Da es hier ganz offensichtlich "erlaubt" ist bzw. regelmäßig als festehende Tatsache aufgetischt wird, dass der SV Werder unter TS am Ende "drei schlechte Jahre" erlebt hat, müsste es eigentlich auch erlaubt sein, diese "drei schlechten Jahre" etwas differenzierter zu betrachten - auch wenn diese Argumente im Rahmen der Trainerentlassung längst ausgetauscht wurden.
Erst einmal gab es in diesen "drei schlechten Jahren" selbstverständlich zumindest auch Phasen, die durchaus zeigten, dass TS sehr wohl auch neue Wege gehen kann, neue taktische Varianten erprobt - und dies auch unter deutlich schlechteren finanziellen und personellen Rahmenbedingungen (unter denen "litt" er nämlich ebenso - es ist ja nicht so, dass Diego, Özil, Pizarro und Co. erst zum Amtsantritt von Robin Dutt weg waren).
Jedenfalls in meinen Augen ist es keineswegs ein "Fakt", dass TS "nur ein System spielen ließ" oder "nur mit top Fußballern erfolgreichen Fußball auf den Rasen bringen" kann.
In der Hinrunde 2012/13 hat er - unter ähnlich schlechten Rahmenbedingungen - einen ganz ansehnlichen Fußball spielen lassen. Z.B. dass er (den Fehleinkauf) Arnautovic wenigstens in der Hinrunde 2012/13 irgendwie dazu bewegen konnte, fast durchgehend ansprechende Leistungen zu zeigen, war schon beeindruckend.
Es waren jedenfalls drei Jahre, die weder von den jeweiligen personellen Rahmenbedingungen zu Saisonbeginn (und im Saisonverlauf) her betrachtet, noch von der taktischen Ausrichtung und Spielidee her betrachtet über einen Kamm geschoren werden können.
Wenn einige hier auf der einen Seite die Ausgangslage zu Beginn der Saison 2013/14 gaaanz detailliert analysieren, dem neuen Trainer das eine oder andere "Loch" in der personellen Ausstattung zugute halten und selbst kleine Phasen in einzelnen Spielen als "mutmachende Zeichen für eine Entwicklung in die richtige Richtung" werten - auf der anderen Seite aber ständig nur pauschal von "drei grottigen Jahren mit Rumpelfußball" schreiben, dann ist das alles andere als redlich.
Aber - wenn User es schon ablehnen, die bloßen Vergleichszahlen der jetzigen "mutmachenden" Saison mit den drei vorhergehenden "Rumpelsaisons" gelten zu lassen kann, dann kann man eine objektivere, detailliertere Auseinandersetzung auch jenseits der Punkte und Tore wohl kaum erwarten.
Zu der (jetzt im Grunde nicht mehr so spannenden) Frage, welcher Anteil der Werder-Fans bei Saisonende 2012/13 wohl für einen Verbleib von Schaaf gestimmt hätte, möchte ich hinzufügen:
Wer die "Gedächtsnis-Choreo" in seiner Abwesenheit und seinen Empfang bzw. das Abfeiern seiner Person beim Frings-Abschiedsspiel gesehen hat, wird nicht auf die Idee kommen, dass es mehr als maximal 20% der Fans sein können, die es richtig fanden, ihn in die Wüste zu schicken.
Die Erklärungsansätze der Marke: "Ja klar haben ihm alle nochmal zugejubelt - wegen seiner Erfolge (als Höhepunkt das Double 2004) - aber gleichzeitig haben sich natürlich trotzdem fast alle gefreut, dass er endlich weg ist und es wieder aufwärts gehen kann" halte ich für völlig realitätsfremd. Ich denke natürlich, dass auch die paar wenigen "anti-Schaaf-Hardliner" hier im Forum auch ein bisschen mitgeklatscht haben beim Abschied. Dennoch - wenn die Mehrheit der Fans froh ist, dass ein Trainer entlassen wurde, sieht ein Abschied (auch ein freundlicher) von den Fans definitiv anders aus !
Ich hätte mich lieber von den paar "Hardlinern" getrennt als vom Trainer - aber diese Option hat man ja leider nicht.
