@la_mariposa: Nochmal zum Ruf des Kuckucks: Was dem Buch in meinen Augen vollkommen abgeht, ist die Fähigkeit, den Leser an sich zu fesseln und ihn dazu zu treiben, die Lektüre nicht mehr aus der Hand legen und zu lesen aufhören zu können. Somit fehlt dem Roman also eine ganz bedeutende Eigeschaft, die gute Bücher auszeichnet. Dies ist auch einer der Gründe dafür, warum die Lektüre jetzt schon mindestens vier, fünf Wochen bei mir im Regal steht und Staub fängt, ohne weitergelesen worden zu sein. Was ich sagen will: Als Lektüre anbei und nebenher nett, mehr allerdings auch nicht.
Momentan lese ich, schulisch bedingt, "Ruhm" (Daniel Kehlmann) und privat den Medicus von Noah Gordon, welchen mein Geschichtslehrer desöfteren als Bezugsquelle genutzt hat, um den Unterricht zu unterstützen/zu veranschaulichen und bei mir Begeisterung für die Lektüre auslöste, wobei ich ihn schon länger auf der Liste hatte, allerdings stets mit Zweifeln verbunden, ob er das halten kann, was ich zuvor so über ihn hörte. Zum Medicus per se brauche ich wohl kaum etwas schreiben, dürfte jenen, die diesen Fred regelmäßig besuchen, ja hinreichend bekannt sein. Auf jeden Fall bringt der Medicus die oben kritisierte Eigenschaft bis zum jetzigen Zeitpunkt wahrhaftig und glücklicherweise mit. Kann er das konstant halten, was er auf den ersten 60. Seiten verspricht, wandert er in der Liste meiner bisherigen Top10 von 0 auf 1.