Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Das Dumme daran ist, dass dieser Fussball, den Werder da lt. Deiner Aussage nur spielen kann, von Jahr zu Jahr weniger Erfolge zeitigt. Dies zumindest lässt sich nun eindeutig belegen.

Einiges von dem, was Karlotto dazu gesagt hat, kann ich teilen. Wobei ich weder behaupten würde, dass es sich belegen lässt, dass Werder auf dem absteigenden Ast ist, noch dass diese Aussage per se lächerlich ist. Ich wunder mich, woher solche apodiktischen Aussagen kommen. Wer weiß, was in zwei Jahren ist.
Die Tendenz, die du siehst, sehe ich auch. Vielleicht kann man in der Winterpause 06/07 ansetzen, seitdem fehlt Werder ein bisschen der Zauber, das Selbstverständliche um es kurz auszudrücken. Aber ich sehe nicht das Dramatische an dieser Situation.
Dass es nicht immer so weitergehen würde wie zuvor, ist zwar bedeuerlich, aber nicht unbedingt schon ein Grund, Werder die Erfolgsträchtigkeit abzuprechen.
Ich bleibe dabei: Auch wenn manches, was diese Saison durchschlägt, sich schon vorher angedeutet hat, ist sind das zwei Geschichten.
In der einen ging es darum, sich auf dem Topniveau zu etablieren und von da aus weiterzuentwickeln, es ging um einzelne Niederlagen, die Werder in Spitzenspielen kassierte und die den "nächsten Schritt" , internationale Erfolge oder einen nationalen Titel, verhinderten.
Das war richtig, aber richtig war auch, dass es Werder tzrotz der vorhandenen Defizite gelang, seinen Status bis zur letzten Saison zu stabilisieren.
Das wurde immer wieder unterschätzt.

In dieser Saison ist es nun so, dass Werder erstmals tatsächlich nicht nur Schwächen hat, sondern schwach (oder zumindest sehr unkonstant) ist, um es in einer Formel zusammenzufassen.
Aber gerade jetzt sehen wir wieder den Fußball, der Werder stark gemacht hat. Und ich sehe darin auch die Stärke, das Zwingende, das fast in Vergessenheit geraten wäre.
Natürlich ist auch fraglich, wie lange und stabil Werder ihn wird spielen können und wie weit man damit letztlich kommt.
Aber erstmal bin bzw. wäre ich wirklich froh, wenn Werder wieder zu dem Fußball zurückkehrt, den sie, so meine These, nur spielen können.

Ich mache mir wie schon oft erwähnt meine Gedanken zur Spielweise Werders, zu den Defensivschwächen und ich sehe da Probleme. Und ich mache mir auch meine Gedanken dazu, ob Schaafs Möglichkeiten sich irgendwann aufbrauchen oder schon dabei sind, sich aufzubrauchen.
Nur denke ich, und das zeigt gerade die Ära Schaaf, dass im Fußball sehr schnell alles ganz anders als vorher aussehen kann. Es ist möglich, dass plötzlich alle Stärken und Tugenden wie weggeblasen sind. Es ist aber auch möglich, dass aus einer Truppe des oberen Mittelfelds, die über den UI-Cup muss und dort scheitert, in einem Jahr eine Mannschaft wird, die Meister werden kann. Das macht den Fußball so faszinierend. Fußball ist zum Teil sicher Ordnung, System, Kalkül, Konzeption und Planung. Und ich betone deren Bedeutung immer wieder.
Aber Fußball ist auch Überraschung, das Unvorhergesehene, Spontane, das Wunder. Das war es, was ich durch meinen Ausgangsbeitrag ausdrücken wollte.

MFG dkbs
 
ich bin doch sehr ueberrascht, dass die mannschaft mit einem unentschieden zufrieden war. das hat man vorallem daran erkannt, dass wir am ende tatsaechlich auf zeit gespielt haben. da schleicht hugo vom platz, und wiese laesst sich alle zeit der welt mal einen konter einzuleiten. warum man allerdings mit einem unentschieden zufrieden ist, macht fuer mich null sinn. ein unentschieden hilft uns im moment genauso viel wie eine niederlage. verstehe ich einfach nicht. anscheinend hat die mannschaft mit der bundesliga abgeschlossen.
 
Naja der unterschied ist ja wohl immer noch ein Punkt.Und es hätte auch durchaus Hoffe gewinnen könne. Sie sind sicher nicht ohne ende zufrieden.Aber besser als ne Niederlage ist es allemal!!
 
War auch besser so, als wenn die Mannschafft am Ende nur noch nach vorne gestürmt wär und dann noch ein Tor reinbekommen hätte... Außerdem waren die platt. Die Punkte sind in anderen Spielen verloren gegangen.

