FC Bayern München

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Viele finden die Bayern scheiße, aber warum eigentlich?


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Anwälte von Hoeneß haben 27 Mio Steuerschuld akzeptiert und meinen, das hätte auch schon zu Beginn in der Selbstanzeige gestanden, morgen Plädoyers und Urteil.
 
Strafmildernd kann man berücksichtigen, dass der Angeklagte ja eigentlich voll geständig ist.

Ist er das? Wenn ich das gesamte Verfahren zusammenfasse, komme ich zu dem Schluss:

"Wir geben alles zu, was die Ermittler herausfinden. Wir halten alles geheim, was nicht entdeckt wird."

Die 15 Mio, die man anfangs eingestanden hat, scheint mir ein Ablenkungsmanöver gewesen zu sein. Ein Schuss ins Blaue, weil man ahnte, dass die Staatsanwaltschaft viel weiß, aber nicht wusste wieviel. Das ist doch keine Geständigkeit, wenn man erstmal 18,5 zugibt und anschließend, nachdem noch mehr Dreck hervorgegraben wurde, die 27,2 eingesteht. Überhaupt dachte ich heute, als die Verteidigung das zugegeben hat: Dann muss da noch mehr sein.

Ich sehe hier keinerlei Geständigkeit und schon gar nicht Reue.

Dass über die Wirksamkeit der Selbstanzeige kaum gestritten wurde, werte ich mal als Indiz, dass das Gericht (das ja die Anklage in dieser Form zugelassen hat) bei seiner ursprünglichen (natürlich nie geäußerten und von mir nur vermuteten) Auffassung bleiben wird.
Das hoffe ich mal.
 
Tja, bleibt die bange Frage, ob der FC Bayern München jeden Tag in der Zelle vorbeischaut, womit dann der ganze Verein mal hinter Gitter war...

*gröööhl*
 
Ich bleibe dabei: Gibt das keinen Knast, wird hier Steueranarchie ausbrechen. Jeder Steuerbürger kann argumentieren, dass er ja schon so viel Steuern gezählt hat. Darf er trotzdem Steuern hinterziehen? Alles ist relativ. Es wird hier bei Steuerburgern gepfändet, wenn es um ein paar 100 Euros geht. Das Urteil wird hochinteressant.
 
Wenn der Uli nicht in den Knast muss, wird er wahrscheinlich erstmal zum Rundumschlag ausholen und alle Medien, die seiner Meinung nach zu sehr seine Haftstrafe gefordert haben verklagen wollen :roll:
 
Wenn der Uli nicht in den Knast muss, wird er wahrscheinlich erstmal zum Rundumschlag ausholen und alle Medien, die seiner Meinung nach zu sehr seine Haftstrafe gefordert haben verklagen wollen :roll:


Eigentlich gehe ich auch davon aus. Morgen aber wird die Stunde des Verteidigers schlagen. Er wird morgen zu Höchstform auflaufen (müssen). Da er einer der anerkanntesten Steuerstrafverteidiger Deutschlands sein soll, darf man sehr gespannt sein auf seine Strategie.

Selbst bei einer Verurteilung Hoeneß` inklusive Freiheitsstrafe dürfte morgen noch nicht das letzte Wort gesprochen sein. Dann würde ich mit einer Revision rechnen.

Darum gehts mir gar nicht. Es ging mir nur darum, dass er in dem anderen Falle wenig bis keine Reue oder Demut zeigen würde, sondern gleich lospoltern würde. Da bin ich mir sicher.

:tnx: :roll: So kennen wir diesen "Macher des deutschen Fußballs". :roll: :face:
 
Ich bleibe dabei: Gibt das keinen Knast, wird hier Steueranarchie ausbrechen. Jeder Steuerbürger kann argumentieren, dass er ja schon so viel Steuern gezählt hat. Darf er trotzdem Steuern hinterziehen? Alles ist relativ. Es wird hier bei Steuerburgern gepfändet, wenn es um ein paar 100 Euros geht. Das Urteil wird hochinteressant.

