@tsubasa
Da liegen aber die Nerven blank! Es gibt Dinge, bei denen ich @NewAgeEule einfach mal schützen muss.
wenn schaaf auf die defensive scheißen würde, hätten wir hier ganz andere ergebnisse und gegentore im dreistelligen bereich.
wenn unsere taktik ja ach so durchschaubar ist, warum gewinnen wir dann überhaupt noch spiele? vor allem gegen die spitzenmannschaften, bei denen das argument "größere individuelle klasse" sicher nicht zieht!?
Weil die Spitzenmannschaften mitspielen, wir hier mehr Möglichkeiten haben, unser Spiel, das System Schaaf, durchzubringen. Natürlich kann es auch da schief gehen, wenn Werder die eigenen Möglichkeiten nicht nutzt. Allgemein gesehen halte ich es allerdings für falsch, dies auf Spiele gegen Spitzen- oder Nichtspitzenteams zu beziehen.
Denn bei unserer Spielweise gibt es nur hopp oder top. Sitzen die Chancen, stimmen die Automatismen auf dem Platz und sind die meisten gut drauf, können wir nahezu jeden Gegner schlagen, viele auch mit 5 Toren bedienen. Gehen die Dinger nicht rein, sind mehrere Spieler Formschwankungen unterworfen usw., dazu noch der Gegner gut in Form, ist das für Werder fast tödlich. Wir sind dann kaum einmal in der Lage, unsere Spielweise der Tagesform der Spieler bzw. den gerade vorhandenen Möglichkeiten (wenn z.Bsp. Leistungsträger fehlen) anzupassen. Denn hier gibt`s nur eine Spielweise, ein System, egal wo, wie, wann und mit welchen Möglichkeiten. Werder betreibt immer einen hohen Aufwand.
der abgedroschene spruch "titel gewinnt man in der defensive" ist eben genau das! ein abgedroschener spruch, der schon mehrmals von offensivstarken mannschaften widerlegt wurde.
Wenn es denn mal so wäre!
Mir fällt leider kein Beispiel ein, wo die beste Offensive und die 8-meisten Gegentore Meister wurden.Vielleicht ManU 98-01, die in England mit 20 Punkten Vorsprung vorne waren, die meisten Treffer erzielten, dafür aber auch wenig Gegentore schluckten.
In 6 Jahren - seit 2003 (in jeder Statistik nachzuschauen!)
erspielt sich Werder Bremen die meisten Chancen (ausser 05), schießt die meisten Tore, spielt den schönsten Fussball.
Ist dabei eine Meisterschaft rausgekommen? Zeitgleich lagen wir in der Anzahl der Kontergegentore zwischen 04 und 07 auf den ersten 3 Plätzen, und sind da seit 07 sogar unangefochten vorne. Ein weiterer Beleg, dass die Offensivstärke nicht mehr alles zugunsten der Probleme in der Defensive drehen kann.
2004/2005
1. Bayern München 75:33 Tore 77 Punkte
2. FC Schalke 04 56:46 Tore 63 Punkte
3.
Werder Bremen 68:37 Tore 59 Punkte
4. Hertha BSC Berlin 59:31 Tore 58 Punkte
2005/2006
1. Bayern München 67:32 Tore 75 Punkte
2.
Werder Bremen 79:37 Tore 70 Punkte
3. Hamburger SV 53:30 Tore 68 Punkte
4. FC Schalke 04 47:31 Tore 61 Punkte
2006/2007
1. VFB Stuttgart 61:37 Tore 70 Punkte
2. FC Schalke 04 53:32 Tore 68 Punkte
3.
Werder Bremen 76:40 Tore 66 Punkte
4. Bayern München 55:40 Tore 60 Punkte
2007/2008
1. Bayern München 68:21 Tore 76 Punkte
2.
Werder Bremen 75:45 Tore 66 Punkte
3. FC Schalke 04 55:32 Tore 64 Punkte
4. Hamburger SV 47:26 Tore 54 Punkte
Statistik 2008/2009 nach dem 23.Spieltag
1. Hertha BSC 38:27 Tore 46 Punkte
2. 1899 Hoffenheim 49:31 Tore 42 Punkte
3. Bayern München 49:31 Tore 42 Punkte
4. VFL Wolfsburg 46:28 Tore 42 Punkte
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10.
Werder Bremen 42:34 Tore 29 Punkte
erspielte Chancen: Stand 22.ST!
1. Werder Bremen 176
2. Bayern München 170
3. 1899 Hoffenheim 168
4. Bayer Leverkusen 155
5. VFL Wolfsburg 143
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12. Hertha BSC Berlin 104
Hertha hat somit 72 Tormöglichkeiten weniger kreiert und mit 7 Toren weniger als wir 15 Punkte mehr geholt (22.ST!). Schon die Saison 2004/2005, wo Bayern gerade einmal 7 Tore mehr erzielt, aber 18 Punkte mehr eingefahren und Schalke mit 12 Toren weniger 4 Punkte mehr geholt hat, zeigt das nur zu deutlich auf.