100% Thomas Schaaf
 
Sicher ist der Unterschied ein Punkt, doch bringt uns ein Punkt unbedeutent weiter als eine Niederlage. Ich habe auch nicht verlangt, dass wir in der Schlussphase kopflos haetten nach vorne rennen sollen. Ich bin allerdings ueberrascht, dass man angefangen hat auf Zeit zu spielen. Das Zufriedensein mit einem Punkt signalisiert fuer mich ein bisschen, dass sich die Mannschaft in der Bundesliga schon damit abgefunden hat, dass es nichts mehr wird mit dem Uefa Cup. Oder wie soll man es sonst interpretieren?
 
schau dir einfach mal die punktedifferenz zu den uefa-cup-plätzen an. dann weisst du warum die da keine hoffnung mehr haben. nach unten hin sind es weniger punkte abstand. schlimm finde ich, dass ne mannschaft wie bayern, die absolute grütze in der RR spielt, auf einmal doch auf platz 2 steht. wie bescheuert sind die 5-6 mannschaften da vorne eigentlich ??? :confused:
 
Sicher ist der Unterschied ein Punkt, doch bringt uns ein Punkt unbedeutent weiter als eine Niederlage. Ich habe auch nicht verlangt, dass wir in der Schlussphase kopflos haetten nach vorne rennen sollen. Ich bin allerdings ueberrascht, dass man angefangen hat auf Zeit zu spielen. Das Zufriedensein mit einem Punkt signalisiert fuer mich ein bisschen, dass sich die Mannschaft in der Bundesliga schon damit abgefunden hat, dass es nichts mehr wird mit dem Uefa Cup. Oder wie soll man es sonst interpretieren?

Du hast völlig recht. Seit der 3-Punkte Regel sind Unentschieden einfach Mist. Da kann man besser jedes 2te Spiel verlieren wenn man die anderen gewinnt Also kann ich den hier verbreiteten Optimismus auch nicht ganz nachvollziehen. Und auf die Pokalwettbewerbe zu setzen ist reines Glücksspiel...und da ist unser SVW nicht gerade die Leuchte!!!!!
 
Über die Buli ist ein Uefa-Cup Platz meiner Ansicht nach nicht mehr drin.

13 Zähler Rückstand,das wird nichts mehr.Allerdings muss man punktemässig nach unten schauen,also abschenken darf man die Buli auch nicht.
 
@tsubasa

Da liegen aber die Nerven blank! Es gibt Dinge, bei denen ich @NewAgeEule einfach mal schützen muss.

wenn schaaf auf die defensive scheißen würde, hätten wir hier ganz andere ergebnisse und gegentore im dreistelligen bereich.
wenn unsere taktik ja ach so durchschaubar ist, warum gewinnen wir dann überhaupt noch spiele? vor allem gegen die spitzenmannschaften, bei denen das argument "größere individuelle klasse" sicher nicht zieht!?

Weil die Spitzenmannschaften mitspielen, wir hier mehr Möglichkeiten haben, unser Spiel, das System Schaaf, durchzubringen. Natürlich kann es auch da schief gehen, wenn Werder die eigenen Möglichkeiten nicht nutzt. Allgemein gesehen halte ich es allerdings für falsch, dies auf Spiele gegen Spitzen- oder Nichtspitzenteams zu beziehen.

Denn bei unserer Spielweise gibt es nur hopp oder top. Sitzen die Chancen, stimmen die Automatismen auf dem Platz und sind die meisten gut drauf, können wir nahezu jeden Gegner schlagen, viele auch mit 5 Toren bedienen. Gehen die Dinger nicht rein, sind mehrere Spieler Formschwankungen unterworfen usw., dazu noch der Gegner gut in Form, ist das für Werder fast tödlich. Wir sind dann kaum einmal in der Lage, unsere Spielweise der Tagesform der Spieler bzw. den gerade vorhandenen Möglichkeiten (wenn z.Bsp. Leistungsträger fehlen) anzupassen. Denn hier gibt`s nur eine Spielweise, ein System, egal wo, wie, wann und mit welchen Möglichkeiten. Werder betreibt immer einen hohen Aufwand.

der abgedroschene spruch "titel gewinnt man in der defensive" ist eben genau das! ein abgedroschener spruch, der schon mehrmals von offensivstarken mannschaften widerlegt wurde.

Wenn es denn mal so wäre!
Mir fällt leider kein Beispiel ein, wo die beste Offensive und die 8-meisten Gegentore Meister wurden.Vielleicht ManU 98-01, die in England mit 20 Punkten Vorsprung vorne waren, die meisten Treffer erzielten, dafür aber auch wenig Gegentore schluckten.

In 6 Jahren - seit 2003 (in jeder Statistik nachzuschauen!) erspielt sich Werder Bremen die meisten Chancen (ausser 05), schießt die meisten Tore, spielt den schönsten Fussball. Ist dabei eine Meisterschaft rausgekommen? Zeitgleich lagen wir in der Anzahl der Kontergegentore zwischen 04 und 07 auf den ersten 3 Plätzen, und sind da seit 07 sogar unangefochten vorne. Ein weiterer Beleg, dass die Offensivstärke nicht mehr alles zugunsten der Probleme in der Defensive drehen kann.