Und genau da liegt das Problem! Die moralischen Folgen bei einer geringen Strafe in Sachen UH sind kaum vorzustellen! Da wird es sehr schwierig mit Argumenten zu kommen! Und Pfändungen sind da noch das geringste Problem, obwohl sie schon sehr einschneidend sind... Aber da gibts noch weit mehr...
 
Ich hab hier irgendwie das Gefühl, dass ein Großteil der User immernoch nicht verstanden hat, worum es morgen eigentlich geht. Um es nochmal klarzustellen. Wenn die Selbstanzeige morgen als wirksam angesehen wird, ist eine Bestrafung in jeglicher Form ausgeschlossen. UH muss die Steuerschulden nachzahlen und fertig.

Wird die Selbstanzeige als unwirksam angesehen, ist eine Bewährungsstrafe ausgeschlossen und er geht in den Bau.

Die Staatsanwaltschaft sagt Nein zur Wirksamkeit, die Verteidigung sagt ja zur Wirksamkeit.

Egal wie das Urteil morgen ausgeht, es wird in jedem Fall Revision eingelegt. Das ganze kann sich also noch ziehen.
 
Wisst ihr was? Auch wenn Hoeneß in den Knast wandert wird das kaum eine abschreckende Wirkung haben. Leute, die das im großen Stil machen, finden andere Wege... bei diesem maroden Rechtssystem gibt es ja weiterhin genug Schlupflöcher (Stichwort: Selbstanzeige).
Außerdem liegt er dem Steuerzahler durch seinen Knastaufenthalt nur weiter auf der Tasche und das Geld, was er veruntreut hat und früher oder später an den Staatsaparat geht, geht auch nur in die falschen Hände und fließt nicht dahin wo es gebraucht wird.

Eine einzige Farce und ein wunderbares Beispiel für die komplette Dysfunktionalität von Staat und Gesetz. -_-
 
Ich fände ja das Ableisten von Sozialstunden + extrem hohe Geldstrafe auch ganz interessant als Strafmaß. Aber dann richtig. 5 Jahre regelmäßg, 5 Tage die Woche in einer sozialen Einrichtung. Gerne auch unterschiedliche soziale Einrichtungen. So liegt er dem Steuerzahler nicht auf der Tasche und tut noch was gutes.
 
Sehe ich ähnlich, außerdem sollte der komplette Satz hinterzogener Steuern direkt in irgendwelche Projekte, Organisationen, Einrichtungen gehen und nicht erst an den Staat... sonst werden damit nur wieder die dicken Politiker-Diätbäuche gefüttert. :roll:
 
Wisst ihr was? Auch wenn Hoeneß in den Knast wandert wird das kaum eine abschreckende Wirkung haben. Leute, die das im großen Stil machen, finden andere Wege... bei diesem maroden Rechtssystem gibt es ja weiterhin genug Schlupflöcher (Stichwort: Selbstanzeige).
Außerdem liegt er dem Steuerzahler durch seinen Knastaufenthalt nur weiter auf der Tasche und das Geld, was er veruntreut hat und früher oder später an den Staatsaparat geht, geht auch nur in die falschen Hände und fließt nicht dahin wo es gebraucht wird.

Eine einzige Farce und ein wunderbares Beispiel für die komplette Dysfunktionalität von Staat und Gesetz. -_-

Nicht unser Rechtssystem ist marode sondern uns Steuerrecht ist eine Katastrophe.
 
Wie auch immer, ich sehe keinen Vorteil darin, wenn Hoeneß in den Knast wandert, abgesehen davon, dass einige dann ihre niederen Gelüste befriedigt sehen. :ugly:

Jahrelanges ableisten von Sozialstunden (So'n ganzen Tag in der Knastküche Essen auftischen ;)) find ich gut, der Kerl ist ja kein Psychopath der der Gesellschaft entzogen werden muss, trotzdem muss er etwas wiedergutmachen.
 