Immerhin - einer der von Management/Vereinsführung erhofften positiven Effekte des Trainerwechsels ist tatsächlich 100% eingetroffen. Die Medien lassen den neuen Trainer (noch weitgehend) in Ruhe. Insbesondere die heimatlichen Medien haben sich offensichtlich eine gewisse Schonfrist auferlegt. Ich bin mal gespannt, wie lange das noch anhält.
Erst einmal gab es in diesen "drei schlechten Jahren" selbstverständlich zumindest auch Phasen, die durchaus zeigten, dass TS sehr wohl auch neue Wege gehen kann, neue taktische Varianten erprobt - und dies auch unter deutlich schlechteren finanziellen und personellen Rahmenbedingungen (unter denen "litt" er nämlich ebenso - es ist ja nicht so, dass Diego, Özil, Pizarro und Co. erst zum Amtsantritt von Robin Dutt weg waren).
Jedenfalls in meinen Augen ist es keineswegs ein "Fakt", dass TS "nur ein System spielen ließ" oder "nur mit top Fußballern erfolgreichen Fußball auf den Rasen bringen" kann.
In der Hinrunde 2012/13 hat er - unter ähnlich schlechten Rahmenbedingungen - einen ganz ansehnlichen Fußball spielen lassen. Z.B. dass er (den Fehleinkauf) Arnautovic wenigstens in der Hinrunde 2012/13 irgendwie dazu bewegen konnte, fast durchgehend ansprechende Leistungen zu zeigen, war schon beeindruckend.
Es waren jedenfalls drei Jahre, die weder von den jeweiligen personellen Rahmenbedingungen zu Saisonbeginn (und im Saisonverlauf) her betrachtet, noch von der taktischen Ausrichtung und Spielidee her betrachtet über einen Kamm geschoren werden können.
Wenn einige hier auf der einen Seite die Ausgangslage zu Beginn der Saison 2013/14 gaaanz detailliert analysieren, dem neuen Trainer das eine oder andere "Loch" in der personellen Ausstattung zugute halten und selbst kleine Phasen in einzelnen Spielen als "mutmachende Zeichen für eine Entwicklung in die richtige Richtung" werten - auf der anderen Seite aber ständig nur pauschal von "drei grottigen Jahren mit Rumpelfußball" schreiben, dann ist das alles andere als redlich.
Aber - wenn User es schon ablehnen, die bloßen Vergleichszahlen der jetzigen "mutmachenden" Saison mit den drei vorhergehenden "Rumpelsaisons" gelten zu lassen kann, dann kann man eine objektivere, detailliertere Auseinandersetzung auch jenseits der Punkte und Tore wohl kaum erwarten.
Zu der (jetzt im Grunde nicht mehr so spannenden) Frage, welcher Anteil der Werder-Fans bei Saisonende 2012/13 wohl für einen Verbleib von Schaaf gestimmt hätte, möchte ich hinzufügen:
Wer die "Gedächtsnis-Choreo" in seiner Abwesenheit und seinen Empfang bzw. das Abfeiern seiner Person beim Frings-Abschiedsspiel gesehen hat, wird nicht auf die Idee kommen, dass es mehr als maximal 20% der Fans sein können, die es richtig fanden, ihn in die Wüste zu schicken.
Die Erklärungsansätze der Marke: "Ja klar haben ihm alle nochmal zugejubelt - wegen seiner Erfolge (als Höhepunkt das Double 2004) - aber gleichzeitig haben sich natürlich trotzdem fast alle gefreut, dass er endlich weg ist und es wieder aufwärts gehen kann" halte ich für völlig realitätsfremd. Ich denke natürlich, dass auch die paar wenigen "anti-Schaaf-Hardliner" hier im Forum auch ein bisschen mitgeklatscht haben beim Abschied. Dennoch - wenn die Mehrheit der Fans froh ist, dass ein Trainer entlassen wurde, sieht ein Abschied (auch ein freundlicher) von den Fans definitiv anders aus !
Ich hätte mich lieber von den paar "Hardlinern" getrennt als vom Trainer - aber diese Option hat man ja leider nicht.
Immerhin - einer der von Management/Vereinsführung erhofften positiven Effekte des Trainerwechsels ist tatsächlich 100% eingetroffen. Die Medien lassen den neuen Trainer (noch weitgehend) in Ruhe. Insbesondere die heimatlichen Medien haben sich offensichtlich eine gewisse Schonfrist auferlegt. Ich bin mal gespannt, wie lange das noch anhält.


