Finanzen Weserstadion: Namensrechte, Beteiligungen etc.

Wie stehst Du zu einem möglichen Verkauf des Stadionnamens?


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Ein "Beck's-Weserstadion" könnte ich mir für 4-7 Millionen pro Jahr schon vorstellen.

Dazu noch der Bremer Schlüssel auf Werders Trikot...

:beer:
 
sobald mal ganz normal über irgendein thema diskutiert wird ist das immer gleich "kneipe nachts um halb vier" oder "stammtisch gerede".

aber selbst haste nichts dazu zu sagen...meine güte, dann lass es doch einfach bleiben :zzz:

das ist immer dieses "ich weiß alles besser, was ihr scheibt ist sowieso quatsch, punkt." - was soll der quatsch denn bringen? :p
Gratulation!Bist der erste,den ich auf meine Ignore verschoben habe,seitdem ich hier mitschreibe!:daumen:
 
Ein "Beck's-Weserstadion" könnte ich mir für 4-7 Millionen pro Jahr schon vorstellen.

Dazu noch der Bremer Schlüssel auf Werders Trikot...

:beer:

4-7 Millionen für 2 Jahre passt schon eher! 4-7 Millionen bekommen nur die momentan ganz großen der Liga! Da gehört Werder leider nicht mehr dazu! 2- maximal 3,5 Millionen pro Saison ist bei uns mMn das Ende der Fahnenstange!

Gegen nen coolen Becks Schlüssel auf dem Trikot hätte ich auch wenig bis garnix einzuwenden! Is eh das geilste Pils! :daumen:
 
Der Blog-Beitrag bei Spox klingt ziemlich gut, allerdings ist er etwas kurz gedacht:

Das Branding über das Corporate Design zu realisieren ist ja eine hervorragende Lösung, allerdings ist sie bei weitem nicht so efektiv wie eine Änderung des Namens. In den Medien würde der Effekt wohl nahe 0 sein. IM Radio und TV sowieso, eigentlich würde er nur da was bringen, wo Werder oder der Sponsor die Darstellung des Namens beeinflussen kann. Also zB in Werbeanzeigen, vor Ort natürlich oder auf der Website des Vereins. Aber sowohl in Print-Medien oder auch in Internet-Magazinen kann man ja niemanden die Schreibweise des Stadionnamens vorschreiben.

Die Idee ist also nicht verkehrt, aber sie wird nicht den gleichen Effekt erzielen und somit auch deutlich weniger Einnahmen generieren.

Dass in Hamburg niemand über imtech redet hängt damit zusammen dass auch sonst nirgendwo jemand über imtech redet. Ich habe mich sowieso gewundert, warum imtech in Hamburg eingestiegen ist. Eigentlich macht das Sponsoring eines Sportvereins auf dieser Ebene eigentlich nur Sinn für Marken oder Produkte die für Endverbraucher interessant sind und bei denen eine große und breit gestreute Nachfrage besteht. Bei imtech wissen die meisten wohl nicht mal, in welcher Branche das Unternehmen überhaupt agiert.

Ich bin auch aus Marketing-Sicht gegen eine Veräußerung der Namensrechte am Stadion. Ich finde es schon etwas kurios wenn Unternehmen auf der einen Seite viel Wert auf eine Corporate Identity legen und sich ein Image aufbauen und dann auf der anderen Seite für ein "paar Millionen" ihr Image verramschen und damit total konträr arbeiten. Allein schon das Wiesenhof-Logo auf dem Werder-Trikot. zwei verschiedene Grün-Töne, dazu noch rot als Kontrast-Farbe. Ein Pottpourie aus Design-No-Gos.

Das gute Image eines Unternehmens wird sich langfristig auch immer in finanziellem Erfolg auszahlen. Vielleicht sollte Werder sich mal auf die Zeit besinnen in der sie zur beliebtisten Mannschaft Europas wurden.

Manchmal macht es Sinn, das Geld einen "Umweg" nehmen zu lassen, denn so manche Abkürzung kann sich schnell als Sackgasse herausstellen.
 
Hallo zusammen,

ich bin der Autor des Artikels auf spox.com und Fankultur.com
Freut mich, dass ihr es als Diskussionsansatz genommen habt und möchte die aufgekommenen Fragen bzw. Anregungen mal beantworten:

@ Masa:
Ja, du hast recht. Es setzt voraus, dass das Unternehmen ein auffälliges Corporate Design besitzt. Mit ein paar Tricks würden sich die meistens CD's aber integrieren lassen.

Dann zitier ich mal noch einen Abschnitt von dir:

"Entscheidend sollte dabei nicht sein, DASS über den Sponsor gesprochen wird, sondern WAS über ihn geredet und gedacht wird.
Keinem Sponsor nützt es etwas, wenn die meisten Leute zwar an jedem Spieltag zig mal hören, dass im xy-Stadion gespielt wird.
Es muss gelingen, dass die Leute an die Firma denken und sich sagen "Joah cool, eigentlich finde ich die gut. Ich kauf deren Produkt!"