Ich war immer ein Freund des Offensivfussballs und habe das bis 2006 auch bei Werder so gelobt. Nur ging der Glaube daran verloren, als die Anzahl der Kontergegentore und albernen Niederlagen allmählich zum Synonym für Werder Bremen wurden. Den Lohn für diese Spielweise erntete Werder 2004, danach kaum mehr, zumindest wurde nicht annähernd das Optimum erreicht. Zum einen deshalb, weil Doppelbelastungen dazukamen, der Stil aber der gleiche blieb. Zum anderen, weil sich das Spielermaterial änderte, der Stil aber ebenfalls der gleiche blieb. Ausserdem hatten wir im Vergleich zu den Teams wie Bayern, Schalke, vielleicht auch HSV, die am Ende in der Tabelle vor oder knapp hinter uns standen, mMn eine zu grosse Diskrepanz im Verhältnis zwischen scheinbar unglücklich verlorenen und clever gewonnenen Spielen. Attraktiver Fussball ist gut für die Unterhaltung und Fussball ist nun mal Unterhaltung. Aber unter Berücksichtigung der progressiv steigenden Kommerzialisierung des Sports sind Ergebnisse enorm wichtig geworden. Und diesen Spagat schafft Werder einfach nicht.
Als Nachwuchscoach habe ich in 11 Jahren stets Wert auf das Spielerische gelegt und bin damit allzu oft auf die Nase gefallen. Musste lernen, dass es wichtiger ist, kompakter zu stehen. Was allerdings nicht ausschließt, dennoch von Fall zu Fall attraktiven Fussball einzufordern. Aber es muss das Maß stimmen. Deswegen gebe ich hier bewusst Aussagen kontra dieser zu lange eingefahrenen Sichtweisen.
....dass du als fan eher vollkommen offensichtliche entwicklungen absehen kannst, als all diejenigen die eigentlich etwas von ihrem fach verstehen sollten! lustig im übrigen, dass das argument "vorhersehbare entwicklung" gerade von dir und mick-werder gern mal angebracht wird, wo ihr doch schon in den spieltagsthreads zum dortmund, milan und wolfsburg spiel so toll bewiesen habt, wie gut ihr entwicklungen vorraussehen könnt!
Es ist schön für dich, wenn das aus deiner Sicht tatsächlich immer nur Zufälle sind, die Rückrundenstarts usw. Für mich nicht. Ich bin mir auch sicher, dass die Werder-Verantwortlichen einiges davon schon lange erkannt haben, sonst wäre es ja komplette Inkompetenz und das glaube ich nicht. Nur liegt das Problem im Wesen und Umfeld des Vereins. Dass lieber nichts unternommen wird, weil wir ja unter dem Strich 5 Jahre die zweitbeste Mannschaft stellten.
Weder in Dortmund, in Wolfsburg, noch in Mailand hat das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft gestimmt, und genau das wurde jeweils schon in der Halbzeit kritisiert. Allerdings hat da unsere Offensivstärke den Erfolg gebracht, was gegen Bielefeld, Gladbach, Schalke, Cottbus eben nicht reichte, weil die Tormöglichkeiten vergeben wurden. Davon abgesehen war es mir auch gestern wieder ein Rätsel, warum bei einem Tabellenzweiten, der zudem bekanntlich gute Leute in der Offensive hat, Hoffenheimer Konter schon in der ersten Halbzeit 2-3mal ab der Mittellinie liefen. Und das hauptsächlich, weil Werder mit viel zu vielen Spielern ständig aufrückte und nicht, weil 1899 viele Werder-Akteure hinter dem Ball ausspielen musste.
man sollte aber auch nicht vergessen, dass weiterhin auf hohem niveau gejammert wird. noch sind 2 titel drin...davon einer sogar fast schon greifbar. das ist mehr als die meißten bundesligisten von sich behaupten können, selbst wenn die situation in der liga natürlich schwer enttäuschend ist. aber jetzt ist "festhalten" am trainer angesagt, die schwierige zeit kämpferisch durchstehen und nächste saison wieder in der spitzengruppe angreifen. ich will schaaf jedenfalls nicht so nachtrauern, wie die schalker das gerade bei slomka tun!
100% einverstanden!
ich bin doch sehr ueberrascht, dass die mannschaft mit einem unentschieden zufrieden war. das hat man vorallem daran erkannt, dass wir am ende tatsaechlich auf zeit gespielt haben. da schleicht hugo vom platz, und wiese laesst sich alle zeit der welt mal einen konter einzuleiten. warum man allerdings mit einem unentschieden zufrieden ist, macht fuer mich null sinn. ein unentschieden hilft uns im moment genauso viel wie eine niederlage.
Genau dieses Denken hat uns derart oft Niederlagen eingebracht!
Ausserdem konnte ich gestern kein Zeitspiel erkennen, viel mehr war es aus meiner Sicht so, dass Werder in der letzten halben Stunde mehr Risiko ging als Hoffenheim, eher die dann versuchten, zu kontern. Wenn Wiese das einmal macht, ist das kein Zeichen für die Ausrichtung des Teams.