Robin Dutt

Vorne Tore machen und hinten keine kriegen bedeutet, dass man wohl Meister wird ;) Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Vorne gefährlicher werden und hinten wenig zu lassen reicht erstmal.

Maddin sprach doch von Balance, nicht von Perfektionismus!

Ich habe nirgendwo geschrieben, dass wir eine Balance im Spiel haben, sondern das ich eine Entwicklung seit Braunschweig sehe, wo wir nur defensiv standen.

Maddin formulierte es so, dass die Entwicklungen seit Braunschweig unbefriedigend seien, nicht, dass es gar keine gegeben habe. (s.o). Daraufhin kam der Einwand von Dir, Du sähest das anders, weil... (s.o).

Dass wir in Braunschweig nur defensiv standen, haben viele hier damals auch bestritten und sprachen von einem verdienten Sieg. Gerade am Sonntag hat selbst Dutt im DOPA offenbar gesagt (ich selbst habe es mir nur sagen lassen), dass er die ersten beiden Spiele (auch das Heimspiel gegen Augsburg) als (sehr) schwach und das Ergebnis als glücklich empfunden hat. Das sahen viele "Experten" hier damals völlig anders!

Letztendlich kann man natürlich eine kleine Entwicklung attestieren. Die war mMn auch dringend erforderlich. Befriedigend war die Leistung gegen Freiburg dennoch nicht. Es bleibt aber die Frage, wie die Leistungen tatsächlich im Schnitt einzuschätzen sind. War das schlechte Spiel in Stuttgart der momentane Standard, das recht gute in Hamburg oder das durchwachsene gegen Freiburg?

Szenen wie gegen Freibug wo Fritz hinterläuft und dann auf Petersen flankt, der aus 5, 6 Metern aufs Tor köprfen kann hatten wir zu Beginn der Saison nicht. Gegen Nürnberg wollten wir zuviel und jetzt gehen wir wieder kleinere Schritte und damit bin ich zufrieden. Wenn wir weiterhin defensiv stehen und die Offensivaktionen sukzessive ausbauen, finde ich das ok.

:tnx:

Wenn das gelänge, wäre es ok. Bei eher defensivlastigem Personal und exrem defensiver Ausrichtung mag man derzeit nicht richtig dran glauben. Die nächsten Spiele werden gute Gradmesser sein, wo wir tatsächlich stehen.
 
Genau das ist eine Balance. Dass man vorne Tore macht und hinten wenige kriegt. Das sehe ich bei -3 Torverhältnis und nur 9 geschossenen Toren in 9 Spielen (zweitschlechtester Wert der Liga) überhaupt nicht als gegeben an. Unser Offensivspiel ist weitestgehend harmlos, planlos, einfallslos und vor allem unfassbar langsam. Wenn das eine Balance zwischen Offensive und Defensive sein soll, was wir da sehen, dann will ich eine Disbalnace zuungunsten der Offensive lieber gar nicht erst sehen.

Naja... Da schmälern der total verkorkste Auftritt gegen Frankfurt daheim und die schwache zweite Hälfte gegen Gladbach diese Bilanz allerdings ungemein. In den Spielen, in denen man das, was man sich vornahm, auch nur halbwegs umsetzte, erzielte man immerhin 8 - 5 Tore. Insofern sehe ich da noch kein akutes Balanceproblem. Solange die Null steht, hat man nun einmal den einen Punkt, der für Werder immer wieder wichtig werden kann. Und da die Prämisse gilt, erst einmal genügend Punkte zu sammeln und darauf aufbauend offensiv - spielerische Fortschritte zu erzielen, kann man momentan durchaus zufrieden sein. Über das Offensivspiel die Defensive zu entlasten - das ist nun einmal erst der zweite Schritt. Solange defensiv grundlegende Mängel bspw. im Umkehrspiel oder der Raumaufteilung herrschen, muss dort nun einmal angesetzt werden. Da kann der verwöhnte Fan verlangen, was er will, aber dies ist der einzig gangbare Weg. Und Rückschläge wie das enttäuschend magere Remis daheim gegen Freiburg gehören dann leider dazu.

