir das jedenfalls trotzdem lieber als es eine abstrakte Philosophie sein würde, die konsequent durchgezogen wird, obwohl anhand der gegebenen Umstände höchst absehbar zum Verderben verurteilt ist. Für`s Erste.
 
Ich würde es gar nicht "taktische Phantasielosigkeit" nennen, sondern Entscheidungsschwaeche. Ich lese immer Interviews von ihm, in denen er vorgibt, flexibel agieren und reagieren zu wollen. Das klingt nicht schlecht, funktioniert imho aber nur, wenn er ein funktionierendes Grundsystem einstudiert. Davon sind wir nach meinem Dafürhalten noch meilenweit entfernt. Seine Statements nach vielen Spielen der Vorsaison viele wirkten schwankend, zweifelnd, zaudernd. Auch zum jetzigen Zeitpunkt hat man nicht den Eindruck als wisse er, was er eigentlich wolle und wie genau er es zu erreichen gedenke. Seine Aussagen sind weiterhin eher beschwichtigend.

Mag sein, dass es in seinen Lev-Erfahrungen begründet ist. Er hatte allerdings schon einige Zeit, diese aufzuarbeiten. Viel mehr Schonzeit wird er vermutlich nicht bekommen. Niemand erwartet Wunderdinge von ihm. Ein klares Konzept sollte aber schon irgendwann, inzwischen sogar relativ zeitnah, erkennbar sein.
 
Werder ist sicher keine Wohlfahrts-Institution, die sich genügend Zeit nehmen könnte, einen zweifelnden Bundesligatrainer moralisch wieder aufzubauen. Sprich: Entweder er packt es in dieser Saison, oder er wird es auf Bundesliga-Niveau zukünftig ganz schwer haben.

Wirklich nicht? Gerade in der jüngsten Vergangenheit wurde sehr lange an einem zweifelnden Trainer festgehalten und zugesehen wie Werder von Jahr zur Jahr schlechter wurde.
 
Das wurde ja schon letzte Saison deutlich, dass RD aus seiner Leverkusener Zeit zum Teil die falschen Lehren gezogen hat.

Auf der anderen Seite weiss ich schlicht und einfach nicht wieso hier schon wieder über den Trainer disktutiert wird. Ich sehe da zu schlicht keinen Anlass.
 
Back
Top