Hier geht's ja rund. Hochinteressante sehr emotionale Diskussion, aber meistens mit Niveau. Gefällt mir immer noch. Habe mich schon vor Jahren eingeschlichen, weil Werder als alter Angstgegner meines FCB, in meinen Anfangsjahren (80er) sogar jahrelang quasi unbezwingbar, immer auch eine Hassliebe war.
Von einem solchen Ergebnis hat man früher nicht mal geträumt.
Aber ich würde es auch nicht überbewerten. Werder hat erlebt, was passiert, wenn man gegen die heutigen Bayern nicht "draufgeht" (wobei "draufgehen" ja nicht so ablaufen muss wie bei Augsburg gegen Robben). Aber dennoch muss es auch nicht 0:7 ausgehen, Bayern hatte schon Spiele mit deutlich mehr Torchancen, die 1:1 ausgegeangen sind.
ich wünsche mir Werder wieder irgendwann als großen Gegener, schade, dass das seit Jahren gar nicht mehr klappt. Ob man dafür einen Neuaufbau in der zweiten Liga braucht, wie hier mehrfach formuliert wurde? Ich denke nicht, das ist sehr gefährlich, die Zeiten als große Vereine aus der Zweiten wieder eingeschlagen sind (z.B. VfB 1978, Werder 1981) sind so nicht wiederholbar. Was man mit wenig Geld bzw. quasi pleite (weiß nicht wie's da bei Werder aussieht) durch kluge Arbeit erreichen kann hat der BVB in den letzten Jahren gezeigt. Werder hat das Prinzip eigentlich erfunden, immer wieder gute junge Spieler heranziehen (oder entdecken) und über Jahre hohes Niveau spielen, dann natürlich auch mit den verdienten CL-Millionen.
Das Duo Allofs+Schaaf war ein Dream-Team, ein Glücksfall, so wie Klopp Watzke beim BVB oder Hoeness einst beim FCB, der damals übrigens auch im Mittelmass dümpelte.
Mit der derzeitigen Führung brauchts wohl Geduld, oder gibt es Alternativen?