Meiner Meinung nach sollte man den Trainingsfokus angesichts der nun folgenden Gegner auf Standards und das Konterspiel legen, denn viele Gegner, die jetzt auf Werder zukommen, werden versuchen, selbst die Initiative zu ergreifen. Eine Spielweise, die dem Werder der aktuellen Saison durchaus entgegenkommen dürfte. Man darf gespannt sein, allerdings sollte die aktuelle Punktausbeute bzw. der Tabellenstand nicht darüber hinwegtäuschen, dass man noch lange nicht übern Berg ist.
 
Ich bin auch der Meinung, dass Unterhaltung der Zuschauer im Vordergrund stehen sollte. Wir sollten uns nicht mit lästigen Dingen wie Punkte sammeln, Mannschaft stabilisieren, System entwickeln, Junge Spieler einbauen etc. aufhalten. Auch sollten wir keinen Konsolidierungskurs fahren. Kein Fan mag Sparmaßnahmen. Sparmaßnahmen sind buuuuuh. Wir sollten über unsere Verhältnisse leben und spektakuläre Leute holen, mit offenem Visier ins verderben rennen und Entertainment bieten.

Werder Bremen - We love to entertain you :daumen:
 
Ich bin auch der Meinung, dass Unterhaltung der Zuschauer im Vordergrund stehen sollte. Wir sollten uns nicht mit lästigen Dingen wie Punkte sammeln, Mannschaft stabilisieren, System entwickeln, Junge Spieler einbauen etc. aufhalten. Auch sollten wir keinen Konsolidierungskurs fahren. Kein Fan mag Sparmaßnahmen. Sparmaßnahmen sind buuuuuh. Wir sollten über unsere Verhältnisse leben und spektakuläre Leute holen, mit offenem Visier ins verderben rennen und Entertainment bieten.

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:daumen:

Wo steckt eigentlich der Arnautovic schon wieder?!

:lol:
 
Ich bin auch der Meinung, dass Unterhaltung der Zuschauer im Vordergrund stehen sollte. Wir sollten uns nicht mit lästigen Dingen wie Punkte sammeln, Mannschaft stabilisieren, System entwickeln, Junge Spieler einbauen etc. aufhalten. Auch sollten wir keinen Konsolidierungskurs fahren. Kein Fan mag Sparmaßnahmen. Sparmaßnahmen sind buuuuuh. Wir sollten über unsere Verhältnisse leben und spektakuläre Leute holen, mit offenem Visier ins verderben rennen und Entertainment bieten.

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Du könntest ja beim nächsten Heimspiel schon damit anfangen und selbstgemachte Konfitüre an die weiblichen Gäste verteilen.
 
Ich bin auch der Meinung, dass Unterhaltung der Zuschauer im Vordergrund stehen sollte. Wir sollten uns nicht mit lästigen Dingen wie Punkte sammeln, Mannschaft stabilisieren, System entwickeln, Junge Spieler einbauen etc. aufhalten. Auch sollten wir keinen Konsolidierungskurs fahren. Kein Fan mag Sparmaßnahmen. Sparmaßnahmen sind buuuuuh. Wir sollten über unsere Verhältnisse leben und spektakuläre Leute holen, mit offenem Visier ins verderben rennen und Entertainment bieten.

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lässiger beitrag von dir, ohne häme.
aber....
man kann auch mit geringen mitteln einen stil fahren, der der tradition des vereins entspricht.
angsthasenfußball, sparen, spielen um zu überleben ist eine spirale nach unten...in die bedeutungslosigkeit.
wenn man schon untergeht, dann mit anstand. man muss nicht auf teufel komm raus investieren, aber man kann mehr machen als beton anrühren. wie soll man sonst wieder zu alten höhen kommen?

ps: ich komme aus österreich, ich weiß bzw. habe gesehen wie man vereine zugrunde richten kann, believe me.
 