2004/2005
1. Bayern München 75:33 Tore 77 Punkte
2. FC Schalke 04 56:46 Tore 63 Punkte
3. Werder Bremen 68:37 Tore 59 Punkte
4. Hertha BSC Berlin 59:31 Tore 58 Punkte

2005/2006
1. Bayern München 67:32 Tore 75 Punkte
2. Werder Bremen 79:37 Tore 70 Punkte
3. Hamburger SV 53:30 Tore 68 Punkte
4. FC Schalke 04 47:31 Tore 61 Punkte

2006/2007
1. VFB Stuttgart 61:37 Tore 70 Punkte
2. FC Schalke 04 53:32 Tore 68 Punkte
3. Werder Bremen 76:40 Tore 66 Punkte
4. Bayern München 55:40 Tore 60 Punkte

2007/2008
1. Bayern München 68:21 Tore 76 Punkte
2. Werder Bremen 75:45 Tore 66 Punkte
3. FC Schalke 04 55:32 Tore 64 Punkte
4. Hamburger SV 47:26 Tore 54 Punkte

Statistik 2008/2009 nach dem 23.Spieltag
1. Hertha BSC 38:27 Tore 46 Punkte
2. 1899 Hoffenheim 49:31 Tore 42 Punkte
3. Bayern München 49:31 Tore 42 Punkte
4. VFL Wolfsburg 46:28 Tore 42 Punkte
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10. Werder Bremen 42:34 Tore 29 Punkte

erspielte Chancen: Stand 22.ST!
1. Werder Bremen 176

2. Bayern München 170
3. 1899 Hoffenheim 168
4. Bayer Leverkusen 155
5. VFL Wolfsburg 143
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12. Hertha BSC Berlin 104

Hertha hat somit 72 Tormöglichkeiten weniger kreiert und mit 7 Toren weniger als wir 15 Punkte mehr geholt (22.ST!). Schon die Saison 2004/2005, wo Bayern gerade einmal 7 Tore mehr erzielt, aber 18 Punkte mehr eingefahren und Schalke mit 12 Toren weniger 4 Punkte mehr geholt hat, zeigt das nur zu deutlich auf.

Ich war immer ein Freund des Offensivfussballs und habe das bis 2006 auch bei Werder so gelobt. Nur ging der Glaube daran verloren, als die Anzahl der Kontergegentore und albernen Niederlagen allmählich zum Synonym für Werder Bremen wurden. Den Lohn für diese Spielweise erntete Werder 2004, danach kaum mehr, zumindest wurde nicht annähernd das Optimum erreicht. Zum einen deshalb, weil Doppelbelastungen dazukamen, der Stil aber der gleiche blieb. Zum anderen, weil sich das Spielermaterial änderte, der Stil aber ebenfalls der gleiche blieb. Ausserdem hatten wir im Vergleich zu den Teams wie Bayern, Schalke, vielleicht auch HSV, die am Ende in der Tabelle vor oder knapp hinter uns standen, mMn eine zu grosse Diskrepanz im Verhältnis zwischen scheinbar unglücklich verlorenen und clever gewonnenen Spielen. Attraktiver Fussball ist gut für die Unterhaltung und Fussball ist nun mal Unterhaltung. Aber unter Berücksichtigung der progressiv steigenden Kommerzialisierung des Sports sind Ergebnisse enorm wichtig geworden. Und diesen Spagat schafft Werder einfach nicht.

Als Nachwuchscoach habe ich in 11 Jahren stets Wert auf das Spielerische gelegt und bin damit allzu oft auf die Nase gefallen. Musste lernen, dass es wichtiger ist, kompakter zu stehen. Was allerdings nicht ausschließt, dennoch von Fall zu Fall attraktiven Fussball einzufordern. Aber es muss das Maß stimmen. Deswegen gebe ich hier bewusst Aussagen kontra dieser zu lange eingefahrenen Sichtweisen.


....dass du als fan eher vollkommen offensichtliche entwicklungen absehen kannst, als all diejenigen die eigentlich etwas von ihrem fach verstehen sollten! lustig im übrigen, dass das argument "vorhersehbare entwicklung" gerade von dir und mick-werder gern mal angebracht wird, wo ihr doch schon in den spieltagsthreads zum dortmund, milan und wolfsburg spiel so toll bewiesen habt, wie gut ihr entwicklungen vorraussehen könnt!:rolleyes:

Es ist schön für dich, wenn das aus deiner Sicht tatsächlich immer nur Zufälle sind, die Rückrundenstarts usw. Für mich nicht. Ich bin mir auch sicher, dass die Werder-Verantwortlichen einiges davon schon lange erkannt haben, sonst wäre es ja komplette Inkompetenz und das glaube ich nicht. Nur liegt das Problem im Wesen und Umfeld des Vereins. Dass lieber nichts unternommen wird, weil wir ja unter dem Strich 5 Jahre die zweitbeste Mannschaft stellten.

