Wolf: Hat immer wieder versucht, das Spiel schnell zu machen und die Bälle zumeist sehr präzise zum eigenen Mitspieler gebracht. Außerdem natürlich vor allem in der zweiten Halbzeit zwei überragende Paraden. Am Samstag ist er ein unglaublicher Rückhalt gewesen, 2,0.
Ignjovski: Stand auf Grund der Tatsache, dass es in den letzten Wochen desöfteren sogar nicht einmal für eine Kadernominierung gereicht hat, vollkommen überraschend in der Startelf und hat, obwohl er nicht auf seiner angestammten Position aufgelaufen ist und er zudem so lange Zeit keine Spielpraxis bekommen hat, das wirklich beachtlich gemeistert. Die vielen Angriffe und Konter der Gladbacher kamen nur äußerst selten über Werders rechte Seite, wo Ignjovski die Räume eng gemacht und sich keine Stellungsfehler geleistet hat. In der Zweikampfführung ruhiger und abgeklärter als gewohnt, in der Offensivbewegung hätte es durchaus etwas mehr sein dürfen, wenn er sich mit eingeschaltet hat, allerdings gute Vorstöße. Wie jüngst schon einmal geschrieben scheint er sich zudem im Bereich der Ballverarbeitung- und Kontrolle weiterenwickelt zu haben und hat in einer Szene, als ich mich fragte, ob es tatsächlich Iggy gewesen ist, einen M'Gladbacher förmlich und sinnbildlich auf dem Bierdeckel ausgetanzt, 2,0.
Prödl: Seit dem Leverkusen-Spiel in sehr anständiger Form und vor allem sehr konstant. Auch am Samstag wieder mit einer starken Leistung, die Spieleröffnung ist allerdings ein reines Grauen, 3,0.
Lukimya: Wieder einmal ein katastrophaler individueller Aussetzer. Momentan stellt er ein reines Sicherheitsrisiko dar, schließlich folgten nach dem ersten Aussetzer noch weitere Fehler, die Gladbach glücklicherweise ungestraft ließ. Dass Dutt ihn so frühzeitig ausgewechselt hat, um Druck von ihm zu nehmen und ihn vor sich selbst und dem Publikum zu schützen, war richtig, vielleicht allerdings ein wenig spät, da dies gerade in einer Phase kam, als er sich wieder etwas gefangen zu haben schien. Nun kann man nur appellieren, dass die durchaus berechtigte Kritik ihm gegenüber im Rahmen bleibt und keine unmenschlichen Züge annimmt. Lukimya ist ein wirklich sympathischer und freundlicher Zeitgenosse, auch wenn es sportlich nicht zu reichen scheint, 5,5.
Caldirola: Gefällt mir als linker Verteidiger fast schon besser als in seiner Rolle als Innenverteidiger, da er das Spiel von dort besser aufbauen und öffnende Bälle mit viel Schnitt spielen kann, 2,5.
Bargfrede: Entwickelt sich wieder zu einer echten Größe und einem echten Leistungsträger, momentan auf Grund seines unendlichen Einsatzes und Willens kaum wegzudenken. Im Bereich Ballverarbeitung- und Kontrolle und Technik ebenso weiterentwickelt wie Ignjovski, außerdem mittlerweile mit verstärktem Zug zum Tor, 3,0.
Makiadi: Während der Bereich des Zentrums, welcher formell Bargfrede zufiel, nahezu immer geschlossen gewesen ist und sich dort keine Räume geboten haben, haben sich umso mehr Räume in dem Bereich, für welchen Makiadi zuständig gewesen ist, geboten, weshalb es M'Gladbach zeitweise extrem leicht fiel, das Mittelfeld zu überbrücken und das Spiel zu verlagern. Keine Ahnung, warum er wieder in die Startelf gerückt ist, 5,0.
Junuzovic: In der ersten Hälfte habe ich mich gefragt, ob er überhaupt mitspielt, in der zweiten Halbzeit dann verbessert, allerdings oftmals unglücklich in seinen Aktionen. Sinnbildlich dafür die Aktion, bei welcher er den Ball -während eines Werder Angriffes- mit viel Einsatz im Spiel hält, auf diese Weise aber den Konter und Gegenzug des Gegners einleitete. Die ruhenden Bälle waren größtenteils grauenhaft, 4,0.
Obraniak: Braucht anscheinend kaum Eingewöhnungs- und Anlaufzeit und ich muss zugeben, dass ich schon jetzt absoluter Fan von unserem neuen Denker und Lenker bin. Körperlich mag er nicht der schnellste sein, anders als Ekici ist er allerdings zumindest im Kopf schnell und konzentriert und anders als Ekici ahnt er die Situationen, vielleicht auch auf Grund seiner Erfahrung, voraus und reagiert dementsprechend. Schon jetzt läuft unheimlich viel über ihn, er wird unheimlich oft von seinen Mitspielern gesucht und bestimmt schon jetzt das Tempo und die Intensität der Angriffe. Darüberhinaus funktioniert er schon jetzt als Ideengeber und Ballverteiler: dank seiner guten Bewegung im freien Raum und seiner technischen Klasse ist er immer anspielbar und kann die Bälle, sofern es die Situation erforderlich macht, zügig verteilen, von Pässen in die Schnittstelle, über Flanken aus dem Halbfeld bis zu langen und präzisen Diagonalpässen beherrscht er anscheinend alles. Darüberhinaus übernimmt er schon jetzt Verantwortung, denn würde er dies nicht tun, hätte er Kobylanski, welcher den Freistoß kurz vor Ende der Partie auch hat schießen wollen, zum Freistoß antreten lassen. Stattdessen geht er voran und versenkt das Ding weltklasse im Knick. Wie ihr seht, komme ich aus dem Schwärmen überhaupt nicht mehr heraus, ich bin schon jetzt absoluter Fan von ihm und seinem feinem linken Füßchen, 1,5.
di Santo: Auf der Außenbahn -wie bekannt- absolut verschenkt, in der zweiten Halbzeit allerdings wie ausgewechselt und mit deutlich mehr Selbstvertrauen, was einige gute Aktionen nach sich zog, 4,0.
Petersen: Gewohnt engagiert und das von Beginn an, was an Hand seines Pressings nach 20. Sekunden, wo ter Stegen das erste Mal unter Druck geraten ist, zu erkennen gewesen ist. Sollte seine Chancen aber auch mal nutzen, 3,5.
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Kroos: Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen mit Prödl, was auch gleich zu einer Großchance der Gladbacher führte, hat er sich gut eingefügt und man hat erkennen können, dass er die Rolle des Innenverteidigers schon in der U23 ausgefüllt hat, 2,5.
Kobylanski: Hat für frischen Wind gesorgt.
Elia: /