Ob man zu alten Höhen kommt, sprich dauerhafter CL-Teilnehmer wird, ist schwer zu sagen. Selbst KATS haben zu jeder Zeit betont, dass CL in Bremen eine absolute Besonderheit und alles andere als normal ist.

Aber wie man wieder noch vorne kommt, ist durch harte Arbeit, durch Integration junger Spieler, durch ein langfristiges Konzept, durch Ruhe im Verein, durch vernüftiges Wirtschaften, durch kreative Transfers.... also all das, was Werder auch von 1999 bis 2004 unter KATS nach vorne gebracht hat. Und was damals einige Jahre gedauert hat, wird jetzt auch wieder Geduld erfordern. Daher ist es mir aktuell völlig egal, wie unterhaltsam das Team spielt. Ich will nicht in den Abstiegskampf geraten und dabei nach und nach Automatismen einstudieren und Talente integrieren. Spieler wie Yildirim sind die Zukunft von Werder. Und ich hoffe, dass Lücke und Wurtz ne tolle Saison spielen und zurückkommen. Und und und... es gibt genügend Möglichkeiten, wenn man beharrlich einem Konzept folgt und diesen Weg geht und sich nicht von kurzfristigen Wellentälern abbringen lässt.
 
An der Art wie wir spielen erkennt man, allen Beteuerungen zum Trotz, den desolaten psychischen Zustand des gesamten Vereines. Man hat eine derartige Panik in einen Abwärtssog zu geraten, das man jede notwendige Freiheit im Spiel nach vorne zugunsten eines vermeindlich stabilen Systems vermissen lässt.

Das beste Beispiel wie man mit einfachsten Mitteln ein Offensivspiel aufziehen kann ist und bleibt Gladbach nachdem Favre übernommen hat. Der hat ebenfalls stark auf die Defensive geachtet, weswegen im Umschaltspiel meist nur vier Spieler den Weg nach vorne angetreten haben. Das reicht aber bei Balleroberung vollkommen aus um Dampf zu machen, der Rest sichert ab. Werders Offensivspiel aber ist so dermaßen von vermeindlicher Sicherheit geprägt das das "Tempo" in nahezu allen Fällen eine Sortierung der gegnerischen Abwehr zulässt und eben keine vier Spieler Tempo aufnehmen. Nimmt man dann noch hinzu wie unfassbar einfach wir die Bälle verschenken kann man nur konstatieren: Wir machen uns das Leben mit diesem Ungleichgewicht zugungsten von Sicherheit unnötig schwer, durch das fehlende Tempo zwingen wir auch selten einen Gegner sich zurückzuziehen womit Fehlpässe direkt Druck auf unser eigenes Tor erzeugen. Zu Dutts Verteidigung: Nach seiner Aussage wurde das Offensivspiel erst seit 1~2 Wochen in den Trainingsbetrieb aufgenommen. Das erklärt zwar wie unfassbar ungefährlich wir nach vorne sind, nicht jedoch wieso die spieler verlernt haben einen Pass unfallfrei über 5 Meter zu spielen...Mein Tipp: 16 Punkte am Ende der Hinrunde und Platz 15. Und dann beten das im Winter die herbeigeredete Balance auch mal auf dem Platz zu sehen ist....und vielleicht noch ein neuer Innenverteidiger neben Caldirola, der zwei Spiele am Stück fehlerfrei spielen kann...
 
.....
man kann auch mit geringen mitteln einen stil fahren, der der tradition des vereins entspricht.
angsthasenfußball, sparen, spielen um zu überleben ist eine spirale nach unten...in die bedeutungslosigkeit.
wenn man schon untergeht, dann mit anstand. man muss nicht auf teufel komm raus investieren, aber man kann mehr machen als beton anrühren. wie soll man sonst wieder zu alten höhen kommen?

ps: ich komme aus österreich, ich weiß bzw. habe gesehen wie man vereine zugrunde richten kann, believe me.