Weder in Dortmund, in Wolfsburg, noch in Mailand hat das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft gestimmt, und genau das wurde jeweils schon in der Halbzeit kritisiert. Allerdings hat da unsere Offensivstärke den Erfolg gebracht, was gegen Bielefeld, Gladbach, Schalke, Cottbus eben nicht reichte, weil die Tormöglichkeiten vergeben wurden. Davon abgesehen war es mir auch gestern wieder ein Rätsel, warum bei einem Tabellenzweiten, der zudem bekanntlich gute Leute in der Offensive hat, Hoffenheimer Konter schon in der ersten Halbzeit 2-3mal ab der Mittellinie liefen. Und das hauptsächlich, weil Werder mit viel zu vielen Spielern ständig aufrückte und nicht, weil 1899 viele Werder-Akteure hinter dem Ball ausspielen musste.

man sollte aber auch nicht vergessen, dass weiterhin auf hohem niveau gejammert wird. noch sind 2 titel drin...davon einer sogar fast schon greifbar. das ist mehr als die meißten bundesligisten von sich behaupten können, selbst wenn die situation in der liga natürlich schwer enttäuschend ist. aber jetzt ist "festhalten" am trainer angesagt, die schwierige zeit kämpferisch durchstehen und nächste saison wieder in der spitzengruppe angreifen. ich will schaaf jedenfalls nicht so nachtrauern, wie die schalker das gerade bei slomka tun!

100% einverstanden!

ich bin doch sehr ueberrascht, dass die mannschaft mit einem unentschieden zufrieden war. das hat man vorallem daran erkannt, dass wir am ende tatsaechlich auf zeit gespielt haben. da schleicht hugo vom platz, und wiese laesst sich alle zeit der welt mal einen konter einzuleiten. warum man allerdings mit einem unentschieden zufrieden ist, macht fuer mich null sinn. ein unentschieden hilft uns im moment genauso viel wie eine niederlage.

Genau dieses Denken hat uns derart oft Niederlagen eingebracht!
Ausserdem konnte ich gestern kein Zeitspiel erkennen, viel mehr war es aus meiner Sicht so, dass Werder in der letzten halben Stunde mehr Risiko ging als Hoffenheim, eher die dann versuchten, zu kontern. Wenn Wiese das einmal macht, ist das kein Zeichen für die Ausrichtung des Teams.
 
Genau dieses Denken hat uns derart oft Niederlagen eingebracht!
Ausserdem konnte ich gestern kein Zeitspiel erkennen, viel mehr war es aus meiner Sicht so, dass Werder in der letzten halben Stunde mehr Risiko ging als Hoffenheim, eher die dann versuchten, zu kontern. Wenn Wiese das einmal macht, ist das kein Zeichen für die Ausrichtung des Teams.

Nochmal, ich habe nicht gefordert, dass wir kopflos nach vorne rennen. Ich habe mich nur gewundert, dass bei einigen Spielern es offensichtlich war, dass man mit einem Unentschieden zufrieden war. Das hat man am besten daran gesehen, dass Almeida bei seiner Auswechslung vom Platz geschlichen ist, und auch Wiese hat sich nicht unbedingt beeilt.

Ich weiss nicht wie du darauf kommst, dass mein Denken, man sollte in dieser Phase der Saison nicht auf Zeit spielen um ein Unentschieden zu retten, Niederlagen zur Folge hat. Ich wuerde jetzt mal raten, dass unser Ziel Spiele zu gewinnen, in den letzten Jahren zu mehr Siegen als Niederlagen gefuehrt hat.

Auch finde ich, dass viele Leute die falsche Rechnung anlegen. Es geht nicht um den Punkteabstand zu Platz 5, sondern um den Abstand auf Platz 6 und der waere mit einem Sieg in Hoffenheim 8 Punkte gewesen. Und wenn wir Stuttgart naechste Woche schlagen, dann waeren es nur noch 5 Punkte gewesen, und 5 Punkte kann man durchaus in 10 Spielen aufholen.

Wir haben allerdings nicht gewonnen. Unteranderem auch, weil anscheinend viele Spieler die Hoffnung aufgegeben haben.

Ich bleibe dabei, ein Unentschieden hilft uns einfach Null weiter.
 
Was man auch nicht vergessen sollte, die Art Fußball die sich Thomas Schaaf vorstellt, kostet auch eine ganze Menge Kraft. Das kannst du dir aber nicht leisten wenn du in drei wettbewerben vertreten bist, da musst du einfach auch mal im Schongang deine Spiele 1:0 gewinnen.

Man muss sich ja nur mal ManU in dieser Saison anschauen, die sind nicht an Liverpool vorbeigezogen weil sie nur hurra Fußball gespielt haben, vielmehr weil sie kompakt standen und ihre Spiele 1:0 gewonnen haben.

Das ist die Grundvoraussetzung für erfolgreichen Fußball und wenn die defensive stimmt, dann kann es trotzdem auch spiele geben die du drei oder vier zu Null gewinnst. Viele Tore und gleichzeitig wenig Gegentore, dass schließt sich nicht aus.

Und unter einer schlechten Saison verstehe ich das wir vielleicht nur mal fünfter werden und Uefa Cup spielen, diese Saison ist katastrophal, zu mindestens was die Bundesliga angeht.

Ich bleib dabei, mit dem Kader hätte Platz drei drinn sein müssen.