Absolut richtig. Genau das ist der Sinn dahinter. Positive Assoziationen erzeugen und nicht bloß Reichweite schaffen.

@DrottnarsRiket:

Um dich mal kurz zu zitieren:

"Das Branding über das Corporate Design zu realisieren ist ja eine hervorragende Lösung, allerdings ist sie bei weitem nicht so efektiv wie eine Änderung des Namens. In den Medien würde der Effekt wohl nahe 0 sein. IM Radio und TV sowieso, eigentlich würde er nur da was bringen, wo Werder oder der Sponsor die Darstellung des Namens beeinflussen kann. Also zB in Werbeanzeigen, vor Ort natürlich oder auf der Website des Vereins. Aber sowohl in Print-Medien oder auch in Internet-Magazinen kann man ja niemanden die Schreibweise des Stadionnamens vorschreiben."

Es wäre sicher nicht effektiv, wenn man allein auf die graphische Lösung setzen würde. Das Sponsoring müsste aktiviert werden, so wie es bei jedem Sponsoring ohnehin gemacht wird. Meist mit der 0815-Methode a la Gewinnspiel und Giveaways.

Hier müsste eine Geschichte, dass dieser Sponsor das Stadion schützt als große "Kampagne" gefahren werden. Über alle Kanäle.

Es wäre insgesamt auf jeden Fall möglich, dieselben Effekte wie ein klassisches Namingright zu erzielen. Ich bin sogar der festen Überzeugung, dass die Effekte weit darüber hinausgehen würden. Zumindest in dieser Phase, in der ein Unternehmen sozusagen der "First-Mover" wäre.

Ein bisschen näher habe ich das hier erläutert, falls es wen interessiert: (Um die Aktivierung geht es ab Folie 83)
http://de.slideshare.net/PatrickPotthoff/namingrightsponsoring-zeit-neue-wege-zu-gehen-19598182

Dort geht es um den 1. FC Kaiserslautern und das Fritz-Walter Stadion. Ist aber letztendlich exakt dieselbe Ausgangssituation.

Alles andere als eine solche Zwischenlösung wäre meiner Meinung nach nicht drin. Ein Sponsor, der ein klassisches Namingrightsponsoring betreiben würde, dürfte mit massiven Boykotts und Protesten rechnen. Da könnte er das Geld auch gleich in die Weser schmeißen.

KEIN Namingright zu vergeben lässt eben eine finanzielle Lücke entstehen, die auf Dauer ein Konkurrenznachteil ist.

Bleibt nur eine Zwischenlösung.
Ich bin mir sicher, dass es funktionieren könnte. Sowohl für den Sponsor (der seine Ziele erreicht), als auch für den Verein (der ebenfalls seine Ziele erreicht und KEINEN Protest der Anhänger auf sich zieht)

Ich bin gespannt...
Und gerne weiter offen für Kritik, Meinung und Verbesserungsvorschläge...

Sportliche Grüße
Patrick

www.facebook.com/3hundertsechzig
 
Moin!

Aus "Weserstadion" soll dann "Futtermehl Regional Kampfbahn" werden? Ohne der Agrarindustrie zu nahe zu treten, aber statt der Identifikation mit Weserstadion als dem Stadion an der Weser, soll also eine neue Identifikation her. Aha?

Und das sei zweckmäßig, weil
"identitätsstifter: KEIN Namingright zu vergeben lässt eben eine finanzielle Lücke entstehen, die auf Dauer ein Konkurrenznachteil ist."? Was zu beweisen wäre. Jene finanzielle Lücke.

Und mit diesen zusätzlichen Einnahmen, die jener "Lücke" vorbeugen, wird der Kader richtig aufgepeppt, stimmts? Nun das hat Wolfsburg und Hoffenheim aber nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Und was kommt als nächstes? Trikots haben wir schon, jetzt den Stadionnamen und was kommt als nächstes Identitätsstiftendes? Im Stadion kreisende Zeppeline mit Werbeaufschrift, vielleicht? Oder anstelle zweier Halbzeiten spielen wir vier Viertel? Jede Werbepause ist willkommen?

Pardon. Mir gefällt diese Verkaufsphilosophie nicht, zumal sie ja bei Namen nicht von Dauer wäre: Freiburg war ursprünglich das Dreisamstadion, dann das Badenova-Stadion, momentan das Magesolar-Stadion.
Ich weiß nicht, wen das animiert.

Gruß aus dem Breisgau
100% Werder:schal:
 
Wenn überhaupt mal ein Namenssponsor auf den Plan gerufen werden sollte, wäre ein Kompromiss, den Geldgeber mit in "Weserstadion" zu integrieren. Beispiel: "Beck's Weserstadion" oder "Mercedes-Benzens-Weserstadion" (...) oder oder.
 
Alles, was hilft das jährliche Defizit zu reduzieren ohne den Kader "ausdünnen" zu müssen, gehört auf den Prüfstand!
Mir ist ein möglicher neuer offizieller Name meines "Weserstadions" völlig Banane, wenn der Verein die Kohle gebrauchen kann !
 
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