Es müssen anscheinend erst noch ein paar alte Zöpfe abgeschnitten werden, bevor wieder attraktiverer Fußball geboten werden kann. Man sollte diese Saison als eine Art Übergangsspielzeit betrachten, in der nicht viel mehr als das nackte Überleben zählt. Ich bin mir sicher, dass in wenigen Jahren wieder ein konkurrenzfähiges Team mit Ambitionen nach oben und vor allem mit Unterhaltungswert aufgeboten werden kann, wenn man die Verantwortlichen in Ruhe arbeiten lässt.
 
@ so_what


1899% Zustimmung :tnx:

Werder befindet sich derzeit in der schiwerigsten Aufbauphase seit dem Wiederaufstieg, denn wir erleben derzeit 1995 + 1999 reloaded im Doppelpack. Denn die Grün-Weißen sind nicht nur nach der langen und teilsweise erfolgreichen Zeit mit einem langjährigen Coach (wie 1995) mit einem neuen Trainer in die Saison gestartet, sondern sie müssen auch nach einem Beinahe-Abstieg den Kader trotz bescheidener finanzieller Mittel sukzessive umbauen, damit überhaupt die Basis schaffen kann, um eines Tages wieder schönen und erfolgreichen Fußball spielen zu können.

Aber das ist aber nun einmal langwieriger Prozess, der einige Jahre in Anspruch nehmen wird, bei dem auch Rückschläge unvermeidbar sind. KATS haben seinerzeit sehr gute Arbeit geleistet, bei der auch nicht alles gleich von heute auf morgen zum Guten gewandelt hat, sondern es auch einiger Jahre bedurfte - und sie hatten dabei qualitativ hochwertigte Spieler wie Bode, Eilts oder Herzog von ihren Vorgängern übernommen, nach denen wir uns heute erst recht die Finger lecken würden.
 
Erfolgreiches Mauern darf Dutt aber schon als Entwicklungsfortschritt verbuchen. Das hat es seit 2009/2010 so nicht mehr gegeben...

Alles andere braucht Zeit, oder hat hier jemand ernsthaft erwartet, dass nach 3 Monaten Euphorie aufkeimt?

Werder war vor der Saison neben Braunschweig Abstiegskandidat Nummer 2. Solange man die graue Mittelfeldmaus spielt, bin ich diese Saison schon zufrieden...

Nur weil Franz der Kaiser etwas rumposaunt muß man das nicht für bare Münze nehmen
 
@ so_what


1899% Zustimmung :tnx:

Werder befindet sich derzeit in der schiwerigsten Aufbauphase seit dem Wiederaufstieg, denn wir erleben derzeit 1995 + 1999 reloaded im Doppelpack. QUOTE]

Stimme dir insgesamt zu, aber sehe, auf deinen 1. Satz bezogen, den heutigen Kader als wesentlich "durchschnittlicher" an als den von 95 - 99.
Was mir aber - bei aller (heute) fehlenden Dynamik in der Offensive trotzdem ein gutes Gefühl gibt, ist, dass die Mannschaft wieder als solche auftritt - und das habe ich in der letzten Rückrunde oft vermisst. Wenn die Hinrunde so mit 20+ Punkten beendet wird, kann zumindest mit einger Ruhe auf die Rückrunde und einen sicheren Klassenerhalt gehofft werden.
Wenn dann - mit nachlassendem Druck - auch wieder schöne Spiele dazu kommen - dann war es eine gute 1. Saison für RD - :schal:
 
@ so_what


1899% Zustimmung :tnx:

Werder befindet sich derzeit in der schiwerigsten Aufbauphase seit dem Wiederaufstieg, denn wir erleben derzeit 1995 + 1999 reloaded im Doppelpack. QUOTE]

