Wahl-O-Mat

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Abhängig würde ich mich eh nicht machen mit dem Wahl-O-Mat. Für mich stand vorher schon fest was ich Wählen werde. Das ganze taugt wahrscheinlich eh nur für die Leute die sich nicht entscheiden können. Für die Menschen die keine Lust haben Stundenlang die Parteiprogramme zu wälzen ist es schon hilfreich. Mehr aber auch nicht

ja, sehe ich ähnlich, aber da ich noch zwischen zwei Parteien schwanke hat mich der Wahl-o-mat dazu gebracht, mich mit einigen Punkten nochmal intensiver zu beschäftigen. Dafür ist er ne gute Sache. Meine Befürchtugn ist aber das tatsächlich viele, aufgrund des spielerischen Elements der Seite, ihre Entscheidung allzu sehr davon abhängig machen. Der Wahl-o-mat birgt also auch gewisse Risiken.
 
ja, sehe ich ähnlich, aber da ich noch zwischen zwei Parteien schwanke hat mich der Wahl-o-mat dazu gebracht, mich mit einigen Punkten nochmal intensiver zu beschäftigen. Dafür ist er ne gute Sache. Meine Befürchtugn ist aber das tatsächlich viele, aufgrund des spielerischen Elements der Seite, ihre Entscheidung allzu sehr davon abhängig machen. Der Wahl-o-mat birgt also auch gewisse Risiken.

:tnx::tnx:
 
Und was soll das ungültig stimmen bringen? Das wird statistisch erfasst, hat aber den gleichen Effekt wie das Nicht-Wählen, oder sehe ich das falsch?

Die ungültigen Stimmen fallen mit unter die Wahlbeteiligung. Ich hab bei der letzten Wahl mal alle Prozentwerte addiert. Da kamen nur knapp 94% bei raus. Das heißt: wählen genug Bürger ungültig, kommen selbst alle Parteien gemeinsam nicht über 50%. Und DANN...
 
Vor allem stimmt es nicht:

Stimmenthaltung und ungültige Stimme = Nichtwahl

Eine Stimmenthaltung und die Abgabe einer ungültigen Stimme haben beide den gleichen Einfluss auf das Wahlergebnis – nämlich keinen. Nur in einem Ausnahmefall – der Abgeordnetenhauswahl in Berlin (bis 2004 auch bei der Landtagswahl im Saarland) – gilt für die Berechnung der Fünf-Prozent-Hürde die Zahl der abgegebenen statt der gültigen Stimmen, so dass ungültige Stimmen hier einen marginalen Einfluss haben können. Im Übrigen zählen sowohl für die Sitzzuteilung als auch für die Prozentangaben im Wahlergebnis stets nur die gültigen Stimmen.

http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html
 
Dein Ergebnis verdeutlicht hervorragend, wie wenig Wert der Apparillo in Bezug auf die Programme der Parteien hat. Die Thesen sind oft zu vage und teilweise sogar unvollständig ausgedrückt, wodurch die Grenzen zwischen links und rechts verschwimmen. Die These mit der Mietobergrenze bei Neuvermietungen zB steht ausserbei der NPD nur bei sehr wenigen Parteien im Programm. Dass bei der NPD aber auch der Zusatz "zuerst für Deutsche" drinsteht, wird vom wahl-o-Mat verschwiegen.
Du bejast also eine soziale These und ZACK biste Nazi.

NationalSOZIALISTEN sind halt auch Sozialisten. Staatsgläubig bis in den Untergang! :ugly:
 
Tja, aber das sind liberale auch. Spätestens in der Krise landen sie immer beim Souverän und autoritären Staat.
 
Also mir hat der Wal-O-Mat schon was gebracht.

Ich konnte mir auf die Schnelle einen Überblick über die Tendenzen der kleinen, (mir) unbekannten Parteien verschaffen.
Trotzdem werde ich meinen Wahl-O-Mat-Sieger "21 Bündnis RRP" nicht wählen, weil Sie ihre Meinungen zu fast allen Fragen nicht begründen können/wollen.

Ich wollte definitiv keine der großen Parteien wählen, aber nachdem ich eine Übereinstimmung von 74% ermittelt und mir die Begründungen zu Gemüte geführt habe, werde ich mein Kreuz wahltechnisch "back to the roots" machen.
 
Am besten Wahl-o-Mat ignorieren und zuhause bleiben oder wenn man mag ungültig stimmen.

Warum sollte man zu Hause bleiben? Nicht wählen zu gehen ist der größte Fehler, den man machen kann. Warum? Ganz einfach: das rechte Völkchen wird geschlossen wählen gehen. Sinkt nun die Wahlbeteiligung, gewinnt jede Stimme dieser Pfeifen an Bedeutung. Und so weit soll es bitte doch nicht kommen.
 
Zitat von [SVW]Andi;2812735:
Warum sollte man zu Hause bleiben? Nicht wählen zu gehen ist der größte Fehler, den man machen kann. Warum? Ganz einfach: das rechte Völkchen wird geschlossen wählen gehen. Sinkt nun die Wahlbeteiligung, gewinnt jede Stimme dieser Pfeifen an Bedeutung. Und so weit soll es bitte doch nicht kommen.

