Werderfan geschockt über Randale
mabo: „Wenn ich das sehe, muss ich sagen: Retortenklubs, nein danke!“
Die Bundesliga hat 18 Vereine, darunter viele Traditionsvereine, aber auch einige Retorten-Klubs.
Es waren Fans des Retortenklubs "TSG Hoffenheim", die am Samstag beim Bundesligaspiel gegen Werder Bremen (0:0) randaliert haben, mit ihren Krawallen sogar eine Stadionsprecher-Durchsage veranlassten. So wurde der Bremer Torwart Tim Wiese mit Feuerzeugen beworfen. Die Fans von Werder Bremen sind nicht als gewalttätig bekannt.
Jetzt meldet sich Werder-Fan mabo (23) zu Wort: „Werder wird oft mit fehlenden Mäzenen in Verbindung gesetzt. Wenn ich sehe, wie bei Heimspielen von Hoffenheim so eine Art Krieg den Fußball überkommt, muss ich sagen: Retortenklubs – nein danke.“
mabo ärgert das Gerede über die fehlenden Mäzene bei Werder schon lange. Selbst in den Pokalwettbewerben, in denen die Bremer mit tollem Fußball begeisterten, pöbelten die Anhänger vieler Klubs gegen seinen Verein.
Aber ist das Mäzenentum gleich Gewalt? BILD hakte beim betroffenen Verein nach.
Hoppenheims Manager Jan Schindelmeiser (45): „Ich denke, dass Mäzenentum nicht mit dem gleichzusetzen ist, was ein paar Wenige beim Heimspiel gegen Bremen angerichtet haben. Solche Krawalle dürfen und werden Mäzenentum nicht kaputt machen.“
Die Krawalle am Samstag waren kein Einzelfall. Schon im Februar wurde Hoffenheim vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen unsportlichen Verhaltens zu einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro verurteilt worden.
Die Polizei Sinsheim hat eine siebenköpfige „Soko Fans“ gebildet, die sich mit den Randalen beschäftigt.