Zitat von Ulrich Hoeneß;2925881:
Ich hab hier irgendwie das Gefühl, dass ein Großteil der User immernoch nicht verstanden hat, worum es morgen eigentlich geht. Um es nochmal klarzustellen. Wenn die Selbstanzeige morgen als wirksam angesehen wird, ist eine Bestrafung in jeglicher Form ausgeschlossen. UH muss die Steuerschulden nachzahlen und fertig.

Wird die Selbstanzeige als unwirksam angesehen, ist eine Bewährungsstrafe ausgeschlossen und er geht in den Bau.

Die Staatsanwaltschaft sagt Nein zur Wirksamkeit, die Verteidigung sagt ja zur Wirksamkeit.

Egal wie das Urteil morgen ausgeht, es wird in jedem Fall Revision eingelegt. Das ganze kann sich also noch ziehen.

Wie du schon sagst ist es im Prinzip erst mal egal, wie morgen entschieden wird, da ja eine Revision möglich ist.

Die Tendenz ist aber sicherlich interessant.

Sehe ich ähnlich, außerdem sollte der komplette Satz hinterzogener Steuern direkt in irgendwelche Projekte, Organisationen, Einrichtungen gehen und nicht erst an den Staat... sonst werden damit nur wieder die dicken Politiker-Diätbäuche gefüttert. :roll:

Das Geld muss selbstverständlich an den Staat gehen.
 
Zitat von Ulrich Hoeneß;2925889:
Ich fände ja das Ableisten von Sozialstunden + extrem hohe Geldstrafe auch ganz interessant als Strafmaß. Aber dann richtig. 5 Jahre regelmäßg, 5 Tage die Woche in einer sozialen Einrichtung. Gerne auch unterschiedliche soziale Einrichtungen. So liegt er dem Steuerzahler nicht auf der Tasche und tut noch was gutes.

Ob sinnvoll oder nicht: das ist vollkommen ausgeschlossen. Für das, was er getan hat, gibt es laut Gesetz im Fall einer Verurteilung nun einmal nichts anderes als eine Freiheitsstrafe. Mindestens sechs Monate, höchstens zehn Jahre. Arbeit in einer sozialen Einrichtung wäre allenfalls theoretisch als Bewährungsauflage (und da in der Tat auch theoretisch über einen Zeitraum von fünf Jahren) denkbar. Fraglich wäre aber, ob so etwas noch zumutbar im Sinne des Gestzes wäre. Z.B. würde eine Fünf-Tage-Woche ja dazu führen, dass er praktisch keinem anderen Beruf mehr nachgehen könnte. Aber ohnehin müsste er dazu zu einer Strafe von max. 24 Monaten verurteilt werden, und das wird angesichts der immensen Summe nicht passieren.

Sehe ich ähnlich, außerdem sollte der komplette Satz hinterzogener Steuern direkt in irgendwelche Projekte, Organisationen, Einrichtungen gehen und nicht erst an den Staat... sonst werden damit nur wieder die dicken Politiker-Diätbäuche gefüttert. :roll:

Auch der Staat macht viele sinnvolle Sachen. Nicht nur, aber eben auch. Politikerdiäten sind jedenfalls ein verschwindend geringer Anteil an den Staatsausgaben.
Und das wäre ja noch schöne, wenn man sich durch Steuerhinterziehung letztlich quasi aussuchen könnte, für was das eigene Geld ausgegeben wird.

Ich persönlich finde Grundschulen und Jugendfreizeitheime klasse, andere finden Marschflugkörper zur Terroristenjagd viel wichtiger. Und der Weg, durch den wir Einfluss darauf nehmen, wie viel Geld für was ausgegeben wird, das sind Wahlen und sonstiges politisches Engagement.
 
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