Stimme dir insgesamt zu, aber sehe, auf deinen 1. Satz bezogen, den heutigen Kader als wesentlich "durchschnittlicher" an als den von 95 - 99.
Was mir aber - bei aller (heute) fehlenden Dynamik in der Offensive trotzdem ein gutes Gefühl gibt, ist, dass die Mannschaft wieder als solche auftritt - und das habe ich in der letzten Rückrunde oft vermisst. Wenn die Hinrunde so mit 20+ Punkten beendet wird, kann zumindest mit einger Ruhe auf die Rückrunde und einen sicheren Klassenerhalt gehofft werden.
Wenn dann - mit nachlassendem Druck - auch wieder schöne Spiele dazu kommen - dann war es eine gute 1. Saison für RD - :schal:

20+ Punkte? Wie soll das denn gelingen??
 
Mon Mon ;-)

Wollt mich auch nochmal zu Wort melden. (Hab gerad mal genug von diversen Threads in unseren Foren zum Thema Phantomtor usw ;-) )

Also ich finde bisher hat sich Werder verbessert. Das katastrophale Verhältnis zb. von Torschüssen aufs eigene/gegnerische Tor find ich haben sich verbessert.

Ein paar Sachen kann ich aber nicht nachvollziehen oder bin einfach anderer Meinung.

Ihr legt alle sehr viel Wert auf die stabile Defensive. Ich muss dazu sagen, ich hab nie Ansatzweise sowas wie Profifußball selber "mitgemacht" - wie 99,9% hier vermute ich mal. Mir stellt sich die Frage, kann es denn ernsthaft sein das ein Trainer hergeht, und - 1. Liga wohlgemerkt- als Maßgabe rausgibt, das man die ersten 3 Monate sich erstmal mit Defensive beschäftigt ?

Irgendjemand hier ist da auch wieder aufs Thema Favre eingestiegen, was in den letzten Jahren wohl das best Beispiel ist. (Evtl. noch Ansatzweise Hoffenheim). Was hat er denn bitte angestellt ? Ist er dann Godfather-of-Mannschaftseinstellung, weil er es geschafft hat eine total verunsicherte schwache Mannschaft wieder zum Fußball zu animieren in Defensive UND Offensive ?
Die hatten auch Panik im Verein - ich mein, die waren in der Relegation ...
Trotzdem klappts!

Ich persönlich halte Favre zb für einfach einen "normal guten" Trainer, und ich kann nicht nachvollziehen das man es akzeptieren muss, das eine Mannschaft Offensiv wie die letzten Deppen auftritt, weil man sich ja erstmal 3 Monate mit der Abwehr beschäftigt im Training, und die Offensive erst seit 1-2 Wochen mit im Boot ist. ...Das find ich persönlich lächerlich oder einfach arm.


Desweiteren - hier mal wieder der Bezug zu Leverkusen von damals, hatten wir auch in der Entwicklung die gleichen Probleme. Die Abwehr war "solala", nicht doll aber auch nicht ganz mies. Die gesamte Vorwärtsbewegung war nur einfach viel viel viel viel zu starr, zu langsam, zu unkreativ = zu ungefährlich.

Und das als Gesamtbild kreide ich nachwievor Dutt an. Wie bei uns als auch bei euch. Sein gesamtes Verständnis von Fußball ist für mich zu sehr Schachbrett orientiert. Ka wie ich es anders beschreiben soll.
Das wird durch dieses ultra lahme, schlechte Angriffsspiel bestätigt - besonders wenn als Begründung kommt: Äh ja, die Abwehr hatte Vorrang, zum Sturm kam ich leider noch nicht.

Wahrscheinlich ist dann der dritte Schritt in der "Entwicklung", das man nachdem Abwehr und Sturm alles auswendig gelernt haben wie in einem Theater Stück, dazu bergeht und diese beiden Komponenten verbinden möchte - und den Spielern eine Art Passspiel beibringt oder wie ?