Und das wir fünf Jahre hintereinander CL gespielt haben, hat für mich auch nichts mit einem Weltwunder zu tun, kommt mir so vor als ob das einige hier so sehen.

Wir haben nur zurückgefunden zu alter Stärke die nach Otto Rehagel verloren ging, hinzu kam noch eine gewisse Konstanz, aber für Titel hats unterm Strich trotzdem nicht gelangt wegen der defensive und auch weil man oft zu viele Torchancen vergeben hat.
 
Einiges von dem, was Karlotto dazu gesagt hat, kann ich teilen. Wobei ich weder behaupten würde, dass es sich belegen lässt, dass Werder auf dem absteigenden Ast ist, noch dass diese Aussage per se lächerlich ist. Ich wunder mich, woher solche apodiktischen Aussagen kommen. Wer weiß, was in zwei Jahren ist.

So apodiktisch, absolutisch habe ich das auch gar nicht gemeint - und ich meine, auch gar nicht dargestellt. Ich schrieb:

ich sehe es nicht als unabwendbares Schicksal, dass die Mannschaft im Mittelmaß versinkt.

Was grundsätzlich die Interpretation offen lässt, dass es doch ganz anders kommt und Werder doch in den letzten Jahren eine Entwicklung zurück ins Mittelmaß genommen hat.

Ob dieses Jahr ein Trend oder ein Ausrutscher ist, hängt in erster Linie vom eigenen Handeln ab, in zweiter Linie vom Handeln der Konkurrenz und in dritter Linie, vom Glück. Da letzter Beide kaum beeinflussbar sind, bleibt nur, die eigenen Geschicke, durch möglichst vorausschauendes Handeln, zu optimieren. Wenn es Fehlentwicklungen gibt, wie sie innerhalb dieser Saison offensichtlich wurden, dann muss man halt im nächsten Jahr entgegenwirken.

Du schreibst ja selbst, dass Fußball auch ein gut Stück Überraschung ist. Für diese Aussage spricht, dass z.B. ein überaus durchschnittliches Team, wie das der Hertha BSC, momentan Tabellenführer ist. Wer hätte das im Vorfeld der Saison vorauszusagen gewagt? Welche sportlichen Kritirien sprechend dafür, dass diese Mannschaft zu diesem Zeitpunkt Tabellenführer ist, geschweige denn die realistische Chance besitzt, Deutscher Meister zu werden. Fußball ist nur bedingt vorausberechenbar. Dennoch wird hier so getan, als könne alles im Vorfeld der Saison ausgeschlossen werden. Eine gute Vorbereitung, ein gut aufgestellter Kader, eine taktisch gut eingestellte Mannschaft oder eine gute Vorbereitung auf die Saison können nur bis zu einem bestimmten Punkt, alle berechenbaren Wahrscheinlichkeiten auf Erfolg programmieren, nur bleibt immer noch ein gut Teil, der von vielen Faktoren der Saison in Abhängigkeit steht.

So ist das Leben. Man weiß nie, was man kriegt. Ein gutes Management zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass es mit diesen Unwegbarkeiten fertig wird und dann entgegensteuert. Innerhalb dieser Saison, scheinen so viele Faktoren die Mannschaft beeinflußt zu haben, dass von Außen kaum mehr Einfluss genommen werden konnte. Man kann schließlich nicht das ganze Team in der Winterpause austauschen.
Nach den vielen erfolgreichen Jahren gab es auch kaum Argumente dafür, das Team umzukrempeln. Schließlich war es Jahr für Jahr für die CL qualifiziert und da schien das Risiko, elementare Dinge zu verändern, größer, als das Risiko, alles beim Alten zu belassen. Jetzt ist es passiert und es werden Veränderungen notwendig werden, da die Mannschaft substantielle Probleme zu haben scheint. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Thomas Schaaf und Klaus Allofs nicht davon blenden lassen werden, sollte die Mannschaft noch einen guten Endspurt hinlegen und noch akzeptablen Tabellenplatz erreichen und vielleicht sogar noch einen Titel gewinnen. Man kann jetzt sicher nicht mehr einfach sagen "war doch alles richtig" - denn dafür war die Zahl der richtig schlechten Spiele, einfach zu hoch.

Ich freue mich dennoch auf einen hoffentlich gelungenen Endspurt. Thomas Schaaf und Klaus Allofs haben noch jede Menge Kredit. Zumindest bei mir.
 
@Mick-Werder: deine ansichten habe ich mittlerweile durchaus verstanden, zumal sie von dir auch schon häufig genug wiederholt worden sind...das ändert aber nichts daran, dass ich die meißten davon nicht teile!

aber noch zu einigen dingen:

Gehen die Dinger nicht rein, sind mehrere Spieler Formschwankungen unterworfen usw., dazu noch der Gegner gut in Form, ist das für Werder fast tödlich.

ich glaube kaum, dass es eine mannschaft gibt für die soetwas nicht tödlich wäre.

