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Werdiknight
Guest
mmh also für mich ist und bleibt das eine sehr undurchsichtige Sache. Denn es wurde hier auch keine wirkliche Begründung gegeben warum man eine Sache bestraft wo zum Zeitpunkt der "Tat" überhaupt gar keine Grundlage dafür gab...
die verwarnung war regelwidrig. und gerade an regeln sollte man sich doch beim moderieren halten, oder nicht? ich weiß gar nicht, was es da noch von eurer seite aus zu verteidigen gibt. war eine klare fehlentscheidung. steht eben einfach dazu.
ist wie ein schiedsrichter, der zu einem deutlichen handspiel befragt wird, das er übersehen hat und anschließend dennoch behauptet, er hätte richtig entschieden.
Zitat von Fliegenfänger;2806679:Nein, man muss die Entscheidungen nicht so akzeptieren. Wenn etwas falsch ist, dann darf man das auch seinem Lehrer oder Chef oder sonst wem sagen.
Deine Vergleiche hinken auch ein klein wenig, denn es geht hier um die Sanktionierung eines Vergehens, bevor es diese neue Regel / Linie gab.
Wenn man eine härtere Linie fahren will, was auch richtig ist, dann kann ich doch nicht User bestrafen, die VORHER etwas falsch gemacht haben?
Dann lösche ich die Beiträge, verweise auf die neue Linie und gut ist....
Die Unterstellung kam von campino. Damit haben andere User, denen gegenüber ihr die Diskussion ebenfalls beendet, schlichtweg nichts zu tun.
mir geht das genauso. ich sitze eigentlich hier und schüttle die ganze Zeit mit dem Kopf. Weil man nun tatsächlich mit ner Sperre wegen Dingen rechnen muss, die vorher nicht verwarnungswürdig waren, weil man einfach mal die Regeln ändert ohne das das jemandem vorher bekannt war. Und tut mir leid, aber dafür fehlt mir einfach das Verständnis.

Mir fehlt hier offen gesagt auch jegliches Verständnis. Über die Wertung des Anlasses als solches mag man noch unterschiedlicher Meinung sein, aber ohne jegliche Grundlage zum Zeitpunkt eben dieser eine Verwarnung auszusprechen, entbehrt nun einmal jeder (sowohl - mindestens aus meiner Sicht - moralischen, wie auch "juristischen") Form der Legitimation. Dass dies dann zu einem gewissen "Aufschrei" in der Userschaft führt, sollte doch deutlich von der "Thematik Campino" (wenn ich dies mal so salopp formulieren darf) trennbar sein und bei einigermaßen differenzierten Blickweise auch nachvollziehbar sein. Eigentlich sollte dieser Aufschrei in diesem Fall sogar positiv bewertet werden, denn dies ist ein Zeichen dafür, dass es hier durchaus eine mündige, denkende Userschaft gibt, die es versteht Sachverhalte klar zu differenzieren - und entsprechend (sachliche) Kritik übt - ganz im Sinne der Sicherung einer klaren, verbindlichen Linie der Regeleinhaltung.

Dass man eine solche Entscheidung, die dieser Legitimation entbehrt, im "realen Leben" akzeptieren müsse, ist schlicht eine völlig unhaltbare, unwahre These, liebe opalo. Wenn ich als Arbeitgeber einen Mitarbeiter abmahne oder gar kündige, weil dieser sich über eine Verhaltensregel hinweg gesetzt hat oder einer Aufgabe nicht nachgekommen ist, die ihm zum Zeitpunkt der Abmahnung bzw. Kündigung nicht bekannt sein konnte, dann fliegt mir dies als AG vor jedem Gericht um die Ohren. Und warum? Weil dies hier keine Meinungsfrage ist, sondern im Prinzip nur eine Frage, ob man Grundwerte gesellschaftlicher Ordnung akzeptiert. Regeln sind eben dazu da, das gemeinsame Zusammenleben zu regeln und ALLE beteiligten Seiten (also in diesem Falle AG und AN und in unserem Falle wir User und ebenso auch Ihr als Mods) haben sich daran zu halten. Geschieht dies nicht, muss man dies eben nicht einfach akzeptieren, sondern es steht einem Menschen frei, sich zur Wehr zu setzen und darauf zu pochen, dass bestehende Regeln auch tatsächlich umgesetzt werden.
In jedem Fall ist ein solcher Akt in meinen Augen eine sehr gefährliche Geschichte und man betritt hier ein sehr dünnes Eis. Letztlich wird hiermit nun dem Vorwurf, den ihr Mods in der Vergangenheit völlig zu Recht des Öfteren zurück gewiesen habt, Tür und Tor geöffnet - dem Thema Willkür. Ein bestehendes Regelwerk ist und muss stets bindend sein - und zwar für ALLE beteiligten Seiten. Ansonsten stellt man es grundsätzlich in Frage, was wiederum dazu führt, dass dieses Regelwerk eben nicht mehr bindend ist und letztlich seinen Wert verliert. Und eben dies sollte wirklich das allerletzte sein, was ihr als Mods wollen könnt.

Dies alles sei völlig ohne jede Wertung zum Witz als solchem gesagt. Wie gesagt, man kann, wenn man dies als erforderlich ansieht, bestehende Regeln aufgrund eines Präzendenzfalles verschärfen, man kann selbstverständlich auch sofort reagieren und etwas, was man als nicht vertretbaren Beitrag ansieht, löschen und im Sinne einer Regelverschärfung natürlich auch abmahnen ("Sowas möchten wir hier künftig nicht mehr lesen, weil..."), aber, es kann nicht im Sinne dieses Forums und auch nicht in Eurem eigenen Sinne sein, wenn die bestehenden Regeln in Frage gestellt und somit die Userschaft zum Einen verunsichert wird, indem etwas sanktioniert wird, was zu diesem Zeitpunkt nicht sanktionierbar ist. Dies tut auch Eurer Position meiner Ansicht nach nicht gut, wenn Ihr Euch somit - wenn wohl auch unbeabsichtigt - quasi über das bestehende Gesetz hinweg setzt, indem Ihr Änderungen rückwirkend sanktioniert.
Werte Mods, ich habe Eure Arbeit immer sehr respektiert und finde es toll, was ihr hier leistet. Und ich finde persönlich viele Dinge, mit denen Ihr Euch hier rumschlagen müsst, unverschämt und absolut unangemessen und würde mir dies selbst nie antun wollen. Ich finde aber auch, dieser Kritik - und die ist in meinen Augen von Einigen hier nun sehr sachlich und differenziert geäußert worden - sollte man sich stellen und auch mal den ernsthaften Versuch unternehmen (möglichst) objektiv zu reflektieren, was hier geschehen ist... nämlich eine unzulässige Vermengung der legislativen und judikativen Mod-Aufgaben, wenn ich das mal so spitzfindig sagen darf...