Kurz: Es wirkt einfach zu statisch, es ist besser als vorher - das ja, aber diese Art von Fußball - meine Meinung - wird keinen Erfolg langfristig haben. Es verbessert die schlimmsten Mängel, aber dauerhaft qualitativ bessern Fußball wird man so nicht erreichen. Übrigens egal mit welcher Mannschaft, hat man ja bei uns gesehen. (Unterstelle mal eine insgesamt bessere Qualität an Spielermaterial - hat trotzdem nix gebracht)
 
Kurze Einschätzung meinerseits:

Zum Ende der letzten Hinrunde waren wir ein fußballerischer Trümmerhaufen. Mit viel Glück haben wir den Klassenerhalt geschafft. Personell hätte es nicht sein müssen, dazu wäre nur die recht gute Hinrunde zu nehmen. Letzte Saison war ebenfalls ein Neuaufbau und verlangte Tragfähigkeit, nur schlug dieser Neuaufbau ins Gegenteil um. Was genau passiert war werden wir wohl nie erfahren - ist auch Schnee von gestern.

R.D. übernahm und es verließen uns wichtige Spieler mit Führungsqualitäten (z.B. Socke und K.d.B.). Ich las hier regelrechte Untergangsstimmungsbeiträge. Die Neuzugänge konnte niemand von uns richtig einschätzen.

Inzwischen hat sich IMHO unsere Mannschaft stabilisiert und selbst die Angst vor Niederlagen, die ich noch in den ersten Spielen erkennen konnte, hat sich einem gesunden Selbstvertrauen untergeordnet. Unsere Mannschaft kämpft und glaubt wieder an sich. Die Abgänge wurden kompensiert durch einen neuen Teamgeist, ich erkenne seit Jahren wieder eine Mannschaft, in welcher jeder für jeden die Fehler ausbügelt und kämpft, während wir vorher ein Fußballballett glichen.

Die Defensive steht IMHO wieder - trotz aller Kritiken hier an einzelnen Spielern dieses Verbundes. Bedeutet für mich: R.D. konnte aus den vermeintlichen schwachen Spielern eine Einheit formen. Das MF ackert wie verrückt, es entwickelt sich immer mehr zu einem System. Der Sturm ist z.Zt. noch ein laues Lüftchen, aber die Entwicklung von R.D. baut unser Team von "hinten nach vorne" auf. Ich sehe seine derzeitige als sehr positiv an, ich sehe endlich wieder Spieler, die auf dem Platz den Schiri auf Fehlentscheidungen hinweisen, die Emotionen zeigen. Ich sehe eine Rotation, ich sehe neue Nachwuchskräfte die an die Profis herangeführt werden. Kurzum: Der Aufbau schreitet voran und wenn wir es in dieser Art und Weise schaffen uns im gesicherten MF der Liga zu bewegen freue ich mich, sollte hierbei eine Serie herausspringen wäre es unglaublich schön, aber ich denke, die Entwicklung ist in die richtige Richtung gegangen und wird uns allen langfristig viel Freude, da auch Erfolg, bescheren. :schal:
 
Ich sehe es nach 9 Spielen eher wie Markus. Wie wir die Punkte geholt haben, weiß keiner mehr so genau, etliche waren unverdient. Insbesondere aber fehlt mir ein Konzept. Zwei massive Viererketten vor der Abwehr aufzubauen ist noch lange keines, das kann ich als Trainer auch vermitteln. Konzepte drücken sich eher darin aus, wie nach vorne gespielt wird, da muss man sich an Dortmund oder Gladbach orientieren, die nach Ballgewinn sofort versuchen, schnell in die Spitze zu kommen. Mir reicht der Fußball, den wir derzeit, nunja, spielen, nicht aus.

Davon abgesehen bin ich mit der Punkteausbeute und dem Einsatz der Mannschaft durchaus sehr zufrieden, es ist auch nicht alles schlecht. Nur eben denke ich, dass man das nach dem Mehltau der Schaaf-Ära auch mit einem Landesligatrainer aus Posemuckel hinbekommen hätte. Dass Dutt uns selbst positive Akzente beschert hat, kann ich bisher so nicht feststellen.
 
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