Denn hier gibt`s nur eine Spielweise, ein System, egal wo, wie, wann und mit welchen Möglichkeiten.

auch das sehe ich anders, habe ich aber auch des öfteren geschrieben. werder ist durchaus in der lage die spielweise zu variieren...im kleinen aber auch im großen. jüngstes beispiel habe ich schon genannt, als ich die 2. halbzeit gegen bayern erwähnt habe. natürlich bleibt eine große abweichung unserer hauptspielweise eher selten. kleinere änderungen sind aber dennoch immer mal wieder zu betrachten. das ist bei anderen mannschaften übrigens selten anders, was aber auch logisch ist....zuviele variationen können einer mannschaft durchaus schaden...jeder verein braucht eine spielweise, auf die er sich spezialisieren kann!

In 6 Jahren - seit 2003 (in jeder Statistik nachzuschauen!) erspielt sich Werder Bremen die meisten Chancen (ausser 05), schießt die meisten Tore, spielt den schönsten Fussball. Ist dabei eine Meisterschaft rausgekommen?
nein...keine meisterschaft, dafür aber eine fünfmalige platzierung unter den top 3! das zeugt von qualität, genauso wie die tatsache, der meißten herausgespielten chancen durchaus auch FÜR eine gewählte taktik spricht. du wirst nun die kontertore dagegen halten...und da hast du recht...denn diese sprechen GEGEN die taktik...und genau das ist der punkt: da kannst du jede spielweise der welt durchleuchten...bei allen wirst du stärken, aber auch schwächen finden. die offensive spielweise, die bremen bevorzugt bringt als stärke viele torchancen und als schwäche eine heftige anzahl an kontertoren mit sich. das heißt aber nicht, dass eine andere spielweise mehr efolg gebracht hätte. sicher wären einige gegentore durch konter weggefallen, aber dafür eben genauso etliche von uns geschossene tore. und mal ehrlich: von den letztjährigen platzierungen her ging es kaum viel besser, viel schlechter allerdings durchaus. weshalb also der wunsch nach einer radikaländerung? sicher sollte man versuchen die spielweise durch kleinere änderungen weiter zu optimieren und ich denke auch, dass man das sehr wohl versucht...man sollte allerdings nicht vergessen, wie unheimlich schwer soetwas ist! erst recht nicht, als jemand der von seiner couch aus meint alles besser machen zu können!
schaut euch nur mal um...geht mal in die foren der anderen vereine...schaut euch an was beim hsv, bei schalke, dortmund, bayern münchen, mittlerweile sogar schon unter den hoffenheimer fans geschrieben wird. da ist keiner mit der gewählten spielweise vollkommen zufrieden. da hat jeder an irgendetwas rumzumeckern...und das liegt eben genau daran, dass es DIE perfekte taktik nicht gibt und nie geben wird. da wird dann aber gerne auch mal über komplette inkompetenz des trainers geschimpft. aber nicht nur das: auswechslungen/einwechslungen werden als schwachsinnig abgetan, startaufstellungen als der größte schrott bezeichnet...so sind sie die fans...alles wissen sie besser, sitzen aber komischerweise vor der glotze oder in der kneipe, anstatt manchester united zu trainieren!



Hertha hat somit 72 Tormöglichkeiten weniger kreiert und mit 7 Toren weniger als wir 15 Punkte mehr geholt (22.ST!). Schon die Saison 2004/2005, wo Bayern gerade einmal 7 Tore mehr erzielt, aber 18 Punkte mehr eingefahren und Schalke mit 12 Toren weniger 4 Punkte mehr geholt hat, zeigt das nur zu deutlich auf.

du kannst dich aber sicher auch daran erinnern, dass es jahre gab in denen hertha weniger chancen kreiert hat UND auch deutlich weniger punkte geholt hat, oder!? denn davon gibt es so einige! und auch hier trifft das zu, was ich vorher schon erwähnt hatte: hätten wir defensiver gespielt, hätte das zwar weniger gegentore bedeutet, aber auf KEINEN FALL gleichzeitig auch mehr punkte! denn so einige geschossene tore wären nunmal ebenfalls weggefallen! bayern stand vor uns, da sie jahr für jahr einen stärkeren kader als wir zusammenstellen konnten bzw können und eben nicht weil sie defensiver ausgerichtet waren!
und außer bayern gab es, wie du ja weißt, auch keine einzige mannschaft, die erfolgreicher war als werder in den letzten jahren...und das obwohl einige vom spielerkader her sicher hätten mithalten können. sooo falsch und dumm kann unsere spielweise also kaum sein...auf alle fälle mal nicht dümmer als die der hamburger oder schalker! erfolg ist übrigens nicht gleichzusetzen mit titeln!

Ausserdem hatten wir im Vergleich zu den Teams wie Bayern, Schalke, vielleicht auch HSV, die am Ende in der Tabelle vor oder knapp hinter uns standen, mMn eine zu grosse Diskrepanz im Verhältnis zwischen scheinbar unglücklich verlorenen und clever gewonnenen Spielen.

das ist eine einschätzung, die weder die bayernfans, noch die schalker oder die hamburger mit dir teilen werden. denn jeder fan glaubt daran, dass seine mannschaft am häufigsten spiele unglücklich verloren hat. genauso wie jeder fan glaubt, die schiedsrichter hätten es alle nur auf die eigene mannschaft abgesehen, die schlechtesten spieler würden immer gegen sie treffen, formschwache mannschaften würden sich immer nur gegen sie aus der krise schießen usw usw...