:tnx:

Davon einmal ganz abgesehen denke ich, wir können uns freuen, dass wir nicht nur wählen gehen können, sondern auch hinlängliche Sicherheit haben, dass das Ergebnis nicht quasi vorher feststeht und entsprechend manipuliert wird. Das ist etwas, um das wir von Menschen in vielen Ländern beneidet werden. Daher finde ich, wir sollten es - bei aller Unzufriedenheit über die Parteien(Landschaft) - als Privileg verstehen, wertschätzen und nutzen.
 
Das hier:
Das ist etwas, um das wir von Menschen in vielen Ländern beneidet werden. Daher finde ich, wir sollten es - bei aller Unzufriedenheit über die Parteien(Landschaft) - als Privileg verstehen, wertschätzen und nutzen.
... sehe ich absolut genauso und ist auch der Grund, warum es für mich nicht infrage kommt, nicht zu wählen.

Aber das hier:
Zitat von [SVW]Andi;2812735:
Warum sollte man zu Hause bleiben? Nicht wählen zu gehen ist der größte Fehler, den man machen kann. Warum? Ganz einfach: das rechte Völkchen wird geschlossen wählen gehen. Sinkt nun die Wahlbeteiligung, gewinnt jede Stimme dieser Pfeifen an Bedeutung. Und so weit soll es bitte doch nicht kommen.

...halte ich für etablierte Panikmache. Entschlossene Wähler wählen, egal ob CDU, SPD oder halt NPD und Co. Ich habe noch keine logische Begründung gehört, warum ein enttäuschter Wahlberechtigter, der aus Trotz nicht wählen geht, nicht auch aus Trotz die "Alternative" NPD wählen sollte?

2009 waren 62 Mio Menschen wahlberechtigt. Selbst unter 20 Mio Nicht-Wähler wären mMn durchaus auch potentielle "Schlecht-Wähler" in nicht unerheblicher Zahl.

Klar ist man in Deutschland vorbelastet. Aber manchmal wird mMn der Eindruck erweckt, alle Rechten würden am Wahltag geschlossen in SS-Manier an die Urne gehen.
 
:tnx:

Man kann zumindest (prozentrechnerisch nicht ganz einwandfrei) sagen, dass man mit seiner Wahl gleichzeitig auch eine Stimme egalisiert, die für politische Positionen, die man ganz und gar nicht teilt, abgegeben wurde. Das gilt aber für alle erdenklichen Richtungen.

Und da der Nichtwähleranteil in der Gruppe Geringverdienender mit niedrigem Bildungsgrad mit Abstand am höchsten ist, bin ich mir tatsächlich nicht so sicher, was passiert, wenn es eine Wahlpflicht gäbe - oder was konkret passieren müsste, damit der durchschnittliche Bürger dieser Gruppe zur Wahl mobilisiert werden könnte. Ob das nur positiv ist, weiß ich nicht.
 
Ich persönlich glaube schon, dass rechte Parteien tendenziell ihre Anhänger eher motivieren können wählen zu gehen als andere Parteien dies können. Der Effekt, den das haben kann, dürfte aber bei einer Bundestagswahl kleiner sein als z. B. bei einer Landtagswahl in einem Land, in dem die Rechten per se erfolgreicher sind als auf Bundesebene.

Wahlpflicht - ich glaube, hier würden Partein wie die Linke mindestens so stark profitieren wie rechte Parteien (zum Glück, auch wenn ich mit den Linken inhaltlich vom Thema Mindestlohn abgesehen nichts anfangen kann).
 
Zitat von [SVW]Andi;2812735:
Warum sollte man zu Hause bleiben? Nicht wählen zu gehen ist der größte Fehler, den man machen kann. Warum? Ganz einfach: das rechte Völkchen wird geschlossen wählen gehen. Sinkt nun die Wahlbeteiligung, gewinnt jede Stimme dieser Pfeifen an Bedeutung. Und so weit soll es bitte doch nicht kommen.

Diese Aussage ist falsch.

Unter Menschen, die in Meinungsumfragen ein geschlossen rechtes Weltbild äußern, ist der nichtwähleranteil deutlich höher als im Durchschnitt. Und von denen, die trotzdem wählen, wählt nur die Minderheit NPD und Co., die meisten wählen CDU, SPD, AfD, Die Linke etc. pp. Denn wie sonst kommt man von, je nach Befragungstechnik, von 5-15% Rechten in der Gesamtbevölkerung zu ca. 1% NPD bei den abgegebenen Stimmen? Insofern ist das Argument nicht logisch.

Sollte aber wirklich eine rechte Gefahr oder eine Chance bestehen, die Linke bzw. die AfD im Parlament zu verhindern, dann behalte ich mir vor, eine Spaßpartei wie "Die Partei" zu wählen, weil das den Stimmanteil aller anderen Parteien senkt, wenn es viele machen.
 
Unter Nichtwählern ist auch der Anteil derer größer, die politisch nur geringes Interesse habe und damit i.d.R. auch weniger Hintergrundwissen verfügen. Bei denen besteht dann die Gefahr, dass sie durch einfache und emotional aufgeladene Argumentationen eher erreichbar sind als komplexere Begründungen, die oft politisches Vorwissen voraussetzen. Insofern denke ich auch, dass Nichtwähler eher Stimmmasse für extreme oder sog. alternative Parteien sind.
 
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