Die bei anderen Vereinen tätigen "Einzelpersonen" prägen - jedenfalls für mich - ganz entscheidend, ob ich dem Verein Erfolg gönne oder nicht. Dieses schwarz-weiß Denken à la "ich freue mich über Dortmunder Niederlagen, weil ich die schon immer scheiße fand", kenne ich nicht. Auch die Bayern sind für mich stets nur so "scheiße" wie die dort handelnden Personen (Kicker und Verantwortliche). Und selbst die dort handelnden Personen haben für mich immer die Chance, aus einer Ecke rauszukommen, wenn sie sich nachhaltig ändern. Derzeit finde ich z.B. Dortmund relativ "scheiße", weil ich den Klopp mit seiner pseudo-witzigen aggro-Art absolut nicht ausstehen kann. Wenn ich da sympathiemäßig zwischen Klopp und "Pep" wählen soll, fällt mir die Wahl nicht schwer. Und selbst ein Spieler wie Robben, den ich lange Zeit zum Kotzen fand, hat bei mir inzwischen einige Sympathiepunkte sammeln können, da er sich regelmäßig reinhängt und sein vormaliges divenartiges Gehabe weitgehend abgelegt hat.
Ich habe nicht mehr gesagt, als dass ich einer Werder-Niederlage gegen Frankfurt (wenn sie denn "verdient" wäre) wenigstens etwas Positives werde abgewinnen können, weil ich Thomas Schaaf den Erfolg gönne. Wer bei einer solchen Aussage "Vaterlandsverrat" wittert, hat halt andere Grundwerte. Jedem das Seine.
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