Attraktiver Fussball ist gut für die Unterhaltung und Fussball ist nun mal Unterhaltung. Aber unter Berücksichtigung der progressiv steigenden Kommerzialisierung des Sports sind Ergebnisse enorm wichtig geworden. Und diesen Spagat schafft Werder einfach nicht.

:lol: schlechter scherz oder? ich kenne in deutschland KEINE mannschaft, welche dieser spagat so gut gelingt wie werder! ähnlich attraktiv spielte in den vergangenen jahren nämlich nur leverkusen. wie sehr hat denn dann bei denen der spagat nicht geklappt, wenn du ihn schon bei bremen als gescheitert siehst!? denn soweit ich weiß, ist das das erste jahr bei dem seit FÜNF (!!!) jahren die ergebnisse mal nicht so stimmen!

Als Nachwuchscoach habe ich in 11 Jahren stets Wert auf das Spielerische gelegt und bin damit allzu oft auf die Nase gefallen. Musste lernen, dass es wichtiger ist, kompakter zu stehen. Was allerdings nicht ausschließt, dennoch von Fall zu Fall attraktiven Fussball einzufordern. Aber es muss das Maß stimmen. Deswegen gebe ich hier bewusst Aussagen kontra dieser zu lange eingefahrenen Sichtweisen.

du glaubst also als nachwuchscoach mehr erkenntnisse zu haben als schaaf, der mittlerweile seit 22 jahren trainer ist und davon bereits 10 jahre profitrainer bei einem der spitzenmannschaften in deutschland!? :rolleyes:versteh mich nicht falsch...das soll nicht respektlos wirken, denn es ist eine sehr ordentliche sache, den nachwuchs zu trainieren...aber weshalb hats denn nicht zu mehr gereicht!? wenn du dich schaaf überlegen in deinen erkenntnissen fühlst, weshalb bist du nicht trainer bei werder oder irgendeinem anderen bundesliga spitzenteam!? bekomm das nicht in den falschen hals...wie geschrieben: ich will die arbeit für ein nachwuchsteams keinesfalls kleinreden, ich kann nur nicht verstehen, wie du ernsthaft glauben kannst in deinen 11 jahren nachwuchscoach mehr gelernt zu haben als ein schaaf in 8 jahren jugendtrainer, 4 jahren amateurtrainer und 10 hocherfolgreichen jahren profitrainer!? da komm ich nicht ganz mit!


Es ist schön für dich, wenn das aus deiner Sicht tatsächlich immer nur Zufälle sind, die Rückrundenstarts usw. Für mich nicht. Ich bin mir auch sicher, dass die Werder-Verantwortlichen einiges davon schon lange erkannt haben, sonst wäre es ja komplette Inkompetenz und das glaube ich nicht.

wie geschrieben, denke ich schon, dass einiges noch zu optimieren und zu ändern wäre...das wird man auch ganz sicher schon versuchen, nur "einfach" das dann auch umzusetzen...das ist es bei leibe nicht!
über den letzten satz musste ich übrigens lachen...du GLAUBST also nicht, dass die werder verantwortliche komplett inkompetent sind?? stimmt...wissen kann man das ja nie:rolleyes:

Weder in Dortmund, in Wolfsburg, noch in Mailand hat das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft gestimmt, und genau das wurde jeweils schon in der Halbzeit kritisiert.

bei unserer spielweise KANN das defensivverhalten auch nicht perfekt stimmen...was eben der bereits erwähnte nachteil dieser spielweise ist...der aber auch erwähnte vorteil der offensivpower hat dennoch dazu geführt, dass das defensivverhalten der dortmunder, mailänder und auch wolfsburger schlechter war als unseres. ich weiß immer noch nicht, was an einem 1:0 in dem fall taktisch besser gewesen wäre als an einem 5:2...oder habt ihr ein 7:0 in wolfsburg, ein 3:0 in dortmund und ein 5:0 in mailand erwartet? wer bei einem 5:2 sieg bei der heimstärksten mannschaft der bundesliga, einem 2:1 gegen die bis dato daheim ungeschlagenen borussia oder einem 2:2 bei dem tabellendritten der italienischen liga herummosert bis zum geht nicht mehr, hat meiner meinung nach nicht mehr alle beisammen!
manchmal habe ich das gefühl, einige sehen mit einem 1:0 sieg oder gar einem 0:0 unentschieden eine bessere taktische leistung verknüpft als mit einem 5:2 sieg...das ist aber ein irrglaube...denn geschossene tore sind einer taktik im gleichen maße zuzuschreiben wie verhinderte!
 
*chr* *chchchcchrrrr*

oups.

Bevor ich jetzt sinnlos wiederhole warum Schaaf weg sollte:

100 % Super - TS

Das macht Sinn!

