Das ist aber nur eine von zumindest zwei Auslegungsvarianten.
Man könnte ebenso sagen: Jetzt unter Dutt/Eichin sieht man doch erst, wie gut in den letzten Jahren - auch unter immer schwierigeren Rahmenbedingungen - dann doch immer noch gearbeitet worden ist.
Die einen sehen es so, die anderen eben anders.
Wenn eine Mannschaft verunsichert auftritt, das Konzept des Trainers nicht umsetzen kann, es nicht schafft, mehr als 2 Pässe nacheinander an den Mann zu bringen, trotz voller Konzentration auf die Defensive (im Rahmen der Saisonvorbereitung und in der laufenden Saison) einen Schnitt von 1,5 Gegentoren pro Spiel aufweist, dann kann man das u.U. sicher auch als Beleg dafür sehen, dass es um die Zusammenstellung der Mannschaft nicht gut bestellt ist, dass zu wenig individuelle Qualität und mangelnder Teamgeist vorhanden ist.
Da man in Bremen allerdings ja immerhin seit Beginn der Vorbereitung zusammen ist und inzwischen 4-5 Spieler auch vom neuen Trainer geholt/eingebaut worden sind, kann die andere Sichtweise - dass es der neue Trainer einfach nicht versteht, mit dem vorhandenen Personal + "seinen" Ergänzungen etwas Sinnvolles auf die Beine zu stellen, aber doch auch nicht von vornherein als abwegig bezeichnet werden.
Wenn ein Trainer mitten in der Saison ins kalte Wasser springt, dann will ich die Erkllärungslinien, wie sie hier "zur Beruhigung" gepredigt werden, viel eher akzeptieren und nachvollziehen. Aber beim SV Werder haben wir nun mal eine andere Situation. Und - unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen des Engagements des neuen Trainers in Bremen ist mir das bislang definitiv zu wenig, als dass ich noch ein "gutes Gefühl" hätte, dass der richtige Mann verpflichtet wurde.