Ich finde auch, dass es am Interview nicht viel auszusetzen gibt. Sehr souverän.
Was aber die Kritik angeht, so macht er es sich zu einfach. Denn es gab durchaus andere Kritikpunkte, die nicht mit den Finanzen tun hatten. Sei es seine unrühmliche Rolle bei der Born-Affäre, sei es das völlig unnötige und kontraproduktive Vorpreschen mit der Vertragsverlängerung für TS nachdem KA den Abflug gemacht hat.
Oder bei der 5ooooo Euro Ausleihe von Sokratis.
Erstaunlich viel Lobhudelei auf Lemke.
Da er der Chef im Ring ist,ist es müßig darüber zu debattieren,ob ein anderer es besser gemacht hätte,wenn er vor 2-3 Jahren seinen Hut genommen hätte.
Wenn ich Maddin so lese,erinnere ich mich an die in Stahlbeton gegossene Klarheit,daß Schaaf unumstößlich sei.
Ich gehöre nicht zu der Fraktion,die Lemke gleich wieder wegen eines ordentlichen Interviews eine Scherpe umhängen wollen.
Ich gehöre aber auch nicht zu denen,die hier pausenlos seinen Abgesang eingeheult haben.
Die Tatsache,daß sich hier langsam endlich wieder etwas bewegt,ist auch auf seinem Mist gewachsen.
Aber die Tatsache,daß dies hätte viel früher geschehen müssen,jedoch ebenso!
Seine Außenwirkung im 2.Teil der RR(keine Diskussion um Schaaf zuzulassen,öffentliche Auftritte in lokalen Diskussionsrunden peinlichst auszusparen)hat auf mich nicht souverän gewirkt.
Ohne Eichins Verpflichtung stünde er wahrscheinlich in einem ganz anderen Lichte da,als nunmehr nach einem sachlich angemessenen Interview.