:svw_applaus:

:svw_schal:
 
@tsabusa

Nicht schlecht für die Uhrzeit :D

Schöner (und in meinen Augen treffender) Beitrag! :tnx:


In dieser Saison fallen viele Dinge zusammen, die ich auch allesamt schon mehrmals aufgeführt habe. Es gibt mehrere Stellschrauben an den man drehen kann bzw. muss, größere und kleinere. Die Taktik steht dabei für mich lange nicht an erster Stelle.
 
So apodiktisch, absolutisch habe ich das auch gar nicht gemeint - und ich meine, auch gar nicht dargestellt. Ich schrieb:



Was grundsätzlich die Interpretation offen lässt, dass es doch ganz anders kommt und Werder doch in den letzten Jahren eine Entwicklung zurück ins Mittelmaß genommen hat.

Ob dieses Jahr ein Trend oder ein Ausrutscher ist, hängt in erster Linie vom eigenen Handeln ab, in zweiter Linie vom Handeln der Konkurrenz und in dritter Linie, vom Glück. Da letzter Beide kaum beeinflussbar sind, bleibt nur, die eigenen Geschicke, durch möglichst vorausschauendes Handeln, zu optimieren. Wenn es Fehlentwicklungen gibt, wie sie innerhalb dieser Saison offensichtlich wurden, dann muss man halt im nächsten Jahr entgegenwirken.

Du schreibst ja selbst, dass Fußball auch ein gut Stück Überraschung ist. Für diese Aussage spricht, dass z.B. ein überaus durchschnittliches Team, wie das der Hertha BSC, momentan Tabellenführer ist. Wer hätte das im Vorfeld der Saison vorauszusagen gewagt? Welche sportlichen Kritirien sprechend dafür, dass diese Mannschaft zu diesem Zeitpunkt Tabellenführer ist, geschweige denn die realistische Chance besitzt, Deutscher Meister zu werden. Fußball ist nur bedingt vorausberechenbar. Dennoch wird hier so getan, als könne alles im Vorfeld der Saison ausgeschlossen werden. Eine gute Vorbereitung, ein gut aufgestellter Kader, eine taktisch gut eingestellte Mannschaft oder eine gute Vorbereitung auf die Saison können nur bis zu einem bestimmten Punkt, alle berechenbaren Wahrscheinlichkeiten auf Erfolg programmieren, nur bleibt immer noch ein gut Teil, der von vielen Faktoren der Saison in Abhängigkeit steht.

So ist das Leben. Man weiß nie, was man kriegt. Ein gutes Management zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass es mit diesen Unwegbarkeiten fertig wird und dann entgegensteuert. Innerhalb dieser Saison, scheinen so viele Faktoren die Mannschaft beeinflußt zu haben, dass von Außen kaum mehr Einfluss genommen werden konnte. Man kann schließlich nicht das ganze Team in der Winterpause austauschen.
Nach den vielen erfolgreichen Jahren gab es auch kaum Argumente dafür, das Team umzukrempeln. Schließlich war es Jahr für Jahr für die CL qualifiziert und da schien das Risiko, elementare Dinge zu verändern, größer, als das Risiko, alles beim Alten zu belassen. Jetzt ist es passiert und es werden Veränderungen notwendig werden, da die Mannschaft substantielle Probleme zu haben scheint. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Thomas Schaaf und Klaus Allofs nicht davon blenden lassen werden, sollte die Mannschaft noch einen guten Endspurt hinlegen und noch akzeptablen Tabellenplatz erreichen und vielleicht sogar noch einen Titel gewinnen. Man kann jetzt sicher nicht mehr einfach sagen "war doch alles richtig" - denn dafür war die Zahl der richtig schlechten Spiele, einfach zu hoch.

Ich freue mich dennoch auf einen hoffentlich gelungenen Endspurt. Thomas Schaaf und Klaus Allofs haben noch jede Menge Kredit. Zumindest bei mir.

Man darf sich einfach nicht auf Erreichtem ausruhen. Stillstand ist Rückschritt! Selbst die erfolgreichsten vereine der Welt verändern ihren Kader jedes Jahr. Dies macht man, um eine Dynamik innerhalb des Kaders zu gewährleisten. Nichts zu tun war einfach fahrlässig von Werder!
 
Man darf sich einfach nicht auf Erreichtem ausruhen. Stillstand ist Rückschritt! Selbst die erfolgreichsten vereine der Welt verändern ihren Kader jedes Jahr. Dies macht man, um eine Dynamik innerhalb des Kaders zu gewährleisten. Nichts zu tun war einfach fahrlässig von Werder!

Werder hat doch durchaus etwas getan. Man kann zwar darüber diskutieren, ob es das Richtige war, aber der Vorwurf des Nichtstuns ist haltlos.

GWG Niedersachse
 
@ tsabusa

:tnx::tnx::tnx:

@ traditionsverein:

1) stimmt es nicht, dass wir nichts getan haben

2) soll es auch schon mannschaften gegeben haben, die davon profitiert haben, dass wenig aenderungen vorgenommen wurden. eingespieltheit soll nicht von nachteil sein.
 
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